Inhaltsverzeichnis
- Was ist Gründüngung?
- Gründüngung als Teil des Anbauplans
- Gründüngung statt leerer Beete
- Gründüngungspflanzen im Überblick
- Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
- Herbstrübe (Brassica rapa subsp. rapa)
- Inkarnatklee (Trifolium incarnatum)
- Leinsaat (Linum usitatissimum)
- Luzerne (Medicago sativa)
- Phacelia (Phacelia tanacetifolia)
- Ringelblume (Calendula officinalis)
- Serradella (Ornithopus sativus)
- Tagetes (Tagetes patula/erecta)
- Weißklee (Trifolium repens)
- Winterraps (Brassica napus)
- Übersichtstabelle mit Gründüngungspflanzen
- Mulchen und Einarbeiten von Gründüngung
- 1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
- 2. Gründünger mulchen oder schneiden
- 3. Pflanzenreste in den Boden einarbeiten
- 4. Nacharbeiten und Pflege
- 5. Besondere Hinweise
- Zusammenfassung der Gerätewahl:
- Fazit
Zusammenfassung
Im Gegensatz zu einer Schwarzbrache wirkt Gründüngung aktiv auf das Bodenleben ein. Sie reichert den Boden mit organischer Masse und Stickstoff an, verbessert die Struktur und unterstützt die Aktivität von Mikroorganismen. Gleichzeitig beschattet sie den Boden, schützt vor Erosion und stabilisiert Temperatur und Feuchtigkeitshaushalt der Krume. Der Boden ist geschützt und regeneriert sich unter der Pflanzendecke, die ihm später als Nährstoffquelle und Grundlage für den Aufbau von neuem Humus dient.
Praxis-Tipps
Nutze leere Beete: Säe Gründüngung ein, sobald eine Fläche frei wird.
Wähle geeignete Gründüngungspflanzen: Berücksichtige den Standort und den Boden
Kulturdauer: Um zu wirken, müssen die Gründüngungspflanzen mindestens 4 Wochen, aber teilweise auch bis zu 3 Monate auf einer Fläche bleiben.
Was ist Gründüngung?
Gründüngung bezeichnet das gezielte Anbauen von Pflanzen auf Beeten, die nicht zur Ernte, sondern zur Verbesserung des Bodens dienen. Diese Pflanzen schützen die Erde vor Erosion, lockern verdichtete Böden, unterdrücken Unkraut, fördern Mikroorganismen und reichern den Boden mit Nährstoffen – insbesondere Stickstoff – an. Gründüngung wirkt also wie eine Bodenkur, die den Gartenboden regeneriert, Humus aufbaut und langfristig die Fruchtbarkeit erhält.
Gründüngung als Teil des Anbauplans
Wenn du wiederholt dieselbe Kultur auf einem Beet anbaust, vermehren sich im Boden Schaderreger, Pilze und Nematoden, die genau auf diese Pflanzen spezialisiert sind. Die Folge: Wachstumsstörungen, Welke oder Wurzelfäule.
Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und der Einsatz von Gründüngung unterbrechen diesen Kreislauf. Mikroorganismen im Boden bleiben im Gleichgewicht, und dein Gemüse wächst vital und kräftig. Ein Rollplan mit mehreren Beeten hilft dir, den Überblick zu behalten. So kannst du Anbaupausen von fünf bis sieben Jahren für empfindliche Kulturen wie Kohl einplanen.
Gründüngung statt leerer Beete
Ein unbedeckter Boden verliert Feuchtigkeit, wird hart, verschlämmt bei Regen und bietet Unkraut beste Bedingungen. Gründüngungspflanzen wirken wie ein natürlicher Schutzmantel. Sie regulieren Temperatur und Feuchtigkeit, schützen Mikroorganismen und verbessern langfristig die Bodenstruktur.
Außerdem binden sie Stickstoff oder lockern verdichtete Böden tiefgründig auf. Manche Arten wirken gegen Schaderreger im Boden. Zusätzlich locken sie mit ihren Blüten Bestäuber an und bieten Nützlingen einen Lebensraum. Mit Gründüngungspflanzen erhöhst du die Artenvielfalt in deinem Garten und leistest einen Beitrag zur Biodiversität. Darum ist es sinnvoll, auf Beeten, die nicht genutzt werden, eine Art oder eine geeignete Mischung verschiedener Gründüngungspflanzen auszubringen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich in ihrer Wirkung unterscheiden. Wir stellen dir hier einige vor.
Bild: Die Gründüngungsmischung Bienenweide Maja enthält Buchweizen, Phazelie, Kornblume, Mohn, Klee, Wicke und Luzerne.
