Wintergemüse Samen
Gärtnerwissen Wintergemüse Samen
Wintergemüse und Sommergemüse: Was ist der Unterschied?
Tropische Pflanzen wie Tomate oder Paprika stammen aus Regionen, in denen es keinen Frost gibt. Deshalb haben sie keine natürlichen Schutzmechanismen gegen Kälte entwickelt. Ihr Gewebe enthält viel Wasser, das bei Frost schnell gefriert – die Zellen platzen, und das Gemüse wird unbrauchbar.
Wintergemüse stammt dagegen aus der gemäßigten Zone der Erde. Sie haben trickreiche Methoden entwickelt, um mit Frost umzugehen.
Wurzelgemüse senken ihren Gefrierpunkt durch bestimmte Stoffe und liegen vor Kälte geschützt im Boden, sodass sie auch Wintertage mit starken Minusgraden gut überstehen. Kleinzellige, kompaktere Zellstrukturen, wie sie z. B. in Schwarzwurzel, Pastinake, Feldsalat vorkommen, enthalten weniger freien Zellsaft und können durch diese dichtere Struktur Frost besser abpuffern.
Kohlgemüse hat dickere oder elastischere Zellwände (z. B. Grünkohl). Sie sind weniger anfällig für Eiskristallschäden, denn sie halten den Druck durch Eisbildung eher aus. Große Interzellularräume (Luftkanäle zwischen den Zellen) können Eiskristalle abfangen und damit intrazelluläre Schäden verhindern, wie es etwa bei Rosenkohl oder Grünkohl der Fall ist.
Wintergemüse Samen kaufen - die große Auswahl im Lubera-Shop
Wintergemüse Samen von Lubera ergeben ertragreiche und lagerfähige Ernten in der kalten Jahreszeit. Unser Sortiment umfasst ausschließlich samenfestes Saatgut, das sich im Hausgarten bewährt hat. Unsere samenfesten Sorten lassen sich nicht nur zuverlässig nachbauen, sondern sind auch besonders gut an mitteleuropäische Klimabedingungen angepasst. Wer Wintergemüse Samen bei Lubera kauft, investiert in Qualität und Sortenvielfalt für den Selbstversorgergarten. Alle, die unsere Wintergemüse Samen kaufen, unterstützen Betriebe, die ihr Saatgut noch traditionell züchten und vermehren, und deren Sorten im Freiland sicher gelingen.
Dicke Bohnen - im Herbst gesät, im Frühjahr geerntet
Die Sorten der Dicken Bohne, auch Puffbohne genannt (Vicia faba), unterscheiden sich je vor allem in ihrer Winterhärte, Wuchsform und Entwicklungsdauer. Hier eine Sorte, die sich für die Herbstaussaat in Regionen mit milden Wintern oder bei guter Schneedecke eignet.
Feldsalat – ein feiner Wintersalat
Feldsalat ist ein typisches Wintergemüse. Er zählt zu den robusten Salatpflanzen, die auch in der kalten Jahreszeit frische Ernte direkt aus dem Beet ermöglichen. Wie du weitere Wintersalate säen kannst, liest du bei uns im Gartenbuch.
Grünkohl – Frost macht ihn noch besser
Zumindest in Norddeutschland ist Grünkohl ist eines der beliebtesten Wintergemüse. Unsere Grünkohl-Samen sorgen für kräftige Pflanzen mit mooskrausen Blättern, die selbst unter einer Schneedecke standhaft bleiben. Frost macht den Geschmack milder und süßlicher – perfekt für die Winterküche.
Haferwurz – historisches Wurzelgemüse
Die Haferwurz ist ein leider ein weniger bekanntes, aber sehr wertvolles und leckeres Wurzelgemüse für die kalte Jahreszeit. Sie ist eine Verwandte der Schwarzwurzel, und wurde früher häufig in Bauerngärten angebaut.
