Sauerampfer 'Salagreen'

Rumex acetosa 'Salagreen'

Sauerampfer 'Salagreen' Rumex acetosa 'Salagreen'
Sauerampfer 'Salagreen' Rumex acetosa 'Salagreen'
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Schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden findet die Sauerampfer als Heil- und Nahrungsmittel Verwendung und auch Wertschätzung. ‘Salagreen’, unsere Kulturform des Wiesen-Sauerampfer ermöglicht den Anbau jetzt auch in unseren Gärten. Die unkomplizierten säuerlichen Grünschöpfe gedeihen ohne grossen Aufwand ganz von allein. Das Vitamin C- und Eisen-reiche Blattgemüse verleiht Speisen eine würzige Note und erfüllt das Maximalkriterium für Gemüsepflanzen: Der Sauerampfer 'Salagreen' ist gut und gesund!

Drei Vorteile des Sauerampfer 'Salagreen' 

  • Unkomplizierter Anbau
  • Der absolut winterharte Salat erfreut über Jahre hinweg. Die Pfahlwurzeln schiessen im Frühling aus und wachsen zu grossen Horsten heran.
  • ‘Salagreen’ ist selektioniert worden wegen seiner besonders besonders grossen Blätter -grosse Ernteerträge sind garantiert. Dazu kommt ein für Sauerampfer relativ milder Geschmack.

Oxalsäure und andere Säuren in der Sauerampferpflanze

Wie alle Rumex acetosa Sorten enthält auch der Sauerampfer 'Salagreen' eine schöne Portion an Apfel-, Citronen- und Oxalsäure, welche den Blättern ihre charakteristische Säure verleihen. Die selektioniere Kultursorte 'Salagreen' ist vor allem auch deswegen als Gartensorte ausgewählt worden, weil sie bezüglich der Säure zwar charakteristisch ausgestattet ist, aber dennoch insgesamt milder als andere Sorten bleibt. Vor allem weist der Sauerampfer 'Salagreen' einen reduzierten Anteil der in hohen Dosen potentiell giftigen Oxalsäure auf… Dennoch sollte man bei der Ernte immer nur frische junge, eben gerade ausgefaltete Blätter ernten, da bei diesen der Oxalsäuregehalt niedriger ist. Wie immer ist es aber die Dosis, die die Gefährlichkeit macht: Der Sauerampfer 'Salagreen' wird ja nur als Deko auf Tellern und mit einigen Zusatzwürzblättern in Salaten eingesetzt und nicht in rauen Mengen genossen, so dass eine gefährliche Schwelle nie überschritten werden kann.

Blütenstände beim Sauerampfer immer entfernen

In der Gartenkultur des Sauerampfers sollen entstehende Blütenstände immer so früh wie möglich entfernt werden. Die Pflanze kann sich so auf die Produktion von frischen Blättern konzentrieren – und auch der Oxalsäuregehalt scheint ohne Blüten eher tiefer zu bleiben. Vor allem aber verhindert man mit dem Ausbrechen der Blütenstände die unkontrollierte Vermehrung des Sauerampfers im eigenen Garten.

Sauerampfer im Topf anbauen

Es kann auch durchaus Sinn machen, den Salatsauerampfer 'Salagreen' im Topf anzubauen: eine Pflanze in einem Kübel von ca. 20l, 2-3 Sauerampferpflanzen in einem Kübel von 30l und mehr, vielleicht auch gemischt mit dem Blutampfer Salared. So kontrolliert im Topf angebaut, kann der Sauerampfer nicht nur immer nahe zur Küche stehen, z.B. auf einer Terrasse, es wird damit auch verhindert, dass er sich im Garten über Wurzeln und Ausläufer vermehren kann. Achten Sie bei der Topfkultur von Sauerampfer auf eine gleichmässige und gute Bewässerung; ein Untersetzer unter dem Topf, der gerne auch voll Wasser stehen kann, gibt der Sauerampferpflanze das Gefühl, am richtigen Standort zu wachsen, wo es Wasser im Überfluss bis zur Staunässe gibt.

Sauerampfer ernten nur bis zum längsten Tag?

Wie beim Rhabarber wird auch beim anderen essbaren Knöterichgewächs, beim Sauerampfer kolportiert, man dürfe ihn nur bis zum längsten Tag abernten, da später der Oxalsäuregehalt zunehme. Was an diesem Gerücht richtig ist: Man darf den Sauerampfer natürlich nicht laufend sehr stark bis total abernten, irgendwann muss er doch auch grosse und assimilationsstarke Blätter entwickeln, um seine Wurzeln zu stärken und das Überwintern und das nächstjährige Wachstum zu sichern; es schadet also auf keinen F all, wenn man die Pflanze in der zweiten Vegetationsperiode tendenziell sich selber überlässt. Dennoch ist es selbstverständlich weiterhin möglich, auch im Sommer und Herbst einige frisch entstehende Blättchen zu zupfen und als Salatwürze einzusetzen.