Gründüngungspflanzen im Überblick
Es gibt viele Pflanzen, die sich hervorragend zur Gründüngung eignen. Jede hat ihre eigenen Stärken – manche lockern den Boden oder binden wertvollen Stickstoff aus der Luft, andere vertreiben Schädlinge. Manche sind winterhart, andere nicht. Hier erfährst du, welche Arten sich für deinen Garten besonders lohnen, wie du sie am besten einsetzt und wann du sie aussäen musst.
Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Buchweizen ist ein schnell wachsender Bodenverbesserer und ein Magnet für Bienen. Er liebt Sonne und durchlässige Böden. Gesät wird er von April bis August. Buchweizen ist frostempfindlich, daher eignet er sich besonders als Sommergründüngung. Seine Wurzeln lockern den Boden und binden Nährstoffe, die späteren Kulturen zugutekommen. Nach dem Abfrieren kann er leicht untergearbeitet werden.
Bild: Buchweizen ist frostempfindlich, daher eignet er sich besonders als Sommergründüngung.
Gelbsenf (Sinapis alba)
Gelbsenf gehört zu den schnellsten Gründüngungspflanzen. Schon wenige Wochen nach der Aussaat in März bis September bedeckt er den Boden dicht und verhindert so Unkrautwuchs. Seine Wurzeln lockern den Boden, gleichzeitig schützt er vor Erosion. Da Gelbsenf zur Familie der Kreuzblütler gehört, darf er nicht vor oder nach Kohlpflanzen angebaut werden – sonst droht die gefürchtete Kohlhernie. Gelbsenf ist nur bedingt frostfest, er stirbt bei stärkerem Frost ab. Vor der Blüte sollte er gemäht und leicht eingearbeitet werden.
Bild: Gelbsenf ist nur bedingt frostfest, er stirbt bei stärkerem Frost ab
Herbstrübe (Brassica rapa subsp. rapa)
Herbstrüben sind nicht nur essbar, sondern auch hervorragende Bodenlockerer. Sie bilden Pfahlwurzeln, die Verdichtungen aufbrechen. Die Aussaat erfolgt von Juli bis September. Herbstrüben sind mäßig frosthart, sollten aber vor dem Winter gemulcht werden. Auch hier gilt: kein Anbau in direkter Fruchtfolge mit Kohlgewächsen.
Bild: Herbstrüben sind nicht nur essbar, sondern auch hervorragende Bodenlockerer.
Inkarnatklee (Trifolium incarnatum)
Der tiefrote Inkarnatklee ist ein echter Hingucker und gleichzeitig nützlich: Er zieht Bienen, Hummeln und andere Bestäuber magisch an. Seine Wurzeln binden Stickstoff, fördern die Bodenstruktur und schützen vor Austrocknung. Die Aussaat erfolgt von März bis September. Inkarnatklee ist mäßig frosthart – in milden Regionen kann er überwintern, in kälteren Gebieten erfriert er und kann im Frühjahr leicht eingearbeitet werden. Als Vorfrucht eignet er sich gut für viele Gemüsekulturen, besonders für Starkzehrer.
Bild: Inkarnatklee ist mäßig frosthart – in milden Regionen kann er überwintern
Leinsaat (Linum usitatissimum)
Lein ist eine feine, tiefwurzelnde Pflanze, die verdichtete Böden lockert. Er verbessert die Krümelstruktur und beugt Staunässe vor. Die Aussaat erfolgt von April bis Juni. Leinsaat ist bedingt frosthart und eignet sich besonders als Vorfrucht für Gemüse, das lockeren Boden benötigt, wie Möhren oder Pastinaken. Nach der Blüte kann er gemäht und eingearbeitet werden.
Bild: Leinsaat ist bedingt frosthart und eignet sich besonders als Vorfrucht für Gemüse
Luzerne (Medicago sativa)
Luzerne ist eine tiefwurzelnde Leguminose, die deinen Boden langfristig verbessert. Sie lockert auch stark verdichtete Schichten auf und bringt über symbiotische Knöllchenbakterien viel Stickstoff in den Boden. Gesät wird sie von März bis August, idealerweise auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden. Luzerne ist winterhart und kann ein bis zwei Jahre stehenbleiben. Als Vorfrucht eignet sie sich hervorragend für alle Kulturen, die von einer guten Nährstoffversorgung profitieren. Nach der Blüte wird sie gemäht und entweder als Mulch liegen gelassen oder flach eingearbeitet.
Bild: Luzerne werden von März bis August gesät.
