Inhaltsverzeichnis
- Wurzelläuse: Was steckt dahinter?
- Bekannte Beispiele für Wurzelläuse
- Zu den wichtigsten Vertretern gehören:
- So sehen Wurzelläuse aus
- Lebensweise der Wurzelläuse
- Wurzelläuse und Ameisen – warum sie oft zusammen auftreten
- Welche Pflanzen werden von Wurzelläusen befallen?
- Wurzelläuse an Rhabarber und Johannisbeeren
- Schadbild: Woran du Wurzelläuse erkennst
- Wurzelläuse oder etwas anderes?
- Wie gefährlich sind Wurzelläuse für Pflanzen?
- So beugst du Wurzelläusen vor
- Wurzelläuse bekämpfen – das hilft wirklich
- Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Wurzelläusen
Zusammenfassung
- Wurzelläuse sind Blattläuse, die nicht oberirdisch, sondern direkt an den Wurzeln von Pflanzen leben und dort Pflanzensaft saugen.
- Weil sie im Boden oder im Substrat verborgen sind, wird ein Befall oft erst spät bemerkt.
- Typische Anzeichen sind schwaches Wachstum, kleine Blätter, gelbliche Verfärbungen oder eine insgesamt kümmerliche Pflanze.
- Besonders häufig treten Wurzelläuse bei Gemüsepflanzen, Beerensträuchern, Stauden sowie Topf- und Kübelpflanzen auf.
- Auch Rhabarber und Johannisbeeren können regelmäßig von Wurzelläusen betroffen sein.
- Die Tiere vermehren sich schnell, da sie über längere Zeit ohne Befruchtung Nachwuchs erzeugen können (Parthenogenese).
- Ein leichter Befall bleibt für kräftige Pflanzen oft vergleichsweise harmlos, während junge oder geschwächte Pflanzen stärker leiden können.
- Vorbeugend helfen gesunde Pflanzen, lockere Böden, frisches Substrat und regelmäßige Kontrollen des Wurzelbereichs.
- Bei Topfpflanzen lassen sich Wurzelläuse meist am effektivsten bekämpfen, indem man die Pflanze austopft, die Wurzeln reinigt und frische Erde verwendet.
- Wichtig ist immer: Maßnahmen müssen den Wurzelbereich erreichen, denn dort befinden sich immerhin die Schädlinge.
Wurzelläuse: Was steckt dahinter?
Wenn Pflanzen plötzlich kümmern, obwohl Wasser, Standort und Düngung eigentlich stimmen, liegt die Ursache manchmal unter der Erde. Ein möglicher Auslöser sind Wurzelläuse – Blattläuse, die nicht an Trieben oder Blattunterseiten saugen, sondern direkt an den Wurzeln von Pflanzen. Dort entziehen sie den Pflanzen Pflanzensaft und schwächen sie oft unbemerkt über längere Zeit.
Wurzelläuse gehören biologisch zur großen Gruppe der Blattläuse (Aphidoidea). Anders als viele bekannte Blattlausarten leben sie jedoch überwiegend im Boden oder im Substrat von Töpfen und Kübeln. Weil sie sich im Wurzelbereich aufhalten, bleiben sie lange unentdeckt. Sichtbar werden meist zuerst die Folgen: Pflanzen wachsen schlechter, treiben schwächer aus oder wirken insgesamt weniger vital.
In Deutschland und der Schweiz sind Wurzelläuse weit verbreitet. Sie kommen überall dort vor, wo geeignete Wirtspflanzen wachsen. Also im Hausgarten genauso wie im Erwerbsanbau oder in Gewächshäusern. Besonders häufig treten sie in Topfkulturen, Hochbeeten oder lockeren Gartenböden auf, in denen sich die Tiere gut im Wurzelbereich bewegen können.
Bekannte Beispiele für Wurzelläuse
Der Begriff Wurzelläuse bezeichnet keine einzelne Art. Tatsächlich verbergen sich dahinter verschiedene Blattlausarten, die zumindest einen Teil ihres Lebens im Wurzelbereich von Pflanzen verbringen. Einige davon sind auch im Garten regelmäßig anzutreffen.
Zu den wichtigsten Vertretern gehören:
- Pappel-Wurzellaus (Pemphigus bursarius)
Diese Art entwickelt sich zunächst auf Pappeln und wechselt später auf Wurzeln verschiedener Doldenblütler wie Möhren oder Sellerie.
Bild: verschiedene Laus-Stadien von Pemphigus an Möhre.
