Die ersten Kräuter sind inzwischen saftig grün. Gleichzeitig oder zum Teil schon vorher können wir die ersten essbaren Blüten pflücken. Gerade im Frühling, wenn der Garten nach und nach aufblüht, bieten sich unzählige Möglichkeiten, traditionelle Rezepte kreativ zu erweitern. Essbare Blüten sind nicht nur optisch ein Highlight, sondern bringen auch überraschende Geschmacksnuancen mit sich – von mild-süss bis leicht würzig. In Kombination mit frischen Kräutern entsteht ein aussergewöhnliches Geschmackserlebnis, das sowohl für Gäste als auch für den eigenen Genuss perfekt geeignet ist. Ich lege fast immer frische Essblüten in unsere Salate oder dekoriere Speisen damit.
Jetzt im April können wir Veilchen, Primeln, Gänseblümchen, Gundermann, sogar erste Pfingstrosen und Blütensträucher sowie einige weitere Wildblumen verwenden. Bitte immer gut kontrollieren, ob eine Blüte essbar ist.
Von den Gartenkräutern kann ich jetzt schon Blutampfer, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Etagenzwiebeln, ersten Thymian und Rosmarin und einiges mehr ernten. Ich staune jedes Jahr wie schnell die Natur plötzlich alles aufblühen lässt und der Kräutergarten wieder grün wird.
Crepes Rezept neu gedacht: Mit essbaren Blüten und frischen Gartenkräutern
Ein einfaches Abendessen sind Crepes oder dünne Omlettten. Mein neustes Crepes Rezept hebt sich indes bewusst von klassischen Varianten ab. Statt sich für eine süsse oder salzige Richtung zu entscheiden, vereint es beide Welten auf elegante Weise. Die feinen Crepes dienen als neutrale Basis, die durch Blüten und Kräuter veredelt wird. So entstehen individuelle Variationen, die je nach Auswahl der Zutaten immer wieder neu interpretiert werden können.
Ein weiterer Vorteil: Die Zutaten lassen sich hervorragend aus dem eigenen Garten oder vom Balkon ernten. Das macht dieses Crepes Rezept nicht nur besonders frisch, sondern auch nachhaltig und saisonal.
- 160 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 2 Eier
- 250 ml Milch
- Butter oder Öl
- 1 Becher Sauerrahm
- Kräutersalz
- Den Teig mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zubereiten. Diese Menge reicht bei uns für 2 Personen
- Die Kräuter ernten, falls nötig waschen und trocken tupfen. Die Blüten ebenfalls.
- Die Kräuter und Blüten klein schneiden
- Die Crepes (Omletten) in einer Bratpfanne mit wenig Butter oder Öl einzeln backen. Ich giesse etwa 4 EL vom Teig in die Pfanne und schwenke sie bis der ganze Boden bedeckt ist. Zur Seite stellen bis alle fertig gebacken sind.
- Auf die Crepes Sauerrahm geben, nach Wunsch Salzen und die Kräuter darüber streuen. Wir haben unsere Crepes noch zusätzlich mit Lachs gemacht, aufgerollt und in kleine Apertiv Rollen geschnitten
Natürlich mögen wir Crepes auch süss mit Zimt-Zucker oder Zucker und Zitronensaft oder mit Marmelade. Aber pikant sind sie doch auch sehr abwechslungsreich.
Hier haben wir die Omletten zusätzlich mit Lachs aufgepeppt, um einige Aperitif-Rollen daraus zu machen.
Abschliessend einige Zusatz-Tipps für die Zubereitung
Damit dein Crepes Rezept gelingt, lohnt es sich, auf ein paar Details zu achten:
- Der Teig sollte schön glatt und eher dünnflüssig sein
- Eine gut beschichtete Pfanne erleichtert das Ausbacken
- Die Crepes sollten möglichst dünn ausgebacken werden
- Blüten und Kräuter am besten frisch verwenden, um das volle Aroma zu erhalten
Besonders schön wirkt es, wenn die Blüten direkt in den noch flüssigen Teig in der Pfanne gelegt werden – so werden sie leicht eingebettet und kommen optisch perfekt zur Geltung.
Grüess, Pascale
PS: Wer bewusst auf beschichtete Pfannen verzichten möchte, hat gute Alternativen, die sich auch für Crepes eignen. Die Gusseisenpfanne ist der Klassiker für Geduldige und eine der beliebtesten Alternativen. Sie speichert die Hitze besonders gut und sorgt für eine gleichmässige Bräune – ideal für Crepes.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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