Pastinaken – frostverträglich und lagerfähig
Pastinaken profitieren besonders vom Frost: Die Knollen werden süßer und aromatischer. Sie sind robust, gut verdaulich und vielseitig – ob als Püree, Ofengemüse oder Suppe. Unsere Pastinaken-Samen bieten dir beste Qualität für eine erfolgreiche Winterernte.
Petersilienwurzel – das Wintergemüse der feinen Küche
Wurzelpetersilie gehört zu den robusten Winterklassikern, die sogar in der Haute cuisine begehrt ist. Die würzige Wurzel lässt sich lange im Beet belassen, und bei Bedarf frisch verarbeiten. Unsere Wintergemüse Samen für Petersilienwurzel garantieren eine gute Ernte im Freiland.
Rosenkohl – zarte Röschen mit Frostbonus
Rosenkohl ist besonders winterhart und entwickelt durch Frost eine milde, süßliche Note. Die Ernte erfolgt nach Bedarf folgernd über Wochen.
Schwarzwurzel – der »Winterspargel«
Schwarzwurzel ist besonders frosthart und liefert ein zartes, leicht nussiges Aroma.
Speiserüben – wiederentdeckte Wintergemüse
Mit unseren Wintergemüse Samen für Speiserüben baust du eine kulturhistorisch sehr alte Art an, die ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und Zentralasien stammt. Am bekanntesten unter ihnen ist die Mairübe. Wir bieten hier eine Herbstrübe an, die für den späten Anbau gezüchtet wurde.
Zefa Typ Rot (Herbst-Steckrübe)
Winterporree – zart und würzig
Porreesorten für den Winter sind sehr frosthart, und können bei offenem Boden auch im Winter geerntet werden. Bei dieser späten niederländische Porree-Sorte fällt die Ernte auf Herbst und Winter, daher ergibt sie ein ideales Wintergemüse.
Winter-Spinat – kann im Freiland überwintern
Herbst- und Wintersorten von Spinat vertragen Frost bis etwa –10 °C. Bei Schnee oder Vliesdecke ist sogar eine Ernte im Januar/Februar möglich. Bei einer Herbstaussaat kann dieser Spinat auch im Freiland überwintern.
Winterheckenzwiebeln – frische Würzkraft im Winter
Winterheckenzwiebeln sind ein ausdauerndes und winterhartes ‘Ewiges Gemüse’, das über viele Jahre hinweg beerntet werden kann.
Winterportulak – auch Postelein genannt
Nur der Winter-Portulak (Postelein, Claytonia perfoliata) ist ein echtes Wintergemüse. Er ist frosthart, pflegeleicht und liefert frisches Grün mitten im Winter. Der wärmeliebende Sommer-Portulak (Portulaca oleracea) hingegen zählt zu den Sommergemüsen und ist nicht wintertauglich.
Winterrettich – scharfes Wintergemüse
Winterrettich zählt eindeutig zum Wintergemüse, während Frühlings- und Sommerrettiche für den sofortigen Verzehr bestimmt sind und nicht frostfest sind.
Wirsing – bewährt, winterfest, vielseitig
Mit seinen krausen, lockeren Köpfen ist Wirsing ein vielseitiges Wintergemüse. Unsere Wirsing-Samen stammen aus traditionellem Saatgut für den späten Anbau.
Zuckerwurzel – süß wie Pastinake
Die Zichorienwurzel oder Zuckerwurzel, ist ein klassisches Wintergemüse, auch wenn sie heute nur noch selten angebaut wird. Die alte Kulturpflanze war bereits im Mittelalter in Europa weit verbreitet.
Wintergemüse Samen: Aussaat und Ernte
Wintergemüse-Samen bieten die Grundlage für eine ertragreiche Ernte in der kalten Jahreszeit – vorausgesetzt, man plant Aussaat und Kulturzeit sorgfältig.
Die meisten Wintergemüse werden zwischen Juni und September ausgesät, damit sie vor dem ersten Frost ausreichend wachsen und gestärkt in die kalte Jahreszeit gehen können. Besonders bei langsam wachsenden Sorten wie Grünkohl, Rosenkohl oder Schwarzwurzel ist eine frühe Aussaat ab Juni wichtig.