- Ulmen-Blasenlaus (Tetraneura ulmi)
Auch diese Blattlaus nutzt einen Wirtswechsel: Sie bildet Gallen an Ulmenblättern und lebt anschließend im Wurzelbereich verschiedener Gräser.
- Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae)
Ein bekannter wurzelbewohnender Blattlausverwandter. Die Reblaus befällt die Wurzeln von Weinreben und verursachte im 19. Jahrhundert große Schäden im europäischen Weinbau.
Bild: Rebläuse an Rebenwurzeln.
- Wurzelläuse an Gemüse (Pemphigus-Arten)
Mehrere Blattlausarten der Gattung Pemphigus können zeitweise an Pflanzenwurzeln leben und dabei auch Gemüsekulturen wie Salat befallen. Ein Befall kann zu schwachem Wachstum und kümmerlichen Pflanzen im Gemüsebeet führen.
- Auch an Stauden wie Rhabarber können gelegentlich Wurzelläuse auftreten, die zu schwächerem Wachstum führen.
Merke: Es ist nicht entscheidend, welche genaue Art in deinem Boden lebt. Wichtiger ist zu wissen, dass viele unterschiedliche Blattlausarten Wurzeln besiedeln können und dabei ähnliche Schäden an Pflanzen verursachen.
So sehen Wurzelläuse aus
Wurzelläuse sind sehr kleine, weichhäutige Insekten, die meist nur wenige Millimeter groß werden. Ihre Färbung reicht von weißlich über gelblich bis hellgrün, manchmal wirken sie fast durchsichtig. Dadurch sind sie im Boden oder im Wurzelbereich schwer zu erkennen.
Typisch ist der birnenförmige Körperbau, wie er für Blattläuse charakteristisch ist. Kopf, Brust und Hinterleib gehen relativ weich ineinander über, die Beine sind fein und kurz. Einige Wurzelläuse besitzen am Hinterende zwei kleine röhrenartige Fortsätze, die sogenannten »Siphonen«.
Viele Arten sind zusätzlich von einem wachsartigen Belag umgeben. Dieser kann wie ein weißlicher Flaum oder wie feine Watte wirken. Dadurch werden Wurzelläuse im Wurzelbereich häufig mit Wollläusen (Pseudococcidae) verwechselt.
Bild: Wurzelläuse sitzen meist direkt an feinen Seitenwurzeln. Dort sind sie gut geschützt und bleiben im Garten oft lange unentdeckt. Das Bild zeigt Aphis sambuci an den Wurzeln des Nebenwirts, einer Staude.
Im Boden sitzen die Tiere meist in kleinen Kolonien direkt an den Feinwurzeln. Dort saugen sie Pflanzensaft und bewegen sich zwischen den Wurzelhaaren oder entlang feiner Seitenwurzeln.
Lebensweise der Wurzelläuse
Wie viele andere Blattläuse können sich auch Wurzelläuse über längere Zeit ohne Befruchtung vermehren. Die Weibchen bringen lebende Jungtiere zur Welt, ein Vorgang, der als Parthenogenese (Jungfernzeugung) bezeichnet wird. Dadurch können innerhalb kurzer Zeit viele neue Läuse entstehen.
Im Laufe der Saison entwickeln sich bei manchen Arten zusätzlich geflügelte Generationen. Diese verlassen den Boden und fliegen zu neuen Wirtspflanzen, wo sie weitere Kolonien gründen.
Je nach Art überwintern Wurzelläuse als Ei oder als Jungstadien im Boden und an Pflanzenresten. Im Frühjahr schlüpfen daraus neue Läuse, die wieder die Wurzeln junger Pflanzen besiedeln. So beginnt der Lebenszyklus von Neuem.
Wurzelläuse und Ameisen – warum sie oft zusammen auftreten
Wer Wurzelläuse im Garten hat, entdeckt häufig auch viele Ameisen (Formicidae) rund um die betroffenen Pflanzen. Das ist kein Zufall. Ameisen ernähren sich vom Honigtau, den die Läuse ausscheiden. Im Gegenzug schützen sie die Läuse vor Feinden und tragen sie manchmal sogar zu neuen Wurzeln oder Pflanzen.
Diese enge Beziehung zwischen Ameisen und Blattläusen wird als »Trophobiose« bezeichnet. Sie trägt dazu bei, dass sich Wurzelläuse im Boden länger halten können.
Welche Pflanzen werden von Wurzelläusen befallen?
