Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
- Bei Lubera entsteht in Bad Zwischenahn ein experimenteller Hochbeetgarten mit 22 bepflanzten Hochbeeten, in denen Gemüse, Beeren und Kräuter unter realistischen Bedingungen getestet werden.
- Ziel des Projekts ist es, Hochbeetfragen der Community nicht theoretisch, sondern durch echte Praxiserfahrungen zu beantworten.
- Der Garten dient als ehrlicher Versuchsgarten statt als perfekter Schaugarten: Dokumentiert werden Erfolge, Fehlschläge, Wetterprobleme, Schädlinge, Geschmackserlebnisse und ungewöhnliche Experimente.
- Im Hochbeetgarten entstehen fortlaufend praktische Inhalte und Tipps zu Aussaat, Pflege, Ernte, Überwinterung, Sortenvergleichen und Hochbeet-Experimenten.
- Zur systematischen Auswertung dient ein detailliertes Hochbeet-Tagebuch, um Erfahrungen, Beobachtungen und Versuchsergebnisse langfristig festzuhalten.
Unser Hochbeetgarten entsteht
In einem Areal der Lubera-Baumschule in Bad Zwischenahn stehen seit dem 28. März 2026 große Holzkisten, wie wie sie üblicherweise für den Transport von Pflanzen nutzen. Sie sollen immer wieder neu mit essbaren Nutzpflanzen bepflanzt werden.
Bild: Die schönen Transportkisten haben wir extra von den Lubera-Kollegen aus der Schweiz geliefert bekommen, wo sie für den Versand von Waren üblich sind. Damit das Holz möglichst lange hält, habe ich sie mit Pappe ausgekleidet. Kunststofffolie wäre zwar ebenfalls möglich gewesen, aber mir ist Pappe, die irgendwann zu Humus wird, aber deutlich lieber gewesen.
Bild: Die Hochbeetkästen werden mit maschineller Unterstützung befüllt. Der erfahrene Mann am Steuer: Matteusz. Der kann irgendwie alles und ist unser bester Maschinist.
Bild: Die fertig befüllten Holzkisten werden nach und nach in das Hochbeetgarten-Areal gefahren und ordentlich aufgestellt. Und wer schafft das so exakt, dass es aussieht, als hätte jemand das mit Maßband erledigt? Ja genau, Matteusz.
Zwei Monate sind vergangen, seit die oben gezeigten Bilder entstanden sind. Jetzt ist Ende Mai 2026, und wir haben aus diesen wunderbaren Holzkisten bepflanzte Hochbeete werden lassen, prall gefüllt mit jungen Gemüsepflanzen, Beerensträucher und vielen Kräutern.
Bild: Der Hochbeetgarten zwei Monate nach dem Aufbau: In den 22 Hochbeeten wächst schon einiges. Ich beobachte jeden Tag, wie sich die Pflanzen entwickeln. Eine herrliche Aufgabe!
Hier soll ein ganz besonderer Ort zum Ausprobieren, Beobachten und Lernen entstehen. Warum wir das tun? Wir wollen eure Hochbeetfragen nicht mehr allein vom Schreibtisch aus beantworten. Die Antworten sollen aus ehrlicher Buddelei und praktischer Erfahrung erwachsen.
Ein eigener Hochbeetgarten bei Lubera?
Ihr gärtnert immer häufiger in Hochbeeten, und da wünschen sich viele von euch Unterstützung. Im Garten, auf kleinen Flächen oder sogar im Innenhof wird in euren Hochbeeten alles angebaut, was man essen kann. Darum erreichen uns jedes Jahr unzählige Fragen wie diese:
- Welche Tomaten funktionieren wirklich gut im Hochbeet?
- Welche Chili kommt mit norddeutschem Wetter klar?
- Wie viele Kartoffelpflanzen passen in ein Hochbeet?
- Welche Sorten eignen sich für einen Anfänger?
- Welche Pflanzen kommen mit Wind oder wechselhaftem Wetter zurecht?
Und genau dafür haben wir diesen Garten angelegt. Hier testen wir insbesondere unsere eigens gezüchteten Lubera-Sorten gezielt auf ihre Hochbeettauglichkeit, und das unter realistischen Bedingungen und über die gesamte Saison hinweg. Was genau die Sorten im Hochbeet machen, haben wir selbst noch nicht erlebt.
Ehrliche Erfahrungen statt KI und aufgehübschte Fotos
Wir möchten euch nicht bloß perfekte Bilder von Hochbeeten zeigen. Viel wertvoller sind Erfahrungen, die aus gärtnerischer Praxis entstehen. Wenn eine Sorte bei Starkregen Probleme bekommt, sagen wir das. Wenn eine Chili trotz kühler Nächte hervorragend trägt, zeigen wir das ebenfalls.
