Was uns die Zahlen erzählen
Ihr liebt unsere Stauden bei Lubera, und das jedes Jahr ein wenig mehr. 2025 stieg der Absatz gegenüber 2024 um 17 %. Und 2026 haben wir bereits Anfang Oktober das gesamte Vorjahr um 13,2 % übertroffen. Gegenüber 2024 beträgt der Zuwachs sogar 32,4 % – obwohl das Gartenjahr noch gar nicht vorbei ist!
Diese zehn Stauden sind derzeit eure beliebtesten, und bilden bei Lubera die Top 10 in 2026:
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Diese Top 10 der meistverkauften Stauden zeigen: Neben klassischen Blütenstars wie Rudbeckia 'Goldsturm' und Prachtkerze 'Summer Breeze' sind vor allem pflegeleichte Bodendecker wie Thymian, Storchschnabel und Fettblatt gefragt. Das deutet darauf hin, dass Stauden heute nicht nur für schöne Blüten gekauft werden, sondern auch ganz praktische Aufgaben im Garten übernehmen sollen, also etwa offene Flächen begrünen, Unkraut unterdrücken und mit wenig Pflege auskommen. Einige unserer Topseller sind zudem sehr trockenheitsverträglich.
Bild: Kein Wunder, dass Rudbeckia fulgida mit zu den meistverkauften Stauden gehört. Sie ist genügsam und lässt sich wunderbar kombinieren, hier mit Astern, Ziergräsern und Sonnenbraut.
Gleichzeitig beweisen Frauenmantel, Lavendel und Indianernessel, dass attraktive Blüten, Duft und ein reiches Nahrungsangebot für Insekten weiterhin wichtige Eigenschaften beliebter Gartenstauden sind.
Unsere Zahlen vor Augen haben wir uns Gedanken über die Hintergründe für die neue Staudenbegeisterung unsere Gedanken gemacht. Wahrscheinlich entdecken immer mehr unter euch, wie vielseitig sich Stauden verwenden lassen.
Früher wohnte die Staude im Staudenbeet
Wer bis in die 90er-Jahren einen Garten anlegte, teilte ihn häufig ziemlich ordentlich auf. Es gab fest definierte Flächen: Da war der Rasen, dort die Rosen. Hinten im Garten standen die Obstbäume, vorne die Koniferen. Wer Spass an Blüten hatte, legte einen Randstreifen für die Stauden an, und nannte es die Staudenrabatte.
Dort durften Rittersporn, Phlox, Astern, Pfingstrosen, Sonnenauge und Margeriten zeigen, was sie konnten. Eine Staude hatte hier in erster Linie eine Aufgabe: Schön blühen in den Lieblingsfarben desjenigen, der auch für die Unkrautjäterei zuständig war.
Aber schaut man sich heute um, scheint etwas anderes zu passieren. Stauden verlassen die ihnen traditionell zugedachte Rabatte und erobern neue Einsatzorte mit besonderen Verwendungszwecken.
Verwendungszweck 1: Pflegeleichte Staudenbeete
Staudenbeete bleiben beliebt. Das zeigt sich so deutlich wie die Tatsache, dass das nun aber auf Jäten gar nicht zutrifft. Gesucht werden nicht nur bei Lubera deshalb Pflanzen, die möglichst lange gut aussehen, wiederkommen, Lücken schliessen und auch einmal einen Urlaub ohne Betreuung überstehen.
Um es euch besonders einfach zu machen, kann man bei Lubera nicht nur einzelne Stauden bestellen, sondern ganze Staudenbeet-Sets inklusive Pflanzplan. Die Pflanzen sind darin bereits so zusammengestellt, dass sie hinsichtlich Standort, Wuchshöhe, Blütezeit und Wirkung miteinander funktionieren.
Interessant ist, welche dieser fertigen Staudenbeete besonders häufig bestellt werden:
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Staudenbeet |
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Schon die Namen der vier erfolgreichsten Sets erzählen eine kleine Geschichte.