Wurzelläuse sind nicht auf eine einzelne Pflanzenart spezialisiert. Viele Arten können sehr unterschiedliche Garten- und Kulturpflanzen besiedeln, solange geeignete Wurzeln vorhanden sind. Im Garten treten Wurzelläuse deshalb an ganz verschiedenen Pflanzen auf.
Besonders häufig werden Gemüsepflanzen befallen. Dazu zählen zum Beispiel Salate (Lactuca sativa), Möhren (Daucus carota subsp. sativus), Kartoffeln (Solanum tuberosum) oder Kohlgewächse (Brassica-Arten). Gerade in lockeren Böden oder in intensiver genutzten Beeten können sich die Läuse im Wurzelbereich gut entwickeln.
Auch Beerensträucher und Stauden bleiben nicht verschont. Im Gartenbau sind Wurzelläuse unter anderem von Johannisbeeren (Ribes-Arten), Himbeeren (Rubus idaeus) oder Rhabarber (Rheum rhabarbarum) bekannt. Bei diesen Pflanzen wird der Befall oft erst bemerkt, wenn das Wachstum deutlich nachlässt.
Darüber hinaus treten Wurzelläuse regelmäßig bei Topf- und Kübelpflanzen auf. Im geschützten Substrat von Pflanzgefäßen können sich die Tiere besonders gut halten, weil der Wurzelbereich dort weniger Störungen ausgesetzt ist.
Merke: Wurzelläuse sind keine Spezialisten für eine einzige Pflanze, sondern können viele verschiedene Kulturpflanzen befallen. Wie stark der Schaden ausfällt, hängt jedoch von der Pflanzenart und der Befallsstärke ab.
Wurzelläuse an Rhabarber und Johannisbeeren
Bei einigen Gartenpflanzen treten Wurzelläuse besonders regelmäßig auf. Dazu zählen Rhabarber und Johannisbeeren, bei denen sich die kleinen Schädlinge im Wurzelbereich vergleichsweise gut etablieren können.
Am Rhabarber zeigt sich ein Befall häufig durch einen insgesamt schwächeren Wuchs. Die Pflanzen treiben langsamer aus, bleiben hinter ihrer üblichen Größe zurück oder bilden kleinere Blätter. Da Rhabarber ein kräftiges Wurzelsystem besitzt, werden die Läuse zunächst oft lange nicht bemerkt. Erst wenn die Pflanzen sichtbar an Vitalität verlieren oder beim Ausgraben der Wurzeln genauer hingeschaut wird, fallen die kleinen Läusekolonien auf.
Auch Johannisbeeren können von Wurzelläusen betroffen sein. Besonders junge Sträucher reagieren empfindlich auf einen stärkeren Befall. Sie wachsen langsamer, entwickeln weniger kräftige Triebe oder bleiben insgesamt schwächer als gewohnt. Ältere, gut eingewachsene Pflanzen verkraften einen leichten Befall dagegen oft erstaunlich gut.
Typisch für beide Pflanzen ist, dass der Schaden zunächst unspezifisch wirkt. Kümmerlicher Wuchs, schwache Triebe oder geringere Erträge werden häufig zuerst auf Trockenstress, Nährstoffmangel oder Bodenprobleme zurückgeführt. Dass sich die Ursache tatsächlich im Wurzelbereich verbirgt, wird daher oft erst spät erkannt.
Schadbild: Woran du Wurzelläuse erkennst
Ein Befall mit Wurzelläusen macht sich meist nicht sofort sichtbar, weil die Tiere verborgen im Wurzelbereich leben. Stattdessen zeigen sich zunächst Veränderungen an der Pflanze selbst. Die Symptome wirken dabei oft unspezifisch und werden leicht mit anderen Problemen verwechselt.
Typisch ist zunächst ein schwächeres Wachstum. Die Pflanzen treiben langsamer aus, bilden kleinere Blätter oder bleiben insgesamt hinter ihrer üblichen Größe zurück. Gerade bei eigentlich kräftig wachsenden Pflanzen fällt dieser Unterschied oft zuerst auf.
Bild: Oft sorgt erst ein genauer Blick auf die Wurzeln für Klarheit: Kümmerliches Wachstum kann auch durch versteckte Läuse im Boden verursacht werden. Herumwandernde Ameisen sind ein erstes Indiz dafür...
Häufig zeigen die Pflanzen außerdem gelbliche oder blass wirkende Blätter. Trotz ausreichender Wasserversorgung wirken sie manchmal schlaff oder leicht welk. Der Grund: Die Wurzelläuse entziehen der Pflanze kontinuierlich Pflanzensaft, sodass wichtige Nährstoffe und Wasser nicht mehr ausreichend in die oberirdischen Pflanzenteile gelangen.
