Inhaltsverzeichnis
- Süsskartoffeln züchten bei Lubera
- Welche Herausforderungen gibt es beim Süsskartoffeln Züchten?
- Blütenbildung bei der Süsskartoffel gezielt auslösen
- Vertikale Kultivierung an Rankhilfen
- Steuerung der Tageslänge durch Verdunkelung
- Blühförderung durch Veredelung auf andere Ipomoea-Arten
- Verschiedene Veredelungstechniken
- Süsskartoffel-Blüteninduktion bei Lubera
- Was passiert nach dem Blütenansatz?
- Süsskartoffel-Neuheiten bei Lubera
- Jetzt Süsskartoffeln pflanzen – die beste Pflanzzeit hat begonnen
- Jetzt zugreifen: Süsskartoffel-Deal bei Lubera
Zusammenfassung
Die Süsskartoffelzüchtung erfordert viel Geduld und spezielle Kulturmethoden. Besonders die Blütenbildung stellt unter mitteleuropäischen Bedingungen eine grosse Herausforderung dar, da viele Sorten erst sehr spät im Jahr blühen. Durch Methoden wie Verdunkelung, vertikale Kultur und die Veredelung auf blühfreudige Prunkwinden gelingt es uns bei Lubera, ausreichend Blüten und Samen für gezielte Kreuzungen zu erzeugen. Aus den daraus entstehenden Sämlingen wählen wir über mehrere Jahre hinweg die besten Pflanzen aus – mit Fokus auf Geschmack, Ertrag, Robustheit, Farbvielfalt und Zierwert. So entstehen neue Süsskartoffelsorten, die optimal an unser Klima angepasst sind und gleichzeitig ein besonderes Geschmackserlebnis bieten.
Praxis-Tipps:
Jetzt ist die ideale Pflanzzeit: Süsskartoffeln reagieren empfindlich auf kalte Böden und wachsen erst bei ausreichend Wärme richtig los. Mit den aktuellen Temperaturen sind die Bedingungen jetzt ideal, damit die Pflanzen schnell anwachsen und bis zum Herbst grosse Knollen bilden können.
Jetzt vom Süsskartoffel-Deal profitieren: Passend zur Pflanzzeit gibt es aktuell einen attraktiven Deal mit unseren besonders aromatischen und süssen Sugaroot®-Sorten. Die bewährten Sorten wurden speziell für den Anbau im mitteleuropäischen Klima selektiert und überzeugen mit cremigem Geschmack und zuverlässigen Erträgen.
Neue Thanksgiver®-Sorten ausprobieren: Unsere neuen Thanksgiver®-Süsskartoffeln bringen noch mehr Vielfalt in den Garten. Die neuen Sorten gibt es in weiss, gelb und violett und sie kombinieren aussergewöhnlich hohe Erträge mit spannenden Geschmacksrichtungen und attraktiven Farben.
Süsskartoffeln rechtzeitig ernten: Süsskartoffeln sollten nicht zu spät im Herbst geerntet werden. Sinkende Temperaturen und kalte, nasse Böden können die Knollenqualität verschlechtern und die Lagerfähigkeit reduzieren. Ideal ist die Ernte vor den ersten kalten Nächten, solange die Pflanzen noch aktiv wachsen.
Süsskartoffeln züchten bei Lubera
Seit einigen Jahren beschäftigen wir bei Lubera uns mit dem Süsskartoffeln Züchten. Unser Ziel ist es, Süsskartoffelsorten zu entwickeln, die speziell für den Anbau nördlich der Alpen geeignet sind. Sie sollen auch in kühleren Sommern zuverlässig hohe Erträge liefern und gleichzeitig besonders cremig, aromatisch und süss schmecken. Neben Geschmack und Ertrag achten wir auf Robustheit, gute Lagerfähigkeit sowie eine grosse Vielfalt an Farben und Formen. Ein weiterer Schwerpunkt sind unsere Sugabeauties® – dekorative Süsskartoffeln mit attraktivem Laub und essbaren Knollen für Garten und Balkon.
Welche Herausforderungen gibt es beim Süsskartoffeln Züchten?
Das Süsskartoffeln Züchten ist deutlich anspruchsvoller, als man zunächst vermuten würde.
Die meisten Süsskartoffelsorten sind selbstinkompatibel. Obwohl die Blüten sowohl männliche als auch weibliche Organe besitzen, können sich viele Sorten nicht selbst befruchten. Zusätzlich treten auch zwischen nahe verwandten Sorten häufig Kompatibilitätsprobleme auf. Für erfolgreiche Kreuzungen müssen die Elternpflanzen deshalb genetisch möglichst unterschiedlich sein.
Bild: Blüten (hier von der Ziersorte Sugabeauty® 'Blooming Lady'®) sind für das Süsskartoffeln Züchten essentiell.
