Huperzia (3 Artikel)

Huperzia, lycopodium, Bärlappgewächs, PixabayHuperzia sind in jeder Beziehung ungewöhnliche Zimmerpflanzen. Diese Bärlappgewächse gehören zu den ursprünglichsten Landpflanzen und sind lebende Fossilien. Ihre Triebe sind dicht mit nadelähnlichen, spiralig angeordneten Blättern besetzt, wodurch sie ein sehr uriges Aussehen haben. Ausserdem werden diese Grünpflanzen nur selten als Zimmerpflanzen kultiviert. Das alles macht diese ungewöhnlichen Gewächse zu wahren Exoten.

Weitere wertvolle Informationen über Huperzia...
Sortieren:
Huperzia goebelii
Zum Produkt
%
CHF 87.75
statt CHF 97.50
Huperzia goebelii
Huperzia goebelii
Zur Zeit leider nicht lieferbar
Huperzia nummulariifolia
Zum Produkt
CHF 97.50 Huperzia nummulariifolia Huperzia nummulariifolia
Zur Zeit leider nicht lieferbar
Huperzia squarrosa
Zum Produkt
CHF 97.50 Huperzia squarrosa Huperzia squarrosa
Zur Zeit leider nicht lieferbar

Weitere wertvolle Informationen über Huperzia

Die Bestimmung von Gefässsporenpflanzen ist sehr schwierig und die systematische Zuordnung ist bei vielen Arten unklar. Ursprünglich wurden alle Bärlappgewächse allgemein als Bärlappe (Lycopodium) bezeichnet. Dann wurden nach und nach etwa 340 verschiedene Arten aus dieser Sammelgattung ausgegliedert. Vor Kurzem wurde diese grosse Gruppe dann wiederum in die drei Gattungen Huperzia, Phlegmariurus und Phylloglossum aufgespalten.
In Mitteleuropa sind drei Arten heimisch, die als Teufelsklauen bezeichnet werden. Die immergrünen Pflanzen wachsen in dichten Horsten aufrecht und haben buschige, verzweigte Wurzeln. Ihre Sporen brauchen für die Entwicklung symbiotische Pilze im Boden. Sie vermehren sich aber auch vegetativ durch Brutknospen. Teufelsklauen wurden von keltischen Druiden als Zauberkraut und Heilpflanzen verwendet. Heute werden sie vegetativ im In-vitro Labor vermehrt, um Medikamente aus ihren Inhaltsstoffen zu gewinnen.
Die als Zimmerpflanzen kultivierten Arten werden entweder als Huperzia oder als Lycopodium angeboten. Laut der aktuellen Systematik gehören sie zur Gattung Phlegmariurus. Im Gegensatz zu den aufrecht wachsenden Huperzien haben sie kriechende bzw. hängende Triebe und bilden keine Brutknospen für die vegetative Vermehrung. Im englischen Sprachgebrauch werden diese Arten als „tassel fern“ bezeichnet, was übersetzt so viel wie Quastenfarn bedeutet. Die Arten der dritten Gattung Phylloglossum haben unverzweigte Wurzeln, bilden unterirdische Knollen und sind einjährig.

Die 3 grössten Vorteile von Huperzia

  • Pflegeleichte Hängepflanzen für Wohn- und Geschäftsräume
  • Dekorative Hängepflanze
  • Ungewöhnlich und urtümlich - für Freunde von exotischen Zimmerpflanzen

Huperzia kaufen - Grosses Sortiment an Zimmerpflanzen im Lubera®-Shop

Die Bärlappgewächse der Gattung Phlegmariurus sind epiphytische, immergrüne Pflanzen mit langen überhängenden Trieben. Sie eignen sich gut als Ampelpflanzen und für die Begrünung von feuchtwarmen Terrarien. Im Lubera ® Pflanzenshop können Sie sie unter der alten, bekannteren Bezeichnung Huperzia kaufen.