Schnell wachsende Blattgemüse wie Feldsalat oder Postelein können hingegen auch noch im August oder September gesät werden. Die Ernte erfolgt je nach Sorte von Oktober bis in den März hinein. Viele frostharte Arten wie Pastinaken, Topinambur oder Grünkohl können sogar den ganzen Winter über frisch aus dem Garten geerntet werden.
Tabelle: Übersicht über die Zeiten für Aussaat und Ernte bei Wintergemüse
|
Pflanze |
Aussaatzeit |
Erntezeit |
|
Dicke Bohne |
Oktober – November |
Juni – Juli |
|
Endiviensalate |
Juni – Juli |
September – November |
|
Feldsalat |
August – September |
Oktober – Februar |
|
Grünkohl |
Mai – Juli |
Oktober – März |
|
Pastinake |
März – Mai |
Oktober – Februar |
|
Postelein |
September – Oktober |
November – März |
|
Radicchio |
Juni – Juli |
Oktober – Dezember |
|
Rosenkohl |
April – Mai |
November – Februar |
|
Schwarzwurzel |
März – Mai |
Oktober – Februar |
|
Steckrübe |
Juni – Juli |
Oktober – Dezember |
|
Winterheckenzwiebel |
September – Oktober |
ab Mai – Juni im Folgejahr |
|
Winterporree |
Januar – April |
Oktober – März |
|
Winterrettich |
Juli – August |
Oktober – Dezember |
|
Winterspinat |
August – Oktober |
November – März |
|
Wirsing (späte Sorte) |
Mai – Juli |
Oktober – Januar |
|
Wurzelpetersilie |
April – Mai |
Oktober – Februar |
|
Zuckerwurzel |
April – Mai |
Oktober – Februar |
Wintergemüse lagern
Ein großer Vorteil von dem, was du aus Wintergemüse Samen ziehst, ist seine ausgezeichnete Lagerfähigkeit. Besonders Knollengemüse wie Pastinaken, Rüben oder Schwarzwurzel entwickeln unterirdische Speicherorgane mit einer robusten Schale. Diese schützt sie zuverlässig vor Austrocknung und äußeren Einflüssen. Dadurch lassen sich vor allem Wurzelgemüse über Wochen bis Monate einlagern, ohne an Qualität zu verlieren.
Zur Aufbewahrung eignen sich Erdmieten oder Holzkisten mit leicht feuchtem Sand, ebenso wie kühle, frostfreie Kellerräume oder Garagen. Einige frostharte Arten wie Topinambur oder Pastinaken können sogar direkt im Boden überwintern und bei Bedarf frisch geerntet werden.
Die meisten Wintergemüse werden im Sommer ausgesät, also in den Monaten von Juni bis September, damit sie vor dem ersten Frost ausreifen.
Besonders frostharte Wintergemüse wie Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken, Schwarzwurzel, Topinambur und Feldsalat trotzen selbst eisigen Temperaturen. Sie überstehen den Winter direkt im Beet und ermöglichen eine frische Ernte auch an frostigen Tagen – teils sogar bis weit ins Frühjahr hinein.
Ja, das funktioniert sehr gut. Die Wintergemüsesamen liegen im Hochbeet warm und recht gut geschützt in der Erde, perfekt für die Direktsaat von Feldsalat, Spinat, Postelein oder Rübenarten.
Mangold ist bedingt ein Wintergemüse – je nach Sorte, Klima und Anbaumethode. Er zählt zwar nicht zu den klassischen Wintergemüsen wie Grünkohl oder Feldsalat, kann aber in milden Wintern durchaus überwintern und im Frühjahr erneut austreiben.
Saatgut behält seine Keimfähigkeit nur dann lange, wenn es kühl (5–10 °C) , trocken und dunkel lagert (zum Beispiel in luftdichten Dosen). So bleiben deine Gemüsesamen über Jahre keimfähig. Wichtig: Nicht wechselnd warm und kalt lagern, denn die Keimfähigkeit leidet bei Temperaturschwankungen.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.