Im Jahresverlauf entstehen zudem von Monat zu Monat Hochbeet-Tipps für jede Saison zu:
- Aussaat
- Keimung
- Wachstum
- Pflege
- Probleme und Lösungen
- Ernte und Lagerung
- Geschmackstests und Blindverkostungen
- Rezeptideen
- Scheiden und Pflegen
- Überwinterung
…und das jedes Jahr erneut.
Unser Ziel ist kein perfekter Schaugarten, sondern ein ehrlicher Versuchsgarten.
Unsere Hochbeete als Praxis-Labor
Der Hochbeetgarten wird sich jedes Jahr verändern. Die besten Ideen entstehen schließlich beim Machen! Dazu kommt: Viele neu gezüchtete Sorten sollen am besten auch den Hochbeet-Test bestehen. Es wird also immerzu neue Versuche geben – und hoffentlich mindestens ebenso viele spannende Erkenntnisse. So kennen wir das bereits von unseren Züchtungsfeldern: Viele Pflanzen werden uns überraschen, einige vielleicht enttäuschen. Genau das macht diesen Garten für uns so wertvoll.
Im Hochbeetgarten werden kleine Experimente stattfinden und Hochbeet-Mythen einem Realitäts-Check unterzogen. Auf diesen Aspekt freue ich mich schon ganz besonders: Was passiert, wenn man mal etwas anders macht, und gängigen Anweisungen zuwider handelt? Da wir nicht hungern müssen, wenn die Ernte nicht optimal ausfällt, können wir einiges riskieren für den Erkenntnisgewinn, auch den einen oder anderen Ernte-Totalausfall.
Bild: Experimentelle Pflanzung der Freilandtomate ‘Climbing Tom’: Der Topf mit der Tomate darin war umgefallen und ist liegend weitergewachsen. Die Spitze wuchs seitdem im rechten Winkel nach oben. Ich pflanze sie liegend ein, und versuche, die Tomate seitlich am Spalier weiterzuziehen – so wie Weinreben. Wer weiß, was passiert! 🙂
Bild: Ich war neugierig: Was steckt eigentlich in unserer Samen-Mischung ‘Essbare Blumen’, und taugt sie auch als Lebenmulch (Living Mulch)? Ich werde berichten, wie sie hier im Hochbeet gewachsen ist.
Und auch das ist das Besondere: Aus euren Hochbeetfragen, Ideen und Anregungen können also ab sofort Testpflanzungen in einem der Hochbeete werden. Ich habe schon einige spannende Ideen in euren Kommentaren finden können, die ihr unter den Gartenbuch-Beiträgen hinterlasst.
Bild: Wiederholt habt ihr gefragt, wie ihr einen Apfelbaum am Stepover Spalier erziehen könnt. Vielleicht gelingt das auch im Hochbeet? Hier der Versuchsstart mit Zwergapfelbaum Maloni 'Winzling'.
Mein Hochbeetgarten-Tagebuch
Ich habe mir heute eine Art Hochbeet-Tagebuch angelegt. Diese Art des Gärtnerns mit akribischer Dokumentation wird mein erstes Lernziel sein. Denn nur mit stetiger Dokumentation kann ich für euch glaubwürdiges Praxis-Wissen bereitstellen.
Im Hochbeetgarten dokumentiere ich deshalb ab sofort bewusst:
- was sind starke Sorten im Hochbeet
- Wetterprobleme und unerwünschte Insektenheimsuchungen
- Erfolge, aber auch Fehlschläge bei gärtnerischen Experimenten
- überraschende Entwicklungen
- besondere Geschmackserlebnisse und Ernteerfolge
Ein Gartentagebuch zu führen, hatte ich schon seit längerem vor. Eines schönen Tages eben. Das Hochbeet-Projekt hat mir den letzten nötigen Schubs gegeben. Ich bin überzeugt, dass ich so bessere Inhalte dank guter Datenbasis erstellen kann, und damit auch glaubwürdige Aussagen treffen kann.
Das regelmäßig geführte Tagebuch soll mir helfen, schneller zu lernen und weniger Wiederholungsfehler machen.
Wer von euch führt auch ein Gartentagebuch? Anregungen erfahrener Gartentagebuch-Nutzerinnen und -Nutzer nehme ich sehr gerne entgegen.
Wir freuen uns auf die erste Hochbeet-Saison
Der Garten steckt noch ganz am Anfang – aber schon jetzt merke ich, wie viele Ideen daraus entstehen.
Wir freuen uns darauf, euch im Laufe der Saison mitzunehmen: durch Erfolge, Rückschläge, Ernten, Experimente und hoffentlich viele interessante Entdeckungen rund um Obst, Gemüse und Hochbeete. Und vielleicht beantwortet der Garten schon bald genau die Frage, die ihr euch gerade stellt.
Scheut euch nicht, uns ganz viele Hochbeet-Ideen und -Fragen zukommen zu lassen, am besten an stefanie.luetkemeier@ lubera.com. Ich freue mich schon darauf.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.