Clematis, Waldrebe 'Huldine'
Clematis viticella 'Huldine' - perlmuttweisse Blüten mit rosaviolettem Schimmer
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Breite: 60cm - 100cm
Clematis 'Huldine' ist eine aussergewöhnlich elegante Waldrebe, die von Hochsommer bis Herbst unermüdlich neue perlmuttweisse Blüten hervorbringt. Ihr besonderer Reiz zeigt sich beim genaueren Hinsehen: Die Rückseiten der Blütenblätter tragen rosaviolette Streifen, deren Farbe zart durch die weisse Vorderseite schimmert. Dank ihres kräftigen Wuchses eignet sich 'Huldine' hervorragend, um Pergolen, Zäune, Rosen und grössere Gehölze in ein helles Blütenmeer zu verwandeln.
Herkunft der Clematis 'Huldine'
'Huldine' ist eine historische französische Clematis-Züchtung des bekannten Züchters Francisque Morel aus Lyon. Sie entstand um 1900 und gelangte später nach England, wo sie in Gravetye Manor kultiviert wurde. 1934 wurde sie erstmals öffentlich präsentiert und ausgezeichnet.
Die genaue Abstammung dieser alten Sorte ist nicht zweifelsfrei geklärt. Heute wird 'Huldine' den spätblühenden grossblumigen Clematis zugerechnet. Im Handel findet man sie gelegentlich auch unter der Bezeichnung Clematis viticella 'Huldine'.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Clematis 'Huldine' ist eine kräftige Kletterpflanze, die gewöhnlich 1,8 bis 3 m Höhe erreicht. An optimalen Standorten können ihre Triebe sogar noch höher klettern. Sie benötigt daher eine ausreichend grosse Rankfläche.
Ein sonniger Standort fördert die besonders reiche Blüte. Halbschatten wird ebenfalls vertragen. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und gleichmässig frisch sein, überschüssiges Wasser aber zuverlässig ableiten.
Mit ihren rankenden Blattstielen hält sich 'Huldine' an Gittern, Drähten und dünneren Zweigen fest. Gib ihr von Anfang an eine stabile Rankmöglichkeit.
Blüten und dekorative Früchte
Die etwa 7 bis 10 cm grossen Blüten öffnen sich sternförmig. Auf den ersten Blick erscheinen sie perlmutt- bis reinweiss. Ihre eigentliche Raffinesse liegt jedoch auf der Rückseite: Dort verlaufen auffällige rosaviolette Streifen, die durch die hellen Blütenblätter hindurchschimmern. Gelbliche Staubgefässe setzen einen warmen Akzent in der Mitte.
'Huldine' beginnt meist im Juli zu blühen und setzt ihre Blütenshow bis September oder Oktober fort. Damit gehört sie zu den wertvollen spätblühenden Clematis.
Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine Nüsschen mit behaarten Griffeln zu fedrigen Samenständen. Diese dekorativen Früchte sind nicht essbar, sorgen aber nach der Blüte für zusätzlichen Struktur- und Zierwert.
Verwendung im Garten
'Huldine' ist ideal, wenn grössere Flächen begrünt werden sollen. An Pergolen, hohen Rankgittern und Zäunen kann sie ihre enorme Blütenfülle besonders gut entfalten.
Ein traumhafter Gartenpartner ist die Kletterrose: 'Huldine' wächst durch deren Zweige und setzt ihre hellen Blüten zwischen die Rosenblätter. Da sie im Sommer und Herbst blüht, verlängert sie bei früher blühenden Rosen wirkungsvoll die Saison.
Für Kübel ist die kräftige Sorte nur eingeschränkt geeignet. Wähle bitte ein sehr grosses, frostfestes Gefäss mit mindestens 50 Litern Volumen und sorge für zuverlässigen Wasserabzug.
Pflege der Clematis 'Huldine'
'Huldine' gehört zur Schnittgruppe 3 und blüht am diesjährigen Holz. Dadurch ist ihre Schnittpflege erfreulich einfach.
3 spezielle Kulturtipps:
- Im Spätwinter kräftig schneiden: Kürze die alten Triebe im Februar auf etwa 30–50 cm zurück. Die Clematis baut sich anschliessend vollständig neu auf.
- Sonnig pflanzen: 'Huldine' kann im Halbschatten wachsen, entwickelt ihre beeindruckende Blütenfülle aber besonders zuverlässig an einem hellen Standort.
- Wasser nicht vergessen: Durch ihren kräftigen Wuchs benötigt sie im Sommer ausreichend Feuchtigkeit. Eine Mulchschicht hilft, den Boden gleichmässig frisch zu halten.
Vergleich mit anderen Clematis-Sorten
Gegenüber reinweissen grossblumigen Sorten besitzt 'Huldine' durch ihre rosaviolette Blütenrückseite deutlich mehr Raffinesse. Im Vergleich zur ebenfalls historischen roten 'Gravetye Beauty' wächst sie meist kräftiger und wirkt heller und eleganter. Ihre Stärke liegt weniger in riesigen Einzelblüten als in der Kombination aus Blütenmenge, langer Saison und eindrucksvoller Fernwirkung.
Empfehlenswerte Pflanzpartner
- Kletterrose (Rosa): Besonders kräftige rosa, rote oder purpurfarbene Kletterrosen bilden einen wunderbaren Kontrast zu den hellen Blüten und dienen zugleich als natürliche Rankhilfe.
- Rispenhortensie (Hydrangea paniculata): Ihre sommerlichen weissen bis rosafarbenen Rispen harmonieren mit 'Huldine' und schaffen eine besonders üppige Pflanzung für die zweite Gartenhälfte.
- Storchschnabel (Geranium): Kräftige Storchschnäbel beschatten den Clematisfuss, halten den Boden länger frisch und bilden eine attraktive untere Blütenebene.
- Katzenminze (Nepeta): Ihre blauvioletten Blüten greifen die rosavioletten Nuancen auf der Rückseite von 'Huldine' auf. Gleichzeitig eignet sich ihr niedriger Wuchs ausgezeichnet, um den Wurzelbereich der Clematis zu beschatten.
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