Mit zunehmendem Befall kann sich auch das Wurzelsystem selbst verändern. Die Wurzeln bleiben feiner, entwickeln sich schlechter oder wirken insgesamt geschwächt. In manchen Fällen lassen sich beim Freilegen der Wurzeln kleine, meist weißliche bis gelbliche Läuse direkt an den Wurzeln entdecken.
Typisch ist außerdem, dass die Pflanzen trotz guter Pflege nicht richtig in Schwung kommen. Werden Wasser, Dünger oder Standortbedingungen angepasst, verbessert sich der Zustand kaum. Ein Hinweis darauf, dass die Ursache möglicherweise im Wurzelbereich liegt.
Wurzelläuse oder etwas anderes?
Das Schadbild von Wurzelläusen ist nicht immer eindeutig. Viele der typischen Symptome können auch durch ganz andere Ursachen entstehen. Deshalb lohnt es sich, vor einer Bekämpfung zunächst genauer hinzuschauen.
Ein häufiger Grund für ähnliche Erscheinungen ist Trockenstress. Wenn Pflanzen über längere Zeit zu wenig Wasser bekommen, reagieren sie ebenfalls mit schlaffen Blättern und verlangsamtem Wachstum. In diesem Fall erholen sich die Pflanzen jedoch meist schnell, sobald sie wieder ausreichend gegossen werden.
Auch Staunässe oder Wurzelschäden können ähnliche Symptome verursachen. Wenn Wurzeln dauerhaft im nassen Boden stehen, beginnen sie zu faulen und können Wasser und Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen. Die Pflanze wirkt dann ähnlich geschwächt wie bei einem Befall mit Wurzelläusen.
In manchen Fällen steckt auch Nährstoffmangel hinter den Veränderungen. Besonders bei stark beanspruchten Böden oder in älterer Topferde kann es vorkommen, dass Pflanzen nicht mehr ausreichend versorgt sind.
Der entscheidende Unterschied: Bei Wurzelläusen lassen sich die kleinen Insekten direkt an den Wurzeln nachweisen. Wer eine betroffene Pflanze vorsichtig aus dem Boden hebt oder beim Umtopfen genauer hinschaut, entdeckt oft kleine, weißliche bis gelbliche Läusekolonien an den Wurzeln. Dieser Blick in den Wurzelbereich bringt meist schnell Klarheit.
Wie gefährlich sind Wurzelläuse für Pflanzen?
Ein Befall mit Wurzelläusen wirkt auf den ersten Blick oft alarmierend. Schließlich sitzen die Schädlinge direkt an den Wurzeln – also genau dort, wo die Pflanze Wasser und Nährstoffe aufnimmt. Trotzdem bedeutet ihr Auftreten nicht automatisch, dass eine Pflanze verloren ist.
In vielen Fällen bleibt der Schaden vergleichsweise begrenzt. Kräftige, gut eingewachsene Pflanzen können einen leichten Befall oft ausgleichen. Zwar wächst die Pflanze dann etwas langsamer oder bleibt zeitweise hinter ihrer üblichen Entwicklung zurück, erholt sich aber später wieder.
Anders sieht es bei jungen oder geschwächten Pflanzen aus. Wenn das Wurzelsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, kann ein stärkerer Befall deutlicher ins Gewicht fallen. Die Pflanzen wachsen dann deutlich langsamer, bleiben kleiner oder treiben nur schwach aus.
Besonders problematisch wird es, wenn Wurzelläuse über längere Zeit unbemerkt bleiben und sich stark vermehren. In solchen Fällen kann das Wurzelsystem nachhaltig geschwächt werden, sodass die Pflanze immer weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann.
Merke: Entscheidend ist daher vor allem die Befallsstärke. Ein leichter Befall führt häufig nur zu moderaten Wachstumsstörungen, während ein massiver und länger anhaltender Befall die Pflanzen deutlich schwächen kann.
So beugst du Wurzelläusen vor
Ganz verhindern lassen sich Wurzelläuse im Garten meist nicht. Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du jedoch dafür sorgen, dass sich die Schädlinge gar nicht erst stark ausbreiten.
Ein wichtiger Punkt ist die Verwendung gesunder Pflanzen und sauberer Erde. Besonders bei neu gekauften Jungpflanzen oder Topfpflanzen lohnt sich ein kurzer Blick auf den Wurzelballen. So lässt sich ein möglicher Befall früh erkennen, bevor die Pflanzen in Beete oder größere Töpfe gesetzt werden.
