Zwerg-Walnussbaum 'Fertilis'

Juglans regia 'Fertilis' - ein fruchtbarer, kompakter Nussbaum für jeden Hausgarten und eine seltene historische Sorte

Juglans regia var. Fertilis
Juglans regia var. Fertilis
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Vorteile der Zwerg-Walnuss ‘Fertilis’

  • Kompakter Wuchs, auch für den kleinen Hausgarten geeignet.
  • Veredelte Sorte mit früh einsetzenden Erträgen schon ab dem 2. Standjahr
  • Leicht zu knackende Nüsse mit gutem Aroma
  • Leichte, üppige Ernte am für eine Walnuss ungewöhnlich kleinen Baum
  • Walnüsse wie die Sorte ‘Fertlis’ kommen bisher gut mit dem Klimawandel zurecht

Der Zwerg-Walnussbaum ‘Fertlis’, auch ‘Nuss von Chatenay’, wurde 1844 in Frankreich entdeckt. Dort ist sie als Mutation einer gewöhnlichen Walnuss (Juglans regia) entstanden. Bisher blieb diese kleine Variante eines grossen Walnussbaums aber eine gesuchte Rarität. Kleinwüchsigkeit bei Walnüssen tritt nur äusserst selten auf. Diese Eigenschaft lässt sich nicht zuverlässig über Samen vermehren. Um Ihnen diese kostbare Sorte anzubieten, braucht es Experten, die sich mit der heikle Veredelung von Walnüssen auskennen. Die positiven Eigenschaften der Sorte ‘Fertilis’ entschuldigen jedoch den grossen Aufwand. Mit ihr können wir Ihnen die Möglichkeit bieten, sich auch im kleinen Hausgarten mit eigenen Walnüssen zu versorgen. Die Sorte wächst kompakt und wird nur gute 4 Meter gross. Das ist für einen Walnussbaum eine erstaunlich geringe Grösse. Was für eine Erleichterung bei der Ernte! Schon 2 bis 3 Jahre nach dem Einzug in Ihren Garten ist es soweit. Freuen Sie sich auf mittelgrosse, rundovale Nüsse mit gutem Aroma. Die relativ glatte dünne Schale lässt sich leicht knacken. Zudem fällt die Ernte üppig aus. Nicht umsonst gab man der Sorte den Namen ‘Fertilis’ – die Fruchtbare.

Der beste Standort

Die beste Wahl ist ein vollsonniger Standort. Die Sorte ‘Fertilis’ zeigt sich robust und toleriert jeden normalen Gartenboden. Sie mag allerdings keine rauen Lagen mit starken Winden und Spätfröste. Wie alle Walnussbäume scheint auch ‘Fertilis’ den sich abzeichnenden Klimawandel recht gut zu vertragen. Trockenheit und Hitze gegenüber ist sie recht tolerant. Ein Walnussbaum bietet sich für Standorte an, an denen zuvor Obstbäume aus der Familie der Rosengewächse standen. Äpfel und Birnen gehören beispielsweise in diese Familie. Dort, wo sie standen, kann die sogenannte Bodenmüdigkeit eintreten. Walnüsse sind mit keiner anderen Obstart verwandt, und daher eine gute Wahl für den Nachbau.

Einen Zwerg-Walnussbaum pflanzen

Unsere Zwerg-Walnussbäume kommen als Veredelungen im Container zu Ihnen. Sie könne den jungen Baum das ganze Jahr über pflanzen, solange der Boden frostfrei ist. Bester Zeitpunkt zum Pflanzen sind kühle, regenreiche Tage. Das Pflanzloch hebt man doppelt so tief und breit aus, wie der Topfballen des Baums im Container misst. Nehmen Sie nun die Pflanze aus dem Cotainer. Entfernen Sie möglichst viel von dem Pflanzsubstrat aus dem Wurzelballen. Mit freigelegten Wurzeln erleichtern Sie dem Baum das Anwachsen. Setzen Sie den Baum anschliessend ebenerdig in das Pflanzloch. Den Aushub mischen Sie mit ausgereiftem Kompost. Die Mischung eignet sich sehr gut zum Verfüllen Sie des Pflanzlochs. So bieten Sie dem Baum optimale Bedingungen beim Einwachsen. Kräftiges Angiessen verbindet die Wurzeln mit der Erde am neuen Standort. Die Erfahrung zeigt, dass junge Bäume in den ersten 3 bis 5 Jahren gegossen werden möchten. Das gilt besonders für Wochen mit sommerlicher Hitze und Trockenheit.

Walnussbaum giessen und düngen

Einen ausgewachsenen Baum müssen Sie nicht düngen und giessen. Für eine gute Entwicklung des jungen Baums hat sich eine Gabe reifer Kompost im Frühjahr bewährt. Auf humusarmen Böden kann unser Frutilizer® Volldünger Plus dem Baum zu einem guten Start verhelfen. Halten Sie die Baumscheibe in den ersten Jahren frei von Bewuchs, der das Wachstum bremst. Die Sorte ‘Fertilis’ ist Trockenheit und Hitze gegenüber ist sie recht tolerant. In den ersten 3 bis 5 Jahren nach der Pflanzung ist kräftiges Giessen bei sommerlicher Trockenheit jedoch empfohlen.

