Schneeforsythie
Abeliophyllum distichum - Duftender Frühlingsblüher mit eleganten weissen Blüten
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Breite: 140cm - 2m
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Frisch bis mässig feucht, humos, gut durchlässig und nährstoffreich; kalkverträglich
Wasser: Mittlerer Wasserbedarf; nach dem Anwachsen kurzzeitig trockenheitsverträglich
Blüte: Sternförmige Blüten in lockeren Büscheln
Blütenfarbe: Reinweiss mit gelblicher Mitte
Blütezeit: März bis April
Eignung für Bienen: Sehr gut, frühe Nektar- und Pollenquelle für Bienen und Hummeln
Duft: Angenehm süsslich, leicht mandelartig
Wuchshöhe: 1–1,6 m
Wuchsbreite: 1,5–2 m
Wuchsgeschwindigkeit: Ca. 20–40 cm pro Jahr
Blattform: Eiförmig bis elliptisch, fein gesägt
Blattfarbe: Frischgrün bis mittelgrün
Herbstfärbung: Purpurrot bis violettrot
Laub: Sommergrün, laubabwerfend
Wurzelsystem: Flach bis Herzwurzler, fein verzweigt
Pflanzabstand: 1,5–2 m
Winterhärte: Bis etwa -29 °C, Winterhärtezone 5 (WHZ 5)
Verwendung: Solitär, Blütenhecke, Duftgarten, Gehölzrand, Vorgarten, Naturgarten
Windverträglichkeit: Gut, geschützte Lagen fördern eine lange Blüte
Eignung für die Kultur im Kübel: Gut, in ausreichend grossen Pflanzgefässen
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Herkunft: Korea
Züchter: Wildart (Abeliophyllum distichum)
Geselligkeit: Solitär oder Gruppenpflanzung mit 2–3 Exemplaren
Besonderheiten: Einzige Art der Gattung Abeliophyllum, stark duftende weisse Blüten und aussergewöhnliche purpurrote Herbstfärbung
Die Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) ist eine botanische Rarität und begeistert bereits im zeitigen Frühjahr mit einer Fülle schneeweisser, angenehm duftender Blüten. Noch bevor sich die Blätter entfalten, verwandeln sich die feinen Zweige in ein weisses Blütenmeer, das zahlreiche Bienen und Hummeln anlockt. Im Herbst überrascht der elegante Strauch mit einer intensiven purpurroten Laubfärbung und sorgt so gleich zweimal im Jahr für spektakuläre Gartenmomente.
Herkunft
Die Schneeforsythie stammt ausschliesslich aus Korea und ist die einzige Art der kleinen Gattung Abeliophyllum. Sie ist eng mit der bekannten Forsythie verwandt, unterscheidet sich jedoch durch ihre weissen, duftenden Blüten und ihren kompakteren Wuchs. In ihrer Heimat wächst sie an sonnigen Waldrändern und Hängen und gilt dort als seltene Wildpflanze.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Die Schneeforsythie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne sie erhält, desto reicher fällt die Blüte aus. Der Boden sollte humos, gut durchlässig und gleichmässig frisch sein. Staunässe wird ebenso wenig vertragen wie extrem trockene Standorte.
Der Strauch wächst locker verzweigt mit elegant überhängenden Trieben und erreicht eine Höhe sowie Breite von etwa 1 bis 1,6 Metern. Durch seinen harmonischen Wuchs eignet er sich hervorragend als Solitär oder als Bestandteil blütenreicher Gehölzpflanzungen.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Die etwa zwei Zentimeter grossen, sternförmigen Blüten erscheinen bereits im März vor dem Blattaustrieb. Ihre reinweissen Blütenblätter besitzen häufig eine zart rosafarbene Tönung auf der Aussenseite und umschliessen eine gelbliche Mitte. Besonders bemerkenswert ist ihr süsser, leicht mandelartiger Duft, der bei mildem Wetter weithin wahrnehmbar ist.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, geflügelte Früchte, die botanisch interessant, gärtnerisch jedoch eher unauffällig sind. Der eigentliche Schmuck der Schneeforsythie bleibt ihre aussergewöhnliche Blüte sowie die intensive purpurrote Herbstfärbung.
Verwendung im Garten
Die Schneeforsythie eignet sich hervorragend als Solitär in Vorgärten, Duftgärten oder naturnahen Gehölzpflanzungen. In der Nähe von Hauseingängen, Terrassen oder Gartenwegen kann ihr feiner Blütenduft besonders gut wahrgenommen werden.
Auch in gemischten Blütenhecken oder zusammen mit anderen Frühjahrsblühern sorgt sie für reizvolle Kontraste. Aufgrund ihres kompakten Wuchses lässt sie sich zudem über viele Jahre erfolgreich im grossen Kübel kultivieren. Wähle bitte ein ausreichend grosses Pflanzgefäss mit guter Drainage und einem humosen, durchlässigen Substrat.
Pflege
Die Schneeforsythie ist unkompliziert und langlebig.
Drei Kulturtipps:
- Schneide den Strauch nur bei Bedarf direkt nach der Blüte leicht aus. So bleiben die Blütenknospen für das nächste Frühjahr erhalten.
- Mulche den Wurzelbereich mit Kompost oder Laubhumus, um die Bodenfeuchtigkeit gleichmässig zu halten.
- Pflanze die Schneeforsythie möglichst windgeschützt, damit sich die frühen Blüten ungestört entfalten können.
Vergleich mit anderen Frühlingsblühern
Im Vergleich zur Gelben Forsythie (Forsythia × intermedia) besitzt die Schneeforsythie deutlich kleinere, reinweisse und intensiv duftende Blüten. Gleichzeitig wächst sie kompakter und begeistert zusätzlich mit einer attraktiven purpurroten Herbstfärbung. Auch gegenüber der Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) setzt sie einen früheren Blütenakzent und bringt mit ihrem Duft eine zusätzliche Gartenqualität. Wer eine aussergewöhnliche Alternative zur klassischen Forsythie sucht, findet in der Schneeforsythie ein seltenes und besonders elegantes Gehölz.
Empfehlenswerte Pflanzpartner
Zaubernuss (Hamamelis × intermedia) – verlängert die Blütensaison nach hinten und sorgt bereits im Winter für leuchtende Farben und duftende Blüten.
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – schliesst mit ihrer weissen Blüte direkt an die Schneeforsythie an und begeistert später mit essbaren Früchten und einer spektakulären Herbstfärbung.
Duft-Schneeball (Viburnum × bodnantense 'Dawn') – ergänzt die Schneeforsythie mit einer winterlichen Blüte und intensivem Duft und schafft einen nahezu durchgehenden Blütenaspekt vom Winter bis ins Frühjahr.
Christrose (Helleborus niger) – blüht zeitgleich oder bereits etwas früher und bildet mit ihren weissen Blüten einen eleganten Unterpflanzungspartner für die Schneeforsythie.
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