Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
- Im Familienbetrieb Zollinger produziert man kein Gemüse oder Schnittblumen, sondern lässt die Pflanzen bis zur Samenreife wachsen.
- Zollinger Samen stammen aus Bio-Anbau, das bedeutet Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel, zu Gunsten von Methoden wie Fruchtfolge, Auswahl robuster Sorten und sorgfältige Feldbeobachtung.
- Der Gartenbau-Betrieb setzt sich für den Erhalt von Vielfalt ein: Rund 450 regionale und bewährte Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten werden selektioniert und weiterentwickelt.
- Viele Kulturen bilden erst im zweiten Jahr Samen – Anbau und Absatz müssen Jahre im Voraus kalkuliert werden.
- Vom Feld zur Samentüte: Ernte, Trocknung, Lagerung und ökologische Verpackung sichern Keimfähigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit bis zum Hobbygarten.
Diversität an Arten und Sorten
Das Sortiment der Samengärtnerei Zollinger wird tatsächlich vor Ort in der Schweiz produziert. Die Auswahl für den Nutzgarten ist riesig und reicht vom einfach anzubauenden Schnittsalat bis zur pinkfarbenen Aubergine aus Asien. Weitere Schwerpunkte liegen bei Kräutern und Wildstauden. Sogar Sämereien für den Schnittblumengarten gibt es. Uns fiele kein Garten ein, der sich nicht mit Zollinger Samen bereichern ließe. Aber nicht nur das hat uns von Lubera begeistert...
Zollinger Samen – auf dem Feld reift die Saat
Anders als im Hausgarten, werden auf den Feldern der Familie Zollinger Blumen nicht für Sträuße geschnitten und Gemüse nicht für die Küche geerntet. Schließlich soll hier auf den Feldern die Saat reifen, aus der die Beete der Zukunft sprießen können. Die späten Wachstumsphasen einer Nutzpflanze, die viele Gärtnerinnen und Gärtner kaum erleben, stehen für die Zollingers im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Während im klassischen Gemüsebau die Ernte für den Verzehr im Zentrum steht, bleiben die Pflanzen hier bis zur vollständigen Samenreife auf dem Feld. »Unsere Arbeit mit den Pflanzen wird dann intensiv, wenn sie bei anderen endet«, beschreiben es die Zollingers. Rund 30 Hektar Land stehen zur Verfügung, wobei jeweils nur etwa die Hälfte bebaut wird, während der Rest brach liegt, um die Bodenfruchtbarkeit zu sichern.
Bild: Der Firmenstandort Les Evouettes ist Dreh- und Angelpunkt der Saatgutgewinnung und lockt viele Besucher an.
Während im Erwerbsgemüsebau die Ernte oft vor dem Höhepunkt von Krankheits- und Schädlingsdruck erfolgt, bleiben Samenpflanzen bis zur vollständigen Blüte und Samenreife auf dem Feld. Gerade in diesen Entwicklungsphasen sind sie anfällig für Pilzkrankheiten, Insekten oder Viren. Chemisch-synthetische Mittel stehen im Bioanbau nicht zur Verfügung; stattdessen braucht es präventive Strategien. Fruchtfolgen sind ein wertvolles Instrument, ebenso die bewusste Sortenselektion. Gleichzeitig muss die Sortenreinheit gewahrt bleiben: Fremdbestäubung durch Wind oder Insekten darf nicht zu ungewollten Kreuzungen führen. Das bedeutet räumliche Isolation zwischen verwandten Sorten und zeitlich versetzte Blüte.
Bio-Anbau gehört bei Zollinger zur Firmen-DNA
Für den biologischen Anbau können die Brüder Til, Tizian und Tulipan auf den Erfahrungsschatz der Eltern zurückgreifen, die das Unternehmen bereits 1984 gründeten. Als echte Bio-Pioniere galten sie damals in der Schweiz.
Bild: Die drei Zollinger Brüder Tizian, Til und Tulipan
Die Übernahme des elterlichen Unternehmens war für die drei Brüder anfangs kein Ziel ihrer Lebensplanung. Jeder hatte seinen eigenen Weg eingeschlagen, von Agronomie über Pharma bis Marketing. Aber dann, in 2016, beschlossen die drei Brüder, dauerhaft nach Les Evouettes zurückzukehren und gemeinsam die Leitung zu übernehmen. Seitdem beweisen sie, wie erfolgreich sich Sorten für Hobbygärten und biologische Landwirtschaft vermehren lassen, ohne zu den großen Playern auf dem Saatgutmarkt zu gehören. Nur 25 Mitarbeitende packen derzeit bei Zollinger mit an und leisten trotzdem Erstaunliches.
Sortenzüchtung bei Zollingers
Sogar eigene Auslesen, also waschechte Zollinger Samen Sorten, hat das Familienunternehmen auf den Markt bringen können. Dazu zählt kulinarisch Überzeugendes wie die Karotte ‘Tip Top’, die Tomate ‘Süsse von Ungarn’, und einige mehr. Die neuen Sorten wurden gezielt auf Boden, Klima und Höhenlage des Anbauorts angepasst. Sie kamen auf den Test-Feldern ohne all die zahlreichen Maßnahmen zurecht, die man im konventionellen Anbau in einem »Pflanzenschutz-Paket« zusammenschnürt.
Bild: Die Frühkarotte ‘Tip Top’ schmeckt so, wie sie heißt, und ist eine Auslese, die im Betrieb der Zollingers entstanden ist.
Alle Sorten haben sich im Testanbau bewährt
Ein Kriterium gilt für das gesamte Zollinger-Sortiment, unabhängig davon, ob es sich um eigene, neue oder traditionelle Sorten handelt: Sie müssen gut im mitteleuropäischen Hausgarten zurechtkommen – immer ein wenig gärtnerische Liebe und Pflege natürlich vorausgesetzt.
Daher werden alle Sorten einem Anbau-Test unterzogen. In der vergangenen Saison testete das Team beispielweise 30 Zucchinisorten im Bio-Anbau, die sie in Gärten im ganzen Land geerntet hatten. Erfahrungsgemäß wachsen nämlich die Sorten, die im Rhonetal fruchtbar sind, auch im übrigen Mitteleuropa erfolgreich.
Die Saatgut-Ernte wird eingetütet
Die Samenernte verlangt, dass der richtige Erntezeitpunkt erwischt wird. Dann werden die Sämereien oft mehrfach und von Hand geerntet, danach schonend getrocknet, sorgfältig gereinigt und bei kontrollierter Temperatur sowie niedriger Luftfeuchtigkeit gelagert. Nur Präzision bei den Arbeitsgängen erhält die Keimfähigkeit über Jahre.
Bild: Die Gewinnung von Saatgut verlangt viel Handarbeit.
Selbst die Verpackung folgt Bio-Standards: Bei Zollinger kommen zertifizierte Papiere ohne problematische Beschichtungen zum Einsatz. Bedruckt wird mit mineralölfreien, pflanzenöl- oder wasserbasierten Farben.
Nach all diesem Einsatz darf eine Zollinger-Samentüte schließlich voller Stolz und ganz verdient das Bio-Siegel tragen. Du findest die tollen Tüten ab sofort im Lubera-Shop!
Bild: Die Gemüsepflanzen, die aus Zollinger Samen gezogen werden, eignen sich bestens auch für Hochbeete.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.