Inhaltsverzeichnis
- Zitruspflanzen überwintern – die Grundlagen
- Zitruspflanzen so kurz wie möglich überwintern
- Switrus winterharte Zitruspflanzen überwintern
- Mehr Licht – so findest du ein geeignetes Winterquartier
- Entscheidend – das Temperatur-Licht-Verhältnis
- Diese Winterquartiere eignen sich zum Zitruspflanzen Überwintern
- Die Pflege beim Zitruspflanzen Überwintern
Zusammenfassung
Damit Zitronen-, Orangen-, Mandarinen- und andere Zitruspflanzen gesund bleiben und im nächsten Jahr reich fruchten, ist eine passende Überwinterung entscheidend. Da Zitruspflanzen aus tropischen und subtropischen Regionen stammen und keinen echten Frost kennen, müssen sie bei uns während der kalten Jahreszeit unbedingt geschützt werden. Geeignete Winterquartiere sind helle, ungeheizte Räume wie Treppenhäuser, Waschküchen, Garagen mit Fenster, Gartenhäuser, Kaltwintergärten oder Gewächshäuser. Zu warm (über 12 °C) sollte es nicht sein, ausser man verwendet zusätzliche Pflanzenbeleuchtung.
Robuster und frosttoleranter als klassische Citrus-Arten sind Switrus, unsere winterharten Zitrussorten. Ältere Pflanzen können in milden Lagen sogar dauerhaft ins Freiland. Im Kübel sollten sie dennoch vor starken Dauerfrösten geschützt und 2–3 Jahre im Topf kultiviert werden.
Praxis-Tipps
So kurz wie möglich überwintern: Zitruspflanzen sollten im Herbst möglichst lange draussen bleiben und im Frühjahr so früh wie möglich wieder ins Freie. Draußen gibt es immer mehr Licht – der entscheidende Wachstumsfaktor.
Kühl überwintern: Ideal sind 3–12 °C. Die Pflanzen gehen so in eine Winterruhe (Dormanz) und kommen auch mit weniger Licht gut zurecht.
Hell überwintern: Ein Winterquartier benötigt möglichst viel Licht – grosse Fenster oder zusätzliche Pflanzenlampen sind unerlässlich.
Zitruspflanzen überwintern – die Grundlagen
Um Zitruspflanzen überwintern zu können, sollte man sich zunächst mit den botanischen Grundlagen beschäftigen. Zitruspflanzen stammen aus den tropischen und subtropischen Regionen der Welt und werden heute vor allem im sogenannten Zitrusgürtel angebaut. In ihrer ursprünglichen Herkunftsregion in Südostasien haben sie sich in Höhenlagen an eine hohe Sonneneinstrahlung, warme bis heiße Tagestemperaturen aber auch kühle Nachttemperaturen angepasst. Frost kommt allerdings in ihrem Programm nicht vor, sodass Zitruspflanzen keine bis nur geringe Schutzmechanismen vor Minustemperaturen besitzen. Das ist der entscheidende Grund, warum Zitruspflanzen hierzulande als Kübelpflanzen gehalten und in der Frostperiode überwintert werden müssen.
Zitruspflanzen so kurz wie möglich überwintern
Lass die Zitruspflanzen so lange wie möglich draussen stehen. Ihnen geht es im Wind, in der frischen Luft definitiv besser als im Überwinterungsquartier. Der Grund: Sie haben draussen auch im Herbst immer mehr Licht als drinnen. Licht ist ihr Lebenselixier und auch das Wachstumselement, das bei uns für sie am knappsten vorhanden ist. Dasselbe gilt auch für das Frühjahr: So früh wie möglich auswintern, letztlich wenn es fast keine Minustemperaturen mehr geben wird. Zitruspflanzen halten mehr Frost aus, als man oft meint. Kurzfristig überstehen auch klassische Zitrusarten wie Orangen (C. sinensis), Mandarinen (C. reticulata) oder Zitronen (C. limon) leichte Fröste bis -5 °C, aber sie müssen frostfrei überwintert werden.
