Inhaltsverzeichnis
- Warum sich die Selbstversorgung mit Stachelbeeren und Johannisbeeren lohnt
- Selbstversorgung richtig planen
- Wie viele Stachelbeeren und Johannisbeeren essen wir pro Jahr?
- Selbstversorgung Soft: Frischgenuss während der Saison
- Snackbeeren
- Im Birchermüsli
- Kuchen & Desserts
- Weitere Verwendung in der Küche
- Beerenbedarf bei der Selbstversorgung Soft
- Sortenempfehlungen für die Selbstversorgung Soft
- Selbstversorgung Hardcore: Ganzjährige Selbstversorgung mit Vorratshaltung
- Einfrieren: flexible Vorratshaltung für das ganze Jahr
- Saft und Sirup
- Marmelade: Der klassische Vorrat
- Beerenbedarf bei der Selbstversorgung Hardcore
- Sortenempfehlungen für Selbstversorgung Hardcore
- Fazit
Zusammenfassung
Die Selbstversorgung mit Stachelbeeren und Johannisbeeren ist für viele Familien gut umsetzbar. Entscheidend für die Planung ist vor allem, wie die Beeren genutzt werden. Dabei unterscheiden wir zwei Formen der Selbstversorgung. Im ersten Szenario steht die Versorgung mit frischen Beeren während der Erntesaison im Vordergrund. Wer hauptsächlich nascht, Beeren im Müsli verwendet oder Desserts zubereitet, benötigt deutlich weniger Ertrag. Für eine vierköpfige Familie ergibt sich ein Bedarf von etwa 25 bis 30 kg pro Jahr, was rund 6–10 Sträuchern entspricht. Wichtig ist hier vor allem eine gestaffelte Reifezeit für eine möglichst lange Ernte. Im zweiten Szenario geht es um die ganzjährige Selbstversorgung mit Vorratshaltung. Wer Beeren einfriert oder zu Marmelade, Saft oder Sirup verarbeitet, benötigt deutlich grössere Mengen. Der Bedarf liegt dann bei etwa 50 bis 70 kg pro Jahr, entsprechend 14–18 Sträuchern im Vollertrag. Schliesslich gibt es zwischen diesen beiden Stufen zahlreiche Abstufungen.
Praxis-Tipps:
Wähle Sorten nach Verwendung: Süsse Sorten eignen sich ideal zum Naschen, während für die Verarbeitung zu Saft, Marmelade und Desserts besser säurebetonte Sorten verwendet werden.
Einen Ertragspuffer einplanen: Wetter und Vogelfrass können die Erträge schwanken lassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, pflanzt lieber ein bis zwei Sträucher mehr– besonders bei geplanter Vorratshaltung.
Setze auf eine gestaffelte Reifezeit: Kombiniere frühe, mittlere und späte Sorten, damit du über viele Wochen hinweg kontinuierlich ernten kannst – besonders wichtig für den Frischverzehr.
Warum sich die Selbstversorgung mit Stachelbeeren und Johannisbeeren lohnt
Ein eigener Beerengarten bietet zahlreiche Vorteile, die weit über die reine Ernte hinausgehen. Der grösste Pluspunkt ist der Geschmack: Beeren können vollreif geerntet werden und entwickeln so ihr volles Aroma – ein Genuss, den man im Supermarkt kaum findet. Gleichzeitig enthalten frisch geerntete Früchte mehr wertvolle Inhaltsstoffe und Vitamine. Hinzu kommt, dass Stachelbeeren und Johannisbeeren im Handel nur selten angeboten werden – und wirklich aromatische, grossfrüchtige Sorten – wie die Lubera-Originale – sind praktisch gar nicht erhältlich. Gerade hier zeigt sich der grosse Vorteil des eigenen Anbaus. Auch in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt der Anbau im eigenen Garten. Kurze Wege, weniger Verpackung und ein bewusster Umgang mit Pflanzenschutzmitteln machen den Unterschied.
Bild: Sortenvielfalt im Beerengarten: Cassissima® 'Blackbells'®, Cassissima® 'Greenlife' und die Johannisbeere 'Rosa Sport'®.
Langfristig lohnt sich der Beerengarten auch finanziell, denn bereits nach wenigen Ernten hat sich die Investition in die Sträucher bezahlt gemacht. Und nicht zuletzt bringt das Selberpflücken eine besondere Freude mit sich – ein kleines Stück ursprüngliches „Jagen und Sammeln“, das im Alltag oft verloren gegangen ist.
