Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Wenn du deinen Rasen im Frühjahr und Sommer regelmäßig gemäht, gedüngt und gewässert hast und er im Spätsommer sattgrün dasteht, hast du bereits gute Voraussetzungen für einen winterfesten Rasen geschaffen. Ein gesunder, gut gepflegter Rasen hat im Winter die besten Überlebenschancen. Wenn du jetzt noch im Herbst richtig düngst, mähst und das Laub entfernst, hast du deine Grünfläche optimal vor Frost, Pilzen und Nässe geschützt. Die wichtigste Regel für die Rasenpflege im Herbst: rechtzeitig handeln!
Praxis-Tipps
Letzter Rasenschnitt: Mitte November, auf etwa 2 bis 3 cm kürzen
Düngung: Im September/Oktober mit kaliumbetontem Herbstdünger
Laub entfernen: Regelmäßig abharken oder mit dem Rasenmäher zerkleinern
Schnee liegen lassen und den Rasen möglichst wenig betreten.
Richtig und rechtzeitig düngen
Damit dein Rasen stark genug für den Winter ist, braucht er im Herbst noch einmal Nährstoffe. Zur Rasenpflege im Herbst gehört darum unbedingt ein kaliumbetonter Dünger, den du zwischen Anfang September und Mitte November ausbringst. Der Rasen wächst nun langsamer, nimmt die Nährstoffe aber noch auf. Ideal ist ein spezieller Herbstrasendünger mit hohem Kaliumgehalt. Verwende auf keinen Fall einen mineralischen Volldünger, wie du ihn im Frühjahr oder Sommer nutzt, um das Wachstum zu fördern. Typische Herbstrasendünger haben einen geringen Stickstoffgehalt von 6 bis 7 %, 2 bis 3 % Phosphor und einen hohen Kaliumanteil von 10 bis 20 %. Das Kalium ist gut wasserlöslich und kann auch im November noch schnell aufgenommen werden. Verwendest du organischen Dünger für die Rasenpflege im Herbst, solltest du einen frühen Düngetermin im September wählen, damit die Nährstoffe, die nach und nach freigesetzt werden, bis zum Winter in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Kalium macht die Grashalme widerstandsfähiger gegen Frost.
| Wirkung von Kalium | Bedeutung für Winterhärte |
| Erhöhung der Osmolarität | Senkung des Gefrierpunkts im Zellsaft |
| Membranstabilisierung | Verhinderung von Zellschäden |
| Regulierung des Wasserhaushalts | Schutz vor Austrocknung auf gefrorenem Boden |
| Förderung von Zuckerbildung | Frostschutz, Energiereserve |
| Unterstützung von Antioxidantien | Schutz vor Kältestress |
Der Rasenschnitt gehört zur Rasenpflege im Herbst
Das A und O bei der Rasenpflege ist das regelmässige Mähen. Während der Hauptwachstumszeit im Sommer solltest du deinen Rasen mindestens einmal in der Woche auf eine passende Höhe einkürzen. Wie kurz du schneiden musst, hängt davon ab, ob du einen Zierrasen oder einen Nutzrasen hast und ob die Fläche in der Sonne oder im Schatten liegt. Der letzte Rasenschnitt sollte Mitte November erfolgen, je nach Witterung. Die optimale Schnitthöhe liegt bei etwa 3 cm (Spielrasen) bzw. 2 cm (Zierrasen). Ist das Gras zu lang, legen sich die Halme auf dem nassen Boden übereinander und es kann zu Pilzbefall kommen. Es ist wichtig, dass die Rasenfläche möglichst viel Licht und Luft bekommt und gut abtrocknen kann.
Bild: Mitte November sollte der Rasen ein letztes Mal gemäht werden.
Laub entfernen
Das bunte Laub an den Bäumen und Sträuchern sieht im Herbst hübsch aus, ist aber Gift für deinen Rasen, wenn es darauf liegen bleibt. Es blockiert das Licht, fördert Feuchtigkeit und damit Pilzwachstum und Fäulnis.