Huperzia squarrosa ist eine anpassungsfähige und weit verbreitete Art. Die Pflanze kommt im tropischen und subtropischen Raum von Indien bis zu den Philippinen über Australien bis zu den Fidschi-Inseln vor. Sie ist eine hervorragende Ampelpflanze. Im Terrarium kann sie als Epiphyt oder in einem geeigneten Substrat auch als kriechender Bodendecker verwendet werden. Die Triebe werden bis zu 75 cm lang. Die Blätter sind lanzettlich, scharf gekielt, mit spitzer Spitze und wie Krallen gebogen. Im Gegensatz zu anderen verwandten Arten kann Huperzia squarrosa auch längere Trockenheit überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Darum gilt diese Pflanze als pflegeleicht und anfängerfreundlich. Botanisch korrekt ist die Bezeichnung Phlegmariurus squarrosus. Oft wird die Art aber auch noch unter dem alten Namen Lycopodium squarrosum angeboten.

Huperzia nummulariifolia (eigentlich Phlegmariurus nummularifolius) stammt von der Malaysischen Halbinsel, Java und Sumatra. Die Triebe teilen sich gabelig und werden bis zu 250 cm lang. Das Laub ist dunkelgrün bis hellgrün. Die eiförmigen Blätter sind in vier Reihen um den Stängel angeordnet und 6 bis 14 mm lang, mit einer 7,5 mm breiten Basis. Die Blattbasis und die Blattspitze sind abgerundet.

Huperzia goebelii ist eine sehr seltene Art und kommt ursprünglich nur auf Borneo und Sumatra vor. Dort wächst diese immergrüne Pflanze als Epiphyt. Die 80 bis 100 cm langen, überhängenden Triebe sind gegabelt. An ihnen sitzen blaugrüne, eilanzettliche Blätter, die etwa 2 cm gross sind. Ihre Basis ist abgerundet bis stumpf, die Spitze läuft spitz zu.

Der richtige Standort

Die als Zimmerpflanzen kultivierten Arten stammen aus dem subtropischen oder tropischen Asien.  Sie können ganzjährig bei Zimmertemperatur kultiviert werden. Obwohl sie ursprünglich aus Regenwäldern stammen und eine Luftfeuchtigkeit von 70 % oder mehr zu schätzen wissen, gedeihen sie auch in relativ trockenen Zimmerluft bei 50 % Luftfeuchte ohne Probleme. Es ist nicht notwendig, sie zu besprühen. Ein heller, schattiger Standort oder ein halbschattiger Platz ist ideal. Diese Gewächse eignen sich gut für feuchtwarme Terrarien. Dort wachsen sie hängend als Epiphyten oder auch kriechend.

Huperzien pflegen

Die Pflanzen gedeihen am besten in lockeren, luftigen, durchlässigen Substraten. Verdichtete Erde oder Staunässe schaden ihnen sehr. Verwenden Sie stattdessen Substrate wie Orchideenerde oder Mischungen für Epiphyten. Als Zimmerpflanze sind die verschiedenen Arten unterschiedlich anspruchsvoll. Als besonders pflegeleicht gilt die Sorte 'Squarrosa'.

Richtig giessen

Der Wurzelballen sollte immer etwas feucht sein. Tauchen Sie die Pflanzen am besten einmal in der Woche in ein Gefäss mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Lassen Sie das überschüssige Wasser abtropfen, bevor Sie das Kulturgefäss wieder in den Übertopf zurückstellen. Ein regelmässiges Besprühen der Triebe ist nicht notwendig. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 % wachsen die Pflanzen jedoch schneller.

Umtopfen

Phlegmariurus haben sehr empfindliche Wurzeln und vertragen es nicht gut umgetopft zu werden. Setzen Sie die Pflanzen in ein geeignetes Substrat und lassen Sie sie darin möglichst ungestört wachsen. Die Versorgung mit Nährstoffen erfolgt über das Giesswasser. Geben Sie diesem regelmässig einen Grünpflanzendünger zu.