'Wasser nein danke' verspricht eine Lösung für Trockenheit. 'Bei Oma im Garten' verkauft dagegen weniger eine Problemlösung als ein Gefühl: den üppigen, vertrauten Staudengarten, wie man ihn aus älteren Gärten kennt. 'Aller Anfang ist leicht' nimmt Unsicherheit bei der Pflanzenpflege, und beim 'Insekten Drive-In' wird das Staudenbeet zusätzlich zum Nahrungsangebot.
Damit begegnen uns wieder genau die Motive, die wir auch hinter der steigenden Nachfrage nach einzelnen Stauden vermuten: weniger Wasser, weniger Planungsaufwand, viel Biodiversität.
Bild: Das Staudenbeet 'Schattenboxen' von Lubera im Jahr nach der Pflanzung. Der Platz unter alten Kastanienbäumen war nie zuvor so schön.
Der Pflanzplan selbst löst dabei ein weiteres Problem, über das beim Staudenverkauf erstaunlich wenig gesprochen wird: Viele Menschen mögen Stauden, wissen aber nicht, wie man daraus ein Beet macht.
Die Rangliste unserer fertigen Staudenbeete deutet darauf hin, dass viele Kunden heute nicht zuerst nach einer bestimmten Farbe oder Pflanzenart suchen, sondern nach einer Lösung für ihre Gartensituation. Die Rangliste lesen wir daher als kleine Bedürfnispyramide: Das Beet soll am Standort funktionieren, einfach anzulegen sein, möglichst wenig Probleme bereiten und idealerweise noch einen ökologischen Nutzen haben. Und gut aussehen wäre dann auch ganz schön.
Verwendungszweck 2: Wo früher die nackte Erde geharkt wurde
Früher war im Beet zwischen den Stauden und Rosen häufig eines erwünscht: sauber-ordentlich geharkte Erde. Mancher genoss den Anblick frisch der frisch geharkten Erde sicherlich ähnlich wie andere das frisch gewaschene Auto.
Nackter Boden hat leider eine unangenehme Eigenschaft: Er lädt herumfliegende Samen dazu ein, auf ihm Wurzeln zu schlagen.
Unsere Stauden Top-Seller bei Lubera deuten darauf hin, dass sich viele von euch wünschen, die bodendeckenden Stauden mögen als als lebender Mulch arbeiten. Wüchsige Storchschnabelsorten (Geranium macrorrhizum) und Elfenblumen (Epimedium), niedrige Fetthenne (Sedum-Arten) oder flachwachsender Thymian (Thymus) sollen den Boden besetzen, bevor unerwünschte Pflanzen es tun.
Und ausgerechnet hier sehen wir bei Lubera enorme Zuwächse. Von Geranium macrorrhizum 'Czakor' verkauften wir 2024 noch 349 Pflanzen, 2026 sind es bereits 5.095. Bei Thymus serpyllum 'Coccineus' ging es im gleichen Zeitraum von 673 auf 7.383 Pflanzen.
Diese Arten werden für ihren erwähnten Mulch-Einsatz häufig lobend erwähnt, egal ob im Fachhandel, in den Zeitschriften oder auf Social Media. Wir vermuten also, ihr kauft die Stauden nicht nur wegen ihrer Blüten, sondern als eine vorbeugende Massnahme für weniger Jäten.
Verwendungszweck 3: Rasenersatz
Der Rasen war über Jahrzehnte eine der grossen Konstanten des mitteleuropäischen Gartens.
Seit wenigen Jahren beobachten wir aber einen Trend zu sagen wir mal… verfliessender Liebe zur Rasenfläche. Wo früher der Rasen war, stechen einige immer mehr Raum für Stauden ab.
Besonders niedrige, flächige Arten sollen nun den Boden bedecken, ohne dass jemand den Rasenmäher holen muss. Flachwachsender Thymian ist wohl der neue Rasen.
Solche Thymiane, wie auch unsere Nummer 1 in der Staudenrangliste Thymus serpyllum 'Coccineus', sind tatsächlich alles in einem: Bodendecker, Blütenpflanze, Duft- und Gewürzpflanze, Insektenweide und dabei zumindest gelegentlich begehbar.
Bild: Mehrere besonders flachwachsende Thymus-Sorten eignen sich hervorragend als extrem pflegeleichter Rasenersatz, hier im Bild die Nummer 1 der Lubera Staudenrangliste, Thymus serpyllum 'Coccineus'.
