Dictamnus albus
Diptam, Brennender Busch
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60cm - 80cm breit
Blütezeitbereich: Mai bis Juni
Höhe: 80–120 cm
Lichtverhältnisse: sonnig
Blattform: gefiedert, lanzettlich
Blattfarbe: frischgrün
Pflanzabstand: 60–80 cm
Winterhärtezone: 4–8
Verwendung für: Staudenbeete, Bauerngärten, naturnahe Gärten, Solitärpflanze
Besonderheiten: aromatisch duftend, ätherische Öle, sehr langlebig
Familie: Rutaceae (Rautengewächse)
Geselligkeit: bevorzugt ruhige Nachbarschaft, schlecht verpflanzbar
Beschreibung
Dictamnus albus, auch bekannt als Diptam oder Brennender Busch, ist eine aussergewöhnliche Staude mit hohem botanischem und historischem Wert. Bereits seit Jahrhunderten wird sie in Kloster- und Bauerngärten kultiviert und geschätzt. Besonders faszinierend sind ihre aufrechten Blütenstände, die im späten Frühjahr erscheinen und durch ihre elegante, orchideenartige Anmutung auffallen. Die zartrosa bis weissen Blüten sind häufig fein violett geadert und verströmen einen intensiven, zitronig-würzigen Duft, der vor allem an warmen Tagen deutlich wahrnehmbar ist.
Die Staude erreicht eine Höhe von etwa 80 bis 120 Zentimetern und wächst horstbildend mit kräftigen, standfesten Stängeln. Das gefiederte, frischgrüne Laub erinnert entfernt an Zitruspflanzen, was nicht überrascht, da Dictamnus zur Familie der Rautengewächse gehört. Die Pflanze bevorzugt sonnige, warme Standorte mit durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden. Einmal etabliert, ist Dictamnus albus äusserst trockenheitsverträglich und benötigt kaum Pflege. Staunässe hingegen verträgt sie schlecht. Besonders wichtig ist, dass der Standort sorgfältig gewählt wird, denn die Pflanze reagiert empfindlich auf Umpflanzen und sollte möglichst viele Jahre – idealerweise Jahrzehnte – ungestört wachsen dürfen.
Eine besondere Eigenheit, die Dictamnus albus seinen volkstümlichen Namen „Brennender Busch“ eingebracht hat, ist der hohe Gehalt an ätherischen Ölen. An sehr heissen, windstillen Tagen können diese Öle in der Luft verdunsten und sich kurzzeitig entzünden, ohne der Pflanze zu schaden. Dieser Effekt ist selten zu beobachten, unterstreicht jedoch den aussergewöhnlichen Charakter dieser Staude. Beim Umgang mit der Pflanze ist Vorsicht geboten: Der Pflanzensaft kann in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreizungen verursachen, weshalb Handschuhe empfohlen werden.
In der Gartengestaltung wirkt Dictamnus albus besonders eindrucksvoll als Solitärstaude oder in locker aufgebauten Staudenbeeten mit ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen. Ihre ruhige, aufrechte Erscheinung und die edle Blüte machen sie zu einer idealen Strukturpflanze für naturnahe, klassische oder historische Gärten. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und geringen Pflegeansprüche ist sie eine echte Investition in die Zukunft des Gartens.
Gute Pflanzpartner
Iris germanica (Bart-Iris): Ähnliche Standortansprüche und eine frühe Blüte ergänzen den Diptam harmonisch.
Paeonia lactiflora (Stauden-Pfingstrose): Die kräftigen Blüten der Pfingstrose bilden einen spannenden Kontrast zur filigranen Struktur des Dictamnus.
Salvia nemorosa (Steppen-Salbei): Aufrechte Blütenkerzen verlängern die Blühzeit im Beet und passen gut zum sonnigen Standort.
Achillea filipendulina (Goldgarbe): Robuste Staude mit späterer Blüte, die Struktur und Farbe in die Sommermonate bringt.
Ich habe bereits drei Versuche unternommen, Dictamnus albus in unserem Steingarten anzusiedeln, leider vergebens. Die Blätter wurden jeweils gelb und fielen ab. Ein Neuaustrieb erfolgte nicht, auch als ich das Exemplar des letzten Versuchs in einen Topf setzt.
Worauf soll ich nebst sonnigem Standort und keine Staunässe noch achten? Oder liegt es daran, dass die Pflanzballen kaum durchwurzelt waren? Aber wo bekomme ich ein gut angewachsenes Exemplar her?
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