Robinia pseudoacacia 'Tortuosa'
Korkenzieher-Robinie 'Tortuosa' - skurrile Wuchsform mit ganzjährigem Zierwert
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Breite: 3m - 4m
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: durchlässig, sandig bis lehmig, auch kalkhaltig
Wasser: mäßig trocken bis frisch
Blüte: traubige Schmetterlingsblüten
Blütenfarbe: weiß bis cremeweiß
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: sehr gut
Duft: angenehm süßlich duftend
Wuchshöhe: 4–8 m
Wuchsbreite: 3–4 m
Wuchsgeschwindigkeit: 20–50 cm pro Jahr
Blattform: unpaarig gefiedert
Blattfarbe: frischgrün bis mittelgrün
Herbstfärbung: gelblich
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: tiefreichender Herzwurzler mit kräftigen Seitenwurzeln
Pflanzabstand: 3–5 m
Winterhärte: bis ca. -30 °C, WHZ 4
Verwendung: Solitärbaum, Hausbaum, Strukturgehölz, Wintergartenbild, Parkanlagen
Windverträglichkeit: gut
Eignung für die Kultur im Kübel: nur in jungen Jahren bedingt geeignet
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Herkunft: Auslese der Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia)
Züchter: historische Selektion, Herkunft nicht eindeutig dokumentiert
Geselligkeit: bevorzugt als Solitär
Besonderheiten: korkenzieherartig gedrehte Triebe, dekorative Winterstruktur, trockenheitsresistent, seltene Wuchsform
Das Besondere an der Korkenzieher-Robinie 'Tortuosa' offenbart sich zu jeder Jahreszeit. Während im Sommer die elegant verdrehten Zweige zwischen dem gefiederten Laub hervorschimmern, tritt im Winter die außergewöhnliche Architektur des Gehölzes eindrucksvoll in den Vordergrund. Wer einen Baum mit unverwechselbarem Charakter sucht, findet in dieser seltenen Robinie einen faszinierenden Blickfang für viele Jahrzehnte.
Herkunft
Die Korkenzieher-Robinie 'Tortuosa' ist eine Selektion der Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia), deren Ursprungsgebiet im östlichen Nordamerika liegt. Bereits im 18. Jahrhundert gelangte die Robinie nach Europa und entwickelte sich zu einem beliebten Park- und Landschaftsbaum.
Die Sorte 'Tortuosa' entstand als besondere Wuchsform mit verdrehten Trieben und Ästen. Sie gehört zu den sogenannten Kuriositäten unter den Gehölzen und wird vor allem wegen ihrer einzigartigen Silhouette kultiviert.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Die Korkenzieher-Robinie liebt sonnige Standorte und entwickelt dort ihre charakteristische Wuchsform am schönsten. Sie bevorzugt durchlässige Böden und gedeiht auch auf trockeneren Standorten ausgezeichnet.
Der Wuchs ist zunächst aufrecht, später locker und malerisch. Die Äste wachsen in unterschiedlichste Richtungen und zeigen die typischen Verdrehungen, die der Sorte ihren Namen gegeben haben. Dadurch entsteht ein lebendiges und skulpturales Erscheinungsbild, das selbst im laublosen Zustand höchste Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Wie die Wildart kommt auch 'Tortuosa' mit sommerlicher Hitze und Trockenperioden hervorragend zurecht und eignet sich daher gut für klimawandelgerechte Pflanzungen.
Besonderheiten – Blüte und Frucht
Im Mai und Juni erscheinen weiße, angenehm duftende Blütentrauben, die zahlreiche Bienen und andere Bestäuber anlocken. Die Blüte fällt meist etwas sparsamer aus als bei der Wildart, ergänzt aber die außergewöhnliche Erscheinung des Baumes auf attraktive Weise.
Nach der Blüte entwickeln sich typische Hülsenfrüchte, die bis in den Winter hinein am Baum verbleiben können. Den größten Zierwert besitzt die Sorte jedoch zweifellos durch ihre gedrehten Äste und Zweige, die besonders in der laubfreien Jahreszeit eindrucksvoll zur Geltung kommen.
Die bizarre Verzweigung macht jeden Baum zu einem individuellen Unikat.
Verwendung im Garten
'Tortuosa' eignet sich hervorragend als Solitärbaum an einem gut sichtbaren Standort. Vor hellen Hauswänden, auf Rasenflächen oder in Kiesgärten kommt die markante Wuchsform besonders schön zur Geltung.
Auch in modernen Architekturgärten wird die Korkenzieher-Robinie gerne als lebende Skulptur eingesetzt. Durch ihre Trockenheitsverträglichkeit ist sie zudem eine ausgezeichnete Wahl für urbane Standorte und pflegeleichte Gartenkonzepte.
Da die Winterwirkung zu den größten Vorzügen der Sorte zählt, sollte sie möglichst dort gepflanzt werden, wo ihre Silhouette auch in der kalten Jahreszeit sichtbar bleibt.
Pflege – kurz und unkompliziert
Die Korkenzieher-Robinie ist ein robustes und langlebiges Gehölz mit geringem Pflegeaufwand.
Drei Kulturtipps für besonders schöne Pflanzen
- Sonnigen Standort wählen: Je heller der Standort, desto kompakter und charakteristischer entwickelt sich die Krone.
- Wildtriebe entfernen: Gelegentlich können Triebe der Unterlage erscheinen, die möglichst früh entfernt werden sollten.
- Schnitt nur bei Bedarf: Die natürliche Wuchsform wirkt am schönsten ohne regelmäßige Formschnitte.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zur gewöhnlichen Robinie wächst 'Tortuosa' deutlich langsamer und wesentlich charaktervoller. Während die Wildart vor allem durch ihre Größe und Blüte beeindruckt, liegt der Schwerpunkt dieser Sorte auf der außergewöhnlichen Aststruktur.
Gegenüber der Kugelrobinie 'Umbraculifera' wirkt 'Tortuosa' wesentlich natürlicher und skulpturaler. Wer einen architektonischen Solitärbaum mit hohem Winterzierwert sucht, findet hier eine deutlich individuellere Alternative.
Auch im Vergleich zur Korkenzieherweide bleibt die Robinie langlebiger, trockentoleranter und entwickelt eine feinere Verzweigungsstruktur.
Pflanzpartner
Perückenstrauch (Cotinus coggygria): Die lockeren Fruchtstände und die intensive Herbstfärbung ergänzen die skulpturale Wirkung der Korkenzieher-Robinie perfekt.
Felsenbirne (Amelanchier lamarckii): Frühlingsblüte, Fruchtschmuck und Herbstfärbung sorgen für zusätzliche Jahreszeitenaspekte rund um den Solitärbaum.
Blauraute (Perovskia atriplicifolia): Die silbrigen Triebe und die Trockenheitsverträglichkeit harmonieren ideal mit den Standortansprüchen der Robinie.
Rispenhortensie (Hydrangea paniculata): Die großen Blütenrispen bilden einen spannenden Kontrast zur filigranen, verdrehten Aststruktur und verlängern die Attraktivität bis in den Herbst.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.