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Abessinischer Kohl

Kaufberater Abessinischer Kohl

Abessinischer Kohl ist ein Schnittkohl, der bereits 5 bis 7 Wochen nach der Aussaat geerntet werden kann. Dieses Blattgemüse schmeckt sowohl roh als auch gekocht und hat ein würziges Aroma, das an Brokkoli erinnert. Bei Aussaat in mehreren Sätzen kannst du von Mai bis Oktober durchgängig ernten. Es ist ein Anbau im Beet, Hochbeet oder Balkonkasten möglich. Der Abessinische Kohl (Brassica carinata) stammt aus dem Osten von Afrika. Er geht auf eine zufällige Kreuzung zwischen Gemüsekohl (Brassica oleracea) und wildem Schwarz-Senf (Brassica nigra) zurück. Er ist auch als Äthiopischer Senf, Ethiopian Kale, Kanzira oder Carinata bekannt. In der USA wurde dieser Kohl 1957 als neue Gemüsepflanze eingeführt. Inzwischen gewinnt er in den Südstaaten als Winterkultur eine immer grössere Bedeutung, weil er sich zur Gewinnung von Bio-Kerosin eignet. 2012 flog zum ersten Mal ein Düsenjet mit Kerosin, das zu 100 % aus Carinata-Öl hergestellt worden war. Für die industrielle Nutzung sind Sorten mit einem besonders hohen Gehalt an Erucasäure (40–45 %) interessant. Ihr Öl wird zur Herstellung von Flugbenzin, Kunststoffen, Schmiermitteln, Farben, Seifen und Kosmetika verarbeitet. Die Pressrückstände aus der Ölgewinnung dienen als eiweissreiches Viehfutter.

Saatgut für Abessinischer Kohl kaufen

Im Lubera® Shop kannst du Saatgut für Abessinischen Kohl kaufen. Die ausgewachsene Pflanze wird zwischen 60 und 140 cm hoch und wurzelt bis zu einem Meter tief. Es dauert zwischen zweieinhalb und vier Monaten, bis der Abessinische Kohl blüht. Seine weissen oder gelben Blüten sind selbstfruchtbar. In den etwa 5 cm langen Schoten bilden sich bis zu 20 gelbbraune Samen. Die Samen spezieller Sorten dienen zur Herstellung von Senf und Öl. Andere Sorten haben einen hohen Anteil an giftiger Erucasäure im Öl und eignen sich nicht für Speisezwecken. Dieses Kohlgewächs wird bereits seit dem 4. Jahrhundert in Äthiopien, dem Sudan und in Eritrea kultiviert. In Ostafrika und Madagaskar werden die Blätter und Stängel dieses Kohls traditionell als Gemüse und Tierfutter genutzt. Dafür werden die jungen Pflanzen mit einer Höhe von 15 bis 30 cm im Ganzen abgeerntet oder die Blätter älterer Pflanzen einzeln gepflückt. In Mitteleuropa ist dieser Blattkohl noch wenig bekannt. Er kann als schnelle Zwischenkultur im Beet, Hochbeet oder in Gefässen auf Balkon und Terrasse angebaut werden. Trockenheit und Hitze machen ihm nichts aus. Im Geschmack ist er roh würziger als Scheerkohl und gekocht ähnlich wie Brokkoli.

Vom Abessinischem Kohl bieten wir dir zwei Sorten in Bio-Qualität an. 

  • Der Abessinische Kohl 'Carina' ist ein schnellwüchsiger, anspruchsloser Blattkohl. Seine Blätter sind grün und glänzen violett. Ab einer Höhe von 10 bis 15 cm schneidest du den Kohl im Ganzen ab. Im Rohkostsalat schmecken die Blätter würzig-nussig und du kannst sie mit in Smoothies mischen. Mit Butter gedünstet oder als Pfannengemüse ist der Kohl eine mild aromatische Gemüsebeilage. Verwende ihn wie Spinat oder Mangold in Aufläufen, als Lasagne, mit Pasta oder für Gemüsepfannen. Lässt du die Pflanzen länger stehen, kannst du nach und nach immer wieder die grösseren Blätter ernten. Diese werden wie Grünkohl zubereitet.
  • Der Abessinische Kohl 'Gomenzer' ist ein Schnittkohl mit grünen, violett überlaufenen Blättern. Er bringt einen Ertrag von etwa 2,2 Kilogramm Blättern pro Quadratmeter, wenn du über einen Zeitraum von mehreren Wochen drei- bis fünfmal davon erntest. Es ist möglich, die Pflanzen in einem kalten Gewächshaus zu überwintern. Pflanze sie im Herbst etwa 6 Wochen vor den ersten Frösten, damit sie keinen Schaden nehmen. Die Erntezeit beginnt dann ab März.

Standort und Aussaat

Wie die meisten Kohlgewächse ist auch der Abessinische Kohl ein Starkzehrer. Für eine gute Nährstoffversorgung kannst du einige Wochen vor der Aussaat etwa 3 Kilogramm Mist pro Quadratmeter ausbringen. Zusätzlich streust du zur Aussaatzeit 10 Gramm Stickstoffdünger pro Quadratmeter als Startdüngung aus.

Bereite den Boden so vor, dass er eine feinkrümelige Struktur hat. Das ist wichtig, damit du die Saat leicht ausbringen kannst, die Sämlinge gleichmässig auflaufen und die feinen Wurzeln schnell guten Halt finden.

