GUten Tag,
Am zuverlässigsten funktioniert eine Bestimmung wie eine kleine „feigenkundliche Fahndung“: Man dokumentiert Frucht, Blatt, Wuchs und Reifeverlauf über mindestens eine Saison, besser zwei.
Besonders wichtig sind:
Früchte: Form (kugelig, birnenförmig, länglich), Grösse/Gewicht, Hals vorhanden oder nicht, Stiellänge, Hautfarbe und -struktur, Rippen, Risse, Farbe des Fruchtfleisches, Grösse und Form des Ostiums („Auge“). Fotos immer auch von aufgeschnittenen vollreifen Früchten machen.
Zwei Ernten oder eine? Bildet die Feige Brebas/Blühfeigen am vorjährigen Holz und zusätzlich Herbstfeigen am diesjährigen Trieb? Wann reifen beide? Das ist ein sehr wertvolles Merkmal.
Reifezeit: Nicht nur „August“, sondern möglichst notieren: erste vollreife Frucht, Haupternte und letzte ausgereifte Früchte. Gerade im mitteleuropäischen Klima kann das Sorten stark eingrenzen.
Blätter: Mehrere ausgewachsene Blätter fotografieren. Wichtig sind Grösse, Zahl und Tiefe der Lappen, Form des Mittellappens, Blattbasis, Rand und Behaarung. Aber Vorsicht: Ein einziger Feigenbaum kann sehr verschieden geformte Blätter tragen.
Wuchs: stark oder schwach, aufrecht oder breit, Internodienlänge, Farbe junger Triebe, Neigung zur Verzweigung und Austriebszeitpunkt.
Leider sehen sich viele Feigensiórten extrem ähnlich.
Ihr Lubera Team