Selbstversorgung richtig planen
Für die weitere Planung unterscheiden wir zwei typische Nutzungsszenarien, die sich im Grad der Selbstversorgung unterscheiden: die Selbstversorgung mit frischen Stachelbeeren und Johannisbeeren während der Saison (Selbstversorgung „Soft“) und die ganzjährige Versorgung mit Vorratshaltung (Selbstversorgung „Hardcore“). Dazwischen gibt es beliebige Abstufungen – je nach Vorlieben, Nutzung und verfügbarem Platz. Die folgenden Mengenangaben dienen daher als praxisnahe Orientierung und lassen sich individuell anpassen.
In einem ausgewogenen Selbstversorger-Garten können Stachelbeeren und Johannisbeeren eine zentrale Rolle übernehmen. Sie machen dabei häufig etwa 25 % der gesamten Obstmenge aus. Die übrigen Anteile lassen sich beispielsweise auf Obstbäume (ca. 25 %), Himbeeren und Brombeeren (ca. 25 %), Erdbeeren (ca. 10 %) sowie Heidelbeeren im Moorbeet oder Wildobst (ca. 15 %) verteilen.
Detaillierte Informationen zum Anbau von Johannisbeeren findest du in unserem Artikel «Johannisbeeren pflanzen, pflegen und schneiden».
Wie viele Stachelbeeren und Johannisbeeren essen wir pro Jahr?
Der durchschnittliche Beerenkonsum liegt in Deutschland bei etwa 3–4 kg pro Person und Jahr, davon nur rund 0,4 kg Johannisbeeren und 0,2 kg Stachelbeeren. Diese Zahlen spiegeln jedoch die tatsächliche Nutzung nur unzureichend wider, da sie sich ausschliesslich auf verkauftes Obst beziehen. Gerade frische Stachelbeeren und Johannisbeeren sind im Handel selten verfügbar – ein grosser Teil wird im eigenen Garten geerntet und direkt verbraucht.
Wer eigene Beerensträucher im Garten hat, isst in der Regel deutlich mehr als der Durchschnitt. Wie hoch der tatsächliche Bedarf ist, hängt stark davon ab, wie die Früchte genutzt werden: vom Naschen direkt vom Strauch über die Verwendung im Birchermüsli und in Desserts bis hin zur Verarbeitung zu Marmelade, Saft oder Vorräten.
Selbstversorgung Soft: Frischgenuss während der Saison
Hier geht es um puren Genuss: Beeren direkt vom Strauch, sonnengereift und voller Aroma. Verarbeitet wird nur gelegentlich – ein Kuchen, etwas Konfitüre oder ein Chutney. Nicht die Menge zählt, sondern die Freude am Ernten und am Geschmack der Saison.
Snackbeeren
Vor allem die neueren Lubera-Sorten – sowohl bei den Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren als auch bei den Stachelbeeren – sind geradezu prädestiniert für den Frischverzehr. Dank ihrer grossen Früchte und ihres ausgewogenen Geschmacks lassen sie sich hervorragend direkt vom Strauch naschen und heben den Snackgenuss auf ein ganz neues Niveau. Ebenfalls gut für den Frischverzehr geeignet sind milde Rote und Weisse Johannisbeeren, die mit ihrer feinen Säure und angenehmen Süsse überzeugen.
Bild: Grossfrüchtige Cassissima®-Sorten wie Cassissima® 'Little Black Giant'® sind das perfekte Naschobst.
Nimmt man an, dass jede Person während der etwa achtwöchigen Reifezeit (Mitte Juni – Mitte August) täglich rund 50 g Cassissima® Schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren isst, ergibt sich ein Bedarf von etwa 5,6 kg pro Person bzw. 22,4 kg für eine vierköpfige Familie. In der Praxis dürfte der tatsächliche Verbrauch jedoch geringer ausfallen, sodass eine Halbierung dieser Menge auf 11,2 kg realistischer ist.
Bild: Die süssen, extrem saftigen Früchte der Stachelbeere Crispa® 'Goldling'® sind eine Delikatesse.
Im Birchermüsli
Rote Johannisbeeren sind wie gemacht fürs Birchermüsli: Ihre feinen Kerne sorgen für angenehmen Biss, während die frische, belebende Säure dem Frühstück eine richtig erfrischende Note verleiht.
Wenn während der Saison täglich eine Handvoll Beeren (ca. 50 g) im Birchermüsli verwendet wird, ergibt sich daraus ein Bedarf von rund 2,8 kg Beeren pro Person und Saison. Für eine vierköpfige Familie entspricht das insgesamt etwa 11,2 kg.
Bild: Ein Birchermüsli ohne Rote Johannisbeeren? Undenkbar!
