Inhaltsverzeichnis
- Auch du kannst ein schönes Rosenbeet anlegen
- Grundregel: Vertraue deinem Gefühl
- Harmonisch wird es mit sanften Farbübergängen
- Weiß ist der perfekte Vermittler
- Laubfarben im Rosenbeet effektvoll einsetzen
- Blaue Stauden zu Rosen kombinieren geht einfach immer
- Hab keine Angst vor kräftigen Farben
- Rosenbeete anlegen mit kräftig rot blühenden Stauden
- Rosenbeete anlegen mit kräftig gelb blühenden Stauden
- Rosenbeete anlegen mit kräftig orange blühenden Stauden
- Entdecke die Rosensorten mit all ihren Details
- Weniger Farben, mehr Wirkung
- Kreativ Rosenbeete anlegen: Blumensträuße zur Inspiration nutzen
- Unser Tipp zum Schluss: Perfekt muss es nicht sein
Zusammenfassung
- Wenn du ein Rosenbeet anlegen möchtest, gestalte dein Rosenbeet vor allem nach deinem eigenen Geschmack.
- Weiße Rosen und weiße Stauden wirken als Vermittler zwischen kräftigen Farben und bringen Ruhe, Eleganz und Helligkeit in die Pflanzung.
- Begleitstauden beeinflussen die Wirkung stark: Blau und Violett passen zu allen Rosenfarben, silbernes Laub beruhigt kräftige Kombinationen, grünes oder dunkles Laub lässt Blüten stärker leuchten.
- Kräftige Rosenfarben wie Rot, Gelb und Orange dürfen selbstbewusst eingesetzt werden und wirken besonders harmonisch, wenn Stauden dieselben Farben in Nuancen aufgreifen.
- Rosen sind nie völlig einfarbig: Knospen, Blütenmitte und Blütenränder zeigen Farbakzente, die du gut aufgreifen kannst, wenn du gekonnt ein Rosenbeet anlegen möchtest.
Praxis-TippsErst die Rosen auswählen, dann die Stauden, nicht umgekehrt. Profis planen zuerst die Rosen als Hauptdarsteller und wählen anschließend Stauden, die Farben und Blütezeiten gezielt ergänzen.
Farben in Gruppen statt einzeln pflanzen: Mehrere Rosen oder Stauden derselben Sorte wirken ruhiger als viele einzelne Pflanzen. Wiederholte Farbflächen schaffen Struktur und lassen das Beet größer und harmonischer erscheinen.
Die Knospenfarbe mit einbeziehen: Achte nicht nur auf die Farbe der geöffneten Blüte. Viele Rosen zeigen in den Knospen zusätzliche Rot-, Orange- oder Rosatöne. Wer diese Farben bei den Begleitstauden aufgreift, erzielt besonders stimmige Farbkombinationen.
Auch du kannst ein schönes Rosenbeet anlegen
Du musst kein Gartenprofi sein, um ein wunderschönes Rosenbeet anzulegen. Mit ein paar einfachen Grundregeln und etwas Mut kann genau das Beet entstehen, das zu dir passt. Zweifelnde Fragen wie diese sind ganz normal: Passen diese Farben überhaupt zusammen? Wird das nicht zu bunt? Und was, wenn es am Ende unruhig aussieht?
Zum Glück gibt es hilfreiche Grundregeln zur farblichen Beetgestaltung für alle, die ein Rosenbeet anlegen möchten.
Grundregel: Vertraue deinem Gefühl
Die wichtigste Grundregel zuerst: Gestalte dein Beet nicht für andere, sondern für dich.
Wenn dein Herz bei rosa und weißen Rosen höherschlägt, dann ist das wahrscheinlich genau die richtige Richtung für deinen Garten. Wenn du kräftige Farben liebst und Gelb, Orange und Rot dich glücklich machen, dann darf dein Beet das auch zeigen. Schließlich sollst du jeden Tag Freude daran haben, wenn du aus dem Fenster schaust oder durch den Garten spazierst.
