Sal-Weide
Salix caprea - Heimischer Frühlingsblüher und wertvolle Bienenweide
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Breite: 5m - 7.5m
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Frisch bis feucht, humos, nährstoffreich, durchlässig; sehr anpassungsfähig
Wasser: Mittlerer bis hoher Wasserbedarf; verträgt zeitweise feuchte Böden gut
Blüte: Kätzchen vor dem Laubaustrieb
Blütenfarbe: Silberweiss, später gelb (männliche Pflanzen) bzw. grünlich (weibliche Pflanzen)
Blütezeit: März bis April
Eignung für Bienen: Hervorragend, eine der wichtigsten frühen Pollen- und Nektarquellen
Duft: Leicht honigartig während der Blüte
Wuchshöhe: 7,5 bis 10 m
Wuchsbreite: 5–7 m
Wuchsgeschwindigkeit: Ca. 40–80 cm pro Jahr
Blattform: Breit elliptisch bis eiförmig, leicht gewellt, fein gesägt
Blattfarbe: Oberseits matt dunkelgrün, unterseits graugrün und leicht filzig
Herbstfärbung: Gelblich
Laub: Sommergrün, laubabwerfend
Wurzelsystem: Herzwurzler mit weitreichenden Seitenwurzeln
Pflanzabstand: 3–5 m
Winterhärte: Bis etwa -40 °C, Winterhärtezone 3 (WHZ 3)
Verwendung: Naturgarten, Bienenweide, Solitär, freiwachsende Hecke, Gehölzrand, Uferbepflanzung, Vogelschutzgehölz
Windverträglichkeit: Sehr gut
Eignung für die Kultur im Kübel: Nur in jungen Jahren und mit regelmässigem Rückschnitt geeignet
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Herkunft: Europa, Nordafrika und Westasien; heimische Art in Mitteleuropa
Züchter: Wildart (Salix caprea), keine Züchtung
Geselligkeit: Solitär oder Gruppenpflanzung; hervorragend für naturnahe Hecken geeignet
Besonderheiten: Frühe Palmkätzchen, bedeutende Bienenweide, Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsraupen und wertvolles heimisches Wildgehölz
Die Sal-Weide (Salix caprea) zählt zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen überhaupt. Bereits im zeitigen Frühjahr erscheinen ihre silbrigen Palmkätzchen und versorgen Wildbienen, Honigbienen und Hummeln mit lebenswichtigem Pollen und Nektar. Gleichzeitig überzeugt das heimische Gehölz mit seiner Robustheit, seinem natürlichen Charme und seiner grossen Bedeutung für die Artenvielfalt.
Herkunft
Die Sal-Weide ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Westasiens heimisch. In Deutschland wächst sie natürlicherweise an Waldrändern, Lichtungen, Böschungen und auf Brachflächen. Als typische Pionierpflanze besiedelt sie neue Standorte schnell und trägt wesentlich zur Entwicklung artenreicher Lebensräume bei.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Die Sal-Weide wächst sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten. Sie bevorzugt frische bis feuchte, humose Böden, zeigt sich jedoch insgesamt äusserst anpassungsfähig und gedeiht selbst auf sandigen oder lehmigen Standorten zuverlässig. Kurzzeitige Staunässe wird gut vertragen.
Mit einem Jahreszuwachs von bis zu 80 Zentimetern entwickelt sich die Sal-Weide rasch zu einem mehrstämmigen Grossstrauch oder kleinen Baum mit lockerer, breit ausladender Krone. Ihre mattgrünen Blätter treiben erst nach der Blüte aus und verfärben sich im Herbst dezent gelb.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Die berühmten silbrigen Palmkätzchen erscheinen bereits im März, noch vor dem Laubaustrieb. Besonders die männlichen Pflanzen entwickeln nach dem Öffnen goldgelbe Staubgefässe und gehören zu den wichtigsten Pollenlieferanten des gesamten Gartenjahres. Zahlreiche Wildbienenarten sind auf Weiden als erste Nahrungsquelle angewiesen.
Nach der Bestäubung bilden weibliche Pflanzen kleine Kapselfrüchte mit feinen Samenhaaren, die durch den Wind verbreitet werden. Darüber hinaus dient die Sal-Weide als Raupenfutterpflanze für über 100 heimische Schmetterlingsarten und besitzt damit einen aussergewöhnlich hohen ökologischen Wert.
Verwendung im Garten
Die Sal-Weide ist die ideale Wahl für naturnahe Gärten, grosse Grundstücke und Blühhecken. Als Solitär zieht sie im zeitigen Frühjahr alle Blicke auf sich und sorgt bereits an den ersten warmen Tagen für summendes Leben im Garten.
Auch an Teichrändern oder in freiwachsenden Hecken entfaltet sie ihre natürliche Schönheit. Wer die dekorativen Palmkätzchen für die Vase schneiden möchte, sollte dies massvoll tun, damit ausreichend Blüten für Insekten erhalten bleiben.
Pflege
Die Sal-Weide ist ausgesprochen robust und unkompliziert.
Drei Kulturtipps:
- Schneide ältere Pflanzen bei Bedarf direkt nach der Blüte zurück. Dadurch bleibt die Krone vital und bildet zahlreiche junge Triebe.
- Giesse frisch gepflanzte Exemplare während längerer Trockenperioden regelmässig, bis sie gut eingewurzelt sind.
- Verzichte möglichst auf einen starken Rückschnitt im Spätwinter, damit die wertvollen Palmkätzchen erhalten bleiben und Insekten als frühe Nahrungsquelle dienen.
Vergleich mit anderen Weidenarten
Im Vergleich zur Korkenzieher-Weide (Salix matsudana 'Tortuosa') steht bei der Sal-Weide weniger die aussergewöhnliche Wuchsform als vielmehr ihre enorme ökologische Bedeutung im Vordergrund. Die Hängekätzchen-Weide (Salix caprea 'Pendula') besitzt einen dekorativen überhängenden Wuchs und eignet sich besonders für kleinere Gärten, während die Wildart deutlich grösser wird und einen natürlicheren Charakter besitzt. Gegenüber der Purpur-Weide (Salix purpurea) entwickelt die Sal-Weide wesentlich grössere Palmkätzchen und liefert deutlich mehr Pollen für früh fliegende Insekten.
Empfehlenswerte Pflanzpartner
Kornelkirsche (Cornus mas) – blüht ebenfalls sehr früh im Jahr und erweitert das Nahrungsangebot für Bienen und andere Bestäuber bereits ab Februar.
Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – schliesst mit ihrer weissen Frühlingsblüte direkt an die Sal-Weide an und bietet später essbare Früchte sowie eine spektakuläre Herbstfärbung.
Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) – ergänzt die Sal-Weide mit auffälligen weissen Blüten und leuchtend roten Früchten, die zahlreichen Vogelarten als Nahrung dienen.
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) – sorgt mit seinen dekorativen rosafarbenen Früchten und der intensiven Herbstfärbung für weitere saisonale Höhepunkte und erhöht den ökologischen Wert einer naturnahen Gehölzpflanzung.
Bienenweide
Hallo ihr Lieben,
hab grad diesen Link entdeckt und will gleich mal fragen:
hab im Oktober einen Salix, ca. 70cm hoch, ohne Stamm) eingepflanzt. Muss ich den jetzt vor neuem Austrieb schneiden?
Bin absolute Neugärtnerin + in der Testphase.
Kalte Grüße aus der Ostprignitz
Messalina
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.