Lerchensporn (3 Artikel)

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava) LuberaLerchensporne (Corydalis) sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen. Als Zierpflanzen mehrjährige Arten kultiviert, die Knollen als Speicherorgane bilden. Sie sind auf sauren Böden ausdauernde, winterharte, sommergrüne Stauden. Der Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria lutea) und der Weiss-Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria alba) bilden zusammen die Gattung der Scheinlerchensporne oder Scheinerdrauche. Im Gegensatz zu den Corydalis-Arten haben diese Stauden verzweigte Stängel, sind immergrün und bilden keine Knollen.

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Corydalis ochroleuca
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ab CHF 8.91/Pfl. Corydalis ochroleuca Weißgelber Lerchensporn: Dauerblühender Lerchensporn mit hübschen weiss-gelben Blüten
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1 Pflanze im 0,5 lt. Vierecktopf CHF 9.90
Corydalis elata
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CHF 9.90 Corydalis elata hoher Lerchensporn
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Corydalis flexuosa 'Purple Leaf'
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CHF 9.90 Corydalis flexuosa 'Purple Leaf' Lerchensporn 'Purple Leaf': Lerchensporn mit blauen Blüten und dunklem Laub
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Blute des weissen Lerchensporns Lerchensporn LuberaWeitere wertvolle Informationen über den Lerchensporn

Die Lerchensporne bevorzugen kalkhaltige Böden in wintermilden Gebieten. Beide Gattungen gehören zu den Erdrauchgewächsen und sind nahe mit dem Tränenden Herz verwandt. Es sind fast 600 Arten bekannt, die in den gemässigten Breiten der Nordhalbkugel beheimatet sind. Ihre Blüten sind schmale Röhren mit einer unteren und einer oberen Lippe an der Öffnung und einem nach hinten gerichteten Sporn, in dem die Nektardrüsen sitzen. Weil diese Blütenform an die Federhaube von Haubenlerchen erinnert, bekamen die kleinen Stauden ihren Namen. Bestäuber sind Wildbienen mit langem Rüssel. Sie fliegen die Blüten von vorne an und werden mit Pollen bestäubt, während sie Nektar saugen. Hummeln rauben den Nektar, indem sie die Sporne hinten aufbeissen und den süssen Saft aufnehmen, ohne die Blüten zu bestäuben.

Die 3 grössten Vorteile von Lerchenspornen

  • Für Beete, Rabatten und Steingärten an halbschattigen und schattigen Standorten
  • Winterharte, ausdauernde Stauden
  • Wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen

Lerchensporn kaufen

Wenn Sie ausdauernde Pflanzen für einen halbschattigen Bereich am Gehölzrand oder an der absonnigen Seite einer Mauer suchen, sind Lerchensporne eine gute Wahl. Im Lubera® Pflanzenshop können Sie verschiedene Sorten kaufen.

Der Hohe Lerchensporn (Corydalis elata)  ist ein sommergrüner Frühjahrsblüher. Seine Knospen sind violett, die voll aufgeblühten Blüten färben sich hellblau. Bei genauem Hinsehen ist an jeder Blüte dieser Farbverlauf erkennbar. Die Blütezeit beginnt im Mai und dauert bis Ende Juni. Mit einer Wuchshöhe von 30 bis 40 cm wird diese Sorte etwas höher als andere Arten. Durch kurze Ausläufer bildet er buschige Horste.

Der Gebogene Lerchensporn (Corydalis flexuosa) zeigt von Anfang April bis Anfang Juni ein Meer aus stahlblauen Blüten. Bei der Sorte Corydalis flexuosa ‚Purple Leaf‘  sind die jungen Blätter weinrot. Das voll entfaltete Laub ist blaugrün und hat eine rötliche Mittelader. Die Pflanzen sind sommergrüne Stauden.