Harmonisch wird es mit sanften Farbübergängen
Wenn du ein beruhigendes, harmonisches Rosenbeet anlegen möchtest, kombiniere Farben, die gut ineinander übergehen.
Zum Beispiel:
- Pink und Hellrosa
- Warmes Rosa und Apricot
- warmes Gelb und Orange
Solche Kombinationen wirken natürlich und sanft. Damit gelingt der Einstieg fast immer.
Bild: Kräftiges und zartes Rosa sind immer ein gutes Farbkonzept, wenn man ein Rosenbeet anlegen und lieber nichts riskieren möchte. Die unterschiedlichen Rosatöne gehen sanft ineinander über.
Weiß ist der perfekte Vermittler
Weiße Rosen sind echte Alleskönner. Sie passen zu jeder anderen Farbe und bringen Ruhe ins Beet.
Du bist unsicher, ob Rot und Gelb zusammen funktionieren? Setze einige weiße Rosen dazwischen. Schon wirkt die Kombination ausgeglichener und eleganter. Außerdem bringen weiße Blüten selbst an trüben Tagen Helligkeit in den Garten.
Das Gleiche lässt sich natürlich auch mit weißen Stauden erreichen.
Laubfarben im Rosenbeet effektvoll einsetzen
Nicht nur Blütenfarben, sondern auch die Laubfarben der Begleitstauden beeinflussen die Wirkung eines Rosenbeetes. Graulaubige Pflanzen wie Woll-Ziest (Stachys byzantina) oder Silberraute (Artemisia) bringen Ruhe ins Beet und verbinden kräftige Rosenfarben besonders harmonisch miteinander.
Bild Kräftig rote Rosen, beruhigt durch ruhiges Blau der Staudenblüten und dem silbernen Laub der Artemisia ludoviciana 'Silver Queen'.
Frischgrünes oder dunkelgrünes Laub schafft einen natürlichen Hintergrund, vor dem die Blüten der Rosen noch besser zur Geltung kommen.
Bild: Frisches Grün von Frauenmantel (Alchemilla mollis) ist eine begehrte Zutat beim Rosenbeet Anlegen, da es Rosenfarben perfekt zur Geltung bringt, und zudem den staksigen Wuchs mancher Rose verdeckt.
Bild: Dunkles Laub wie bei der Fetthenne (Sedum telephium) 'José Aubergine' ist eine starke Kombination zu blassen Rosensorten.
Blaue Stauden zu Rosen kombinieren geht einfach immer
Blaue und violette Stauden werden gerne mit Rosen kombiniert, weil ihre kühlen Blütenfarben einen harmonischen Ausgleich zu den meist warmen Rosentönen schaffen. Sie lassen Rosenblüten optisch stärker leuchten, ohne ihnen die Aufmerksamkeit zu nehmen. Außerdem passen Blau- und Violetttöne wirklich zu jeder Rosenfarbe – von Weiß und Rosa bis hin zu Gelb, Orange und Rot.
Passende Stauden:
- Lavendel mit seinen blauvioletten Blüten bildet einen wunderschönen Kontrast zu allen warmen Rosentönen.
- Katzenminze lockert das Beet auf und blüht oft über Monate.
- Ziersalbei bietet fantastische Blautöne und lässt Rosenbeete natürlich wirken.
Bild: Kaum eine Staude passt so gut zu Rosen wie Lavendel. Seine blau-violetten Blüten bilden einen wunderschönen Kontrast zu den Rosenblüten, während das silbrige Laub das Beet über viele Monate hinweg schmückt. Gleichzeitig sorgt sein aromatischer Duft für mehr Flair im Garten.
Bild: Zart violettblaue Stauden überlassen es den Rosen, im Mittelpunkt zu stehen. Sie geben ihnen lediglich bescheiden einen schönen Rahmen.