Am besten harkst du das Laub bei der Rasenpflege im Herbst regelmäßig ab oder du nutzt einen Laubsauger oder Rasenmäher mit Fangkorb. Kleine Laubmengen kannst du auch mit einem Rasenmäher oder einem Laubsauger mit Häcksler zerkleinert auf der Fläche liegen lassen. Sie dienen dann als natürlicher Dünger. Wichtig ist, dass sich keine dichten Laubmatten über das Gras legen.
Vertikutieren? Nur bei Bedarf!
Das Vertikutieren (also das Durchlüften der Grasnarbe) ist wichtig – aber nicht direkt vor dem Winter. Diese Maßnahme stresst den Rasen, weil sie Wurzeln aufreißt und Lücken hinterlässt.
Wenn du stark verfilzte Flächen hast, solltest du spätestens im September vertikutieren und nachsäen, damit der Rasen noch Zeit zur Regeneration hat. Ansonsten: Lieber bis zum Frühjahr warten! Das Vertikutieren ist keine grundsätzliche Maßnahme der Rasenpflege im Herbst.
Bild: Stark verfilzte Flächen sollte man spätestens im September vertikutieren.
Gefahren im Winter
Feuchtigkeit, Kälte und mangelnde Belüftung sind die größten Feinde deines Rasens im Winter. Ein besonderes Problem stellen der Schneeschimmel (Microdochium nivale) und Typhula-Fäule (Typhula incarnata) dar. Diese Pilze befallen geschwächten Rasen auf mit Stickstoff überdüngten und verdichteten Böden. Sie breiten sich im Winter vor allem bei Temperaturschwankungen unter einer durchgehend liegenbleibenden Schneedecke aus. Die Grashalme verfaulen. Der beste Schutz ist ein gut durchlässiger Boden und eine gezielte Rasenpflege im Herbst mit kaliumbetontem Dünger und dem regelmäßiges Entfernen von Laub.
Im Winter Schnee vom Rasen abräumen?
Grundsätzlich solltest du Schnee auf der Rasenfläche liegen lassen, weil die Vorteile überwiegen. Eine geschlossene Schneedecke wirkt wie eine Isolierschicht. Sie schützt den Rasen vor extremen Temperaturschwankungen und Frostschäden an den Wurzeln. Außerdem reduziert Schnee die Verdunstung und bewahrt den Boden vor zu starkem Austrocknen, was besonders bei kaltem Wind wichtig ist. Das Schmelzwasser dringt gleichmäßig in den Boden ein und sorgt für eine schonende Durchfeuchtung im Frühling.
Wenn Schnee aber auf viel begangenem Rasen festgetreten wird, kann sich eine Eisschicht bilden. Diese verhindert den Luftaustausch – der Rasen kann darunter „ersticken“. In dem Fall ist es besser, einen Laufweg (z. B. zum Vogelfutterhaus) freizuräumen. Bei langer Schneebedeckung, vor allem auf schlecht drainierten oder dichten Böden, kann sich Schneeschimmel bilden. Besonders auf anfälligen Flächen kann das Entfernen des Schnees helfen, die Durchlüftung zu verbessern und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Das Abtragen von Schnee kann leicht die Gräser verletzen, besonders wenn der Schnee festgefroren ist. Ohne die isolierende Schneeschicht ist der Rasen Frost und Wind stärker ausgesetzt – die Graswurzeln können erfrieren. Wenn man zum Schneeschippen häufig über den gefrorenen oder nassen Rasen läuft, kann die Grasnarbe geschädigt und verdichtet werden.
Unsere Empfehlung:
Schnee auf dem Rasen grundsätzlich liegen lassen. Er ist natürlicher Frostschutz und meist unproblematisch. Entferne ihn, wenn er über Wochen festgetreten oder vereist ist und du Wege oder Bereiche freihalten musst, die regelmäßig betreten werden.
Fazit
Mit ein bisschen Rasenpflege im Herbst legst du den Grundstein für einen schönen, gesunden Rasen im nächsten Jahr. Mähen, düngen, Laub entfernen zur rechten Zeit – mehr braucht es gar nicht, um den Rasen winterfest zu machen. So kannst du dich im Frühling über eine kräftige, grüne Fläche freuen.
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