Phacelia (Phacelia tanacetifolia)
Phacelia ist der Star unter den Gründüngern. Sie wächst schnell, ist sehr bienenfreundlich und gehört zu keiner gängigen Kulturpflanzenfamilie – perfekt also, um Nachbaukrankheiten zu vermeiden. Die Aussaat erfolgt von April bis September. Phacelia ist nicht winterhart, erfriert aber zuverlässig im Spätherbst und kann dann leicht untergearbeitet werden. Sie verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und passt in jede Fruchtfolge.
Bild: Bei Phacelia erfolgt die Aussaat von April bis September.
Ringelblume (Calendula officinalis)
Ringelblumen sind nicht nur hübsch, sondern auch kleine Bodenheiler. Sie wirken gegen Nematoden, fördern das Bodenleben und ziehen viele Nützlinge an. Sie eignen sich als Bienenweide. Die Aussaat erfolgt von März bis September direkt ins Beet. Ringelblumen sind einjährig und erfrieren im Winter. Nach der Blüte kannst du sie abmähen und die Pflanzenreste als Mulch verwenden oder in den Boden einarbeiten. Sie passen hervorragend als Vorfrucht für Wurzelgemüse, Tomaten oder Salat.
Bild: Ringelblumen werden von März bis September direkt ins Beet gesät.
Serradella (Ornithopus sativus)
Serradella ist eine zarte, aber wirkungsvolle Leguminose, die leichte, sandige Böden liebt. Sie verbessert die Struktur, sammelt Stickstoff und sorgt für eine feinkrümelige Bodenoberfläche. Die Aussaat erfolgt von März bis August. Da Serradella nicht winterhart ist, erfriert sie im Herbst und kann dann leicht untergearbeitet werden. Für Kohl, Wurzelgemüse und Blattpflanzen ist sie eine gute Vorfrucht, da sie keine typischen Bodenkrankheiten fördert.
Bild: Ornithopus sativus wird von März bis August ausgesät.
Tagetes (Tagetes patula/erecta)
Tagetes, auch Studentenblume genannt, ist ein echter Geheimtipp gegen Nematoden. Ihre Wurzelausscheidungen wirken natürlich gegen diese Schädlinge. Wenn du sie nur als Gründünger nutzen möchtest, reicht eine Kulturdauer von 6 bis 8 Wochen. Eine Wirksamkeit gegen Nematoden ist aber erst nach mindestens 120 Tagen feststellbar, wenn die Fläche komplett mit Tagetes bedeckt ist. Nach drei Monaten Blütezeit werden die Pflanzenreste eingearbeitet. Die Aussaat erfolgt von April bis August, sobald keine Fröste mehr drohen. Tagetes ist nicht winterhart, kann aber bis zum Herbst stehenbleiben. Besonders vorteilhaft ist sie vor Tomaten, Möhren oder Lauch.
Bild: Bei Tagetes erfolgt die Aussaat von April bis August.
Weißklee (Trifolium repens)
Weißklee bildet dichte Teppiche und schützt den Boden hervorragend vor Erosion. Er fixiert Stickstoff und bietet Bienen reichlich Nahrung. Gesät wird er von April bis August. Weißklee ist winterhart und kann als dauerhafte Unterpflanzung zwischen Beeten oder Obstbäumen dienen. Im Frühjahr kann man ihn abmähen und das Material als Mulch nutzen.
