Schweizer Weide
Salix helvetica - Kompakte Alpenweide mit silbrigem Laub
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Breite: 100cm - 120cm
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: frisch bis feucht, humos, durchlässig
Wasser: gleichmässig frisch, keine längere Trockenheit
Blüte: dekorative Kätzchen
Blütenfarbe: silbergrau, später gelb durch die Staubgefässe
Blütezeit: April bis Mai
Eignung für Bienen: ausgezeichnet
Duft: schwach
Wuchshöhe: 60–100 cm
Wuchsbreite: 100–120 cm
Wuchsgeschwindigkeit: ca. 10–20 cm pro Jahr
Blattform: schmal elliptisch bis lanzettlich
Blattfarbe: graugrün bis silbrig behaart
Herbstfärbung: gelblich
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: Flachwurzler
Pflanzabstand: 80–120 cm
Winterhärte: bis ca. -34 °C, WHZ 4
Verwendung: Steingarten, Heidegarten, Alpinum, Kübel, Gehölzrand, Bienenweide
Windverträglichkeit: sehr gut
Eignung für die Kultur im Kübel: sehr gut
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Herkunft: Alpenregionen der Schweiz, Österreichs, Italiens und Frankreichs
Züchter: Wildart (Salix helvetica)
Geselligkeit: einzeln oder in kleinen Gruppen
Besonderheiten: kompakter Wuchs, silbrig behaartes Laub, heimische Alpenpflanze, sehr frosthart und bienenfreundlich
Die Schweizer Weide (Salix helvetica) ist ein charakteristisches Gehölz der Alpen und begeistert mit ihrem kompakten Wuchs sowie den silbrig behaarten Blättern. Bereits im Frühjahr erscheinen die dekorativen Kätzchen, die zahlreichen Bienen und anderen Bestäubern als wertvolle Nahrungsquelle dienen. Dank ihrer Robustheit und ihrer überschaubaren Grösse eignet sich diese Alpenweide hervorragend für kleine Gärten, Steinanlagen und grosse Pflanzgefässe.
Herkunft
Die Schweizer Weide ist in den Hochlagen der Alpen beheimatet. Dort wächst sie oberhalb der Waldgrenze auf frischen, steinigen Böden und ist an raue Witterungsbedingungen hervorragend angepasst. Ihre ausgezeichnete Frosthärte und ihre Widerstandsfähigkeit machen sie auch im Garten zu einem langlebigen und unkomplizierten Ziergehölz.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Am wohlsten fühlt sich die Schweizer Weide an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie bevorzugt frische, humose und gut durchlässige Böden, verträgt aber auch steinigere Substrate, solange diese nicht austrocknen. Gleichmässige Bodenfeuchtigkeit fördert einen dichten, gesunden Wuchs.
Mit einer Höhe von etwa 80 bis 150 Zentimetern bleibt Salix helvetica angenehm kompakt. Die rundliche bis locker buschige Wuchsform und das silbrig schimmernde Laub verleihen der Pflanze eine natürliche, alpine Ausstrahlung. Besonders bei leichtem Wind kommt die helle Blattunterseite dekorativ zur Geltung.
Besonderheiten
Schon vor oder mit dem Blattaustrieb erscheinen die silbrigen Kätzchen, die sich während der Blüte durch gelbe Staubgefässe schmücken. Sie zählen zu den ersten wichtigen Pollenquellen des Jahres und werden intensiv von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht.
Auch ausserhalb der Blüte besitzt die Schweizer Weide einen hohen Zierwert. Das fein behaarte, silbrig schimmernde Laub sorgt bis in den Herbst hinein für attraktive Kontraste zwischen Stauden, Gräsern und Steinen.
Verwendung im Garten
Die Schweizer Weide eignet sich hervorragend für Steingärten, alpine Pflanzungen und naturnahe Gärten. Ebenso macht sie im Heidegarten oder als niedriger Solitär zwischen Findlingen eine ausgezeichnete Figur. Aufgrund ihres kompakten Wuchses lässt sie sich auch sehr gut im Kübel kultivieren.
Wähle bitte einen ausreichend grossen Kübel mit guter Drainage und verwende eine hochwertige, strukturstabile Pflanzerde. Besonders während längerer Trockenperioden freut sich die Pflanze über regelmässige Wassergaben.
Pflege
Die Schweizer Weide ist ausgesprochen pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit.
3 Kulturtipps:
- Halte den Boden besonders in den Sommermonaten gleichmässig frisch.
- Schneide ältere oder beschädigte Triebe nach der Blüte leicht zurück, um den kompakten Wuchs zu erhalten.
- Eine Gabe Kompost oder organischer Langzeitdünger im Frühjahr unterstützt den gesunden Austrieb.
Vergleich mit anderen Weiden
Im Vergleich zur Purpurweide (Salix purpurea) bleibt die Schweizer Weide deutlich kompakter und eignet sich dadurch besser für kleinere Gärten und Steingärten. Gegenüber der Schwarzkätzchenweide (Salix gracilistyla 'Melanostachys') stehen weniger die auffälligen Kätzchen als vielmehr das silbrig behaarte Laub und der natürliche alpine Charakter im Vordergrund. Wer ein robustes, niedrig bleibendes Gehölz mit ganzjährigem Zierwert sucht, trifft mit der Schweizer Weide eine ausgezeichnete Wahl.
Pflanzpartner
- Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – ihre frühe Blüte harmoniert perfekt mit den Weidenkätzchen und lockt ebenfalls zahlreiche Bestäuber an.
- Blaukissen (Aubrieta × cultorum) – bildet farbenfrohe Polster und unterstreicht den alpinen Charakter der Pflanzung.
- Zwerg-Kiefer (Pinus mugo var. pumilio) – sorgt mit ihrem immergrünen Wuchs für Struktur und einen reizvollen Kontrast zum silbrigen Laub.
- Dachwurz (Sempervivum spp.) – ideal für trockene Steingartenbereiche und ein harmonischer Begleiter der alpinen Weide.
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