Clematis, Waldrebe 'Niobe'
Clematis Hybride 'Niobe' - samtig dunkelrote Blüten mit goldgelber Mitte
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Breite: 40cm - 80cm
Die Clematis 'Niobe' gehört zu den eindrucksvollsten dunkelrot blühenden Waldreben und fasziniert mit samtigen, rubin- bis purpurroten Grossblüten. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen den dunklen Blütenblättern und den leuchtend gelben Staubgefässen in ihrer Mitte. Mit ihrem kompakten Wuchs und der langen Blütezeit ist 'Niobe' eine ausgezeichnete Clematis für kleinere Gärten, Rosenbögen, Rankgitter und grosse Pflanzgefässe.
Herkunft
'Niobe' stammt aus Polen und wurde vom Clematis-Züchter Władysław Noll ausgelesen. Sie gehört zu den grossblumigen Clematis-Hybriden und wurde in den 1970er-Jahren international bekannt. Ihre ungewöhnlich dunkle Farbe machte sie rasch zu einer gefragten Sorte und bis heute zählt 'Niobe' zu den Klassikern unter den roten Clematis.
Der Name verweist auf Niobe aus der griechischen Mythologie. Die tiefrote, beinahe dramatische Farbwirkung der Blüten passt hervorragend zu dieser traditionsreichen Namensgebung.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Mit etwa 1,8 bis 3 m Höhe bleibt 'Niobe' vergleichsweise kompakt. Damit eignet sie sich auch für Gartensituationen, in denen starkwachsende Clematis schnell zu gross würden. Die Blattstiele umfassen dünne Drähte, Stäbe und Zweige und ziehen die Pflanze an ihrer Rankhilfe empor.
Pflanze 'Niobe' sonnig bis halbschattig. Besonders empfehlenswert ist ein heller Standort ohne extreme Mittagssonne. Im lichten Halbschatten bleibt das samtige Dunkelrot häufig besonders intensiv, während starke Sonne die Blüten schneller aufhellen kann.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und durchlässig sein. Während der Wachstumszeit schätzt die Clematis eine gleichmässige Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe.
Besonderheiten – Blüten und Fruchtschmuck
Die Blüten sind das unverkennbare Markenzeichen von 'Niobe'. Sie erreichen etwa 10–15 cm Durchmesser und öffnen sich zu grossen, samtig wirkenden Sternen. Beim Aufblühen erscheinen sie oft nahezu schwarzrot. Später entwickelt sich die Farbe zu einem intensiven Rubin-, Wein- oder Purpurrot.
Im Zentrum stehen auffällige gelbe bis goldgelbe Staubgefässe, die einen starken Kontrast zu den dunklen Blütenblättern bilden. Die offenen Blüten sind zugleich für verschiedene blütenbesuchende Insekten zugänglich.
Nach erfolgreicher Bestäubung können sich kleine Nussfrüchte mit verlängerten, behaarten Griffeln entwickeln. Zusammen ergeben sie die charakteristischen fedrigen Clematis-Samenstände. Sie sind dekorativ, aber nicht zum Verzehr geeignet.
Verwendung im Garten
'Niobe' ist eine hervorragende Wahl für Rankgitter, Obelisken, kleinere Pergolen und Rosenbögen. Besonders eindrucksvoll wirkt sie vor hellen Hintergründen, denn Cremeweiss, helles Holz oder silbriges Laub lassen ihre dunklen Blüten regelrecht leuchten.
Auch als Rosenbegleiterin ist 'Niobe' ausgezeichnet. Weisse, cremefarbene, apricotfarbene und zartrosa Rosen schaffen attraktive Kontraste, ohne mit der Clematis um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.
Dank des kompakten Wuchses eignet sich 'Niobe' sehr gut für die Topfkultur. Wähle bitte einen frostfesten Kübel mit mindestens etwa 30–40 Litern Volumen, grossen Abzugslöchern und einer stabilen Rankhilfe.
Pflege – 3 spezielle Kulturtipps
- Schnitt flexibel handhaben: 'Niobe' lässt sich wie eine Clematis der Schnittgruppe 2 moderat zurückschneiden, wenn eine möglichst frühe erste Blüte gewünscht wird. Ein kräftigerer Rückschnitt im Spätwinter fördert dagegen einen starken Neuaufbau und eine üppige Sommerblüte.
- Die dunkle Farbe schützen: Möchtest du das charakteristische Schwarzrot möglichst lange erhalten, vermeide einen Standort vor einer stark aufgeheizten Südwand. Heller Halbschatten ist für die intensive Farbe ideal.
- Tiefer pflanzen: Setze die Clematis einige Zentimeter tiefer, als sie zuvor im Topf stand. Das fördert die Bildung zusätzlicher Triebe aus der Basis und kann der Pflanze helfen, sich nach einem möglichen Welke-Befall zu regenerieren.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zu 'Nelly Moser' könnten die Farben kaum unterschiedlicher sein: Während 'Nelly Moser' mit hellrosa Blüten und karminfarbenem Mittelstreifen auffällt, setzt 'Niobe' auf tiefes, samtiges Rubinrot. Die estnische 'Mikelite' besitzt ebenfalls eine dunkle Blütenfarbe, tendiert jedoch stärker ins Purpurviolette und wächst kräftiger. Gegenüber 'Multi Blue' ist 'Niobe' weniger verspielt: Statt gefüllter Blüten präsentiert sie grosse, klare Blütensterne, bei denen die aussergewöhnliche Farbe im Mittelpunkt steht.
Pflanzpartner
Die Kletterrose 'Jasmina' (Rosa 'Jasmina') ist eine hervorragende Begleiterin. Ihr weiches Rosa bildet einen romantischen Kontrast zum samtigen Dunkelrot von 'Niobe', ohne die Clematis farblich zu übertrumpfen.
Besonders elegant wirkt eine weisse Kletterrose wie 'Schneewalzer' (Rosa 'Schneewalzer'). Ihre hellen Blüten schaffen einen starken Hell-Dunkel-Kontrast und bringen die tiefrote Farbe von 'Niobe' hervorragend zur Geltung.
Der Storchschnabel 'Rozanne' (Geranium wallichianum 'Rozanne') eignet sich als niedrige Unterpflanzung. Seine blauvioletten Blüten erweitern das Farbspektrum, während der breite Wuchs den Boden rund um die Clematis beschattet.
Auch die Katzenminze 'Walker's Low' (Nepeta × faassenii 'Walker's Low') ist eine attraktive Ergänzung. Ihre lockeren blauvioletten Blütenwolken bringen Leichtigkeit in die Pflanzung und bieten Bienen eine zusätzliche Nahrungsquelle – ein schöner Gegenpol zu den dramatisch dunklen Blüten von 'Niobe'.
Welche Stauden empfehlen Sie zur Bepflanzung am Fuss der Clematis?
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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