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Gartenstory 04.07.2020 Beitrag gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0)
Überlbenskünstler und Fruchtwunder
Nachdem jetzt gerade so vieles über die Fruithunters Cherrific geschrieben wurde, möchte ich kurz meine eigenen Erfahrungen einbringen. Ich bekam die Fruithunters Cherrific Ende September des Vorjahres und hatte dann wetter- und arbeitsbedingt keine Gelegenheit mehr, sie an dem ihr zugedachten Platz einzupflanzen. So steht die Arme noch immer in dem Topf, in dem sie geliefert wurde, nur 'geschützt' durch einen Übertopf aus Ton, völlig frei in der vollen Sonne im relativ würzig-kühlen Wienerwald. Sie überstand dabei ohne sichtbare Anstrengung 10 Tage mit -16°C in Folge, den trockensten März, an den ich mich jemals erinnern kann, und die Spätfröste jeweils zur Marillen- und zur Apfelblüte, die in ganz Niederösterreich ziemlichen Schaden angerichtet haben dürften. Die Pflanze wuchs in ihrem 5l-Töpfchen zu einem Meter Höhe und trägt seit Mitte Juni so viele Früchte, dass ich noch immer davon naschen kann - nach fast 3 Wochen.
Und das bringt mich zu den Früchten: Die Ernte dürfte also trotz widrigster Bedingungen überreich sein. Die Früchte lassen sich ganz leicht pflücken, allerdings mag ich den Kern, der doch deutlich spürbar ist, nicht zerbeißen oder schlucken, was aber beim Naschen im Garten, so wie bei Kirschen, nichts ausmacht. Der Geschmack ist einzigartig in seiner Tiefe und Vielfalt, allerdings mir doch eigentlich zu sauer/adstringierend. Ich nasche die Früchte trotzdem gerne wegen der tollen Aromen, und außerdem soll sauer ja lustig machen. Ich bin schon gespannt auf eine größere Ernte vielleicht schon nächstes Jahr, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Geschmacksnoten sich ähnlich wie Dirndln sehr gut in der nicht-süßen Kulinarik verwenden lassen. Danke schon jetzt für die tollen Anregungen und Rezepte im Gartenbrief! Und das beste: die Früchte waren zum Teil schon lang vor den Ribiseln reif, sogar vor der Felsenbirne. Aber im Gegensatz zur Felsenbirne (mein Tipp: kosten Sie nie von der Felsenbirne, nachdem Sie von der Pointilla genascht haben!) oder den späten Pointillas, die die Wildvögel, wenn ich nicht rechtzeitig ein Netz spanne, bei Reifwerden innerhalb eines Tages vollständig verputzen, verbleiben die Früchte unbehelligt schon über Wochen am Strauch, ganz für mich allein.
Trotz meiner ambivalenten Einstellung zum Rohgenuss bin ich von dem Durchhaltevermögen und dem geschmacklichen Potenzial dieser Ölweide so angetan, dass ich noch einen weiteren Strauch davon in meine Wildobsthecke pflanzen werde. Und wer weiß, vielleicht keimen auch all die vielen Kerne, die ich nicht geschluckt habe?
Antwort 05.07.2020
Herzlichen Dank für das differenzierte Feedback!
Markus Kobelt
Gartenstory 04.07.2020 Beitrag gefällt mir gefällt mir (1) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0)
Nikitas Gift ist wohl keine Klimapflanze
Ich habe das Bäumchen im Spätsommer 2018 gepflanzt und es hat im drauffolgenden Frühjahr auch willig schöne neue Blätter gebildet, die dann leider, mitte Mai, den spätfrösten zum Opfer fielen.

Zusammen mit den Mini-Kiwis und dem Maulbeerbaum hat die Kaki doch sehr gelitten. Die Kaki aber am meisten. Während Kiwi und Maulbeerbaum schnell wieder neues Grün bildeten, tat sich bei der Kaki lange Zeit nichts.

Der Sommer 2019 war ja sehr heiß und extrem trocken. Ich habe die Kaki wöchentlich mit einer großen Gießkanne Wasser bedacht. Die Kaki wuchs leider kaum.

Mitte Mai 2020 kam es erneut zu Spätfrösten. Nicht so intensiv wie 2019: Den Johannisbeeren, Äpfeln und Birnen machte es gar nichts aus. Mini-Kiwi und Maulbeerbaum haben leichten Schaden genommen. Das Kaki-Bäumchen hat aber erneut sämtliches Grün verloren und hat sich davon nicht mehr erholt. Jetzt, anfang Juli, ist kein Grün zu sehen, nichtmals eine verheißungsvolle Knospe. Es ist wohl tot.

Mein Fazit: Nikitas Gift ist ausreichend Winterhart aber reagiert sehr empfindlich auf Spätfröste und auf große Hitze. Das scheint sich nicht sehr gut mit dem Klimawandel zu vertragen (warmes Frühjahr + Spätfröste + Hitze im Sommer)

Wir wohnen auf ca. 300m Höhe. Der Standort ist vollsonig (von morgens früh bis zum späten Nachmittag). Sollte ich irgendwann noch mal einen Kaki-Versuch starten, dann wohl eher an einer Westwand.

Schade.
Gartenstory 04.07.2020 Beitrag gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0)
Vielversprechend
Gepflanzt hatte ich die 'Cherrific' im Herbst 2018 und war erst mal damit zufrieden, dass er einen gesunden und kräftigen Eindruck machte. 2019 wuchs er dann kraftig, aber er blühte noch nicht. Alles andere hätte aber angesichts der allgemein kümmerlichen Ertrags in dem Jahr an ein Wunder gegrenzt.
Diesen Frühling jedoch war schon früh zu erkennen, dass er diesmal reich blühen würde. Es flogen genügend Insekten herum und es gab auch sonst keine Störfaktoren, sodass sich alsbald ganz viele Beeren entwickelten an diesem noch immer kleinen Strauch.
Ich konnte letztes Wochenende die allerersten Beeren probieren und kann feststellen, dass es sich gelohnt hat, die Sommer-Pointilla zu pflanzen.
Die Hauptreifezeit beginnt, wie bei dem kühlen Klima in meinem Garten zu erwarten, selbst in diesem bisher warmen Jahr erst im Juli und nicht schon Mitte Juni.