Der Weiss-Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria alba, Syn. Corydalis ochroleuca) ist ein Dauerblüher. Von Anfang Mai bis Anfang Oktober schweben die eleganten Röhrenblüten wie kleine, weisse Wolken an zarten Stängeln über dem blaugrünen Laub. Die Pflanzen werden zwischen 20 und 30 cm hoch. Wie der Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria lutea) stammt diese Art aus dem Mittelmeerraum. Beide Scheinerdrauche sind in Regionen mit milden Wintern immergrün. Sie bevorzugen einen leicht kalkhaltigen Boden. An geeigneten Standorten verwildern sie, in dem sie sich versamen.

Der richtige Standort

Die Lerchensporne der Gattung Corydalis brauchen einen humosen, etwas feuchten, gut durchlässigen, leicht sauren Boden. Die beiden Scheinerdrauch-Arten bevorzugen kalkhaltige Erde.
Kühle, halbschattige Standorte an Gehölzrändern oder am Fuss von Trockenmauern sind gut geeignet. Als Frühjahrsgeophyten treiben sie im Frühling aus. Sie beginnen zwischen März und Mai zu blühen, bevor sommergrüne Gehölze ihr Laubdach schliessen. Je nach Art ziehen sie dann im Sommer oder im Herbst ihr Laub wieder ein und ruhen bis zum nächsten Jahr. Der ideale Standort sollte während der Wachstumsperiode der Pflanzen halbschattig sein. An zu stark beschatteten Standorten blühen die Lerchensporne nur spärlich. In der vollen Sonne welken sie schnell.

Richtig pflanzen

Lerchensporne bilden dichte Pflanzenteppiche, wenn sie an einer ungestörten Stelle wachsen können. Wenn Sie schnell einen Bodendecker haben möchten, können Sie 10 bis 15 Pflanzen pro Quadratmeter setzen. Die Pflanzen wirken aber auch gut in kleineren Gruppen zwischen frühjahrsblühenden Zwiebelblumen und Stauden oder im Steingarten. Setzen Sie die Wurzelballen so tief in die Erde ein, wie sie in den Kulturtöpfen stehen. Giessen Sie die Pflanzen an, damit sich der Boden gut um den Wurzelballen schliesst.

Keine Pflege notwendig

Lerchensporne benötigen keine Pflege. An einem geeigneten Standort mit humosem, feuchtem Boden müssen die Pflanzen weder gegossen noch gedüngt werden. Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Das Laub zieht immer Sommer ein und vergeht vollständig. Einen Winterschutz benötigen die Pflanzen ebenfalls nicht. Die Scheinerdrauche können in wintermilden Regionen immergrün sein. Ist es kälter, ziehen sie das Laub ein, treiben aber im Frühjahr wieder aus.

Vermehrung von Lerchenspornen

Die Vermehrung ist etwas Besonderes, weil die Samen durch Ameisen verbreitet werden. An ihren Früchten hängt ein weissliches Ölkörperchen, das Elaiosom. Ameisen nutzen dieses als Nahrung. Sie tragen die Samen in ihren Bau, fressen den fettreichen Anhang und entsorgen den Rest danach auf einer Mülldeponie in der Nähe ihres Baus. Auf diesem von Ameisen angelegten Komposthaufen haben die Samen ideale Keimbedingungen. In einem naturnahen Garten können sich die Stauden auf diesem Wege natürlich ausbreiten.

Sie können die Pflanzen durch das Abtrennen von Brutknollen oder das Teilen der Rhizome gezielt vermehren. Graben Sie die Stauden dafür im Spätsommer oder Frühherbst aus, wenn sie das Laub einziehen. Die Knollen lösen sich, wenn sie die Horste auseinanderziehen. Bei rhizombildenden Arten durchtrennen Sie die Wurzelstöcke zwischen den Vegetationspunkten mit einem scharfen Messer. Nach dem Teilen werden die Pflanzen sofort wieder eingepflanzt. Sie verwurzeln sich während der Herbstmonate und treiben im Frühjahr wieder aus.

