Birne 'Schweizer Wasserbirne'

Pyrus communis 'Schweizer Wasserbirne' - Schweizer Liebling unter den Mostbirnen

Schweizer Wasserbirne
Schweizer Wasserbirne
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Vorteile Birne 'Schweizer Wasserbirne'

  • sehr gute Mostbirne mit hohem Ertrag
  • das Fruchtfleisch ist sehr saftig und bissfest, angenehm mild im Geschmack
  • guter Wuchs und über viele Jahre tragend

Die in Deutschland sowie der Schweiz weitverbreitete 'Schweizer Wasserbirne' gehört zu den Urahnen unter den Birnensorten. Es gibt viele Gründe, warum wir Ihnen gerade diese geschmacklich und optisch besonders wertvolle Herbstbirne als neuen Familienbaum für Ihren Garten empfehlen wollen. Die ausgewachsen sehr stattlichen Gehölze präsentieren sich als obstbauliche Zeugen im Hof- und Gartenbereich und ergeben dort eine prächtige Optik, die durch die Rotfärbung der Blätter zum Herbst im Kronenbereich dieser Obstbäume noch wesentlich gesteigert wird. Wenn Sie jetzt eine 'Schweizer Wasserbirne' bei Lubera kaufen, setzen Sie sich quasi selbst ein bleibendes Denkmal für gleich mehrere Generationen, denn die rasch und kräftig wachsenden Birnbäume erreichen nicht selten ein Alter von bis zu 200 Jahren. Dazu gilt sie als eine der am wenigsten anspruchsvollen Sorten, was die klimatischen Bedingungen und den Standort der 'Schweizer Wasserbirne' im Hausgarten anbelangt. 

Die ‘Schweizer Wasserbirne’ – reiche Erträge seit 200 Jahren

Bereits unsere Vorfahren gerieten bei diesen ertragreichen Mostbirnen ins Schwärmen, wenn sie über ihre alljährlichen und oft sehr reichen Ernten berichteten. In historischen Aufzeichnungen kann man über die durchhängenden Fruchtäste der schon älteren Bäume und deren Erträge zwischen 240 bis 250 Sester in besonders guten Erntejahren lesen. 10 (Schweizer) Sester entsprachen übrigens einer Menge von 223 Pfund, woraus man wiederum 50 Mass Saft gewinnen konnte.

Abstammung und Herkunft der 'Schweizer Wasserbirne'

Wie so oft bei alten Obstsorten wird als Ursprung bei dieser Sorte ein Zufallssämling schweizerischer Herkunft (wahrscheinlich aus dem Kanton Thurgau) vermutet. Unter Leitung des Pomologen Wilhelm Walker war man ab 1823 an der Lehranstalt für Gartenbau aus Hohenheim mit der gezielten Vermehrung und Weiterverbreitung der 'Schweizer Wasserbirne' befasst. Der bekannte österreichische Pomologe H. L. Werneck vermutete 1962 schliesslich als Urtyp die zu den Wildarten zählende Holzbirne (Pyrus pyraster). Bemerkenswert und zum Teil gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Vielzahl weiterer Bezeichnungen, die im Laufe der Zeit für die 'Schweizer Wasserbirne' entstanden sind, wie beispielsweise: 'Kugelbirne', 'Thurgibirne', 'Thurgaubirne', 'Weingifterin', 'Marzenbratbirne', 'Kugelbirne' und sogar 'Kotzbirne'.

Anforderungen an den Standort und Pflanzung der ‘Schweizer Wasserbirne’

Sie haben die Wahl und können im Lubera Shop die 'Schweizer Wasserbirne' kaufen - entweder als Hoch- oder Halbstamm, aber in beiden Sorten jeweils starkwachsend. Wuchsleistung (jährlicher Wuchszuwachs zwischen 30 und 50 cm), Ertrag sowie Fruchtqualität setzen jedoch - trotz einer gewissen Anspruchslosigkeit dieser Gehölze - eine gewisse Standortqualität voraus. Ideal für den Anbau im Hausgarten ist ein sonniger (notfalls auch teilweise halbschattiger) Standort auf frischem, tiefgründigem, mässig trockenem und sandig bis lehmigem Erdreich. Denken Sie beim Einpflanzen daran, dass der Baum in seinen ersten Lebensjahren mit einem Pfahl abgestützt werden muss. Ebenso wichtig ist das regelmässige Bewässern der jungen Birnbäume, vor allem in den trockenen Sommermonaten. 

Wuchseigenschaften und Pflege der ‘Schweizer Wasserbirne’

An einem birnenfreundlichen Standplatz werden sich rasch hochkuglige und mächtige Bäume entwickeln, die mit einer hohen Gesundheit und Langlebigkeit beeindrucken. Das kräftige Kronengerüst bei der 'Schweizer Wasserbirne' besteht aus grösstenteils aufrecht wachsenden Ästen, während sich die fruchttragenden Zweige nach unten neigen. Generell überzeugt die Sorte mit einer beachtlichen Fruchtbarkeit und hohen, kontinuierlichen Erträgen. Die notwendigen Pflegearbeiten beschränken sich auf die Beseitigung trockener oder beschädigter Äste und der regelmässigen Auslichtung im Fall von zu dicht beieinanderstehenden Fruchttrieben.

