Kaufberater Farne
Viele Farne wachsen in Wäldern, an feuchten Berghängen, in tropischen Regenwäldern und entlang von Bächen oder Flüssen. Sie bevorzugen Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, sind aber auch in trockeneren Gebieten zu finden. Und demnächst auch in deinem Garten?
Die Gattung Dryopteris umfasst mehrere Dutzend Arten, darunter bekannte wie der „Wurmfarn“ (Dryopteris filix-mas), der in Europa weit verbreitet ist. Diese Farne wachsen häufig in schattigen, feuchten Wäldern und an feuchten Waldrändern.
Der „Fern Craze“ (Farn-Wahn) nannte man im 19. Jahrhundert das begeisterte Sammeln von Farnen, das vor allem in Grossbritannien enorme Ausmasse annahm. Farne wurden nicht nur als botanische Kuriositäten geschätzt, sondern auch als Symbol für Romantik und den „guten Geschmack“. Der Besitz von exotischen Farnarten galt als Zeichen von Wohlstand und wissenschaftlichem Interesse. Man machte in den Wäldern Jagd auf ausgefallene Mutationen heimischer Farne wie diese.
Es gibt Farn-Arten wie diese, die steinige Standorte mögen. Die Pflanzen gedeihen in der Natur am besten dort, wo sie im länger feuchten Schatten grosser Steine stehen. Diese Arten eignen sich auch hervorragend, um im Schatten oder in Ritzen von Mauern zu wachsen, solange es dort nicht zu trocken ist. Alte Treppen und Mauern werden mit diesen Farnen zu romantischen Elementen im Garten. Auch schattige Steingarten entstehen mit ihnen.
Einige Farne eignen sich gut als Bodendecker in schattigen oder halbschattigen Bereichen, um dichte Bestände und attraktive grüne Flächen zu schaffen. Sie sind pflegeleicht, schlucken das Falllaub, und können den Boden vor Erosion schützen. Achte auf die Höhe der Farne, manche erreichen die Höhe deiner Knie, andere reichen dir nur bis zum Knöchel.
Für einen Totholz-Garten, auch Stumpfgarten (englisch Stumpery), eignen sich besonders Farnarten, die sich gut in schattigen, feuchten und humusreichen Bedingungen zurechtfinden – genau die Eigenschaften, die Totholz-Gärten bieten. Hier sind einige Farnarten, die gut zu einem Totholz-Garten passen.
Diese Farne werden zu Pracht- Exemplaren, die in grossen Töpfen und Kübeln gut zur Geltung kommen. Sie haben ausgefallene Farnwedel, die sich im Frühjahr dekorativ ausrollen. Ein Farn im Topf sieht toll aus vor Eingängen und entlang von Wegen - besonders auf der schattigen Nordseite eines Hauses. Schattige Balkone bekommen mit Farnpflanzen im Kübel eine ganz besondere Atmosphäre.
Schattenverträgliche Stauden, die einen humusreichen, leicht feuchten Boden bevorzugen, gehen mit Farnen beste Pflanzpartnerschaften ein. Werde kreativ, und gestalte einen schönen Schattengarten, der dich zum Verweilen verführt.
Wir können dir wärmstens empfehlen, Blumenzwiebeln zwischen deine Farne zu pflanzen. Die meisten blühen, wenn die Farnwedel im Frühjahr noch nicht ausgerollt sind, und machen das Beet im Frühjahr attraktiv. Die Türkenbundlilien kommen wie glamouröse Darstellerinnen auf der Bühne im Sommer zwischen den Farnpflanzen hervor.
Als Farn-Begeisterte fällt mir die Wahl von Lieblingsfarnen schwer. Ich liebe jedenfalls den Anblick der sich ausrollenden Farnwedel über alles. Ich gebe daher den grossen Farnen den Vorzug, denn das schöne Phänomen ist für das menschliche Auge bei ihnen leichter zu erkennen.
Stefanie Lütkemeier
Für mich ist Gärtnern Leidenschaft, und keinesfalls Arbeit. Der Garten ist wie ein Botanik-Labor, und lädt mich jeden Tag zum Beobachten und Experimentieren ein. Wichtigstes Garten-Motto: Der Garten muss mir Freude machen, und nicht meinen Nachbarn gefallen.