Eine Kladde dient mir für spontane Aufzeichnungen, während ich im Hochbeetgarten jäte, gieße, ernte, oder einfach nur beobachte. Theodor Fontane soll gesagt haben:
»Die Dinge beobachten gilt mir beinah mehr als sie besitzen«,
und tatsächlich kann ich Fontanes Einstellung mit meiner Kladde in den Händen gut nachvollziehen.
Damit ich meine Beobachtungen später jeweils einem Hochbeet zuordnen kann, habe ich sie gut sichtbar nummeriert. Da mir die sinnliche Gestaltung meines Hochbeetgartens inzwischen irrationale, nahezu ekstatische Freuden bereitet, habe ich mir dafür Lacke in Lubera-Rot und Lubera-Gelb, sowie Zahlen-Schablonen besorgt. Jedes Hochbeet lässt sich nun so unverwechselbar ansprechen, als hätte es einen Namen.
Bild: Die Nummerierung in Rot und Gelb ermöglicht geordnete Datensammlungen.
Die Notizen der Kladde möchte ich anschließend in eigens erstellte Datenbanken in Notion übertragen. Notion ist eine digitale Arbeitsplattform, mit der sich Notizen, Datenbanken, Projekte, Aufgaben und Dokumentationen übersichtlich, und schön!, an einem Ort verwalten lassen. Das soll mir helfen, die Erfahrungen systematisch zu sammeln, und vor allem nicht wieder zu vergessen. Und so etwa sieht die Datenbank aus:
Datenbank 1: Hochbeete
Jedes Hochbeet erhält einen eigenen Datensatz mit den wichtigsten Informationen:
- Beetnummer: eindeutige Zuordnung des Beetes
- Standort: z. B. sonnig, halbschattig oder windgeschützt
- Substrat: verwendete Erde
- Bepflanzung, ggf. Motto: Pflanzen und deren Gedeihen in der jeweiligen Hochbeet-Mischkultur
- Wettereinflüsse: wie haben die Pflanzgemeinschaft auf das Wetter in der Saison reagiert
- Fotoverlauf: die Pflanzgemeinschaft im Jahreslauf
Datenbank 2: Sortenversuche
Für jede getestete Sorte werden die wichtigsten Beobachtungen festgehalten:
- Aussaat- und Pflanzdatum
- Herkunft und Beschreibung der Sorte
- Wuchsverhalten und Entwicklung
- Ertrag und Erntezeit
- Geschmack
- Krankheitsanfälligkeit
- Eignung für das Hochbeet
- Fotoverlauf vom Pflanzen bis zur Ernte
Warum das alles dokumentieren?
Mein digitales Hochbeet-Tagebuch soll alles, was in den Hochbeeten passiert, nachvollziehbar und unvergesslich festhalten. Entwicklungen möchte ich über Wochen und Monate anschaulich verfolgen, und euch später in Newsletter-, Blog- und Social Media-Beiträgen vorstellen. Bereits nach einer Saison entsteht so eine wertvolle Sammlung an Erfahrungen. Nach und nach wächst hier eine fundierte Grundlage für Sortenempfehlungen und praxisnahe Inhalte.
Da gibt es übrigens noch so ein Zitat, dass auf wohl auf jeden Garten passen wird, und das ist natürlich auch von Jürgen Dahl:
»Vorhersehbar ist, daß das Unvorhergesehene sich ereignet.«
So habe ich vorhersehbar feststellen können, dass unsere Samenmischung ‘Bienenweide’ ein Hochbeet schön bunt und lebendig werden lässt. Ich hatte diese ‘Bienenweide’ jedoch als Unterpflanzung gedacht, und nun sehe ich den Strauch der Schwarzen Johannisbeere dahinter nicht mehr. Das schützt vielleicht gut vor Beerenklauerei, aber leider nimmt es dem Strauch auch viel Sonnenlicht.
Bild: Unsere fröhlich-bunte Samenmischung ‘Bienenweide’ mit vielen Blüten im Juni.
Das ist das Unvorhergesehene im Dahlschen Sinne, das wohl eine Notiz verdient. In mein Hochbeetgarten-Tagebuch notiere ich: »‘Bienenweide’-Mix ist keine Unterpflanzung. Es sei denn für eine hohe Wiese unter noch viel höheren Obstbäumen.« Für mehr Unvorhergesehenes folge mir in diesem Newsletter und hinterlasse gerne ein Like und Kommentare.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
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