Tulpe 'Akebono'
Gefüllte Tulpe (Tulipa) 'Akebono'
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Blütezeit: Ende April bis Anfang Mai
Eignung für Bienen: Gering; durch die stark gefüllten Blüten keine empfehlenswerte Trachtpflanze
Duft: Kein ausgeprägter Duft
Höhe: ca. 50–60 cm
Lichtverhältnisse: Sonnig bis leicht halbschattig
Blattform: Breit lanzettlich
Blattfarbe: Graugrün bis Grün
Standort: Sonniges bis leicht halbschattiges Beet, Rabatte oder Kübel; möglichst windgeschützt
Boden: Locker, humos, nährstoffreich und gut durchlässig; keine Staunässe
Pflanzabstand: ca. 10 cm
Winterhärte: Gut winterhart, etwa bis -25 °C; WHZ 5–6
Verwendung: Frühlingsbeet, Rabatte, Kübel, Schnittblume, Bauerngarten
Eignung für die Kultur im Kübel: Sehr gut
Familie: Liliaceae (Liliengewächse)
Geselligkeit: Am schönsten in Gruppen von mindestens 5–10 Zwiebeln
Die Tulpe ‘Akebono’ sieht fast so aus, als hätte jemand beim Malen mehrere Farbtöpfe gleichzeitig benutzt. Ihre dicht gefüllten Blüten öffnen sich in zartem Primel- bis Cremegelb, dazu kommen apfelgrüne Zeichnungen, warme Pfirsichtöne und ein hauchfeiner roter Rand. Als spät blühende gefüllte Tulpe verlängert ‘Akebono’ die Tulpensaison bis Ende April und Anfang Mai.
Herkunft und Besonderheiten der Tulpe ‘Akebono’
‘Akebono’ gehört zur Double Late Group, auf Deutsch zu den gefüllten späten Tulpen. Die RHS führt diese Gruppe als Division 11. Charakteristisch sind grosse, stark gefüllte Blüten, die häufig an Pfingstrosen erinnern und sich erst gegen Ende der Tulpensaison vollständig öffnen.
Die Sorte wurde 2007 eingeführt. Ihr Name passt wunderbar zu ihrer hellen, warmen Farbgebung: Das japanische Wort Akebono bedeutet Morgenröte beziehungsweise Morgendämmerung.
Auch die Entstehungsgeschichte führt nach Japan. ‘Akebono’ ist als Sport, also als spontan entstandene vegetative Mutation, aus der Tulpe ‘Jewel of Spring’ hervorgegangen. Solche Mutationen können beispielsweise Blütenfarbe oder Blütenform verändern und werden anschliessend durch Tochterzwiebeln sortenecht weitervermehrt.
Besonders bemerkenswert ist bei ‘Akebono’ die Kombination aus Füllung und Farbe. Die Grundfarbe ist ein sanftes Gelb. Auf einzelnen Blütenblättern erscheinen frische grüne Streifen und Flammen, während sich zum Rand hin Pfirsichrosa und ein sehr feiner roter Saum entwickeln können.
Dadurch gleicht kaum eine geöffnete Blüte exakt der anderen. Aus der Entfernung wirkt die Pflanzung gelb bis cremefarben; aus der Nähe entdeckt man immer neue Farbdetails.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
‘Akebono’ wächst am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Nijssen empfiehlt sogar einen Platz im vorderen Bereich des Halbschattens. Entscheidend ist vor allem ein gut drainierter Boden, in dem sich während des Winters und nach starken Regenfällen kein Wasser staut.
Der Boden darf humos und nährstoffreich sein. Sehr schwere Erde solltest du vor dem Pflanzen durch strukturstabiles mineralisches Material durchlässiger machen.
Mit ungefähr 50–60 cm Höhe entwickelt ‘Akebono’ kräftige Blütenstiele. Nijssen nennt 50–60 cm, Peter Nyssen etwa 50 cm. Darüber sitzen die grossen, dicht gefüllten Blüten.
Trotz kräftiger Stiele ist ein etwas geschützter Standort sinnvoll. Gefüllte späte Tulpen besitzen wesentlich schwerere Blütenköpfe als ungefüllte Sorten. Nach kräftigem Regen können sich die Blüten zusätzlich mit Wasser füllen und dadurch schwer werden. Ein Platz ohne starken Wind ist deshalb ideal.
Die Blüte beginnt etwa Ende April und reicht bis Anfang Mai. Damit übernimmt ‘Akebono’ zu einer Zeit, in der viele frühere Tulpen bereits verblühen.
Verwendung von ‘Akebono’ im Garten
‘Akebono’ ist eine ausgezeichnete Tulpe für romantische, üppige Frühlingsbeete. Ihre gefüllten Blüten wirken beinahe wie kleine Pfingstrosen und passen deshalb besonders gut in Cottage- und Bauerngärten sowie in klassisch gestaltete Staudenrabatten.
Die ungewöhnliche Farbgebung eröffnet dabei viele Möglichkeiten. Cremeweiss und Hellgelb unterstreichen ihren weichen Charakter. Apricot und Orange greifen die warmen Pfirsichtöne auf. Dunkles Violett oder Bordeaux bilden dagegen einen dramatischen Kontrast.
