Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Rosenbegleiter verschönern das Beet, fördern die Gesundheit der Rosen und erhöhen die ökologische Vielfalt. Sie verbessern das Mikroklima, halten Schädlinge fern und schützen den Boden vor Austrocknung und Unkraut. Lavendel, Salbei und Thymian wirken gegen Blattläuse und Pilze, während Ringelblumen und Tagetes den Boden von Nematoden befreien. Kapuzinerkresse zieht Schädlinge von den Rosen ab und lockt Nützlinge an. Bodendecker wie Frauenmantel, Storchschnabel oder Wollziest erleichtern die Pflege und schaffen Struktur. Für farbliche Akzente sorgen Pflanzen wie Rittersporn, Purpursonnenhut, Zierlauch oder Purpurglöckchen, die Rosenblüten harmonisch ergänzen. In der Nebensaison bringen Gräser, Fetthenne oder Christrosen Leben ins Beet. Insgesamt sorgen Rosenbegleiter für ein gesundes, pflegeleichtes und ganzjährig attraktives Rosenbeet.
Praxis-Tipps
Richtige Pflanzabstände einhalten: Damit Rosen und Begleitpflanzen sich nicht gegenseitig Nährstoffe oder Licht wegnehmen, sollten robuste Stauden wie Salbei oder Lavendel in einem Abstand von etwa 35–40 cm zu den Rosen gesetzt werden. So bleibt die Luftzirkulation gut, was Pilzkrankheiten vorbeugt.
Nützlingspflanzen gezielt kombinieren: Setze duftende Kräuter wie Thymian, Katzenminze oder Lavendel zwischen die Rosen – sie ziehen Bienen und Schwebfliegen an und vertreiben gleichzeitig Blattläuse. Eine Kapuzinerkresse am Beetrand lenkt Schädlinge von den Rosen ab.
Ganzjähriges Interesse planen: Wähle Begleitpflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten – zum Beispiel Frühjahrsblüher wie Storchschnabel, Sommerpflanzen wie Salbei und Herbstschmuck wie Purpurglöckchen oder Fetthenne. So bleibt das Beet das ganze Jahr über attraktiv.
Vorteile von Rosenbegleiter
Rosen sind wundervolle Blütenpflanzen, die durch die elegante Form ihrer Blüten ihre kräftigen Farben Jeden in ihren Bann ziehen. Passende Begleitstauden, Gräser, Sträucher oder Sommerblumen unterstreichen ihre Vorzüge, binden die Rosensträucher in das Gesamtkonzept des Gartens sein und sorgen dafür, dass dein Beet ganzjährig attraktiv aussieht. Viele Begleitpflanzen halten Schädlinge fern oder verbessern das Mikroklima, was der Gesundheit der Rosen zugutekommt. Bodendecker reduzieren Unkrautwuchs und damit die notwendige Bodenbearbeitung. Durch die Farbe, Form und Struktur der Begleitpflanzen werden die Blüten der Rosen perfekt in Szene gesetzt. Die Rosenbegleiter blühen vor oder nach den Rosen, geben dem Beet durch ihr Laub Struktur oder zaubern im Herbst mit attraktiver Laubfärbung noch einmal Farbe ins Beet.
Begleitpflanzen mit Schutzfunktion
Einige Rosenbegleitpflanzen vertreiben Schädlinge oder locken sie von den Rosen, ziehen Nützlinge an oder wirken gegen Pilze. Ein sehr beliebter Rosenbegleiter ist Lavendel. Seine Blüten ziehen viele Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Der Geruch von Blättern und Blüten vertreibt aber Blattläuse. Die gleiche Wirkung hat Katzenminze. Salbei ist nicht nur ein guter Mischkulturpartner für Gemüsepflanzen. Er wirkt sich auch nachweislich positiv auf die Gesundheit von Rosen aus. Er verbessert das Mikroklima und wirkt zusätzlich über seine Inhaltstoffe pilzhemmend. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ziersalbei wie Salvia nemorosa 'Blauhügel' als Begleitpflanzen im Abstand von 35 bis 40 cm zu den Rosen gepflanzt, den Befall mit Blattläusen und Mehltau deutlich reduziert. Bei Thymian konnte in Laborversuchen nachgewiesen werden, dass die in ihm enthaltenen ätherischen Öle Blattläuse töten und deren Vermehrungsrate senken. Da wundert die Praxiserfahrungen nicht, dass Thymian als Rosenbegleiter im Garten Blattläuse abschreckt. Die Sorten 'Silver Queen' oder 'Golden Dwarf' des Zitronenthymians sind durch ihre attraktive Laubfärbung außerdem noch optische Highlights im Beet. Echter Thymian (Thymus vulgaris) und Zitronenthymian (Thymus x citriodorus) gehören zu den Top-Ten der wertvollsten Rosenbegleiter.