Bild: Weißklee reichert den Boden mit Stickstoff an, einem der wichtigsten Nährstoffe für Pflanzen
Übersichtstabelle mit Gründüngungspflanzen
|
Gründünger |
Aussaattermin |
mähen/unterarbeiten |
Kulturdauer |
Wirkung/Hinweise |
|
Luzerne |
März bis August |
Im Frühjahr, wenn der Boden bearbeitet werden kann |
bis zum nächsten Frühjahr |
Stickstoffsammler, lockert mit ihren Pfahlwurzeln auch sehr schwere, verdichtete Böden, gute Futterpflanze, mehrjährig |
|
Serradella |
März bis August |
Juni bis zum Frost |
10–12 Wochen |
Stickstoffanreicherung, Bodenlockerung, eiweißreiche Futterpflanze für leichte Böden, einjährig |
|
Gelbsenf |
März bis September |
Mai bis zum Frost |
8–12 Wochen |
Humusbildend und bodenlockernd, beschattet den Boden, im Anbauplan für Kohlgewächse berücksichtigen! |
|
Inkarnatklee |
März bis September |
Bis zum Frost |
- |
Wächst schnell, Stickstoffsammler, vertreibt bei Kohl und Rettich Kohlfliege und Kohlweißling |
|
Ringelblume |
März bis September |
Mai bis zum Frost |
5–9 Wochen |
Wirkt gegen Nematoden, lockt Nützlinge an, nicht für trockene Böden geeignet |
|
Rotklee |
März bis September |
Juni bis zum nächsten Frühjahr |
12–15 Wochen |
Lockert den Boden, Stickstoffsammler, humusbildend, gute Futterpflanze, merhjährig |
|
Buchweizen |
April bis August |
Juni bis Frost |
8 Wochen |
Wächst schnell und sorgt für eine gute Durchlüftung. Gutes Grünfutter |
|
Lupine, Blaue |
April bis August |
Juli bis zum Frost |
12–15 Wochen |
Stickstoffsammler, humusbildend, einjährig |
|
Perserklee |
April bis August |
Juli bis zum Frost |
12–15 Wochen |
Gut für die Begrünung von Baumscheiben unter Obstbäumen und -sträuchern, Stickstoffsammler, vertreibt bei Kohl und Rettich Kohlfliege und Kohlweißling, mehrjährig |
|
Tagetes |
April bis August |
Juni bis zum Frost |
6–8 Wochen, als Bodenkur flächig für mindestens 4 Monate |
Wirkt gegen Nematoden. Gut zwischen Gemüsereihen auszusäen. Dauerblüher |
|
Weißklee |
April bis August |
ab Juli bis zum folgenden Frühjahr |
12–15 Wochen |
Lockert den Boden, Bienenweide, frosthart |
|
Leinsaat |
April bis Juni |
Juni bis zum Frost |
6–10 Wochen |
Tiefenlockerung durch Pfahlwurzel |
|
Phacelia |
April bis September |
Mitte Mai Bis zum Frost |
6–9 Wochen |
Ideale Bienenweide, gut als Nachkultur von Erbsen und Bohnen, auch für schattige Standorte |
|
Winterraps |
Mai bis September |
Ab Juli bis zum folgenden Frühjahr |
8–12 Wochen |
Bodenlockerung, bindet über den Winter Nitrat und verhindert so Auswaschungen, frosthart |
|
Herbstrübe |
Juli bis September |
September bis zum Frost |
8 Wochen |
Lockert den Boden, Beschattung des Bodens, Futterpflanze, Kohlhernieresistent |
|
Ölrettich |
Juli bis September |
Bis zum nächsten Frühjahr |
8–12 Wochen |
Wirkt gegen Nematoden, lockt Nützlinge (Schwebfliegen, Hummeln etc.) in den Garten, im Anbauplan für Kohlgewächse berücksichtigen! |
Mulchen und Einarbeiten von Gründüngung
Während ihres Wachstums wirken die Gründüngungspflanzen positiv auf den Boden. Aber auch nachdem sie abgefroren sind, oder gemäht wurden, haben sie noch einen Nutzen. Die in ihnen gespeicherten Nährstoffe gelangen in den Boden zurück, wenn sie als Mulch auf der Fläche eingearbeitet werden. Sie tragen auf diese Weise zur Humusbildung bei. Für ein optimales Ergebnis solltest du einiges beachten.
1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Beim Einarbeiten der Gründüngungspflanzen ist der richtige Zeitpunkt entscheidend.
- Vor der Blüte: Viele Gründünger wie Gelbsenf oder Phacelia sollten nach der Blüte geschnitten werden, um die Samenbildung zu verhindern. Sonst keimen diese im nächsten Jahr zwischen deinen Gemüsepflanzen.
- Spätherbst oder Frühjahr: Winterharte Pflanzen können stehenbleiben, werden dann aber vor der Hauptkultursaat eingearbeitet. Die Pflanzen schützen den Boden bis zum Frühjahr vor scharfen Frösten, Austrocknung und Verschlämmung.
- Bodenzustand beachten: Der Boden sollte nicht nass und matschig sein – ideal ist leicht feucht, damit die Pflanzenreste gut in den Boden eingearbeitet werden können.
2. Gründünger mulchen oder schneiden
Ist die Kultur der Gründüngungspflanzen beendet, musst du sie schneiden und in den Boden einarbeiten.
Geeignete Geräte:
- Motorsense oder Balkenmäher:
- Ideal für hochgewachsene Gründüngung auf kleinen Flächen oder Beeten mit unregelmäßigen Rändern.
- Schnitt möglichst tief ansetzen (5–10 cm über Boden), damit die Pflanzenreste als Mulch liegen bleiben oder leichter eingearbeitet werden können.
- Sense:
- Gut für kleine Beete und handwerklich geübte Gärtner.