Vermehrung von Bärlappgewächsen

Bärlappgewächse vermehren sich durch Sporen und durch Brutknospen (Gemmen). Die Vermehrung über Sporen setzt das Vorhandensein von symbiotischen Pilzen voraus, die in Blumenerde fehlen. Dadurch ist die generative Vermehrung in der Zimmerkultur nicht möglich. Auch bilden Phlegmariurus-Arten keine Brutknospen. Damit sind Stecklinge die einzige Möglichkeit zur Vermehrung. In der Natur bilden sich Wurzeln an alten, niederliegenden oder beschädigten Trieben. Das können sie sich zunutze machen. Schneiden Sie einen alten Trieb nahe der Basis ab und teilen Sie ihn in 10 bis 15 cm lange Stücke. Legen Sie diese auf ein durchlässiges, feuchtes Substrat. Ideal ist Torfmoos (Sphagnum). Bedecken Sie den unteren Teil des Triebs damit, lassen Sie aber das obere Ende jedes Stecklings frei. Decken Sie das Anzuchtgefäss mit einer transparenten Haube oder Folie ab, um zu starke Verdunstung zu verhindern. Halten Sie die Steckling bei einer Temperatur von etwa 25 °C. Nach einigen Wochen wachsen aus dem abgedeckten Sprossteil Seitentriebe an die Oberfläche.

Schildläuse an betroffenen Trieben bekämpfen

Ein Befall mit Schildläusen führt zu einer Gelbfärbung der betroffenen Triebe und kann zum Absterben der ganzen Pflanze führen. Bekämpfen Sie die Schädlinge möglichst früh, damit sich die Pflanzen erholen können.

Bärlappgewächse als Heilpflanze

Der in Mitteleuropa heimische Tannenbärlapp (H. selago) wurden bereits von den keltischen Druiden unter der Bezeichnung "Selago" als Heilpflanze und auch als Zaubermittel genutzt. Die Sporen sind leicht brennbar und können zum Erzeugen von pyrotechnischen Effekten verwendet werden. Sie werden zum Beispiel bei den Bühnenshows von Rockbands eingesetzt. In der chinesischen Naturheilkunde werden sie als harntreibendes Mittel und gegen verschiedene Krankheiten als Tee zubereitet. Medizinisch wirksam ist unter anderem das enthaltene Alkaloid Huperzin A interessant. Es wird in sehr geringen Dosen zur Behandlung von Alzheimer, Parkinson und anderen degenerativen Nervenerkrankungen eingesetzt.

FAQ - die wichtigsten Fragen und Antworten zu Huperzia
Warum bleichen die Blätter meiner Huperzien aus?

Diese Zimmerpflanzen mögen keine direkte Mittagssonne. Bekommen die Pflanzen zu viel Licht, bauen sie ihr Chlorophyll ab und bleichen aus.

Ist Huperzia giftig?

Bärlappgewächse sind sehr giftig. Die Pflanzen enthalten Alkaloide wie Huperzin. Eine Vergiftung mit Huperzin äussert sich durch Schwitzen, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Krämpfe und undeutliche Sprache. Als weniger giftig gilt das Lycopodin aus Lycopodium-Arten. In Phlegmariurus wurden 26 verschiedene Alkaloide gefunden, darunter auch das Huperzin A, das zuerst in den Zimmerpflanzen nachgewiesen wurde.

Wo ist Huperzia heimisch?

Die Arten kommen weltweit vor. Einige wachsen in den gemässigten Breiten der Nordhalbkugel, andere in den asiatischen Tropen.

Wie gross wird Huperzia?

Die aufrecht wachsenden Teufelskrallen der Gattung Huperzia werden etwa 30 cm hoch. Die mit ihnen verwandten Phlegmariurus wachsen kriechend oder als Epiphyten bogig überhängend. Ihre Triebe können mehrere Meter lang werden. Die Höhe übersteigt aber selten 10 bis 15 cm.

Welchen Standort braucht ein Bärlappgewächs?

Die Huperzien kommen eigentlich aus einem subtropischen Klima, gedeihen aber auch sehr gut in einer trockenen Zimmerluft. Als Standort ist ein heller, schattiger Platz ideal. Alternativ können diese Zimmerpflanzen auch in feuchtwarmen Terrarien kultiviert werden.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Huperzia (0)