Verwendungszweck 4: Den Vorgarten blühend und pflegeleicht gestalten
Der Vorgarten war lange Repräsentationsfläche. Alles, was da veranstaltet wurde, sollte signalisieren: Die Leute hier haben alles im Griff.
Das Problem heisst heute: zu wenig Zeit für zu viel Garten. Schotter schien vielen eine Lösung.
Ihr habt mit unseren Stauden offensichtlich eine sinnlichere Antwort auf dasselbe Problem gefunden. Sie können pflegeleichter als Schotter sein, und blühen noch dabei.
Storchschnäbel (Geranium), Katzenminze (Nepeta), Ziersalbei (Salvia nemorosa), Lavendel (Lavadula), Thymian (Thymus) und Gräser können eine Fläche schliessen. Der Vorgarten braucht möglicherweise also mehr Pflanzen, damit er weniger Arbeit macht. Gärtnerisch ergibt es durchaus Sinn, optisch und ökologisch sowieso.
Bild: Ein liebevoll mit vielen Stauden gestalteter Vorgarten Anfang April. Im Sommer wird es hier blütenreich zugehen.
Verwendungszweck 5: Die Stelle, an der immer alles vertrocknet
Das Thema trockener Sommer ist mal wieder DAS Gartenthema. Gespräche über Gärtnern enden beinahe immer mit der besorgten Frage, ob der nächste Sommer wohl wieder so trocken werden könnte.
Mit diesen Sorgen verändert sich eure Pflanzenauswahl. An heissen Hauswänden, auf sandigen Böden, an Südhängen und in sonnigen Vorgärten sollen Pflanzen nicht nur schön aussehen. Sie müssen mit Hitze und zeitweiligem Wassermangel zurechtkommen.
Hier beginnt die steile Karriere von den zahlreich bestellten trockenheitsverträglichen Stauden und Halbsträuchern wie unserem Top-Seller Lavendel. Wir haben diesen gartenrettenden Stauden daher eine eigene, gut angenommene Kategorie im Shop gewidmet, die der Stauden für trockene Standorte.
Verwendungszweck 6: Pflanzung unter Bäumen, wo angeblich nichts wächst
Schatten ist kein neues Phänomen, nur gehen wir heute anders damit um.
Unter Gehölzen wurde früher häufig versucht, Rasen am Leben zu halten. Oder die Fläche blieb weitgehend frei. Besonders problematisch wurde es dort, wo Schatten und Wurzeldruck zusammenkommen.
Heute darf dort ein eigener kleiner Waldgarten entstehen. Elfenblumen (Epimedium), Storchschnabel (vor allem Geranium macrorrhizum), Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera), Purpurglöckchen (Heuchera), Funkien (Hosta) und andere robuste Schattenstauden können aus der Problemzone ein Showbeet werden lassen. Auch hier verkauft die Staude nicht nur Schönheit, sondern eine Lösung für den häufig zu hörenden Satz: „Da wächst bei mir nichts.“
Bild: Der Schattenbereich unter Bäumen ist wie geschaffen für Funkien, Storchschnabel und Konsorten...
Wir meinen ja: Mit Stauden kann überall etwas wachsen. Man muss nur aufhören, an schwierigen Standorten diejenigen Pflanzen haben zu wollen, die lieber woanders wachsen würden.
Verwendungszweck 7: Dem Balkon Jahreszeiten bescheren
Den Balkon der vergangenen Jahrzehnte prägten vor allem Saisonpflanzen. Im Frühjahr wurde gepflanzt, im Sommer gegossen und gedüngt, im Herbst war Schluss. Im nächsten Frühjahr begann alles wieder von vorne.
Haben Pelargonien und Petunien nun ausgedient? Wir merken jedenfalls, dass bei euch etwas Neues entsteht: Ein mehrjähriger Balkongarten.
Stauden und kleine Gräser können mehrere Jahre in ausreichend grossen Gefässen wachsen und Blumenzwiebeln lassen sich dazwischenstecken. Plötzlich hat der Balkon Jahreszeiten!