- Schneide kurz über dem Boden, zerkleinere Pflanzen leicht mit Harke oder Rechen.
- Rasenmäher:
- Auf größeren Flächen kann ein Rasenmäher mit Mulchfunktion verwendet werden.
- Mäher auf niedrige Schnitthöhe stellen, damit das Schnittgut kleingehäckselt liegen bleibt.
Tipp: Bei besonders schnell wachsenden Arten wie Phacelia oder Gelbsenf lohnt es sich, die Pflanzen vorher ein wenig antrocknen zu lassen, damit sie nicht zu matschig werden.
3. Pflanzenreste in den Boden einarbeiten
Nach dem Abmähen werden die Pflanzenreste in den Boden eingearbeitet.
Geeignete Geräte:
- Spaten oder Grabegabel (Handarbeit):
- Ideal für kleine Beete und Hochbeete.
- Pflanzenreste in die oberen 10–15 cm des Bodens einarbeiten.
- Mit der Grabegabel den Boden lockern und das Schnittgut untermischen.
- Motorfräse/Bodenfräse:
- Für größere Flächen geeignet.
- Fräse auf niedrige Drehzahl einstellen, um Bodenstruktur nicht zu zerstören.
- Pflanzenreste werden in die obersten 10–15 cm eingearbeitet.
- Rechen oder Harke:
- Nach der mechanischen Bearbeitung mit Spaten oder Fräse die Oberfläche glätten.
- Die Pflanzenreste liegen gleichmäßig verteilt auf dem Boden und werden langsam zersetzt.
4. Nacharbeiten und Pflege
- Bodenkontrolle: Überprüfe, dass keine großen Pflanzenreste als dicke Schichten liegen bleiben – diese könnten sonst Fäulnis verursachen.
- Feuchtigkeit halten: Bei trockener Witterung im Sommer leicht wässern, damit die Pflanzenreste schneller zersetzen und Mikroorganismen aktiv werden.
- Wartezeit vor der Aussaat:
- Mindestens 2–3 Wochen einplanen, bevor du die Folgekultur setzt, besonders bei stark stickstoffzehrenden Pflanzen.
- Bei großen Mengen Gründünger eventuell zusätzlich kompostieren oder nur teilweise einarbeiten, um Stickstoffverlust zu vermeiden.
5. Besondere Hinweise
Die Besonderheiten mancher Pflanzen erfordern angepasste Maßnahmen.
- Tiefe Pfahlwurzler (z. B. Ölrettich, Herbstrübe):
- Pflanzenreste können relativ tief in den Boden eingearbeitet werden, da sie die Struktur bereits auflockern.
- Flachwurzelnde Arten (z. B. Phacelia, Buchweizen):
- Oberflächliches Einarbeiten genügt, so bleibt die Bodengare erhalten.
- Leguminosen (Luzerne, Kleearten):
- Nach dem Einarbeiten liefern sie Stickstoff und organische Masse für die Folgekultur durch ihre symbiotischen Knöllchenbakterien.
Zusammenfassung der Gerätewahl:
|
Fläche/Aufgabe |
Handgerät |
Motorisiert |
Hinweise |
|
Kleine Beete |
Sense, Spaten, Grabegabel |
– |
Mulchen und Einarbeiten gleichzeitig möglich |
|
Mittlere Beete |
– |
Motorsense, Balkenmäher |
Mulchen vor der Einarbeitung, Schnittgut zerkleinern |
|
Große Flächen |
– |
Rasenmäher, Bodenfräse |
Gleichmäßige Mulchschicht, oberflächlich einarbeiten |
Fazit
Gründüngung ist ein einfacher, natürlicher und effektiver Weg, um deinen Boden gesund und fruchtbar zu halten. Gründüngungspflanzen schützen vor Erosion, fördern nützliche Mikroorganismen, binden Stickstoff, unterdrücken Unkraut und locken Bestäuber und Nützlinge an. Mit der richtigen Auswahl der Pflanzen, dem Beachten der Fruchtfolge und der optimalen Einarbeitung der Pflanzenreste sicherst du langfristig gesunde Beete und höhere Erträge. Ob Luzerne, Phacelia, Raps oder Tagetes – jede Gründüngungspflanze hat ihre spezielle Wirkung und kann gezielt eingesetzt werden, um Boden und Pflanzen optimal zu unterstützen.
Wenn du regelmäßig Gründüngung einsetzt, wirst du merken, dass dein Garten vitaler wird, Krankheiten seltener auftreten und deine Kulturen gesünder und kräftiger wachsen.
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