Die 'Schweizer Wasserbirne' ist triploid

Die alte Birnensorte 'Schweizer Wasserbirne' gehört zu den triploiden Sorten. Die meisten Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch einen zweifachen (diploiden) Chromosomensatz. Einige älteren Apfel und Birnensorten sind jedoch triploid, sie haben also jedes Chromosom in dreifacher Ausführung. Diese natürliche Mutation führt dazu, dass solche Sorten meist wüchsiger sind und große bis sehr große Früchte ausbilden. Jedoch bilden sie gleichzeitig kaum Pollen und können somit keine anderen Bäume bestäuben. 

Ernte und Lagerung der 'Schweizer Wasserbirne'

Die Erntezeit bzw. Schüttelreife der Mostbirnen reicht von Ende September bis Mitte Oktober. Die daran anschliessende Verwertungsreife, also Haltbarkeitsdauer der Früchte, dauert bis zu zwei Monate. Bei günstiger Witterung erreichen die Wasserbirnen ein durchschnittliches Fruchtgewicht von etwa 130 Gramm. 

Fruchteigenschaften der 'Schweizer Wasserbirne'

Über die Eigenschaften berichtete der Schweizerische Landwirtschaftliche Verein bereits 1872 in seinem Meisterwerk «Schweizerische Obstsorten» und zwar ziemlich illustriert: »Die Form der mittelgrossen Frucht ist fast kugelig; von dem meist in der Mitte, oft auch näher dem Stiel liegenden Bauch nimmt dieselbe nach beiden Seiten gleichmässig ab; durch einzelne starke Beulen wird die 'Schweizer Wasserbirne' unregelmässig und bildet oft ungleiche Hälften. Eine Mittelfrucht ist 2’’ 3’’’ (69mm) hoch und 2’’ 4’’’ (72 mm) breit. Das Fleisch dieser süssherben, sehr saftreichen Mostbirne ist gelblichweiss, grobkörnig und nur lagerreif geniessbar. »

Geschmack der ‘Schweizer Wasserbirne’

Wichtig zu wissen, dass die Birnen sich reifeabhängig durchaus merklich im Geschmack unterscheiden können. Und der reicht – wie uns der Sortenname schon vermitteln soll – von herb-wässrig bis süsslich wässrig, fällt etwas schwachfruchtiger aus, als wir es von Tafelbirnen gewohnt sind wirkt aber dennoch beim Frischverzehr nur wenig gerbstoffbetont. Die 'Schweizer Wasserbirne' ist daher eine sehr wertvolle Sorte, die knackig, saftreich und mit einem Zuckergehalt von 16 % (60 bis 70 ° Oe) – neben vielen anderen Verwendungsmöglichkeiten - ausgezeichnet für den Frischegenuss geeignet ist. 

Verwendung der 'Schweizer Wasserbirne'

Für unsere Vorfahren war sie in Notzeiten eine lebenssichernde Essfrucht, die sich ebenso hervorragend als Mostbirne verwenden liess und zum Anlegen notwendige Wintervorräte gerne in grösseren Mengen gedörrt wurde. Ein paar Tipps zur Nutzung der 'Schweizer Wasserbirne' haben sie uns zum Glück noch hinterlassen: »Diese Birne wird meistens zum Mosten verwendet. Um gutes, helles Getränk zu erhalten, müssen die Früchte am Baum vollkommen reif werden und vor dem Pressen so lange auf Haufen liegen, bis sie Kernteig sind. Der Saft wird dann haltbar, wenn Äpfel oder raue Birnensorten damit vermischt gemostet werden. Gedörrt liefern diese Birnen sehr gute Schnitze. 

Kurzbeschreibung Birne 'Schweizer Wasserbirne'

Grösse: 6 bis 8 m hoch und 4 bis 6 m breit
Wuchs: starker Wuchs, hochkugelig, starke Äste
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler nährstoffreicher Boden 
Reifezeit: Ende September bis Oktober 
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: wenige Tage bis Wochen
Frucht Aussehen/Form: bildet grosse bis sehr grosse Früchte, kugelig, glatt, grüngelb, Rostpunkte 
Geschmack: sehr saftig und bissfest, angenehm mild im Geschmack
Herkunft/Geschichte: Die 'Schweizer Wasserbirne' ist ein Zufallssämling aus der Schweiz. Hier hat sie sich vor allem in Württemberg stark verbreitet und auch in Niederösterreich kommt sie seit dem 20. Jahrhundert vor.
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Birne 'Schweizer Wasserbirne' (0)

Name: Birne 'Schweizer Wasserbirne' Botanisch: Pyrus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Mitte Sept. bis Ende Okt.
Blätterfarbe: grün Blütenfarbe: weiss
Sonne: Halbschatten, Vollsonne Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Einzelpflanze
Süsse: süsssauer Laubkleid: laubabwerfend
Erhältlich: Februar bis November
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