Rhamnus frangula 'Minaret'
Faulbaum 'Minaret' - schlank wachsender, heimischer Strauch für naturnahe Gärten
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80cm - 120cm breit
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Frisch bis feucht, humos, auch moorig, sehr anpassungsfähig
Wasser: Mittel bis hoch, bevorzugt gleichmässig feucht
Blüte: Klein, unscheinbar, in Büscheln
Blütenfarbe: Grünlich-weiss
Blütezeit: Mai–September (lang anhaltend)
Eignung für Bienen: Sehr gut (wichtige Nahrungsquelle)
Duft: Schwach
Wuchshöhe: 200–300 cm
Wuchsbreite: 80–120 cm
Wuchsgeschwindigkeit: 30–50 cm/Jahr
Blattform: Eiförmig, ganzrandig
Blattfarbe: Frischgrün
Herbstfärbung: Gelblich
Laub: Sommergrün
Wurzelsystem: Flachwurzler
Pflanzabstand: 80–120 cm
Winterhärte: bis ca. -30 °C (WHZ 4)
Verwendung: Hecke, Solitär, naturnaher Garten, Sichtschutz, Kübel (bedingt)
Windverträglichkeit: Sehr gut
Eignung für Kübel: Bedingt geeignet (grosse Gefässe)
Familie: Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse)
Herkunft: Deutschland (Züchtung)
Züchter: Dr. Hans Hachmann (Deutschland)
Geselligkeit: Sehr gut für Hecken und Gruppenpflanzungen
Besonderheiten: Schlanker Wuchs, lange Blütezeit, ökologisch wertvoll
Beschreibung
Der Faulbaum 'Minaret' ist eine schlank wachsende, moderne Selektion des heimischen Faulbaums und vereint ökologischen Nutzen mit platzsparender Wuchsform. Durch seinen aufrechten, säulenartigen Habitus eignet er sich besonders gut für kleinere Gärten oder schmale Pflanzstreifen, ohne dabei auf die positiven Eigenschaften eines naturnahen Gehölzes zu verzichten.
Am besten gedeiht 'Minaret' an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte frisch bis feucht und humos sein, wobei auch moorige oder zeitweise nasse Böden gut vertragen werden. Insgesamt ist der Faulbaum sehr anpassungsfähig und kommt auch mit schwierigeren Standorten zurecht.
Im Garten ist dieser Strauch vielseitig einsetzbar: als schmale Hecke, als strukturgebendes Element oder als Solitär in naturnahen Pflanzungen. Durch seine kompakte Breite ist er ideal für kleinere Flächen oder als vertikales Gestaltungselement. Zudem eignet er sich hervorragend für ökologische Gärten.
Eine besondere Stärke des Faulbaums 'Minaret' ist seine lange Blütezeit: Über mehrere Monate hinweg erscheinen kleine Blüten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten darstellen. Daraus entwickeln sich dekorative Früchte, die von grün über rot bis schwarz reifen und von Vögeln geschätzt werden. Damit leistet die Pflanze einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität.
Die Pflege ist unkompliziert: Ein Rückschnitt ist bei Bedarf möglich und wird gut vertragen. Ansonsten ist der Faulbaum sehr robust, winterhart und anspruchslos.
Pflanzpartner:
- Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – ergänzt mit Blüte, essbaren Früchten und schöner Herbstfärbung
- Holunder (Sambucus nigra) – ideal für naturnahe Pflanzungen und bietet zusätzliche Tiernahrung
- Wildrosen (z. B. Rosa canina) – liefern Hagebutten und fördern die Artenvielfalt
- Ziergräser (z. B. Miscanthus sinensis) – bringen Struktur und Leichtigkeit in die Pflanzung
Diese Pflanzpartner sind besonders empfehlenswert, da sie ähnliche Standortansprüche haben und gemeinsam eine naturnahe, artenreiche und pflegeleichte Gartenlandschaft schaffen.
Leider ist es nur ein 300m² kleiner Kleingarten. Zu wenig Platz für die beiden Raupen-Futterpflanzen des Zitronenfalters: den Kreuzdorn und den Faulbaum. Sehr viele heimischen Schmetterlinge schlürfen als Erwachsene Nektar an verschiedenen Pflanzen, flattern gern auch mal auf einen 'exotischen Drink' an der Sommerflieder-Bar 'Zur blauen Buddeleja' vorbei. Der Admiral ist sogar einem Schlückchen vergorenem Pflaumensaft gegenüber nicht abgeneigt und torkelt dann vom Fallobst in Kurven davon.
