Aprikosenkirsche 'Aprikyra'
Prunus hybr. 'Aprikyra' - eine ungewöhnliche Verwandte von Aprikose und Pflaume
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Breite: 2m - 4m
Botanischer Name: Prunus ‘Aprikyra’
Abstammung: interspezifische Prunus-Hybride aus dem Aprikosen-Pflaumen-Verwandtschaftskreis
Züchtung: Mendel-Universität Brno, Fakultät für Gartenbau in Lednice, Tschechien
Wuchs: mittelstark bis eher schwach, kompakt und fein verzweigt
Wuchsform: Grossstrauch bis kleiner Baum
Wuchshöhe: etwa 3–4 m
Wuchsbreite: etwa 2–3 m
Blüte: weiss, einfach
Blütezeit: März bis April, je nach Standort und Witterung
Fruchtholz: vorwiegend ein- und zweijähriges Holz
Befruchtung: selbstfruchtbar
Frucht: rundlich bis leicht oval, klein bis mittelgross
Fruchtschale: dunkelrot bis rotviolett
Fruchtfleisch: dunkelrot, fest bis knackig und sehr saftig
Geschmack: süss-säuerlich und aromatisch, mit Aprikosen- und Pflaumencharakter sowie an Kirsche erinnernden Aromanoten
Stein: bei Vollreife vergleichsweise gut vom Fruchtfleisch lösend
Reifezeit: Juli
Ertrag: früh einsetzend, unter guten Bedingungen regelmässig und reich
Verwendung: Frischverzehr, Naschobst, Konfitüre, Fruchtaufstrich, Kompott, Chutney und Desserts
Standort: sonnig, warm und möglichst geschützt
Boden: humos, nährstoffreich und gut durchlässig, keine Staunässe
Winterhärte: gute Kältetoleranz des Holzes; die Blüten können wie bei anderem früh blühendem Steinobst durch Spätfröste geschädigt werden
Gesundheit: gilt als vergleichsweise robust, insbesondere wird eine geringe Anfälligkeit gegenüber Monilia beschrieben
Schnitt: zurückhaltend schneiden und die Krone locker halten; stärkere Schnittmassnahmen vorzugsweise während oder nach der Ernte durchführen
'Aprikyra'® ist eine dieser Obstsorten, deren botanische Eigenschaften wirklich sopennend sind, denn sie ist eine interspezifische Prunus-Hybride aus dem Verwandtschaftskreis von Aprikose und Pflaume. Ihre dunklen Früchte erinnern in Form und Saftigkeit an kleine Pflaumen, besitzen aber einen ganz eigenen Geschmack, in dem je nach Reifegrad aprikosenartige, pflaumige und leicht an Kirsche erinnernde Aromen auftreten.
Gerade diese schwer einzuordnende Frucht macht 'Aprikyra'® zu einem spannenden Obstgehölz für alle, die im Garten nicht nur Bekanntes anbauen möchten.
Die 'Aprikyra'® wurde im Rahmen der Steinobstzüchtung an der Mendel-Universität Brno, Fakultät für Gartenbau in Lednice (Tschechien) entwickelt, wo seit Jahrzehnten intensiv an Aprikosen und interspezifischen Prunus-Hybriden gearbeitet wird.
Wie schmeckt 'Aprikyra'®?
Die rundlichen Früchte reifen im Juli etwa gleichzeitig mit mittelfrühen Aprikosen. Bei Vollreife färbt sich ihre Schale dunkelrot bis violett. Besonders auffällig ist das ebenfalls rötliche Fruchtfleisch.
Es ist sehr saftig, eher knackig als mehlig und nicht faserig. Geschmacklich verbindet 'Aprikyra'® Süsse mit einer angenehmen Säure. Das häufig erwähnte «Kirscharoma» sollte man dabei nicht zu wörtlich nehmen: Die Frucht schmeckt nicht einfach wie eine grosse Kirsche. Vielmehr entsteht ein eigenständiges Steinobstaroma irgendwo zwischen Aprikose, Pflaume und dunklen Früchten.
Damit ist 'Aprikyra'® vor allem eine Naschfrucht. Vollreif direkt vom Baum lässt sich ihr ungewöhnliches Aroma am besten kennenlernen. Die saftigen Früchte eignen sich aber ebenso für Kompott, Konfitüre, Fruchtaufstriche, Chutneys und Desserts. Besonders reizvoll ist dabei die intensive Farbe des Fruchtfleisches. Der Stein lässt sich bei reifen Früchten vergleichsweise gut vom Fruchtfleisch lösen.
'Aprikyra'® im Garten
Auch der Baum selbst ist ungewöhnlich. 'Aprikyra'® wächst eher mittelschwach bis schwach und fein verzweigt und bleibt damit überschaubarer als viele kräftig wachsende Steinobstbäume. 'Aprikyra'® lässt sich als kleiner Baum oder grösserer Strauch erziehen.
Die weissen Blüten erscheinen im Frühjahr. Interessant ist, dass 'Aprikyra'® etwas später als klassische Aprikosen blüht. Das kann in spätfrostgefährdeten Gegenden ein kleiner Vorteil sein – eine Garantie gegen Blütenschäden durch Spätfröste ist es allerdings nicht.
Das Holz besitzt eine gute Kältetoleranz. Auch gegenüber Monilia gilt 'Aprikyra'® als vergleichsweise wenig empfindlich. Das macht sie insbesondere für Hausgärten interessant, in denen klassische Aprikosen aufgrund von Winterkälte, früher Blüte oder Krankheiten nicht immer problemlos gedeihen.
Standort und Boden für 'Aprikyra'®
Pflanze 'Aprikyra'® an einen warmen, sonnigen und möglichst geschützten Platz. Ein Standort vor einer sonnigen Hauswand oder in einem geschützten Innenhof kann günstig sein. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und vor allem gut durchlässig sein.
Staunässe sollte wie bei anderem Steinobst vermieden werden. Auf schweren Böden lohnt es sich daher, vor der Pflanzung für eine bessere Drainage und Bodenstruktur zu sorgen. Nach dem Anwachsen kommt der Baum mit normalen Gartenbedingungen gut zurecht, während längerer Trockenperioden sollte insbesondere bei jungen Bäumen gründlich gewässert werden.
Muss 'Aprikyra'® bestäubt werden?
'Aprikyra'® wird als selbstfruchtbar beschrieben. Du brauchst daher grundsätzlich keinen zweiten Baum, um Früchte ernten zu können.
Die Blüten sind zugleich eine frühe Nahrungsquelle für bestäubende Insekten. Gerade bei kühler Witterung während der Blüte kann ein geschützter Standort deshalb auch für die Befruchtung von Vorteil sein.
Wie schneidet man 'Aprikyra'®?
'Aprikyra'® muss nicht stark geschnitten werden. Der Baum wächst relativ kompakt und verzweigt sich fein. Entferne vor allem nach innen wachsende, sich kreuzende oder beschädigte Äste und halte die Krone locker und lichtdurchlässig.
Dabei sollte man bedenken, dass 'Aprikyra'® bereits am ein- und zweijährigen Holz Blütenknospen bildet. Ein allzu energischer jährlicher Rückschnitt würde deshalb genau das junge Fruchtholz entfernen, an dem die nächste Ernte entstehen soll.
Nevertheless, the tree survived and set beautiful blooms around March 15th 2026 (two weeks before the last frost date).
We will have to see if it produces any fruit, but it is already quite beautiful as an ornamental tree.
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