In diesem Video erklärt Markus, wann Zitrusbäume ins Quartier kommen sollen.
In diesem Video erklärt Markus, wann die Zitrusbäume wieder ins Freiland gestellt werden können.
Switrus winterharte Zitruspflanzen überwintern
Switrus-Sorten – unser Sortiment an winterharten Zitruspflanzen – besitzen eine deutlich höhere Frosttoleranz als klassische Citrus-Arten. In begünstigten Regionen wie Weinbaugebieten oder an warmen, geschützten Standorten können sie sogar in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich dauerhaft ins Freiland gepflanzt werden. Ältere Exemplare mit bereits stärker verholztem Stamm sind dabei deutlich widerstandsfähiger und halten tiefere Temperaturen aus als junge Pflanzen. Deshalb empfehlen wir, deine Switrus-Pflanze zunächst 2–3 Jahre im Topf zu kultivieren, bevor du sie ins Freie setzt.
Im Topf sind die Wurzeln generell kälteempfindlicher, da der Ballen schneller auskühlt. Zwar vertragen Switrus im Kübel mehr Kälte als herkömmliche Zitruspflanzen und können länger draussen bleiben – doch bei anhaltenden, starken Frösten solltest du sie trotzdem an einen geschützten Ort überwintern.
Wie man Switrus winterharte Zitruspflanzen im Topf kultiviert, erfährst du in unserem Artikel «Switrus winterharte Zitruspflanzen im Topf kultivieren».
Bild: Die winterharte Switrus® Mini-Orange 'Thomasville' liefert ab köstliche nach einer Mischung aus Orangen und Kumquat schmeckende Früchte.
Bild: Poncirus trifoliata, hier die gedreht wachsende Sorte Switrus® 'Flying Dragon' ist bis -25°C winterhart und kann problemlos ins Freiland gepflanzt werden.
Mehr Licht – so findest du ein geeignetes Winterquartier
Seit Jahrhunderten werden exotische Pflanzen aus anderen Klimaregionen nach Europa geholt. Sie konnten und können hier kultiviert werden, wenn es gelingt, den Pflanzen gleiche oder zumindest ähnliche Standortbedingungen zu verschaffen. Das gilt auch für Zitruspflanzen, die ja auf jeden Fall eine Temperatur über 0° C benötigen. Doch leider reicht es nicht, die Heizung aufzudrehen und Zitrone, Orange, Mandarine & Co. ordentlich einzuheizen. Pflanzen hängen eben nicht nur von einem Standortfaktor sondern von mehreren Faktoren und deren Verhältnis zueinander ab. Ein Blick auf unsere Jahreszeiten macht das schnell deutlich. Im Winter ist es kalt und die Sonne steht tief. Es sind also nicht nur niedrige Temperaturen, mit denen Pflanzen konfrontiert sind, sondern auch geringe Sonneneinstrahlung. Im Sommer sind es hohe Temperaturen und eine hohe Sonneneinstrahlung, die das Wachstum der Pflanzen bestimmen.
Entscheidend – das Temperatur-Licht-Verhältnis
Wenn wir Zitruspflanzen überwintern wollen, kommt es also auf das Verhältnis von Temperatur und Licht an. Falsch ist etwa, den Pflanzen bei der Temperatur ein Sommerprogramm und beim Licht winterliche Dunkelheit anzubieten. Genau das aber passiert, wenn wir einen Zitronen- oder Orangenbaum einfach in das beheizte Wohnzimmer stellen. Lichtmangel sorgt dann ganz schnell dafür, dass der Baum seine Blätter verliert.
Bild: Die wunderschöne Tardivo-Clementine 'Tardivo' liefert köstliche, fast kernlose Früchten.