Das Problem aber sind die Raupen. Die sind wie die meisten Insektenlarven sehr konservativ, das heißt sie stehen auf 'heimische Hausmannskost'. Ohne Faulbaum oder Kreuzdorn läuft da nichts. In einem Buch über heimische Pflanzen für den Garten fand ich den Hinweis auf zwei kleine, säulenwüchsige Sorten des Faulbaums: Fine Line und Minaret. Fine line mit seinen sehr schmalen Blättern ist recht dekorativ, erschien mir aber als Raupen-Futterpflanze weniger geeignet. Schließlich sollten meine Raupen ja satt werden und es sollte auch noch ein wenig Faulbaum übrigbleiben. Also Minaret! Aber woher beziehen? In Baumschulen der Umgebung und auch den meisten seriösen Anbietern im Netz nicht zu bekommen.
Erst bei Lubera wurde ich dann fündig: Minaret als kräftige Pflanze im 5-Liter-Topf !!! Mitte Februar bestellt, zügig und vorzüglich verpackt geliefert, wohlbehalten angekommen und vorerst in einen 15-LiterTopf für die Terrasse gepflanzt. Die Zitronenfalter konnten anflattern, mein Garten war gerüstet. Vielen Dank, Lubera !!!
Es gab nicht so viele Falter im März/April 2019. Aber zumindest eine Zitronenfalter-Dame fand Gefallen an meinem 'Minaret'. Im April fand ich an den austreibenden Knospen des Bäumchens längliche hellgrüne Eier. Meist nur eins, höchstens zwei pro Knospe, damit später auch das Futter reicht. Die Raupen schlüpfen etwas später als die Blätter, so daß die Mini-Räupchen ab Mai einen gut gedeckten Tisch vorfinden. Und dann heißt es: fressen und fressen und fressen... Gut, daß ich 'Minaret' gewählt hatte: Breites Blatt macht Raupen satt!
Zwischen dem Mahlzeiten hält Raupe Siesta auf der Mittelrippe des Futterblattes, gut getarnt in Faulbaum-Grün mit dezenten weißen Längsstreifen an den Seiten. Gut getarnt, aber nicht gut genug: Ab Anfang Juni wurden es schnell immer weniger Raupen. Die Blaumeisen im Nachbargarten hatten stets hungrigen Nachwuchs im Nest. Das Schicksal einer Raupe: Meisenfutter! Leider habe ich weder die hübschen Puppen am Faulbaum hängen sehen, noch das Schlüpfen eines Zitronenfalters beobachten können. Aber neues Jahr, neues Glück!
Auch ohne Raupen gab es den Rest des Jahres am Faulbaum genug zu sehen. Die etwas unscheinbaren Blütchen haben einen feinen Duft und erscheinen nach der Hauptblüte im Mai-Juni noch bis weit in den September hinein. Sie sind äußerst beliebt bei weiteren Schmetterlingen, Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Insekten. Irgendjemand summte da immer an den Blüten. Durch die lange Blütezeit gibt es Beeren in allen Reifestadien am Baum: von grün über rot bis schwarz. Äußerst dekorativ! Aber nicht von Dauer, da bei Vögeln sehr beliebt. Denen sollten wir sie auch überlassen, für den Menschen sind sie giftig. Und zuletzt verabschieden sich die Blätter im Herbst mit einer wunderschönen goldgelben Farbe.
Ich kann den Faulbaum nur empfehlen. Als 'unterhaltsames' Zierbäumchen in Beet oder Topf, als Insekten-Nährgehölz, als Vogelfutter - vielfacher Nutzen. Und keine Angst: Die Rinde riecht nur faulig, wenn man daran kratzt.
können Sie abschätzen, wann der Faulbaum Minaret wieder lieferbar ist? Ich plane noch eine Bestellung (Cassis, Stachelbeere, Josta Jufruity) und würde damit dann evtl. warten.
mein Faulbaum Minarett ist erst seit etwa einem Jahr gepflanzt und steht im Halbschatten. Er wird etwa einmal wöchentlich gewässert. Jetzt habe ich bemerkt, dass an einzelnen Ästen/Triebspitzen die Blätter welken. Der Rest des Strauchs sieht aber gesund aus. Von unten treibt er außerdem auch neu nach. Woran könnte diese Teilschädigung liegen und was ist zu tun? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.