Seidenraupenbaum Seedless Che

Maclura tricuspidata Che (Syn. Cudrania tricuspidata) - der 'andere' Seidenraupenbaum mit den 'Litschi'-Früchten

Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
Seidenraupenbaum Maclura tricuspidata Synonym Cudrania tricuspidata
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Vorteile des Seidenraupenbaums Seedless Che

  • sehr schöner Wuchs mit hellgrünen grossen Blättern, ähnlich Maulbeeren
  • später Austrieb im Mai bis Juni und auch späte Blüte, daher Frühlingsfrost-resistent
  • gute Winterhärte für unser Klima
  • einzigartige runde Früchte, die botanisch sogenannte Sammelfrüchte sind, etwas an Himbeeren erinnern, nur rundlicher und auch unregelmässig knuppelig geformt

Der Seidenraupenbaum Seedless Che gehört zur Gattung Maclura in der Familie der Maulbeergewächse, zu der neben den Maulbeeren zum Beispiel auch die Feigen gehören. Aber es gibt nicht nur botanische Gründe, diesen speziellen und exotischen Baum oder Strauch hier im Lubera Shop in der Kategorie der Maulbeeren zu zeigen: Die saftigen Blätter und jungen Triebe der Maclura tricuspidata-Pflanzen wurden in China und Nepal als Futter für die Seidenraupen verwendet, sozusagen als Ersatz für die Morus alba, die grundsätzlich das beste Futter für die Seidenraupen abgeben. Auffällig an diesem seltenen Baum ist aber nicht nur die namensgebende Verwendung zur Fütterung der Seidenraupen, sondern die speziellen orangen, etwas unförmigen Früchte von 1-3cm Durchmesser, die im Spätherbst reif werden, und im ersten Augenblick an Litschi, dann vielleicht auch an Himbeeren und oder an einen Himbeerbaum denken lassen. Auf diese speziellen Früchte bezieht sich auch ein weiterer Name des Seidenraupenbaums – Mandarin Melonberry: 'Mandarin' steht für die orange Farbe, Melone für den süssen Geschmack. Daneben werden die Che Bäume gerne auch nach ihrer Herkunft als Chinese Che oder Chinese Mulberries bezeichnet.

Herkunft der Maclura tricuspidata (synonym Cudrania tricuspidata)

Wie der andere Seidenraupenbaum, die botanische weisse Maulbeere (Morus alba), die aber auch schwarze und rote Früchte hervorbringen kann, stammt auch Maclura tricuspidata Che aus dem Umland des Himalayas, verbreitet von China und Nepal bis Korea. Der Seidenraupenbaum wächst in Höhen zwischen 500 und über 2000 m über Meer.

Warum Seidenraupenbaum?

Maclura tricuspidata, den die gerne Namen ändernden Botaniker früher Cudrania tricuspidata genannt haben, wurde ebenfalls wie Morus alba als Futter für Seidenraupen benutzt. Vor allem die Blätter älterer Pflanzen ähneln auch stark den Morus alba, wobei sie auf der Unterseite leicht behaart sind und meist auch etwas kleiner bleiben (7 bis 14 cm lang, 4-6cm breit). Obwohl das beste Futter für die Seidenraupen eindeutig von Morus alba stammt, ist der Name Seidenraupenbaum an den Maclura tricuspidata hängengeblieben, die eigentlich eher als Ersatzfutter dienten, wenn zu wenig botanische weisse Maulbeeren (Morus alba) zur Verfügung standen. Das ist eine ähnliche Situation wie in Europa, wo im 18. Jahrhundert beim Versuch der Einführung der Seidenraupenkultur auch häufig Morus nigra Blätter als Futter benutzt wurden, wenn noch zu wenige echte Morus alba Bäume gepflanzt waren. Dies kann vielleicht auch einer der Gründe gewesen sein, warum sich die Seidenraupenkultur in Europa nicht so richtig etablieren konnte.

Frühlingsfrost bzw. Winterhärte von Seedless Che

Der Seidenraupenbaum Seedless Che hat einen eindeutigen Vorteil gegenüber den Morus alba: Er treibt und blüht deutlich später als die Maulbeerbäume, erst im Mai/Juni, und ist deshalb kaum von Frühlingsfrösten bedroht. Dieser späte Start zeigt sich auch bei der Ernte, die Früchte werden erst im September bis November reif, hängen vielfach noch am Baum, wenn die ersten Blätter fallen. In unserer Versuchspflanzung in Buchs, im St. Galler Rheintal, umgeben von über 2000m hohen Bergen, konnten wir auch im Jahr 2021 trotz der sehr intensiven Frühlingsfröste Früchte ernten. Gut ist auch die Winterhärte, ziemlich vergleichbar mit den härtesten Morus alba wie Bombyx® 'Zuckersüss' und Bombyx® 'Shades of Red': Bis in den Temperaturbereich von -16 bis -20°C gibt es keine ernsteren Frostschäden. Da der Baum auch lange und aktiv in den Herbst hineinwächst, verdorren allerdings häufig die Triebspitzen über den Winter (die zuletzt gewachsenen 10-20cm), aber das hat auf die Fruchtbarkeit keinen Einfluss, sondern erhöht nur die schöne und dichte Verzweigung und letztlich auch den Ertrag.

Wuchs

Der Seidenraupenbaum, im speziellen auch unsere Sorte Seedless Che, wächst aufrecht buschig, grossstrauch-artig; er kann am Standort ohne Schnitt gut und gerne 3-4.5m hoch werden. Wie die Maulbeerbäume ist er aber sehr gut schnittverträglich und kann so sehr gut bei 2-3m gehalten werden.

