Clematis, Italienische Waldrebe
Clematis viticella - robuste Wildclematis mit violetten Sommerglocken
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Breite: 60cm - 120cm
Clematis viticella, die Italienische Waldrebe, ist eine der wertvollsten Wildarten für alle, die eine robuste, reichblühende und unkomplizierte Clematis suchen. Von Juni bis Juli und dann noch einmal von September bis Oktober trägt sie zahlreiche nickende bis weit geöffnete violette Glockenblüten, die wesentlich kleiner und natürlicher wirken als die riesigen Blüten moderner Clematis-Hybriden. Ihre Vitalität und Widerstandsfähigkeit haben Clematis viticella zudem zu einer der wichtigsten Ausgangsarten für die Züchtung moderner Garten-Clematis gemacht.
Herkunft
Die Heimat von Clematis viticella liegt in Süd- und Südosteuropa und reicht bis in angrenzende Gebiete Westasiens. Die Art ist unter anderem in Italien und auf dem Balkan verbreitet und wird bereits seit Jahrhunderten in europäischen Gärten kultiviert. Im Deutschen trägt sie deshalb den treffenden Namen Italienische Waldrebe.
Ihre Bedeutung geht weit über die botanische Wildart hinaus. Clematis viticella steht am Anfang einer ganzen Gruppe beliebter Gartensorten. Berühmte Clematis wie 'Etoile Violette', 'Polish Spirit', 'Purpurea Plena Elegans' oder 'Royal Velours' verdanken dieser Art wesentliche Eigenschaften – vor allem ihre Wuchskraft, lange Sommerblüte und Robustheit.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Pflanze die Italienische Waldrebe sonnig bis halbschattig. Anders als manche empfindlichere grossblumige Clematis kommt sie auch mit sonnigeren, wärmeren Gartenplätzen gut zurecht, sofern der Boden nicht dauerhaft austrocknet.
Ideal ist eine humose, nährstoffreiche und durchlässige Erde. Kalk wird gut vertragen. Nach dem Einwurzeln zeigt sich Clematis viticella erstaunlich widerstandsfähig, bei längerer sommerlicher Trockenheit solltest du sie dennoch gründlich giessen.
Mit etwa 1,8 bis 3 m Höhe besitzt die Wildart ordentlich Temperament. Sie klettert als Blattstielranker durch Sträucher und Rosen oder an dünnen Drähten und Rankstreben empor. Ihre vergleichsweise kleinen Blüten erscheinen dabei in grosser Zahl und verleihen der Pflanze einen wunderbar lockeren, natürlichen Charakter.
Besonderheiten – vor allem Blüte und Frucht
Von Juni bis Juli und von September bis Oktober produziert Clematis viticella immer neue violette bis purpurviolette Glockenblüten. Typisch sind vier Blütenhüllblätter, die sich zunehmend nach aussen öffnen und die helleren Staubgefässe freigeben. Mit etwa 3 bis 6 cm bleiben die Einzelblüten deutlich kleiner als bei grossblumigen Hybriden.
Genau darin liegt ihr Reiz: Statt einiger weniger riesiger Blüten entsteht ein sommerlicher Schleier aus unzähligen kleinen Blütenglocken. Die offenen Blüten sind für Bienen und andere Insekten gut zugänglich.
Nach der Bestäubung bilden sich kleine Nüsschen mit verlängerten, behaarten Griffeln. Zusammen entwickeln sie sich zu fedrigen Samenständen, die auch nach dem Abblühen noch dekorativ wirken.
Verwendung im Garten
Clematis viticella ist eine hervorragende Wahl für naturnahe Gärten, Rosenbögen, Pergolen und Zäune. Besonders schön wirkt sie, wenn sie nicht streng an einem Spalier erzogen wird, sondern locker durch einen Strauch oder eine Kletterrose wachsen darf.
Auch grössere alte Rosen profitieren von dieser Partnerschaft: Wenn deren erster Blütenhöhepunkt nachlässt, beginnt die Italienische Waldrebe zunehmend Farbe zu liefern.
Eine Kübelkultur ist möglich. Wähle bitte einen grossen, frostfesten Kübel mit mindestens 40–50 Litern Volumen und gutem Wasserabzug. Aufgrund ihrer Wuchskraft ist die ausgepflanzte Kultur langfristig jedoch komfortabler.
Pflege – 3 spezielle Kulturtipps
1. Im Februar kräftig zurückschneiden: Clematis viticella gehört zur Schnittgruppe 3. Schneide alle Triebe im Spätwinter auf etwa 20–40 cm zurück. Da die Blüten am neuen Jahrestrieb entstehen, kostet dieser Schnitt keine Blüte und sorgt für einen vitalen Neuaufbau.
2. Junge Triebe früh verteilen: Die Pflanze kann innerhalb einer Saison mehrere Meter wachsen. Verteile die jungen Triebe deshalb bereits im Frühjahr fächerförmig auf der Rankhilfe. So erhältst du später eine wesentlich gleichmässigere Blütenfläche.
3. Nicht zu sehr verwöhnen: Ein guter Gartenboden, eine Frühjahrsdüngung und Wasser bei längerer Trockenheit reichen normalerweise aus. Übermässige Stickstoffdüngung fördert vor allem Blätter und Triebe statt Blüten.
Vergleich mit anderen Sorten
Die Wildart Clematis viticella besitzt kleinere, glockenförmigere Blüten als ihre zahlreichen Gartensorten. 'Etoile Violette' bietet beispielsweise grössere, intensiv dunkelviolette Blüten, während 'Purpurea Plena Elegans' mit gefüllten purpurroten Blüten auffällt. 'Venosa Violacea' kombiniert Weiss mit einer spektakulären violetten Aderung. Die botanische Clematis viticella ist dagegen die richtige Wahl, wenn du einen ursprünglichen, naturnahen Charakter und hohen ökologischen Wert suchst.
Pflanzpartner für Clematis viticella
Kletterrose 'New Dawn' (Rosa 'New Dawn'): Das zarte Perlrosa bildet einen weichen Kontrast zum Violett der Waldrebe. Die sommerliche Clematis-Blüte ergänzt die lange Blütezeit dieser Rose hervorragend.
Kletterrose 'Ilse Krohn Superior' (Rosa 'Ilse Krohn Superior'): Cremeweisse Rosenblüten lassen das Purpurviolett von Clematis viticella besonders kräftig erscheinen. Die Rose dient zugleich als natürliche Rankhilfe.
Felsenbirne (Amelanchier lamarckii): Ihr lockerer Kronenaufbau bietet der Waldrebe zahlreiche Zweige zum Festhalten. Gleichzeitig entsteht eine sehr natürlich wirkende Kombination für grössere Beete und naturnahe Gärten.
Rispenhortensie 'Limelight' (Hydrangea paniculata 'Limelight'): Ihre hellen limettengrünen bis cremeweissen Rispen setzen einen ruhigen Kontrast zu den violetten Clematis-Blüten. Mit genügend Abstand gepflanzt ergänzen sich beide Pflanzen hervorragend in unterschiedlichen Wuchsebenen.
Wer kann mir hier weiterhelfen? Besten Dank für eine Antwort.
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