Krankheiten und Schädlinge

Lerchensporne sind wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Nur sehr selten treten Falscher Mehltau, Rost oder Brandpilze auf. Weil es sich um einheimische Wildstauden handelt, haben Sie von Natur aus eine gute Widerstandskraft gegen die hier vorkommenden Schaderreger. Die Pilze wiederum sind auf den Lerchensporn spezialisiert und befallen weder andere Zierpflanzen wie Rosen noch Obstgehölze oder Gemüse. Eine Bekämpfung der Pilzkrankheiten ist darum nicht notwendig. Lediglich Schnecken können zu einem Problem werden. Wenn Sie viele Nacktschnecken im Garten haben, sollten Sie im Frühjahr vor dem Blattaustrieb ein nützlingsverträgliches Schneckenkorn auf Eisen-III-Phosphat-Basis in der Nähe der Pflanzen streuen.

Giftigkeit für Mensch und Tier

Lerchensporne und die nahe verwandten Tränenden Herzen enthalten Corydalin, Bulbocapnin und andere giftige Alkaloide. Die Stängel, Blätter und Blüten sind schwach giftig. Die Knollen und Rhizome enthalten höhere Alkaloid-Konzentrationen und gelten als stark giftig.
Bei einer Vergiftung treten Magen- und Darmbeschwerden (Erbrechen, Durchfall) und durch Beeinträchtigung des Nervensystems eine Lähmung der Muskulatur auf. Bei Weidetieren sind tödliche Vergiftungen bekannt. Bei Menschen und Haustieren sind Vergiftungen selten.

FAQ - die wichtigsten Fragen und Antworten über den Lerchensporn
Wann blüht Lerchensporn?

Die verschiedenen Arten haben unterschiedliche Blütezeiten: Zwerg-Lerchensporn (Corydalis pumila) - März bis Anfang Mai, Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida) - März bis Mai, Gebogener Lerchensporn (Corydalis flexuosa) - Anfang April bis Anfang Juni, Hohe Lerchensporn (Corydalis elata) - Mai bis Ende Juni, Weiß-Gelber Lerchensporn (Pseudofumaria alba, Syn. Corydalis ochroleuca) - Mai bis Anfang Oktober. Wann genau die Blüte beginnt, hängt auch von der Region und dem Standort ab. In Regionen, in denen es früher warm wird, treiben die Stauden im Frühjahr schneller aus als in Gebieten, in denen sich der Winter länger hält. In einer Südlage, in der sich der Boden schnell erwärmt, sprießen die Pflanzen früher als an einem kühlen Platz im Schatten.

Wie pflanzt man Lerchensporn im Garten?

Der eignet sich hervorragend als Bodendecker. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass der Wurzelballen so tief in der Erde steckt, wie er im Kulturtopf stand. Giessen Sie anschliessend gut an, damit sich die Erde um die Wurze schliesst. Für eine dichte Bepflanzung nehmen Sie am besten 10 bis 15 Pflanzen pro Quadratmeter. 

Standort und Boden: Wo wächst Lerchensporn?

Die Lerchensporne der Gattung Corydalis brauchen einen humosen, etwas feuchten, gut durchlässigen, leicht sauren Boden. Die beiden Scheinerdrauch-Arten bevorzugen kalkhaltige Erde. Als Standort bevorzugen sie den Halbschatten.

Woher stammt Lerchensporn?

Der Lerchensporn stammt von der Nordhalbkugel. Dort kommt er in Gemässigten Gebieten, wie Amerika, Eurasien und Nordafrika vor. Seinen Namen hat er von seinem Äusseren, da der Sporn waagerecht absteht und an den Fuss einer Lerche erinnert.

Ist Lerchensporn giftig?

Stängel, Blätter und Blüten des Lerchensporns sind schwach giftig. Die Knolle ist stark giftig. Die Pflanzen sind nicht zum Verzehr geeignet und dürfen auch nicht an Haustiere verfüttert werden.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Lerchensporn (0)