Seidenraupenbaum schneiden

Es überrascht nur wenig, dass eine uralte Kulturpflanze wie der Seidenraupenbaum fast schon definitionsgemäss den Schnitt gut aushält; nur so war es ja möglich, während der Vegetationsperiode laufend junge Triebe zu schneiden und den gefrässigen Seidenraupen zu verfüttern. Der Schnitt hat aber noch einen anderen Vorteil, ganz ähnlich wie bei den Maulbeeren: Durch den Rückschnitt der letztjährigen Triebe um ca. 50% verzweigen die Äste und es entstehen mehr neue Seitentriebe. Dadurch wird auch der Fruchtertrag gesteigert, denn die Früchte entstehen an den diesjährigen Seitentrieben jeweils im ersten Drittel, nahe an der Austriebsbasis. Sie sind schon vergangenen Sommer und Herbst in den Knospen angelegt worden – analog wie bei den Maulbeeren.

Standort

Seedless Che liebt einen vollsonnigen Standort, aufgrund des späten Austriebs muss man auch nicht so sehr Angst vor Frühlingsfrösten haben. Bezüglich des Bodens ist Maclura tricuspidata sehr tolerant, von leicht saurem Boden bis zu kalkhaltigem Boden funktioniert alles. Empfindlich ist der Seidenraupenbaum nur auf Staunässe. Trockenheit hält Seedless Che etwas besser aus als der Maulbeerbaum.

Kann man Seedless Che auspflanzen?

Eindeutig ja! Wie schon oben erwähnt ist die Winterhärt in unserem Klima genügend (bis über gegen -20°C) und der späte Austrieb macht den Seidenraupenbaum auch unempfindlich für Spätfröste.

Fruchtungsmechanismus und Selbstfruchtbarkeit

Grundsätzlich sind die Maclura tricuspidata zweihäusig, es gibt also Pflanzen mit männlichen und mit weiblichen Blüten. Unsere Sorte, Seedless Che setzt aber im Gegensatz zu den andere Che-Sorten parthenokarpe Früchte an, ohne Befruchtung. Dies hat zum Vorteil, dass man nur eine Pflanze anzubauen braucht und keinen männlichen Befruchterbaum pflanzen muss. Ist eine männliche Che in der Nähe, werden die Früchte allerding etwas grösser als beim parthenokarpen Fruchtungsmechanismus.

Früchte und Geschmack

Die ganz speziellen Früchte wurden zwar in den Ursprungsgebieten nur wenig beachtet, zu gross war die Bedeutung für den Seidenanbau. Die Blätter und der frische Zuwachs waren viel wichtiger als die orangen Früchte. In unseren Gärten sind sie aber schon der Hauptgrund für den Anbau, eben weil sie so speziell sind. Wie die Maulbeeren stellt die Frucht eigentlich einen Fruchtverbund dar, der allerdings anders als bei den Maulbeeren nicht so gleichmässig angeordnet ist, sondern eine unregelmässige, noppige, knuppelige Frucht bildet, die auf den ersten Blick an Litschi erinnert. Die Früchte werden 1.5 bis 3cm gross und reifen spät im Herbst, September bis November. Sie haben eine ganz spezielle orange Farbe, so dass sie auch Mandarin Berry oder Mandarin Melon Berry genannt werden. Die Melonenbezeichnung bezieht sich auf den feigensüssen Geschmack, auch der Zuckergehalt ist ähnlich hoch wie bei einer Feige. 

Kurzbeschreibung des Seidenraupenbaum Seedless Che

Frucht: 1 bis 3cm gross, orangenfarben bis orange-braun, die Früchte entstehen im ersten Drittel des neuen diesjährigen Austriebs
Geschmack: süss, wie feigen, allerding etwas wässriger, wie Zuckermelonen
Befruchtung: unsere Sorte Seedless Che setzt Früchte ohne Befruchtung an, man muss also nur einen Baum pflanzen
Wuchs: buschig aufrecht, in der Natur 4-5m hoch, kann gut auch gut geschnitten und bei ca 2-3m Höhe gehalten werden
Winterhärte: winterhart bis -16 bis -20°C, resistent gegen Frühlingsfrösten
Standort und Boden: Standort vollsonnig, sonst werden die Früchte nicht reif; breite Adaption an alle Gartenböden, pH 5.5 bis 7.5, leichter Boden bevorzugt, sehr schwere Böden mit Sand und/oder Kompost leichter machen; Staunässe wird nicht vertragen

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Seidenraupenbaum Seedless Che (4)

Frage
30.05.2022 - Verfügbar
Wann wir diese Pflanze wieder verfügbar sein? Mit freundlichen Grüßen
Antworten (1)
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Gartenstory
03.04.2022 - Tolle Pflanze
Ich bin überwältigt von der kräftigen pflanze.
Hab sie soeben gepflanzt. Wenn ich dran denke werde ich dann im sommer nochmal ein foto machen.
Hab riesig freude, toll!
» Gartenstory kommentieren...
Frage
27.04.2022 - Seidenraupenbaum
Hallo Luberateam,

Ist der Seidenraupenbaum veredelt oder wurzelecht ? Früher hieß es of auf Maclura pomifera veredelt

Viele Grüße, Achim
Antworten (1)
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Name: Seidenraupenbaum Seedless Che Botanisch: Maclura tricuspidata
Blütezeit: Anf. Mai bis Ende Jun. Reifezeit: Anf. Sept. bis Ende Nov.
Blätterfarbe: grün Blütenfarbe: weiss
Endhöhe: 4m - 5m Endbreite: 4m - 5m
Sonne: Halbschatten, Vollsonne Boden Feuchtigkeit: trocken
Boden Schwere: mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: alkalisch, schwach alkalisch, neutral
Winterhärte: winterhart Verwendung: Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Süsse: süss Erhältlich: Februar bis November
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