Hab keine Angst vor kräftigen Farben
Wer ein Rosenbeet anlegen möchte, verzichtet viel zu oft auf Rosen in Orange, Gelb oder kräftigem Rot. Die Befürchtung: Das Beet könnte zu bunt, zu »heftig« werden. Dabei sorgen gerade diese Farben für gute Laune und strahlen Wärme aus.
Wer kräftige Farben liebt, kann rote, gelbe oder orangefarbene Rosen mit Stauden in denselben Farbtönen kombinieren. Besonders harmonisch wirkt das Beet, wenn die Stauden nicht exakt dieselbe Farbe besitzen, sondern verschiedene Nuancen aufgreifen – von hellen bis zu dunkleren Schattierungen. So entstehen sanfte Farbübergänge, die dem Beet Lebendigkeit verleihen, ohne unruhig zu wirken.
Rosenbeete anlegen mit kräftig rot blühenden Stauden
- Blutrotes Fingerkraut (Potentilla atrosanguinea)
- Indianernessel (Monarda didyma) wie ‘Fireball’
- Taglilien (Hemerocallis x cultorum) wie ‘Strutters Ball’
Bild: Rote Rosen begleitet von Stauden in verschiedenen Rottönen, hier die Rose ‘Rotkäppchen’ mit Heuchera sanguinea ‘Leuchtkäfer' und Knautia macedonica 'Mars Midget’.
Rosenbeete anlegen mit kräftig gelb blühenden Stauden
- Mädchenauge (Coreopsis-Sorten)
- Sonnenhut (Rudbeckia-Sorten)
- Goldgarbe (Achillea filipendula)
Bild: Mit gelben Blüten (hier Dahlia und Zinnia) zu gelben Rosen (hier ’Golden Celebration’) lassen sich sonnig-leuchtende Rosenbeete anlegen.
Rosenbeete anlegen mit kräftig orange blühenden Stauden
- Montbretie (Montbretia-Sorten)
- Sonnenbraut (Helenium x cultorum)
- Taglilien (Hemerocallis x cultorum)
Bild: Hier steht die sanft-orangefarbene Rose ‘The Lady Gardener’ zusammen mit einer Martagon-Lilie (Lilium martagon 'Guinea Gold'), die das Aprikosenorange aufgreift und unterstützt.
Die genannten Stauden harmonieren gut mit Rosen, da sie ähnliche Standortansprüche haben: sonnige Plätze, nährstoffreiche Böden und eine gute Durchlüftung. Für diejenigen, die ein ausgewogenes Rosenbeet anlegen möchten, empfiehlt es sich, die kräftigen Blütenfarben mit blau-violetten oder silberlaubigen Begleitern wie Lavendel (Lavandula), Katzenminze (Nepeta) oder Woll-Ziest (Stachys byzantina) zu ergänzen.
Entdecke die Rosensorten mit all ihren Details
Bei genauerem Hinsehen sind Rosenblüten nahezu nie vollkommen einfarbig. Selbst Sorten, die auf den ersten Blick rein rot, gelb oder rosa erscheinen, zeigen oft feine Farbnuancen innerhalb der Blüte, von helleren Blütenrändern über dunklere Blütenmitten bis hin zu zarten Schattierungen auf den einzelnen Blütenblättern.
Beobachte zum Beispiel einmal bewusst die Entwicklung der Rosenblüten: Die Knospen vieler Rosensorten sind deutlich dunkler oder intensiver gefärbt als die später geöffneten Blüten. Erst mit dem Aufblühen zeigen sich die zarteren Farbnuancen. Dadurch wirken Rosenbeete lebendig und abwechslungsreich, selbst dann, wenn nur eine einzige Rosenfarbe gepflanzt wurde.