Auch lockere, gut strukturierte Böden können Wurzelläusen günstige Bedingungen bieten. In solchen Böden finden die Tiere leichter Zugang zu den Wurzeln und können sich im Wurzelraum gut bewegen. Besonders dort, wo der Boden wenig gestört wird und viele feine Wurzeln vorhanden sind, können sich Wurzelläuse leichter etablieren.
Bei Topf- und Kübelpflanzen spielt außerdem das Substrat eine wichtige Rolle. Frische, hochwertige Pflanzerde und regelmäßiges Umtopfen sorgen dafür, dass sich Schädlinge im Wurzelbereich weniger leicht etablieren können.
Nicht zuletzt hilft eine allgemein gute Pflanzenpflege. Kräftige, gesunde Pflanzen verkraften kleinere Schäden deutlich besser als geschwächte Exemplare. Ausgewogene Düngung, passende Standortbedingungen und regelmäßige Kontrolle der Pflanzen tragen deshalb ebenfalls zur Vorbeugung bei.
Wurzelläuse bekämpfen – das hilft wirklich
Wenn Wurzelläuse in deinem Garten auftreten, kommt es vor allem darauf an, den Befall früh zu erkennen und gezielt zu handeln. Da sich die Tiere im Wurzelbereich aufhalten, reichen oberflächliche Maßnahmen meist nicht aus.
Bei Topf- und Kübelpflanzen lässt sich ein Befall oft am effektivsten bekämpfen. Die Pflanze wird dazu vorsichtig aus dem Topf genommen, und möglichst viel alte Erde wird von den Wurzeln entfernt. Anschließend können die Wurzeln vorsichtig mit Wasser abgespült werden, um einen Großteil der Läuse zu entfernen. Danach wird die Pflanze in frisches, sauberes Substrat gesetzt.
In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, stark befallene oder beschädigte Wurzelteile vorsichtig zurückzuschneiden. Das regt die Pflanze dazu an, neue gesunde Wurzeln zu bilden.
Bild: Beim Umpflanzen lassen sich Wurzelläuse besonders leicht entdecken – ein guter Moment, um den Wurzelballen genauer zu prüfen. Diese hier sind auf jeden Fall gesund...
Im Gartenboden ist eine direkte Bekämpfung schwieriger. Hier hilft vor allem, die Pflanzen insgesamt zu stärken, zum Beispiel mit dem Lubera® Activizer® Effektive Mikroorganismen und bei starkem Befall den Wurzelbereich genauer zu kontrollieren. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, besonders stark befallene Pflanzen zu entfernen, damit sich die Läuse nicht weiter ausbreiten.
Bei wiederkehrenden Problemen können auch nützlingsschonende Mittel oder biologische Verfahren zum Einsatz kommen. Entscheidend ist jedoch immer, dass die Maßnahmen den Wurzelbereich erreichen, denn dort sitzen die Schädlinge immerhin.
Wenn im Garten viele Ameisen rund um die betroffenen Pflanzen aktiv sind, lohnt es sich außerdem, diese ebenfalls im Blick zu behalten. Wir haben gelernt: Sie können Wurzelläuse verbreiten und ihre Kolonien schützen.
Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Wurzelläusen
Bei einem Befall mit Wurzelläusen wird häufig zuerst an den falschen Stellen angesetzt. Ein typischer Fehler ist es, nur die oberirdischen Pflanzenteile zu behandeln, obwohl sich die Schädlinge im Wurzelbereich befinden. Spritzungen auf Blätter oder Triebe zeigen deshalb meist kaum Wirkung.
Auch das Weiterverwenden befallener Erde kann ein Problem sein. In alter Topferde können sich noch Läuse oder Eier befinden, sodass der Befall schnell wieder auftritt. Deshalb lohnt es sich, beim Umtopfen möglichst viel des alten Substrats zu entfernen und durch frische Erde zu ersetzen.
Ein weiterer Fehler ist es, zu lange abzuwarten, wenn Pflanzen deutlich geschwächt sind. Gerade bei jungen Pflanzen kann ein stärkerer Befall schnell zu dauerhaften Schäden führen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, frühzeitig zu handeln.
Genauso problematisch kann jedoch das Gegenteil sein: zu drastische Maßnahmen bei leichtem Befall. Kräftige, gut eingewachsene Pflanzen kommen oft mit kleinen Wurzelläusekolonien zurecht, ohne dass sofort eingegriffen werden muss.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.