Tetradium daniellii - Hochstamm
Tausendblütenstrauch, Bienenbaum, Honigesche, Duftesche - wertvoller Insektenbaum mit duftender Spätsommerblüte
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Breite: 7.5m - 15m
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt warme und geschützte Lagen
Boden: tiefgründig, humos, nährstoffreich, frisch bis mässig trocken, gut durchlässig
Wasser: mässiger Wasserbedarf, nach dem Anwachsen gut trockenheitsverträglich, Staunässe vermeiden
Blüte: grosse, lockere Schirmrispen aus zahlreichen kleinen Einzelblüten
Blütenfarbe: cremeweiss bis weiss
Blütezeit: Juli bis August, teilweise bis Anfang September
Eignung für Bienen: ausgezeichnet, eine der wertvollsten Bienen- und Insektenpflanzen überhaupt
Duft: angenehm süsslich und intensiv während der Blüte
Wuchshöhe: als Hochstamm je nach Stammhöhe insgesamt ca. 10–15 m
Wuchsbreite: 7,5–10 m
Wuchsgeschwindigkeit: etwa 30–50 cm pro Jahr
Blattform: unpaarig gefiedert mit 7–13 eiförmigen Fiederblättchen
Blattfarbe: frisch- bis dunkelgrün
Herbstfärbung: gelb bis gelbgrün
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler mit kräftigem, gut verzweigtem Wurzelsystem
Pflanzabstand: 4–6 m
Winterhärte: bis etwa –25 °C, Winterhärtezone WHZ 5b–6a
Verwendung: Solitärbaum, Bienenweide, Hausbaum, Naturgarten, Park, Vorgarten
Windverträglichkeit: gut, geschützte bis mässig exponierte Standorte bevorzugt
Eignung für die Kultur im Kübel: nur in jungen Jahren beziehungsweise vorübergehend geeignet
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Herkunft: China und Korea
Züchter: Naturart (Tetradium daniellii, Synonym: Euodia daniellii)
Geselligkeit: einzeln als Solitär oder in lockeren Baumgruppen
Besonderheiten: aussergewöhnlich wertvolle Bienenweide mit später Blüte und dekorativen rötlichen Fruchtständen
Der Tausendblütenstrauch als Hochstamm ist ein aussergewöhnlicher Blütenbaum für alle, die ihren Garten in ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge verwandeln möchten. Wenn viele andere Gehölze bereits verblüht sind, erscheinen im Hochsommer tausende cremeweisse Blüten, die einen angenehmen Duft verströmen und unzählige Bestäuber anlocken. Die elegante Hochstammform macht den Bienenbaum zugleich zu einem attraktiven Hausbaum mit hohem Zierwert.
Herkunft
Der Bienenbaum (Tetradium daniellii), früher auch unter dem botanischen Namen Euodia daniellii bekannt, stammt aus den Bergregionen Chinas und Koreas. In Europa wird er seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kultiviert und hat sich vor allem wegen seiner aussergewöhnlichen Bedeutung als Insektengehölz einen hervorragenden Ruf erworben. Seine zahlreichen deutschen Namen – Tausendblütenstrauch, Honigesche oder Duftesche – weisen bereits auf seine auffällige Blütenfülle und den reichen Nektarfluss hin.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Der Bienenbaum liebt sonnige bis halbschattige Standorte und entwickelt sich auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden am besten. Nach dem Einwurzeln verträgt er sommerliche Hitze und kürzere Trockenphasen erstaunlich gut. Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Als Hochstamm bildet er eine locker aufgebaute, breit rundliche bis schirmförmige Krone. Die grossen, gefiederten Blätter verleihen dem Baum eine elegante, leicht exotische Ausstrahlung. Durch die veredelte Hochstammform eignet er sich hervorragend als Solitär in kleineren Gärten oder repräsentativen Vorgärten.
Besonderheiten
Sein grösstes Highlight ist die aussergewöhnlich späte Blüte. Von Juli bis August erscheinen unzählige cremeweisse Blüten in grossen Schirmrispen. Gerade in dieser Zeit herrscht für viele Insekten bereits Nektarmangel – der Bienenbaum bietet dann eine reich gedeckte Tafel für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge.
Nach der Blüte entwickeln sich dekorative Fruchtstände mit rötlich bis purpurfarbenen Kapseln, aus denen glänzend schwarze Samen hervortreten. Diese verlängern den Zierwert des Baumes bis weit in den Herbst und bilden einen schönen Kontrast zum gelblich verfärbten Laub.
Verwendung im Garten
Als Hochstamm eignet sich der Tausendblütenstrauch hervorragend als Hausbaum, Solitär auf einer Rasenfläche oder als Blickfang im Vorgarten. Seine späte Blüte macht ihn besonders wertvoll für naturnahe Gärten, in denen ganzjährig Nahrung für Insekten bereitgestellt werden soll.
Durch seine lockere Krone spendet der Baum angenehmen lichten Schatten, sodass sich darunter auch Stauden oder niedrige Gehölze gut entwickeln können. Plane ausreichend Platz für die Krone ein, damit sich der Baum harmonisch entfalten kann.
Pflege
Der Bienenbaum ist ausgesprochen robust und unkompliziert.
Kulturtipp 1: Giesse junge Bäume in den ersten Standjahren regelmässig. Ältere Exemplare überstehen auch längere Trockenphasen meist problemlos.
Kulturtipp 2: Mulche den Wurzelbereich mit Kompost oder Rindenhumus. Das verbessert die Bodenstruktur und hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
Kulturtipp 3: Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich. Entferne lediglich abgestorbene oder sich kreuzende Äste im Spätwinter, damit die natürliche Kronenform erhalten bleibt.
Vergleich mit anderen Sorten
Der Bienenbaum (Tetradium daniellii) nimmt unter den Blütengehölzen eine Sonderstellung ein, da nur wenige Bäume so spät und gleichzeitig so reich blühen. Im Vergleich zum Schnurbaum (Styphnolobium japonicum) beginnt seine Blüte meist etwas früher und bietet eine noch höhere Attraktivität für Bienen. Gegenüber dem Taschentuchbaum (Davidia involucrata) steht nicht die spektakuläre Blütenform, sondern der enorme ökologische Nutzen im Mittelpunkt. Als Hochstamm verbindet er diesen hohen Naturwert mit einer eleganten Erscheinung.
Pflanzpartner
- Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides) – blüht ebenfalls spät im Jahr und verlängert das Nahrungsangebot für Bienen bis in den Herbst.
- Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) – sorgt mit ihrer langen Sommerblüte für zusätzliche Blütenfülle und harmoniert mit den ähnlichen Standortansprüchen.
- Lavendel (Lavandula angustifolia) – bietet bereits im Frühsommer reichlich Nahrung für Bestäuber und ergänzt den Bienenbaum zeitlich ideal.
- Bartblume (Caryopteris × clandonensis) – blüht bis in den Herbst hinein und bildet gemeinsam mit dem Bienenbaum eine besonders wertvolle Kombination für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
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