Bild: Die in Thymian enthaltenen ätherischen Öle können Blattläuse abtöten.
Ringelblumen und Studentenblumen (Tagetes) wirken sich positiv auf die Bodengesundheit aus, was langfristig gut für den Rosenstandort ist. Rosen sind anfällig für den Befall mit Nematoden und kümmern oder sterben ab, wenn der Befallsdruck zu groß wird. Ringelblumen und Tagetes reduzieren den Nematodenbefall im Boden, wenn sie über mindestens drei Monate hinweg auf einer Fläche wachsen. Sie locken Nematoden aus der Umgebung an. Diese können sich aber in ihren Wurzeln nicht vermehren und der Befall wird geringer. Es lohnt sich darum in manchen Jahren Ringelblumen wie die Zwerg-Ringelblume 'Fiesta Gitana' oder die Sorte 'Balls orange' auf den Freiflächen zwischen den Rosen auszusäen.
Bild: Ringelblumen wie die Zwerg-Ringelblume 'Fiesta Gitana' können den Nematodenbefall von Rosen verringern.
Tagetes sind als Einfassung entlang der Beetränder attraktiv und vertreiben gleichzeitig unter anderem Weiße Fliegen (Bemisia tabaci), Blattläuse und Kohlfliegen. Die Auswahl an kleinbleibenden Tagetes-Sorten ist groß und de kannst jedes deiner Beete dekorativ mit ihren einpflanzen. Eine wertvolle Ablenkungspflanze ist die Kapuzinerkresse. Im Abstand von 30 bis 50 cm zu den Rosen gepflanzt zieht sie Blattläuse an, die sich dann nicht auf den Rosen ansiedeln. Nützlinge wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen siedeln sich an und sorgen auch rund um die Kapuzinerkresse für eine Reduktion der Schädlinge.
Bild: Auch Tagetes können Nematoden fernhalten.
Rosenbegleiter für mehr ökologische Vielfalt
Rosen allein – besonders gefüllt blühende Sorten – bieten wenig ökologischen Nutzen. Ihre Begleiter schaffen Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge. Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge fliegen auf Lavendel, Wilden Majoran, Kugeldisteln, Ysop oder Borretsch. Die Pflanzen sind Lebensraum für viele Kleintiere und bieten Schutz für Nützlinge. Davon profitieren dann auch die Rosen.
Bild: Die Balkan-Garten-Kugeldistel 'Blue Glow' sind eine besondere Augenweide im Staudenbeet.
Begleitpflanzen die die Bodenpflege erleichtern
Bodendecker unterdrücken Unkraut und verbessern die Bodenfeuchte. Sie sorgen außerdem für ein ausgeglichenes Kleinklima, was den Rosen und nützlichen Insekten das Leben leichter macht.
Wichtig ist aber, dass die Bodendecker den Rosen Wasser und Nährstoffe nicht streitig machen und sie ihnen weder Licht noch Luft wegnehmen. Gute bodendeckende Rosenbegleiter sind Storchschnabel wie die unverwüstliche Sorte Geranium 'Rozanne', Frauenmantel (Alchemilla mollis), der Feldthymian (Thymus serpyllum), Wollziest (Stachys byzantina) oder die Hänge-Polsterglockenblume (Campanula poscharskyana).
Bild: Der Storchschnabel 'Rozanne' hat auffällige Blüten und eine besonders lange Blütezeit.
Rosenbegleiter mit Wow-Effekt
Manche Begleitpflanzen haben vor allem einen dekorativen Wert. Abgesehen davon, dass die Pflanzenvielfalt im Rosenbeet sich allgemein positiv auf die biologische Vielfalt im Garten auswirkt, haben sie keinen direkten Einfluss auf die Rosengesundheit oder die Bodenqualität. Rittersporn (Delphinium) ist eine Prachtstaude, die sich gut mit Rosen kombinieren lässt. Er gehört wie Stockrosen, Frauenmantel, Malven, Zinnien, Kosmeen und Akelei zu den klassischen Bauerngartenpflanzen, die zusammen mit Rosen gepflegt werden. Der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) hat seine eigene Persönlichkeit und kann sich neben Rosen durchaus sehen lassen. Hohe Zierlauchsorten wie Allium 'Purple Rain' oder Allium aflatunense 'Purple Sensation' setzen mit ihren schlanken Stielen und großen Kugelblüten architektonische Akzente zur Rosenblüte. Der Sommersalbei (Salvia nemorosa) blüht weiß, rosa oder blau-violett und kann farblich passend zu den Rosenblüten ausgewählt werden. Seine schlanken Blütenähren bilden einen starken Kontrast zu den üppigen, großen Rosenblüten. Besonders im Herbst nach der Hauptblütezeit der Rosen sind Purpurglöckchen eine Bereicherung im Beet. Diese Blattschmuckstauden faszinieren mit grünen, goldgelben, weinroten oder bronzefarbenen Blättern, die als dichte Matten den Boden bedecken. Sie lassen das satte Grün des Rosenlaubs gut zur Geltung kommen. Gräser wie das Engelshaargras (Stipa tenuissima) oder die Schafgarben (Achillea) bringen Struktur in das Beet. Als Ergänzung zu Kletterrosen und hohen Strauchrosen kannst du auch Clematis pflanzen.