Kuchen & Desserts
- Stachelbeerkuchen (z. B. mit Baiser)
- Johannisbeerkuchen (oft mit Streuseln oder Baiser)
- Kompott
- Aufläufe
Wir gehen von einem Kuchen bzw. einer Dessertportion pro Woche aus. Pro Kuchen oder Dessert werden dabei rund 300–500 g Beeren verwendet. Daraus ergibt sich während der Saison ein Gesamtbedarf von etwa 2,4 bis 4 kg Beeren pro Saison für Kuchen und Desserts.
Ein leckeres Rezept mit aromatischen Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren findest du hier: «Cassis Kokos Schnitte».
Weitere Verwendung in der Küche
Zusätzlich zum Frischverzehr werden während der Saison oft kleinere Mengen an Stachelbeeren und Johannisbeeren in der Küche verwendet – etwa für Chutney, Saft oder gelegentlich etwas Marmelade. Dafür lassen sich etwa 3–5 kg Beeren pro Saison einplanen.
Hier findest du ein köstliches Rezept für «Johannisbeer-Chutney».
Beerenbedarf bei der Selbstversorgung Soft
Beim Fokus auf den Frischverzehr ergibt sich folgender Bedarf an Stachelbeeren und Johannisbeeren für eine 4-köpfige Familie:
- Snackbeeren: ca. 11 kg
- Müsli während der Saison: ca. 11 kg
- Kuchen & Desserts: ca. 2,5–4 kg
Bild: Häufig werden Rote Johannisbeeren zu Kuchen mit Baiser verbacken.
Insgesamt ergibt sich ein Bedarf von etwa 25–30 kg Beeren pro Saison. Bei einem Ertrag von rund 4 kg pro Strauch entspricht das 6–10 Sträuchern im Vollertrag. In diesem Szenario ist vor allem eine gestaffelte Reifezeit entscheidend, damit über möglichst viele Wochen hinweg frische Beeren zur Verfügung stehen.
- ca. 25–35 % Cassissima® Schwarze Johannisbeeren (3 Sträucher)
- ca. 25–35 % Rote Johannisbeeren (3 Sträucher)
- ca. 10–20 % Rote Stachelbeeren (1–2 Sträucher)
- ca. 10–20 % Gelbe Stachelbeeren (1–2 Sträucher)
- ca. 5–15 % Grüne Stachelbeeren (1 Strauch)
- ca. 5–15 % Weisse Johannisbeeren (1 Strauch)
Sortenempfehlungen für die Selbstversorgung Soft
Die Beeren sollen direkt vom Strauch gegessen werden und besonders aromatisch und süss schmecken. Entsprechend empfehlen wir hier vor allem süssere Sorten, die sich durch ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis und ein intensives Aroma auszeichnen. Für das Birchermüsli eignen sich sowohl süsse als auch saure Sorten.
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Sorte |
Vorteile |
Reifezeit |
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Riesig, saftig, süss |
Mitte Juni |
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Sehr süsser Geschmack mit etwas Säure |
Ende Juni |
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Gross, sehr süss |
Ende Juni |
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Riesige, süsse Früchte mit dezentem Cassis-Aroma |
Anfang Juli |
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Süss, aromatisch, ehr lange Trauben |
Anfang Juli |
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Sehr süss und aromatisch, grosse Beeren |
Anfang Juli |
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Rosa Früchte mit exzellentem Geschmack |
Anfang Juli |
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Extrem saftig und süss |
Anfang Juli |
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Fruchtiger, beeriger Geschmack, Hauch von Himbeeren |
Anfang bis Ende Juli |
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Grosse, ausgesprochen knackige Früchte |
Anfang bis Ende Juli |
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Gross, aromatisch und saftig |
Mitte Juli bis Anfang August |
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Milder Geschmack, gigantische Erträge |
Mitte Juli bis Anfang August |
Selbstversorgung Hardcore: Ganzjährige Selbstversorgung mit Vorratshaltung
Zusätzlich zur saisonalen Versorgung kann der Garten auch auf eine ganzjährige Selbstversorgung mit Früchten ausgerichtet werden. Dabei spielen Stachelbeeren und Johannisbeeren eine wichtige Rolle, da sie sich sowohl frisch geniessen als auch sehr gut lagern oder verarbeiten lassen. Sie bilden eine wichtige Grundlage für Vorräte wie Marmelade, Saft oder gefrorene Beeren.
