Pastorenbirne

Pyrus communis 'Pastorenbirne' - Die robuste, späte Tafelbirne für Gourmets

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Vorteile Birne 'Pastorenbirnen'

  • anspruchslos gegenüber Bodenbedingungen
  • das Fruchtfleisch ist leicht schmelzend; ideal zum Direktverzehr 
  • ein zartes Aroma bei dezenter Säure und lediglich mittlerer Süsse

Auf den Streuobstwiesen ist die 'Pastorenbirne' bereits seit Jahrhunderten eine gute Bekannte, die vor allem wegen ihrer köstlichen und grossen Früchte viele treue Freunde gefunden hat. Wer lieber seinen eigenen Birnenbaum im vorzugsweise etwas grösseren Garten stehen hat, kann dieses starkwachsende Obstgehölz als Halbstamm auch einfach selbst anbauen und die 'Pastorenbirne' im Lubera Shop kaufen. Hinsichtlich des Klimas sowie der Standortbedingungen ist diese Delikatessbirne erfreulich bescheiden. Was ihren Platzbedarf anbelangt, sind die buschartig gut verzweigten Birnbäume dafür umso anspruchsvoller. Aufgrund einer soliden Robustheit von Holz, Blättern und Früchten haben sie eine grosse Bestandssicherheit, erreichen ein hohes Lebensalter im Hausgarten und nicht selten entwickeln sich der 'Pastorenbirnen' Baum mit einer stattlichen Breite von über sechs Metern. 

Entstehung und Verbreitung der Birnenbaumsorte

Und ihr Name lässt bereits einiges über die Herkunft der robusten Winterbirnensorte, die vom Ursprung her betrachtet, ein Zufallssämling war, vermuten. Der französische Pfarrer Leroy fand ihn um 1760 herum im Wald von Villiers-en-Brenne (franz. Departement Indre), ehe die Verbreitung – zunächst unter dem Namen «Vicar of Winkfield» – nach England einsetzte. Richtig bekannt – auch unter ihrer jetzigen Bezeichnung - wurde die 'Pastorenbirne' allerdings erst, nachdem sie 1852 offiziell in den Katalog der «American Pomological Society» aufgenommen wurde.
In den «Schweizerischen Obstsorten» des bekannten Pomologen Gustav Pfau-Schellenberg liest es sich 1872 über die offensichtlich damals schon sehr beliebte Neuentdeckung so: «Diese Sorte gehört zu den Errungenschaften der neuen Pomologie. In den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts ward der Stammbaum in einem Walde bei Clion, Kanton Châtillon-sur-Indre, aufgefunden, und wurde, wie es seine ausgezeichneten Eigenschaften verdienen durch Veredelung in ungewöhnlicher Zahl vermehrt. So findet sich denn nun auch schon seit Jahren diese Sorte in allen unseren Baumschulen, und Baumgärtner Muggli in Greut bei Gossau hat sie schon vor 20 und mehr Jahren vielerorts verbreitet. » Und heute brauchen Sie glücklicherweise deswegen nicht zu Muggli fahren, sondern Sie können ganz einfach im Lubera Shop Ihre 'Pastorenbirne' kaufen. Schellenberg schliesst in seinem botanischen Meisterwerk: «Die kräftige, gesunde Vegetation des Baumes, seine frühe und andauernde Fruchtbarkeit, die Güte und Dauer der Frucht lassen in der Tat unsere vorliegende Sorte als eine der Verbreitung würdigste erscheinen. »
Mit den Jahren wurden die «Pastoren», regional unterschiedlich, noch unter eine Reihe anderer Namen wie: 'Flaschenbirne', 'Glockenbirne', 'Zapfenbirne', 'Casslerbire', 'Poire du Curé', 'Frauenschenkel' oder 'Grosse verlängerte Birne' bekannt.

Wuchseigenschaften der 'Pastorenbirne' 

An zumeist grosskronig heranwachsenden 'Pastorenbirnen' Bäumen bilden anfangs schräg-aufrechte Gerüstäste, die zur Ernte hin unter der anwachsenden Fruchtlast in waagerechte Richtung sinken können. Hängende Fruchtäste empfehlen wir daher regelmässig zu verdünnen und auszulichten. Die schon etwas älteren Bäume entwickeln sich mit ihrem pyramidalen Wuchs grosskronig und erreichen zwischen 4 - 6 Meter in der Breite und werden bis über 6 Meter hoch (Zuwachs jährlich etwa 30 bis 50 cm). 

Die ‘Pastorenbirne’ ist triploid

Die ‘Pastorenbirne’ gehört zu den triploiden Birnensorten. Die meisten Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch einen zweifachen (diploiden) Chromosomensatz. Machen älteren Birnensorten sind jedoch triploid, sie haben also jedes Chromosom in dreifacher Ausführung. Diese natürliche Mutation führt dazu, dass solche Sorten meist wüchsiger sind und große bis sehr große Früchte ausbilden. Jedoch bilden sie gleichzeitig kaum Pollen und können somit keine anderen Birnensorten bestäuben. 