Bild: Die Beetrose ‘Eveline Wild’ blüht in einem zarten Apricot. Bei genauerem Hinsehen lassen sich weitere Farben erkennen. Die äußeren Blütenblätter zeigen sich leicht gerötet. Die Knospen sind sogar kräftig orange-rot. Diese Farben kann man harmonisch in den Begleitpflanzen aufgreifen.
Bild: Dank der rosafarbenen und orange-roten Details in ihren Blüten passt ‘Eveline Wild’ wunderbar zu Stauden in dunklem Orange (Potentilla atrosanguinea). Sogar eine persische Rose (hier ‘Alissar Princess of Phoenicia’) mit tiefrotem Auge passt harmonisch in die Gestaltung.
Weniger Farben, mehr Wirkung
Häufig gibt es beim Rosenbeet Anlegen den Wunsch, möglichst viele Lieblingsfarben in einem Beet unterzubringen. Meist wirken zwei oder drei Hauptfarben deutlich ruhiger als fünf oder sechs verschiedene Töne. So entsteht ein klares Bild, das das Auge als angenehm empfindet.
Bewährte Kombinationen sind zum Beispiel:
- Weiß und Rosa – romantisch, zart
- Gelb und Orange – sonnig, fröhlich
- Rot und Weiß – klassisch, frisch und elegant
- Rosa, Apricot und Weiß – weich und harmonisch
- Gelb und Blau – ein stimmiger Kontrast
Kreativ Rosenbeete anlegen: Blumensträuße zur Inspiration nutzen
Blumensträuße und floristische Trends sind eine hervorragende Inspirationsquelle für die Beetgestaltung, denn Floristinnen und Floristen beschäftigen sich täglich mit harmonischen Farbkombinationen. Was in einem Strauß aus Rosen, Stauden und Gräsern stimmig wirkt, funktioniert oft auch im Gartenbeet. Wer in floristischen Trend-Magazinen oder auf Social Media aufmerksam hinschaut, entdeckt spannende Kombinationen aus Blüten- und Laubfarben, die sich auf größere Pflanzungen übertragen lassen.
Ein weiterer Vorteil: Ein Blumenstrauß zeigt Farben und Formen auf kleinem Raum. Wer unsicher ist, kann ausprobieren, ob ihm eine bestimmte Farbkombination als Strauß gefällt. Ist das der Fall, stehen die Chancen gut, dass dieselben Farben auch im Beet harmonisch wirken.
Bild: Apricot und dazu Rosatöne in allen Farbintensitäten, kombiniert mit ein wenig beruhigendem Violett: So ein Strauß kann weiterhelfen, bevor wir ein Rosenbeet anlegen.
Bild: Der Blumenstrauß verbindet Rosenblüten in den Pastellfarben von fruchtiger Eiscreme. Beim Binden des Straußes zeigt sich, wie dunkles und sattgrünes Laub einen Kontrast schaffen, um die zarten Farben zum Leuchten zu bringen.
Bild: Eine mutige Farbkombination wie Rot und Orange funktioniert im Blumenstrauß erstaunlich gut, das macht Mut, solche Ideen in die Tat umzusetzen.
Unser Tipp zum Schluss: Perfekt muss es nicht sein
Das Schönste am Gärtnern ist doch: Nichts muss sofort perfekt sein.
Vielleicht stellst du nach einem Jahr fest, dass eine Rose an einem anderen Platz noch besser zur Geltung kommt. Vielleicht verliebst du dich später in eine neue Sorte und ergänzt dein Beet. Das ist völlig normal. Jeder Garten entwickelt sich mit der Zeit. Wenn du bei der Farbwahl unsicher bist, starte einfach mit einer Lieblingsfarbe und ergänze dazu Weiß oder eine ähnliche Farbabstufung. Damit liegst du fast immer richtig.
Denn am Ende zählt nicht, ob irgendeine Gestaltungsregel perfekt eingehalten wurde. Wichtig ist, dass du beim Anblick deiner Rosen denkst:
»Genau so habe ich mir meinen Garten gewünscht.«
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