Einfrieren: flexible Vorratshaltung für das ganze Jahr
Das Einfrieren ist eine der einfachsten und praktischsten Möglichkeiten, Stachelbeeren und Johannisbeeren haltbar zu machen. Die Beeren behalten dabei einen grossen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und lassen sich das ganze Jahr über flexibel verwenden – etwa im Birchermüsli, in Smoothies oder in Desserts. Gerade für den Alltag ist Tiefkühlware oft sogar praktischer als frische Beeren, da sie jederzeit verfügbar ist und ohne Vorbereitung direkt verwendet werden kann. Kaum jemand möchte morgens zuerst in den Garten gehen, um das Frühstück zu ernten.
Bild: Gefrorene Rote Johannisbeeren können uns ganzjährig mit Vitaminen versorgen.
Für eine vierköpfige Familie lässt sich der Bedarf so abschätzen: Häufig werden ausserhalb der Saison gefrorene Rote Johannisbeeren ins Birchermüsli gegeben. Nimmt man an, dass eine Familie etwa zweimal pro Woche Müsli mit Roten Johannisbeeren ergänzt und pro Person rund 50 g Beeren verwendet werden, ergibt sich folgende Rechnung:
- 52 Wochen
- × 2 Anwendungen pro Woche
- × 4 Personen
- × 50 g
Das entspricht rund 20,8 kg Roten Johannisbeeren pro Jahr.
Hinzu kommen kleinere Mengen an Stachelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren, die für Desserts oder Smoothies eingefroren werden. Dafür lassen sich zusätzlich etwa 3–5 kg pro Jahr einplanen.
Insgesamt ergibt sich damit ein Bedarf von etwa 24–28 kg gefrorenen Beeren pro Jahr. Diese Menge deckt einen grossen Teil des Bedarfs ausserhalb der Saison ab und ergänzt die frische Ernte sinnvoll.
Tipp: Die Beeren am besten frisch geerntet, gewaschen und gut abgetrocknet portionsweise einfrieren. So bleiben sie locker und lassen sich später gut entnehmen.
Saft und Sirup
Aus Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren lässt sich besonders aromatischer Sirup gewinnen. Dafür werden grosse Mengen an Früchten benötigt. Eine plausible Annahme:
- 40 Liter Sirup pro Jahr für eine vierköpfige Familie
- dafür etwa 20 kg Früchte
Bild: Köstlicher Saft aus Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren.
Tipp: Den Trester, vor allem von Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren, solltest du nicht wegwerfen – er eignet sich ideal als aromatisches, natürliches Geliermittel für Marmelade.
Marmelade: Der klassische Vorrat
Viele Hobbygärtner verarbeiten einen Teil ihrer Ernte zu Marmelade. Doch wie gross ist der tatsächliche Bedarf?
Eine realistische Annahme ist, dass in einem Haushalt etwa ein Glas Marmelade (ca. 200–250 g) pro Woche verbraucht wird. Hochgerechnet auf ein Jahr ergibt das für eine vierköpfige Familie rund 50 Gläser Marmelade. Für diese Menge werden insgesamt etwa 10–12 kg Früchte benötigt. Dabei müssen wir bedenken, dass Stachelbeeren und Johannisbeeren häufig gemeinsam mit anderen Früchten zu Marmelade verarbeitet verarbeitet werden. Ausserdem sind auch Konfitüren aus anderen Obstarten beliebt, etwa aus Erdbeeren und Rhabarber, die zusammen besonders gut harmonieren. Für die Herstellung von Marmelade kann man mit einem Bedarf von etwa 5–8 kg Stachelbeeren und Johannisbeeren pro Jahr rechnen.
Ein köstliches Rezept für Marmelade findest du hier: «Weisse Johannisbeeren Marmelade - eine himmlische Verführung».
Bild: Marmelade aus Roten Johannisbeeren ist zudem eine klassische Zutat in österreichischen Weihnachtsgebäcken wie den Linzer Augen.
Beerenbedarf bei der Selbstversorgung Hardcore
Wer zusätzlich Beeren einfriert oder zu Marmelade und Sirup verarbeitet, benötigt deutlich grössere Mengen. Der Bedarf setzt sich dabei wie folgt zusammen:
- Gefrorene Beeren: ca. 24–28 kg
- Marmelade: ca. 5–8 kg
- Sirup (v. a. Schwarze Johannisbeeren): ca. 20 kg
- Frischverzehr während der Saison: ca. 25–30 kg
Insgesamt ergibt sich ein Bedarf von etwa 50–70 kg Beeren pro Jahr.
Das entspricht bei einem Ertrag von 4 kg pro Strauch 14–18 Sträuchern.