Das Winterquartier muss also sowohl die richtige Temperatur als auch die richtige Beleuchtung haben. Beide Faktoren können mit technischen Hilfsmitteln beeinflusst werden, durch eine Heizung, durch große Fenster und durch eine Pflanzenbeleuchtung. Und nun kommen die oben angesprochenen Orangerien ins Spiel. Wenn man sich deren Bau-und Funktionsweise etwas näher ansieht, stellt man schnell fest, dass sie große Fenster, aber nur wenig ausgeprägte Heizungsanlagen haben. Mit den großen Fenstern versuchten die Orangeriegärtner so viel wie möglich vom spärlichen Winterlicht für die Pflanzen einzufangen. Die Heizung sorgte dafür, dass die Temperatur in der Orangerie konstant um die 5° C betrug. Dieser “Überwinterungsmodus” der alten Orangerien wird üblicherweise als “kühl und hell” beschrieben. Er hat den großen Vorteil, dass die Zitruspflanzen aufgrund niedriger Temperatur in der Winterruhe, der sogenannten Dormanz, sind. Dann kommen sie auch mit weniger Licht zurecht. Halte dich beim Zitruspflanzen Überwintern an diese Temperatur-Lichtverhältnisse, dann wirst du keinerlei Pflegeprobleme haben.
Bild: Die rotschalige Glühweinzitrone ist ein besonderer Blickfang.
Diese Winterquartiere eignen sich zum Zitruspflanzen Überwintern
Geeignete Quartiere zum Zitruspflanzen Überwintern "für den Hausgebrauch" sind etwa unbeheizte Treppenhäuser oder Nebenräume wie eine Waschküche, Garagen mit Fenster oder Gartenhäuser. In jedem Fall müssen die Pflanzen so platziert werden, dass sie direktes Sonnenlicht erhalten. Wer etwas mehr Platz und Budget hat, setzt vielleicht auf ein grosszügigeres Quartier wie einen Kalt-Wintergarten, ein Gewächshaus oder tatsächlich eine Orangerie. Leider wird es immer schwerer, ungeheizte und kühle Räume zu finden. Als etwas kostspieligere Alternative bleibt dann noch, einen Überwinterungsservice in einer Gärtnerei zu beauftragen.
Wenn aber auch das nicht klappt, bleibt noch die warme Überwinterung der Zitruspflanzen. In diesem Fall bei höheren Temperaturen über 12° C muss man die Zitruspflanzen in der Überwinterung zusätzlich mit Licht versorgen. Dieses kann man mit einer Pflanzenbeleuchtung tun. Hierzu gibt es mittlerweile ein grosses Angebot. Für Zitruspflanzen benötigt man eine Lichtenergie von mindestens 1.500 Lux. Das erreicht man etwa mit einer Leuchtstoffröhre, Energiesparlampe oder LED, die kaltweisses oder violettes Pflanzenlicht mit einer Wattzahl von 100 Watt pro Quadratmeter erzeugen.
Bild: LED Überwinterungslampe – Pflanzenlampe zum Überwintern von Kübelpflanzen und mediterranen Gewächsen.
Die Pflege beim Zitruspflanzen Überwintern
In der kühlen Überwinterung sind Zitruspflanzen ausgesprochen pflegeleicht. Bei 5° C "schlafen" sie und brauchen nur ganz wenig Wasser und keinen Dünger. Kontrolliere ca. einmal im Monat, ob die Erde noch leicht feucht ist. Wenn sie nicht mehr feucht ist, solltest du die Zitruspflanze gießen. Gegen Ende des Winters, also je nach Region Ende Februar bis Mitte März kannst du die Pflanzen, falls nötig, umtopfen und ein wenig in Form schneiden.
Die warme Überwinterung erfordert etwas mehr Pflege, da die Zitruspflanzen ja eben nicht in der Winterruhe sind. Sie benötigen häufiger Wasser, vor allem aber muss man mindestens einmal in der Woche nach Schädlingen sehen. Diese freuen sich über eine warme Überwinterung und vermehren sich in trockener Luft prächtig. Apropos trockene Luft: Sowohl den Pflanzen und gegen Schädlinge hilft es, wenn du sie einmal pro Woche mit etwas Wasser besprühen.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
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