Die grösste Herausforderung beim Süsskartoffeln Züchten besteht jedoch darin, die Pflanzen zuverlässig zum Blühen und Fruchten zu bringen. Die Süsskartoffel ist eine Kurztagspflanze und beginnt erst dann mit der Blütenbildung, wenn die Tageslänge unter etwa 12 Stunden sinkt. In ihrer tropischen Heimat herrschen ganzjährig Tageslängen von ungefähr 12 Stunden. In Mitteleuropa setzen viele Sorten oft erst im September Blüten an. Gleichzeitig benötigen die Blüten für eine gute Pollenentwicklung und einen erfolgreichen Fruchtansatz warme Bedingungen. Optimal sind Temperaturen von etwa 25–30 °C, während kühle oder sehr nasse Witterung die Fruchtbarkeit stark reduzieren kann. Die kühlen Temperaturen, die in Mitteleuropa im September und Oktober herrschen, wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeit und die Samenentwicklung aus.
In unserem Artikel «Vom Urwald ins Hochbeet: Die lange Weltreise der Süsskartoffel» findest du spannende Informationen zur Herkunft der Süsskartoffel.
Blütenbildung bei der Süsskartoffel gezielt auslösen
Neben der genetischen Veranlagung beeinflussen vor allem Tageslänge, Temperatur und Kulturführung die Blütenbildung. Um genügend Blüten und später auch Samen zu erhalten, kommen deshalb verschiedene Methoden zum Einsatz.
Vertikale Kultivierung an Rankhilfen
Bereits die Wuchsführung der Pflanzen kann einen Einfluss auf die Blühfreudigkeit haben. Sobald die Triebe etwa 50 cm lang sind, werden sie an Bambusstäben, Schnüren oder Rankgerüsten nach oben geleitet. Die Ranken werden dabei locker befestigt und während des Wachstums regelmässig weiter angebunden.
Durch die vertikale Kultivierung erhalten die Pflanzen mehr Licht und Luft, was die Blütenbildung fördert. Gleichzeitig bleiben die Triebe besser zugänglich und die später entstehenden Samenkapseln lassen sich einfacher kontrollieren und ernten.
Bild: Die vertikale Kultur regt die Blütenbildung an.
Steuerung der Tageslänge durch Verdunkelung
Mit einer künstlichen Steuerung der Tageslänge kann man die Blüte induzieren und so in einen Zeitraum mit für die Befruchtung und Samenbildung ausreichend hohen Temperaturen verlegen. Besonders erfolgreich ist eine Beleuchtungsdauer von nur 8 bis 11,5 Stunden pro Tag. Dazu werden die Pflanzen täglich am späten Nachmittag vollständig abgedeckt oder in einen dunklen Raum gebracht, meist von etwa 16 Uhr bis 8 Uhr morgens. Wichtig ist dabei absolute Dunkelheit, denn bereits kurze Lichtreize während der Nachtphase können die Blütenbildung stören.
Unter stabilen Kurztagbedingungen beginnen viele Sorten nach etwa 20 Tagen zu blühen. Dadurch kann die Blüte in die warmen Sommermonate vorverlegt werden, in denen Befruchtung und Samenentwicklung deutlich zuverlässiger funktionieren. Die Reaktion ist jedoch stark sortenabhängig: Manche Genotypen sprechen sehr schnell an, andere blühen trotz Behandlung nur schwach oder deutlich später.
Blühförderung durch Veredelung auf andere Ipomoea-Arten
Neben der Steuerung der Tageslänge kann auch die Veredelung helfen, schwer blühende Süsskartoffelsorten zur Blüte anzuregen. Dabei werden Triebe der Süsskartoffel auf nahe verwandte Ipomoea-Arten gepfropft, die von Natur aus deutlich blühfreudiger sind. Besonders geeignet sind Prunkwinden-Arten wie Ipomoea carnea, Ipomoea nil, Ipomoea purpurea oder Ipomoea tricolor.
Diese Arten reagieren weniger empfindlich auf die Tageslänge und bilden auch unter längeren Tagen zuverlässig Blüten. Durch die Veredelung beginnen die Pflanzen deutlich früher und stärker zu blühen als auf ihren eigenen Wurzeln.
Ein junger Süsskartoffeltrieb wird auf die Ipomoea gepfropft. Während der Anwachsphase benötigen die veredelten Pflanzen hohe Luftfeuchtigkeit, gleichmässige Wärme und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung, damit die Veredelungsstelle nicht austrocknet. Unter optimalen Bedingungen wachsen die Partner innerhalb weniger Tage zusammen.
Verschiedene Veredelungstechniken
Beim Spaltpfropfen wird die Unterlage senkrecht eingeschnitten, sodass ein kleiner Spalt entsteht. Das Edelreis – also der gewünschte Trieb – wird keilförmig zugeschnitten und in diesen Spalt eingesetzt. Anschliessend wird die Verbindungsstelle fixiert, damit beide Pflanzenteile zusammenwachsen können.
Bild: Spaltpfropfen ist besonders bei unterschiedlich dickenPflanzenteilen geeignet.