Standortanforderungen der 'Pastorenbirne' im Hausgarten

Sonne- und wärmeverwöhnt sowie auf einem geschützten Platz im Garten eingepflanzt, wäre schon mal ein richtig birnenfreundliches Umfeld gesichert. Die gute wärmeklimatische Anpassungsfähigkeit ermöglicht den Anbau der Birnbäume jedoch auch bis in Höhenlagen von 600 bis 700 Meter. Fruchtqualität und der unverfälschte artentypische Geschmack von 'Pastorenbirnen' überzeugen umso mehr, wenn der Baum auf humosem, tiefgründigem und fruchtbarem Erdreich eingesetzt ist, das ausreichend wuchsfördernde Nährstoffe enthält und gerne einen Lehmanteil haben darf. Beachten Sie bei der Standortsuche, dass zu trockene Böden gerade in den jungen Jahren bei dem Gehölz zu einem vorzeitigen Fruchtfall während der Sommermonate führt und die Geschmacksqualität dieser ansonsten köstlichen Tafelbirnen infolge des Wassermangels erheblich leiden kann. Ein witterungsgeschützter Lebensraum ist für die Bäume wichtig, da die Birnen an den oft reich besetzten Fruchtästen insbesondere zur Pflückreife hin windgefährdet sind.

'Pastorenbirnen' ernten 

Spielt das Wetter mit, kann an einem geeigneten Standort zwischen Anfang Oktober und beginnendem November mit der Pflückreife gerechnet werden. Unter Frischluftbedingungen bei der Lagerung (max. 18 °C, schattig und trocken) bleiben sowohl der Geschmack der Früchte als auch die hohe Qualität des saftigen Fruchtfleischs vollständig erhalten. Das arttypische Aussehen ist an der 'Pastorenbirne' besonders stark ausgeprägt: flaschenförmig bis langbirnig, kräftig verjüngt in Richtung Kelch mit stumpfem oder nur leicht zugespitztem Ende. Die grossen Birnen erreichen ein Fruchtgewicht zwischen 180 bis 300 Gramm. Ihre gelblichgrüne, sonnenseits zum Teil mit rötlich geprägten Bäckchen verzierte Schale macht Appetit und fasst sich leicht wachsig an. Die Fruchtschale ist dick, derb und feinnarbig, mitunter auch schwach beulig, sodass man seine 'Pastorenbirnen' vor dem Frischverzehr gelegentlich besser schälen sollte.

Verwendung der 'Pastorenbirne'

Für diesen fast unerheblichen Mangel wird man aber sofort mit einem süsslich-feinen und aromatisch sehr angenehmem Geschmack der Birnen entschädigt. Das dezent süss-saure Aroma des leicht zergehenden Fruchtfleischs wirkt erfrischend, lediglich bei den Schattenfrüchten dominiert eine leichte Wässrigkeit bei mittelfester Konsistenz. Eine 'Pastorenbirne' im Lubera zu kaufen, lohnt auch deshalb, weil sich mit den hohen und vor allem regelmässigen Erträgen die verschiedensten Verwendungsmöglichkeiten für die gesunde Ernährung der gesamten Familie ergeben. Was von der Erntemenge nicht als Tafelbirne verzehrt wird, lässt sich hervorragend als Kompott kochen, als ganze Frucht dörren, im Entsafter zur Mostherstellung nutzen oder auf ganz traditionelle Art und Weise für die eigene, vitaminreiche Überwinterung einwecken. 

Kurzbeschreibung Birne 'Pastorenbirne'

Grösse: 5 - 7 m hoch und 4 bis 6 m breit
Wuchs: mittelstarker bis starker Wuchs, buschartig, gut verzweigt
Standort: sonnig und wärmeliebend 
Boden: anspruchslos an Bodenbedingungen sollte aber geschützt aufgestellt werden 
Reifezeit: zwischen Oktober und November
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: bis Januar lagerbar
Frucht Aussehen/Form: bildet mittel grosse bis sehr grosse Früchte, grüngelb bis goldgelb, schmelzendes und saftiges Aroma
Geschmack: zarte Nuance bei guter Säure und nur wenige Süsse
Herkunft/Geschichte: Kein eindeutiger Ursprung belegt. Es gibt Hinweise darauf, dass die 'Pastorenbirne' von einem französischen Pfarrer entdeckt wurde und deswegen auch seine Berufsbezeichnung trägt.
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Pastorenbirne (1)

Frage
12.11.2022 - Winterschutz ?
Können die Pflanzen im Topf im Freien überwintern ? Bzw. Was ist dabei zu beachten ?
Antworten (1)
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Name: Pastorenbirne Botanisch: Pyrus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Anf. Okt. bis Ende Okt.
Blätterfarbe: grün Blütenfarbe: weiss
Sonne: Halbschatten, Vollsonne Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Einzelpflanze
Süsse: mittelsüss Laubkleid: laubabwerfend
Erhältlich: Februar bis Dezember