Rosinenbaum 'Korinth'
Hovenia dulcis 'Korinth' - Exotische Naschfrüchte und spektakuläre Herbstfärbung
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Breite: 3m - 7.5m
Standort: Sonne bis Halbschatten, warm und geschützt
Boden: humos, nährstoffreich, durchlässig, frisch bis mässig feucht
Wasser: mittlerer Wasserbedarf, keine Staunässe
Blüte: lockere Trugdolden
Blütenfarbe: cremeweiss bis grünlichweiss
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: sehr gut
Duft: leicht honigartig duftend
Wuchshöhe: 500–1000 cm
Wuchsbreite: 300–600 cm
Wuchsgeschwindigkeit: 30–50 cm pro Jahr
Blattform: breit eiförmig bis herzförmig, zugespitzt
Blattfarbe: frischgrün bis mittelgrün
Herbstfärbung: leuchtend gelb, orange bis rotorange
Laubverhalten: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler
Pflanzabstand: 400–600 cm
Winterhärte: bis etwa -22 °C (WHZ 6a)
Verwendung: Solitärbaum, Naschgarten, Exotengarten, Hausbaum, Bienenweide
Windverträglichkeit: mässig bis gut, geschützte Lage empfehlenswert
Eignung für die Kultur im Kübel: nur in jungen Jahren geeignet
Familie: Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Herkunft: Ostasien (China, Korea, Japan)
Züchter: Lubera-Selektion 'Korinth'
Geselligkeit: Solitärbaum
Besonderheiten: essbare Fruchtstiele, rosinenartiger Geschmack, seltenes Naschgehölz, attraktive Herbstfärbung
Der Rosinenbaum 'Korinth' ist eine echte Entdeckung für Liebhaber aussergewöhnlicher Obst- und Ziergehölze. Während die eigentlichen Früchte eher unscheinbar bleiben, entwickeln sich die Fruchtstiele zu süssen, aromatischen Naschereien mit einem Geschmack, der an Rosinen, Birnen und Honig erinnert. Zusammen mit seiner attraktiven Krone, der späten Blüte und der spektakulären Herbstfärbung bietet dieser seltene Baum einen aussergewöhnlichen Mehrwert für den Garten.
Herkunft
Der Rosinenbaum (Hovenia dulcis) stammt ursprünglich aus China, Korea und Japan. Dort wird er seit Jahrhunderten als Obst-, Heil- und Schattenbaum kultiviert. In seiner Heimat gilt er als wertvoller Nutzbaum, dessen süsse Fruchtstiele traditionell frisch verzehrt oder getrocknet werden.
Die Sorte 'Korinth' wurde aufgrund ihrer guten Fruchtqualität, ihrer Zuverlässigkeit und ihrer Eignung für mitteleuropäische Klimabedingungen ausgewählt. Sie zählt zu den interessantesten Exoten für den essbaren Garten.
Botanisch gehört der Rosinenbaum überraschenderweise zur Familie der Kreuzdorngewächse und ist damit mit Faulbaum und Kreuzdorn verwandt.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Der Rosinenbaum bevorzugt sonnige bis leicht halbschattige Standorte in geschützter Lage. Besonders in den ersten Jahren profitiert er von einem warmen Mikroklima, beispielsweise vor einer Hauswand oder in einem geschützten Gartenbereich.
Der Wuchs ist breitkronig, locker verzweigt und elegant aufgebaut. Im Alter entwickelt sich ein malerischer Kleinbaum mit schirmartiger Krone, der angenehmen Schatten spendet. Die grossen, frischgrünen Blätter erinnern etwas an Lindenblätter und verleihen dem Baum eine exotische Ausstrahlung.
Auf tiefgründigen, humosen Böden wächst 'Korinth' zuverlässig und entwickelt eine besonders schöne Krone.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Die grünlichweissen Blüten erscheinen im Juni und Juli und werden von zahlreichen Bienen und anderen Bestäubern besucht. Nach der Blüte entstehen kleine, unscheinbare Kapselfrüchte.
Die eigentliche Besonderheit folgt jedoch erst später: Die Fruchtstiele verdicken sich, verfärben sich rötlich-braun und werden zunehmend fleischig. Im Herbst entwickeln sie einen süssen Geschmack, der an Rosinen, Honig, Datteln und Birnen erinnert.
Diese essbaren Fruchtstiele können direkt vom Baum genascht oder nach der Ernte getrocknet werden. In Ostasien gelten sie seit Jahrhunderten als Delikatesse.
Zusätzlich begeistert der Baum im Herbst mit einer intensiven Gelb- bis Orangefärbung, bevor die Blätter abfallen.
Verwendung im Garten
'Korinth' ist ideal für Liebhaber besonderer Obstgehölze und essbarer Raritäten. Als Solitärbaum erhält er genügend Raum, um seine schöne Krone und seinen Fruchtschmuck voll zu entfalten.
Besonders gut eignet sich der Rosinenbaum für Naschgärten, Permakultur-Projekte und Sammlergärten. Seine späte Blütezeit macht ihn ausserdem zu einer wertvollen Bienenpflanze, wenn viele andere Gehölze bereits verblüht sind.
Durch seine attraktive Krone und die eindrucksvolle Herbstfärbung überzeugt er nicht nur als Obstbaum, sondern auch als dekorativer Hausbaum.
Pflege
Der Rosinenbaum ist nach dem Anwachsen erstaunlich unkompliziert.
Drei spezielle Kulturtipps
- Pflanze möglichst an einen warmen, geschützten Standort, besonders in Regionen mit strengeren Wintern.
- Mulche den Wurzelbereich in den ersten Jahren, um junge Pflanzen vor starken Frösten zu schützen.
- Verzichte weitgehend auf Schnittmassnahmen, damit sich die natürliche Kronenform optimal entwickeln kann.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zu klassischen Obstgehölzen bietet 'Korinth' ein völlig anderes Geschmackserlebnis, da nicht die Früchte, sondern die Fruchtstiele gegessen werden. Gegenüber Feigen oder Kakis ist der Rosinenbaum deutlich winterhärter und zuverlässiger in mitteleuropäischen Gärten. Wer eine essbare Rarität mit hohem Zierwert sucht, findet in 'Korinth' eine der spannendsten Alternativen überhaupt.
Pflanzpartner
Kaki (Diospyros kaki 'Nikita's Gift') – ergänzt den Rosinenbaum mit exotischen Früchten und spektakulärer Herbstfärbung.
Indianerbanane (Asimina triloba) – bringt weitere aussergewöhnliche Naschfrüchte in den Garten und bevorzugt ähnliche Standortbedingungen.
Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – verbindet Frühlingsblüte, essbare Früchte und Herbstfärbung zu einer idealen Ergänzung.
Maibeere (Lonicera kamtschatica) – sorgt bereits im Frühjahr für die erste Beerenernte und verlängert die Naschsaison deutlich.
Wann - nach wie vielen Jahren etwa - darf ich auf die ersten Blüten hoffen?
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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