- ca. 25–30 % Cassissima® Schwarze Johannisbeeren (4–5 Sträucher)
- ca. 20–25 % Rote Johannisbeeren (3–4 Sträucher)
- ca. 15–20 % Rote Stachelbeeren (2–3 Sträucher)
- ca. 10–15 % Gelbe Stachelbeeren (1–2 Sträucher)
- ca. 10–15 % Grüne Stachelbeeren (1–2 Sträucher)
Sortenempfehlungen für Selbstversorgung Hardcore
Für Saft, Sirup, Marmelade sowie für Desserts und Kuchen sind besonders aromatische und leicht säurebetonte Sorten ideal. Insbesondere die Cassissima® Schwarzen Johannisbeeren sind hier erste Wahl, da sie ein intensives Aroma und eine kräftige Farbe liefern. Für Gelees und Mischmarmeladen sind Rote Johannisbeeren ideal, da sie eine angenehme Säure mitbringen. Stachelbeeren ergänzen das Spektrum hervorragend: Während Grüne Sorten Frische und Säure liefern, sorgen Rote und Gelbe Sorten für mehr Süsse und ein ausgewogenes Aroma. Eine Kombination verschiedener Sorten ermöglicht es, Geschmack, Farbe und Verarbeitungsqualität optimal aufeinander abzustimmen.
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Sorte |
Vorteile |
Reifezeit |
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Sehr gross, saftig |
Ende Juni |
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Sehr süss mit etwas Säure |
Ende Juni |
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Sehr grosse Beeren an langen Trauben |
Anfang Juli |
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Extrem saftig und süss |
Anfang Juli |
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Gross, aromatisch und saftig, knackige Textur |
Anfang Juli |
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Lange Trauben, grosse Früchte |
Anfang bis Mitte Juli |
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Saftig, intensives Stachelbeeraroma |
Anfang bis Mitte Juli |
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Fruchtiger, beeriger Geschmack mit einem Hauch von Himbeeren |
Anfang bis Ende Juli |
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Intensiver Geschmack mit einer herben Note, hohe Vitamin-C-Gehalt |
Mitte Juli bis Anfang August |
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Gross, aromatisch und saftig |
Mitte Juli bis Anfang August |
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Sehr dichte Trauben, hoher Ertrag |
Ende Juli |
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Die beste späte Sorte |
Anfang August |
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Mittelgrosse und dunkelrote Beeren |
Anfang bis Ende August |
Fazit
Die Selbstversorgung mit Stachelbeeren und Johannisbeeren ist für viele Familien einfacher umsetzbar, als oft gedacht – vorausgesetzt, Ziel und Nutzung sind klar definiert. Entscheidend ist nicht die maximale Erntemenge, sondern die Frage, wie die Beeren im Alltag verwendet werden.
Wer vor allem den Frischgenuss während der Saison sucht, kommt bereits mit 6–10 Sträuchern zu einer erstaunlich reichen Ernte. Hier stehen Geschmack, Vielfalt und eine lange Erntezeit im Vordergrund. Wer hingegen auf eine ganzjährige Versorgung mit Vorräten setzt, benötigt deutlich mehr Ertrag – und damit etwa 14–18 Sträucher. Dafür entsteht ein vielseitiger Beerengarten, der weit über den Sommer hinaus Früchte liefert.
In der Praxis bewegen sich die meisten Gärten zwischen diesen beiden Szenarien. Viele Familien kombinieren Frischverzehr mit einer moderaten Vorratshaltung – und finden so ihren ganz eigenen, passenden Weg der Selbstversorgung.Entscheidend ist dabei weniger die exakte Anzahl der Sträucher als eine durchdachte Kombination verschiedener Sorten. Sie sorgt für eine lange Erntezeit, stabile Erträge und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten – vom Naschen direkt am Strauch bis hin zu Marmelade, Sirup oder Desserts. Gerade beim Schwerpunkt Frischverzehr lohnt es sich, auf eine gestaffelte Reifezeit zu achten, damit über viele Wochen hinweg kontinuierlich frische Beeren geerntet werden können wie beim Selbstversorgerset Rote Johannisbeeren 'Dauerernte' und beim Selbstversorgerset Schwarze Johannisbeeren 'Dauerernte'.
Bild: Durch bedachte Sortenwahl (wie hier beim Selbstversorgerset Schwarze Johannisbeeren 'Dauerernte') kann man lange frische Beeren ernten.
Die Sortenwahl lässt sich dabei flexibel an die eigenen Vorlieben anpassen: Wer es süss mag, setzt stärker auf milde Sorten für den Frischverzehr, während für die Verarbeitung eher säurebetonte und aromatische Sorten ideal sind. So entsteht ein Beerengarten, der nicht nur ertragreich ist, sondern auch genau zum eigenen Geschmack und Alltag passt.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.