Eine Aprikosen-Zwetschgen-Wähe ist unkompliziert, schnell gemacht und schmeckt sowohl lauwarm als auch gut gekühlt. Ein knuspriger Teigboden, saftige Früchte und ein cremiger Guss machen diesen Kuchen zu einem wunderbaren Sommerdessert – oder zu einem süßen Begleiter für den Nachmittagskaffee.
Was ist eine Wähe?
Die Wähe gehört fest zur Schweizer Backtradition. Anders als ein klassischer Kuchen wird sie meist auf einem flachen Teigboden gebacken und mit Früchten, Gemüse, Käse oder anderen Zutaten belegt. Je nach Region und Rezept gibt es süße und herzhafte Varianten.
Bei der süßen Wähe bildet ein dünner Mürbe- oder Kuchenteig die Grundlage. Darauf kommen die Früchte und häufig ein Guss aus Rahm, Milch, Ei und etwas Zucker. Das Ergebnis ist wunderbar saftig, ohne schwer zu wirken.
Die Wähe ist damit eigentlich das perfekte Sommergebäck: wenig Teig, dafür jede Menge aromatische Früchte.
Aprikosen und Zwetschgen – ein perfektes Duo
Warum gerade diese beiden Früchte? Weil sie geschmacklich hervorragend miteinander harmonieren.
Aprikosen – sonnengelb und aromatisch
Aprikosen gehören für viele zum Inbegriff des Sommers. Ihre Schale reicht farblich von Gelb bis zu kräftigem Orange, häufig mit einer rötlichen Sonnenseite. Das Fruchtfleisch ist weich, saftig und ausgesprochen aromatisch.
Geschmacklich verbinden Aprikosen eine angenehme Süße mit einer feinen Säure. Genau diese Säure sorgt dafür, dass sie auch in einem süßen Gebäck nicht langweilig oder zu schwer schmecken.
Für die Wähe eignen sich am besten reife, aber noch feste Aprikosen. Sie sollten aromatisch duften und auf sanften Druck leicht nachgeben, aber nicht bereits sehr weich sein. So behalten die Fruchthälften beim Backen ihre Form.
Ein weiterer Vorteil: Aprikosen entwickeln beim Backen ein besonders intensives Aroma. Durch die Wärme werden ihre natürlichen Fruchtnoten noch stärker hervorgehoben.
Zwetschgen – die aromatische Herbstbotin
Zwetschgen sind eng mit Pflaumen verwandt, unterscheiden sich aber in Form und Verwendung. Typisch ist ihre längliche, ovale Form und die dunkelviolette bis blau-violette Schale.
Das Fruchtfleisch ist meist etwas fester als das vieler Pflaumensorten und lässt sich relativ leicht vom Stein lösen. Genau deshalb sind Zwetschgen hervorragend zum Backen geeignet.
Ihr Aroma ist kräftig, süß und leicht würzig. Beim Backen entsteht ein wunderbar fruchtiger Geschmack, der hervorragend mit Zimt, Vanille oder einem cremigen Guss harmoniert.
Während Aprikosen für die sonnige, frische Note sorgen, bringen Zwetschgen eine tiefere, vollere Fruchtigkeit in die Wähe.
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 2–3 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- ca. 3 EL kaltes Wasser
- oder ein fertiger Kuchen- oder Blätterteig
- 2-3 EL feine Polenta oder Gries
- ca. 400 g Aprikosen
- ca. 400 g Zwetschgen
- 1–2 EL Zucker
- optional etwas Zimt
- 2 Eier
- 2 dl Rahm
- 1–2 EL Zucker
- 1 TL Vanillezucker oder etwas Vanillesamen ausgekratzt
- 1 EL Mehl oder Maizena
- Zuerst das Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingern oder einem Knethaken zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Anschließend das kalte Wasser dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig zusammenfügen. Den Teig nicht zu lange kneten. Danach in Folie wickeln und für etwa 20–30 Minuten kühl stellen.
- In der Zwischenzeit die Aprikosen und Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Größere Früchte können in Spalten geschnitten werden.
- Den Backofen auf etwa 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Teig rund ausrollen und eine Wähen- oder Tarteform damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
- Nun die Aprikosen und Zwetschgen abwechslungsweise oder in kleinen Gruppen auf dem Teig verteilen. Ich habe es hier streifenweise gemacht. Dabei dürfen die Früchte ruhig dicht an dicht liegen – sie fallen beim Backen etwas zusammen.
- Für den Guss Eier, Rahm, Zucker, Vanille und Mehl beziehungsweise Maizena gut miteinander verrühren. Den Guss vorsichtig zwischen und über die Früchte geben.
- Die Wähe anschließend im unteren Teil des vorgeheizten Backofens etwa 50 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und der Guss schön gestockt hat. Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen.
Für eine Wähe braucht es keine komplizierte Backtechnik. Entscheidend ist vor allem, dass der Boden schön knusprig bleibt und die Früchte nicht zu viel Flüssigkeit abgeben.
Ein kleiner Trick für einen knusprigen Boden
Früchte enthalten viel Wasser. Gerade bei Aprikosen und Zwetschgen kann deshalb der Teigboden etwas weich werden.
Ein bewährter Trick ist, den Teigboden vor dem Belegen mit einer dünnen Schicht gemahlenen Mandeln, Haselnüssen oder etwas Paniermehl zu bestreuen. Diese Schicht nimmt einen Teil des austretenden Fruchtsafts auf und hilft dabei, den Boden schön knusprig zu halten.
Auch wichtig: Die Früchte erst kurz vor dem Belegen vorbereiten und nicht zusätzlich mit Wasser stehen lassen.
Welche Aprikosen und Zwetschgen eignen sich am besten?
Für die Wähe sollten die Früchte möglichst aromatisch und reif, aber nicht überreif sein.
Bei Aprikosen erkennt man gute Früchte häufig am Duft und daran, dass sie auf leichten Druck etwas nachgeben. Sehr harte Aprikosen können nach dem Backen weniger aromatisch sein.
Bei Zwetschgen darf die Frucht ruhig fest sein. Gerade zum Backen ist es sogar von Vorteil, wenn sie nicht zu weich ist. So behalten die Spalten ihre Form und geben nicht sofort ihren gesamten Saft ab.
Saison: Wann schmeckt die Wähe am besten?
Aprikosen und Zwetschgen haben teilweise überlappende Saisons, wobei der genaue Zeitpunkt je nach Sorte und Wetter variiert.
Aprikosen gehören vor allem in den Sommer. Zwetschgen beginnen etwas später Saison zu haben und begleiten uns häufig bis in den Frühherbst.
Genau deshalb ist die Kombination besonders schön: Die Aprikosen bringen den sommerlichen Charakter mit, während die Zwetschgen bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den Spätsommer geben.
Wie serviert man die Wähe am besten?
Die Aprikosen-Zwetschgen-Wähe schmeckt lauwarm besonders köstlich. Dazu passt ein Klecks Schlagrahm oder eine Kugel Vanilleglace.
Auch am nächsten Tag ist die Wähe noch wunderbar. Gut gekühlt lässt sie sich sogar sehr schön schneiden und eignet sich hervorragend für ein sommerliches Dessertbuffet.
Für einen gemütlichen Schweizer Zvieri reicht aber auch eine Tasse Kaffee oder Tee vollkommen aus.
Viel Vergnügen beim Ernten und Backen
Grüess Pascale
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.