Die Kopulation wird angewendet, wenn Unterlage und Edelreis etwa den gleichen Durchmesser besitzen. Beide Pflanzenteile werden schräg angeschnitten und passgenau aufeinandergelegt. Durch den direkten Kontakt der Schnittflächen wachsen die Pflanzen miteinander zusammen.
Bild: Unabhängig von der Veredelungsmethode werden Unterlage und Edelreis mit einem Veredelungsclip fixiert.
Süsskartoffel-Blüteninduktion bei Lubera
Beim Süsskartoffeln Züchten kombinieren wir mehrere Methoden gleichzeitig. Die Süsskartoffeln werden auf stark blühende Prunkwinden wie Ipomoea nil, Ipomoea purpurea und Ipomoea tricolor veredelt und anschliessend vertikal an Bambusstäben kultiviert. Durch diese Kombination gelingt es uns, auch unter mitteleuropäischen Bedingungen zuverlässig grosse Mengen an Blüten und Samen zu produzieren.
Bild: Die Prunkwinde Ipomoea purpurea ist eine wunderschöne Zierpflanze.
Bild: Elegant – die blauen Blüten der Prunkwinde Ipomoea nil.
Was passiert nach dem Blütenansatz?
Sobald die Süsskartoffeln Knospen gebildet haben, beginnt die eigentliche Kreuzungsarbeit. Die Pflanzen werden dafür im Gewächshaus in verschiedene Gruppen eingeteilt und jeweils unter insektendichte Netze gestellt. Innerhalb dieser Netze setzen wir Hummeln zur Bestäubung ein. Durch diese kontrollierte Bestäubung können gezielt Kreuzungen innerhalb bestimmter Zuchtgruppen entstehen.
Die Gruppen werden nach wichtigen Eigenschaften zusammengestellt. So gibt es beispielsweise Gruppen mit violetten, weissen, gelben, orangefarbenen oder zweifarbigen Knollen. Andere Gruppen konzentrieren sich auf spezielle Zuchtziele wie besonders dekoratives Laub, hohe Erträge, kompakte Pflanzenformen oder einen besonders süssen und cremigen Geschmack. Auf diese Weise lassen sich gewünschte Eigenschaften gezielt miteinander kombinieren.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich Samenkapseln, deren Reifung erneut stabile Kulturbedingungen benötigt. Für eine gute Samenentwicklung hat sich eine Tageslänge von etwa 11,5 bis 12,5 Stunden bewährt. Gleichzeitig müssen die Pflanzen gleichmässig wachsen und sollten weder unter Trockenstress noch unter Staunässe leiden. Nur unter optimalen Bedingungen entstehen gut entwickelte Samen mit hoher Keimfähigkeit.
Bild: Die geernteten Samen werden im folgenden Jahr ausgesät.
Die daraus entstehenden Jungpflanzen kommen anschliessend ins Freiland, wo sie intensiv geprüft werden. Dabei bewerten wir Eigenschaften wie Geschmack, Ertrag, Knollenform und -farbe, Blattfarbe, Wuchsform und Pflanzengesundheit. Aus tausenden Sämlingen bleiben am Ende nur wenige wirklich interessante Kandidaten übrig, die das Potential für eine neue Lubera-Sorte besitzen. Hinter jeder neuen Sorte stehen viele Kreuzungen, jahrelange Selektion und unzählige verkostete Knollen.
Süsskartoffel-Neuheiten bei Lubera
Besonders stolz sind wir auf unsere neuen Thanksgiver®-Süsskartoffeln. Die neuen Sorten gibt es in verschiedenen Farben – von weiss über gelb bis violett – und jede bringt ihren ganz eigenen Geschmack und Charakter mit. Sie kombinieren aussergewöhnlich hohe Erträge mit hervorragendem Geschmack und sind speziell für den Anbau unter mitteleuropäischen Bedingungen selektiert worden.
Schau dir unser Video an, in dem wir die neuen Sorten aus der Thanksgiver-Reihe vorstellen.
Jetzt Süsskartoffeln pflanzen – die beste Pflanzzeit hat begonnen
Da sich die Böden nun ausreichend erwärmt haben, beginnt jetzt die ideale Pflanzzeit für Süsskartoffeln. Die wärmeliebenden Pflanzen wachsen besonders gut an, wenn die Bodentemperaturen stabil über 15 °C liegen. Wer jetzt pflanzt, schafft optimale Voraussetzungen für hohe Erträge und eine lange Wachstumsperiode bis in den Herbst hinein.
Wie der Anbau funktioniert, erfährst du in unserem Artikel «Süsskartoffeln anbauen – Lubera® Kulturanleitung zu Anbau, Pflege, Kultur & Ernte der Süsskartoffeln».
Jetzt zugreifen: Süsskartoffel-Deal bei Lubera
Passend zur aktuellen Pflanzzeit haben wir jetzt auch einen attraktiven Süsskartoffel-Deal mit unseren besonders aromatischen und süssen Sugaroot®-Sorten im Shop.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.