Die Ernte

Ab Ende September und geben die Fruchthüllen die reife Walnuss frei. Bei Baumriesen, die aus Sämlingen entstanden sind, werden oft Hilfsgeräte wie Holzstangen eingesetzt. Damit werden die Nüsse aus der Krone geschlagen. Für alle, eine kompakt wachsenden Sorte wie Zwerg-Walnuss ‘Fertilis’ kaufen, ist diese Vorgehen unnötig. Durch die Höhe von 4m ist die Ernte viel leichter zu erreichen. Mit einer Wurzelbürste und kaltem Wasser lassen sich Hüllenreste abschrubben. Mit Handschuhen aus Latex geschützt verfärben sich Ihre Hände dabei nicht. Die gereinigten Nüsse lassen Sie schliesslich für mindestens einen Monat lang an einem warmen Ort trocknen.

Wie schneide ich die Zwerg-Walnuss?

Normalerweise benötigt ‘Fertilis’ keinen Erziehungsschnitt. Mit etwa 4m bleibt sie noch deutlich kleiner als andere veredelte Walnuss-Sorten. Mit einem gezielten Schnitt in den ersten Standjahren lässt sich die Zwerg-Walnuss ‘Fertilis’ auch als Strauch erziehen. Mit einem an der Basis angesetzten Schnitt oberhalb der Veredelung entwickelt der Baum mehrere Basistriebe. Andernfalls ähnelt ihr Wuchs eher einem mehrtriebigen Baum. Entfernen Sie gelegentlich steil nach oben wachsende Triebe und hängende Äste, um die Krone auszulichten. Für gewöhnlich werden unerwünschte Äste im Obstbau direkt auf Astring entfernt. Darauf reagiert der Walnussbaum aber empfindlich. Wir empfehlen den Zapfenschnitt, damit das Holz hinter dem Schnitt austrocknen kann. Der ausgetrocknete Zapfen lässt sich später baumschonend entfernen. Auch das Einkürzen von Trieben ist möglich. Für den vollen Ertrag schneiden Sie bis zu den weiblichen Blütenständen zurück. Diese rundlichen Blüten entstehen an den letztjährigen Kurztrieben, meist Seitentriebe eines Gerüstastes. Schon im Frühsommer lassen sich an ihnen die entstehenden Nussfrüchte erkennen. Wir empfehlen den Sommerschnitt ab Mitte August bis Ende September. Mit dem Sommerschnitt vermeiden Sie den für Walnussbäume typischen starken Saftfluss. Das Phänomen wird auch als "Bluten" bezeichnet.

Historische Sorte aus Frankreich

Der Zwerg-Walnussbaum ‘Fertlis’ hat viele Namen. In historischen Beschreibungen alter Sorten finden sich Namen wie ‘Fruchtbare Wallnuss’, ‘Fruchtbarer Zwergnussbaum’ und ‘Fruchtbare von Chatenay’. Noch heute finden Sie die Sorte auch als ‘Nuss von Chatenay’ im Handel. Das Entstehungsjahr wird in der Literatur mit 1844 angegeben. Doch wem verdanken wir nun diese wertvolle Sorte? Hinweise gibt uns die Nennung des Ortes Chatenay in der Sorten-Bezeichnung. Namensgebend könnte das ländlich gelegene Chatenay südlich von Paris sein. Im 19. Jahrhundert war es Ziel von Allen, die sich für den Obstbau begeisterten. Sogar Gartenbaudirektoren aus dem deutschsprachigem Raum pilgerten dorthin, um von französischen Meistern ihres Fachs zu lernen. Zum einen hatte Ort hatte die berühmte Baumschule Jamin et Durand zu bieten. Zum anderen lebten dort einige Experten mit reichem Know How zur Zucht und Pflege von Obstgehölzen. Ihnen verdanken wir Sorten, die als unser kulturelles Erbe angesehen werden können. Wenn Sie bei Lubera eine historische Sorte wie ‘Fertilis’ kaufen, tragen Sie zum Erhalt historischer Nutzpflanzen bei.


Steckbrief: Zwerg-Walnussbaum 'Fertilis'

Früchte: Mittelgrosse, rundovale Nüsse; die relativ glatte, dünne Schale ist leicht zu knacken; gutes Aroma
Blüte: einhäusige (monözische) Pflanze
Befruchtung: selbstbefruchtender Windblütler
Wuchs: Mehrtriebiger Baum oder Strauch
Standort: Sonnig, vor rauen Winden und Spätfrost geschützt
Höhe: 4-5 Meter
Ertrag: hoher Ertrag, schon ab dem 2.-3. Standjahr erste Nüsse
Reife: September bis Oktober
Züchter: historische Sorte aus Chatenay, Frankreich. Züchter unbekannt
Synonyme Sortennamen: Auch als ‘Nuss von Chatenay’ im Handel

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Zwerg-Walnussbaum 'Fertilis' (2)

Frage
28.09.2022 - Pflanzabstand
Zu welchem Abstand müsste dieser Nussbaum gepflanzt werden?
Antworten (3)
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Frage
27.09.2022 - Höhe des Baumes
Hallo, wie groß ist das Baum bei der Bestellung?

Vielen Dank
Antworten (1)
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Name: Zwerg-Walnussbaum 'Fertilis' Botanisch: Juglans regia var. fertilis
Erhältlich: Februar bis November