Lückenfüller in der Nebensaison
Im Sommer sind es die Rosenblüten, denen die Bühne gehört. Im Frühjahr, Herbst und Winter treten ihre Begleitpflanzen in den Vordergrund. Ziergräser sind Strukturpflanzen, die vor allem im Herbst und Winter schöne Akzente setzen. Fetthenne (Sedum) blüht spät im Jahr und bringt damit noch einmal Farbe ins Beet und bietet Nützlingen Nahrung. Besonders üppig blühen Herbstastern und Kissenastern. Lange nach bzw. vor den Rosen liegt die Blütezeit der Christrosen (Helleborus).
Eine klassische Rosenbegleitpflanze ist das Schleierkraut. Seine luftigen Polster bilden einen schönen Kontrast zu den üppigen Rosensträuchern, während seine zierlichen Blüten Nahrung für kleine Insekten bereithalten.
Die Top-Ten der Rosenbegleiter
Die Vielfalt der Rosenbegleiter ist groß und je nach Standort und Rosentyp sind andere Begleitpflanzen sinnvoll. Im Prinzip hast du die Qual der Wahl. Darum kommen hier ganz subjektiv unsere Top 10:
1. Lavendel
Lavendel ist optisch ansprechend, duftet gut, lockt Nützlinge an, vertreibt Schädlinge und schützt vor Pilzbefall.
2. Thymian
Die Thymian-Arten halten Blattläuse fern, locken Bestäuber in den Garten und bieten Nahrung für Wildbienen. Zusätzlich bedecken sie den Boden und schützen vor Austrocknung und Erosion.
3. Tagetes
Die gelben und orangen Blüten der Tagetes sind dekorativ und die Wurzelausscheidungen der Pflanzen wirken gegen Bodenälchen. Niedrige Studentenblumen sind eine dekorative und nützliche Beeteinfassung.
Kapuzinerkresse ist eine Lockpflanze, die Blattläuse und Ameisen von deinen Rosen fernhält und Nützlinge anlockt. Sie ist zudem dekorativ und essbar.
5. Rittersporn
Blauer Rittersporn ist ein klassischer Rosenbegleiter aus dem Bauerngarten. Er bringt die einzige Farbe ins Beet, die Rosen nicht bieten können. Rosafarbene oder weiße Sorte kannst du im passenden Farbton zu deinen Rosen wählen.
6. Sonnenhut
Der Sonnenhut ist eine klassische Bauerngartenpflanze, die Nützlinge anzieht und als Partner im Vorder- oder Hintergrund für Bodendeckerrosen, Beetrosen, Strauchrosen oder Kletterrosen eingesetzt werden kann.
7. Zierlauch
Zierlauch kann Beetrosen begleiten oder zwischen Bodendeckerrosen in die Höhe wachsen. Niedrige, frühblühende Zierlauchsorten wie der Rosenlauch verlängern die Blütezeit im Beet und sind gute Nützlingsweiden.
Die zarten, weißen Blüten und das filigrane Geflecht der Triebe des Schleierkrauts bilden einen ästhetischen Kontrast zu den opulenten Rosen – sowohl im Beet als auch als Schnittblume in der Vase. Es unterdrückt Unkraut und senkt die Verdunstung.
9. Frauenmantel
Das zurückhaltende Grün und die unaufdringlichen gelben Blüten des Frauenmantels bilden einen schönen Hintergrund für die Blütenpracht der Rosen. Der Bodendecker unterdrückt Unkraut und hält den Boden feucht. Die glitzernden Tautropfen, die sich auf den Blättern sammeln zaubern Lichtreflexe zwischen die Rosenblüten.
10. Purpurglöckchen
Das prächtig gefärbte Laub der Purpurglöckchen bringt vor allem im Herbst Stimmung ins Rosenbeet.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
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