Verwendung der Sauerampfer 

Die Ampfersorte 'Salagreen' zeichnet sich besonders durch ihre speziell grossen Blätter aus. Die ganzrandigen, lanzettlichen Blätter werden wie Jungsalat geerntet. Mit dem säuerlichen, würzigen Geschmack gelingt es dem 'Salagreen'-Ampfer ganz einfach jeden Sommersalat aufzupeppen. Zusätzlich ist das wüchsige, heimische Wiesenkraut aus dem eigenen Garten ein wahrer Frischekick und kann auch zu raffinierten Saucen, Dips, Suppen oder grünen Smoothies verarbeitet werden. Dem Sauerampfer wird in der Volksmedizin zusätzlich medizinische Heilwirkung zugeschrieben – zur Blutreinigung, aber auch für die Wundheilung. Der Saft der Stängel und Blätter kann als Gurgelwasser eingesetzt werden, das die Wundheilung von wunden Stellen im Mund oder Rachen unterstützt.   

Der Sauerampfer 'Salagreen' ist ganz einfach zu kultivieren

Generell sind Sauerampfern gesunde Pflanzen. Falls Blattfleckenkrankheiten auftreten, müssten die befallenen Pflanzen entfernt werden und ein anderer Standort gesucht werden. Bei Trockenheit schmarotzen auch gerne ab und an einige Ampfer-Blattkäfer das saftige Grün, diese können jedoch durch regelmässiges Ablesen beseitigt werden. Ein weiterer Feind von ‘Salagreen’ ist das Unkraut. Regelmässiges Jäten verhindert, dass die Blatthorste nicht überwuchert werden und lassen die ‘Salagreen’ in voller Pracht ihre Blätter entfalten.

Was ‘Ampfer’ eigentlich bedeutet…  

Die Bezeichnung Sauer-Ampfer ist eigentlich ein ‘weisser Schimmel’, ein Pleonasmus: Ampfer bedeutet mittelhochdeutsch so viel wie ‘sauer’ oder ‘Säure’, die also bei Sauerampfer gleich doppelt vorkommt. Das muss ja wirklich sauer sein😉. Dem Wort ‘ampfer’ liegt ein indogermanischer Wortstamm zugrunde, der auch zum lateinischen Worte ‘amarus’=bitter geführt hat. Bitterkeit und Säure sind ja so weit nicht voneinander entfernt… Eine weitere Bezeichnung für das Knöterichgewächs Sauerampfer ist Mönchsrhabarber, wohl weil die kräuterkundigen Mönche den Sauerampfer gesammelt, angebaut und als Heilkraut eingesetzt haben.

Kurzbeschreibung Sauerampfer 'Salagreen':

Anbau: Im April/Mai die starken Jungpflanzen von Lubera (im 1.3l topf) ins Freie oder in Töpfe pflanzen (Kübelkultur ab 20l, eher tiefe Töpfe und Kübel wählen wegen der Pfahlwurzeln)
Standortansprüche: Sonnig – halbschattig; saurer, lehmiger, nährstoffreicher Boden 
Wuchs: Bis 80 cm hoch und bis 40 cm breit; in aufrechten, horstartigen Büschen; Dicke, verästelte Pfahlwurzel.
Ernte: Die Blätter können ab der Länge von 10 cm fortlaufend geerntet werden. Nach zwei Jahren kommen die Stauden zur vollen Ertragsleistung. 
Blüte: Mai-Juni rispige Ährenblüten; an aufragenden roten Stielen hängen die unscheinbaren rosafarbenen Blüten; um die Blätterbildung zu fördern sollten die Blütenstände vor der Blüte abgeschnitten werden.  
Schneiden: Zur Verjüngung sollten die Köpfe dreimal im Jahr bis auf die innersten Blätter zurückgeschnitten werden. Zusätzlich sollte die Staude alle vier Jahre geteilt und versetzt werden. 
Geschmack: würzig, säuerlich, leicht bitter

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Sauerampfer 'Salagreen' (0)

Name: Sauerampfer 'Salagreen' Botanisch: Rumex acetosa 'Salagreen'
Blütezeit: Anf. Mai bis Ende Jun. Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: gemischt, grün, rot Endhöhe: 60cm - 80cm
Endbreite: 20cm - 40cm Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Winterhärte: winterhart Erhältlich: Februar bis Dezember