Pflanze ‘Akebono’ am besten nicht einzeln, sondern in kleinen Gruppen. Schon fünf bis zehn Zwiebeln ergeben einen schönen Blütenschwerpunkt. Grössere Gruppen verstärken die Wirkung der hellen Blüten erheblich.
Auch im Kübel funktioniert die Sorte sehr gut. Gerade dort kannst du die detailreiche Zeichnung der Blüten aus der Nähe betrachten. Verwende ein ausreichend grosses Gefäss mit Abzugslöchern und schütze es vor dauerhafter Winternässe.
Eine besondere Stärke von ‘Akebono’ ist ihre Verwendung als Schnittblume. Die kräftigen Stängel und pfingstrosenartigen Blüten eignen sich hervorragend für Frühlingssträusse. Die grünen Streifen und feinen Pfirsich- und Rottöne werden in der Vase besonders gut sichtbar.
Als Bienenpflanze würde ich ‘Akebono’ dagegen nicht bewerben. Die stark gefüllte Blüte erschwert Insekten den Zugang zu den reproduktiven Blütenteilen und bietet gegenüber ungefüllten Tulpen und anderen Frühlingsgeophyten keinen besonderen Vorteil.
Gefüllte Tulpe ‘Akebono’ pflanzen und pflegen
Die Zwiebeln werden im Herbst, etwa von Oktober bis Dezember, gepflanzt. Auch eine relativ späte Pflanzung ist bei Tulpen möglich, solange der Boden noch offen und nicht gefroren ist.
Setze die Zwiebeln etwa 10–15 cm tief. Nijssen nennt 10 cm Pflanztiefe, Peter Nyssen 15 cm. Auf leichteren Böden kannst du etwas tiefer, auf schweren Böden etwas flacher pflanzen.
Zwischen den Zwiebeln sind ungefähr 10 cm Abstand ausreichend. Für eine natürlich wirkende Gruppe verteilst du die Zwiebeln besser locker als in exakten Reihen.
Während des Frühjahrs sollte der Boden nicht völlig austrocknen. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser zuverlässig ablaufen können.
Nach der Blüte kannst du die verwelkten Blüten entfernen. Das Laub bleibt jedoch stehen, bis es vollständig vergilbt ist. Während dieser Wochen lagert die Tulpenzwiebel über ihre Blätter Reservestoffe für die nächste Vegetationsperiode ein.
Gefüllte späte Tulpen sind im Garten nicht immer so ausdauernd wie robuste Wildtulpen. Möchtest du ‘Akebono’ mehrere Jahre erhalten, sind ein sonniger Standort, gute Drainage und eine möglichst trockene sommerliche Ruhephase hilfreich.
Wer dagegen jedes Frühjahr eine gleichmässig üppige Blüte erwartet, ergänzt oder erneuert die Zwiebeln regelmässig.
‘Akebono’ im Vergleich mit anderen gefüllten Tulpen
Unter den gefüllten Tulpen ist ‘Akebono’ schon wegen ihrer Farbkombination ungewöhnlich. Viele Sorten konzentrieren sich auf eine oder zwei Farben; bei ‘Akebono’ treffen Gelb, Creme, Grün, Pfirsich und Rot aufeinander.
‘Angelique’ wirkt mit ihren rosa bis roséweissen Blüten wesentlich romantischer und farblich ruhiger. Beide Sorten besitzen die typische üppige Pfingstrosenform der gefüllten späten Tulpen.
‘Black Hero’ bildet den dramatischen Gegenpol. Ihre sehr dunklen violett-bordeauxfarbenen Blüten lassen das helle Gelb von ‘Akebono’ besonders intensiv erscheinen.
‘Copper Image’ bewegt sich stärker in Richtung Apricot, Kupfer und Rosa. Zusammen mit ‘Akebono’ lässt sich damit ein ausgesprochen warmer, vielschichtiger Farbverlauf gestalten.
Wer dagegen das Grün in ‘Akebono’ hervorheben möchte, kann sie mit grün gezeichneten Viridiflora-Tulpen kombinieren. So wird aus dem ungewöhnlichen Detail der Einzelblüte ein wiederkehrendes Gestaltungsmotiv im gesamten Beet.
Pflanzpartner für Tulipa ‘Akebono’
Tulpe ‘Angelique’ ergänzt ‘Akebono’ mit zartem Rosa. Die ebenfalls gefüllten Blüten sorgen für eine einheitliche Blütenform, während die Farben einen weichen Übergang von Gelb und Pfirsich zu Rosa schaffen.
Tulpe ‘Queen of Night’ ist ideal, wenn du einen starken Kontrast möchtest. Ihr tiefes Dunkelviolett lässt die hellgelben Blüten von ‘Akebono’ besonders leuchten und greift gleichzeitig die feinen dunkleren Blütenränder auf.
Zierlauch Allium aflatunense ‘Purple Sensation’ übernimmt die Blüte nach den Tulpen. Sein kräftiges Violett setzt einen schönen Gegenakzent zum Gelb von ‘Akebono’, während die kugelförmigen Blütenstände eine völlig andere Form ins Beet bringen.
Purpurglöckchen Heuchera eignen sich als dauerhafte Staudenpartner. Sorten mit dunklem purpurfarbenem Laub bilden bereits während der Tulpenblüte einen schönen Kontrast zum hellen Gelb und können später das einziehende Tulpenlaub optisch auffangen.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.