Im März erscheinen Zwiebelblumen, später treiben die Stauden aus, im Sommer blüht es, im Herbst verfärbt sich das Laub und manches bleibt als Struktur bis in den Winter stehen. Der Balkon wird damit ein kleiner Garten. Und eine mehrjährige Bepflanzung löst gleich noch ein Problem: Man muss nicht jedes Frühjahr bei null anfangen.
Verwendungszweck 8: Auch das Grab wird zum kleinen Garten
Ein ähnlicher Wandel ist auf Friedhöfen zu beobachten. Die traditionelle Grabgestaltung arbeitet häufig mit Bodendeckern plus saisonaler Wechselbepflanzung. Mehrmals im Jahr werden Pflanzen ausgetauscht.
Aber was passiert, wenn Angehörige weiter entfernt wohnen? Wenn Sommer heisser werden? Wenn weniger gegossen werden soll? Oder wenn man schlicht keine drei saisonalen Neupflanzungen mehr möchte?
Dann werden langlebige Stauden für diesen Verwendungszweck interessant. Niedrige Stauden können dauerhafte Pflanzgemeinschaften bilden. Dazwischen können Blumenzwiebeln für den Frühling sorgen. Das Grab verändert sich dann im Jahreslauf, ohne ständig neu bepflanzt werden zu müssen.
Die Staude macht aus Vegetation Dekoration. Sie wächst, zieht ein, erscheint wieder und zeigt die Jahreszeiten. Werden und Vergehen, genau passend für einen Ort der Erinnerung.
Bild: Stauden wie dieses kleines Alpenveilchen (Cyclamen coum) sind wunderbare, pflegeleichte Stauden auf jedem Grab.
Verwendungszweck 9: Der Garten soll summen
Ein weiterer Verwendungszweck liegt für euch bei der Staudenauswahl nun im Fokus: Insekten ernähren.
Ziersalbei (Salvia nemorosa), Katzenminze (Nepeta), Sonnenhut-Arten (Echinacea, Rudbeckia), Duftnessel (Agastache), Kugeldistel (Echinops) und viele andere häufig bestellte Stauden werden nicht nur wegen ihrer Blütenwirkung ausgewählt. Die Besucher auf ihren Blüten und Blättern gehören inzwischen zum gewünschten Gartenbild.
Das ist eine bemerkenswerte Veränderung. Früher konnte eine angefressene Pflanze als Ärgernis gelten. Heute fotografieren wir die Raupe darauf und versuchen herauszufinden, welche Art es ist.
Der Garten wird nicht mehr ausschliesslich für Menschen gestaltet. Mit unseren Stauden bekommen Gärten mehr Gäste: Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer.
Bild: Ein summender Garten einer lieben Kundin. Es ist uns eine Freude, unsere Stauden so schön verwendet zu sehen. Vielen Dank für das Bild!
So erklären wir uns den Stauden-Trend: Ein Sortiment mit vielen Problemlöserinnen
Vielleicht ist das die eigentliche Geschichte hinter den steigenden Stückzahlen bei den Staudenbestellungen. Heute soll dieselbe Pflanze möglichst mehrere Dinge gleichzeitig erledigen.
Sie soll:
- schön blühen und den Boden schliessen,
- Trockenheit vertragen und Insekten ernähren,
- Unkraut unterdrücken und wenig Pflege benötigen,
- mehrere Jahre bleiben und trotzdem Abwechslung bieten,
- auf dem Balkon funktionieren oder eine schwierige Gartenecke retten.
Und plötzlich gibt es viel mehr Orte und Verwendungszwecke, an denen man eine Staude gebrauchen kann.
Die Staude ist bei euch Bodendeckerin, Klimaspezialistin, Unkrautunterdrückerin, Insektenrestaurant, Rasenersatz, Balkondauergast, Grabbepflanzung und Problemlöserin für jene Ecke, in der angeblich überhaupt nichts wächst.
Unser vorläufiges Fazit: Der Grund für steigende Verkaufszahlen liegt nicht darin, dass ihr mehr Staudenbeete habt. Ihr habt einfach mehr Verwendungszwecke für Stauden entdeckt.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.