Du kannst den Kohl entweder flächig aussäen oder in Reihen mit 30 cm Abstand und einem Pflanzenabstand von 5 cm in der Reihe. Damit der Kohl nicht zu dicht steht, musst du ihn dünn aussäen oder nach dem Auflaufen vereinzeln. Weil das Saatgut sehr fein ist, hilft das Mischen mit feinem Sand im Verhältnis 1 zu 10. Dann hast du mehr in der Hand und kannst die Samen besser verteilen. Bedecke die Saat mit 1 bis 2 cm Erde.

Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 °C. Die Saat geht aber auch bei 3 °C auf. Darum kannst du im Freiland von März bis September säen. Wenn du alle 4 Wochen einige Reihen aussäst, kannst du den ganzen Sommer bis zum Herbst durchgehend Abessinischen Kohl ernten.

Frühe und späte Aussaaten kannst du mit Vlies und Lochfolie vor kühlen Nachttemperaturen schützen.

Möglich ist auch eine Kultur im Topf oder im Balkonkasten. In einem 12 cm Topf solltest du nicht mehr als 5 Pflanzen heranwachsen lassen. Entferne überzählige Sämlinge. Du kannst sie als Sprossengemüse essen.

Kultur von Abessinischem Kohl

Wenn du diesen Kohl als Schnittkohl ernten möchtest, erntest du den gesamten Bestand ab, wenn die Pflanzen etwa 15 bis 20 cm hoch sind. Du hast aber auch die Möglichkeit, alle 35 cm eine kräftige Pflanze stehenzulassen und diese dann weiter zu kultivieren. Dünge den verbliebenen Kohl mit etwa 5 g Kalkammonsalpeter pro laufenden Meter. Halte den Boden immer feucht und hacke regelmässig zwischen den Pflanzen. Das alles verzögert das Einsetzen der Blüte und ermöglicht es dir, von denselben Pflanzen immer wieder Blätter zu ernten, wie du es auch vom Grünkohl kennst. Dieses Anbauverfahren verbraucht weniger Saatgut als der satzweise Anbau mit Kompletternte nach 5 bis 7 Wochen.

Gemüseschutznetze mit einer Maschenweite von 0,8 mm halten unerwünschte Schädlinge fern.

Abessinischer Kohl ist anspruchslos und toleriert auch Hitze und Trockenheit. Die führen jedoch zu einem frühen Blütenansatz und machen eine fortlaufende Kultur unmöglich.

Krankheiten und Schädlinge

Abessinischer Kohl ist resistent gegen die bakterielle Xanthomonas-Schwarzfäule, kann aber von Fusarium-Welke, Sclerotinia-Stammfäule, Alternaria-Blattflecken und Echtem Mehltau (Erysiphe cruciferarum) befallen werden. Durch Blattläuse ist eine Infektion mit dem Bohnenmosaikvirus möglich. Die typischen Kohlschädlinge wie Kohlweissling, Kohlmottenschildlaus und Kohleule können ebenfalls auftreten. Erdflöhe fressen Löcher in die unteren Blätter.

Durch die kurze Kulturdauer ist das Risiko eines Krankheitsbefalls aber gering. Vor allem dann, wenn du auf deinen Beeten die 4 Jahre Anbaupause einhältst, die für alle Kohlgewächse empfohlen wird. Schädlingsbefall kannst du durch geeignete Mischkulturpartner abschrecken. Zum Beispiel mögen Kohlweisslinge den Geruch von Tomaten nicht. Ein Gemüseschutznetz hält auch Kohlfliegen, Kohlherzdrehmücken und Blattläuse fern.

Nährwert von Abessinischem Kohl

Abessinischer Kohl liefert deinem Körper Beta-Carotin, Kalium, Eisen, Vitamin E, Folsäure und Vitamin C. 100 g enthalten 27 Kilokalorien, 3,3 g Eiweiss und 4 g Ballaststoffe. Er enthält mehr Kalium, Magnesium und Eisen, aber weniger Kalzium und Phosphor als Grünkohl, bei annähernd gleichem Kalorien- und Ballaststoffgehalt.

Abessinischer Kohl in der Küche

Junge Blätter und Triebe werden wie Spinat als Salat oder Gemüsebeilage gegessen. Grössere Blätter von älteren Pflanzen nutzt du wie Grünkohl.

Du kannst Abessinischen Kohl wie Spinat oder Mangold in Aufläufen, als Lasagne, mit Pasta, für Gemüsepfannen, als Belag für eine Quiche oder als Füllung für Strudel verwenden. Gemischten Salaten verleiht der rohe Blattkohl eine würzige Note. Junge Blätter kannst du auch mit in grüne Smoothies geben.

Ein typisches äthiopisches Gericht mit Abessinischem Kohl ist Gomen Wat. Für diesen Eintopf werden grosse Blätter des Kohls so zerteilt, dass sie in einen Topf passen. Dann werden sie gar gekocht, abgegossen und in feine Stücke geschnitten. In einem Topf werden dann feingeschnittene Zwiebeln glasig gedünstet und der Kohl damit vermengt. Dazu kommt dann ein Schafskäse, der Feta ähnelt. Viel Geschmack gibt dem Gericht Niter Kebbeh, eine afrikanische, mit Kardamom, Koriander, Schwarzkümmel und Kräutern gewürzte Variante von Ghee (geklärte Butter). Gewürzt wird zum Schluss mit Kardamom, Gewürznelken, Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili, Zimt, Salz und Pfeffer.

FAQ - die wichtigsten Fragen und Antworten zu Abessinischer Kohl
Was ist Abessinischer Kohl?

Beim Abessinischen Kohl handelt es sich um eine Kulturform vom Äthiopischen Senf (Brassica carinata). Er wird als Schnittkohl angebaut und ist 5 bis 7 Wochen nach der Aussaat erntereif. Roh schmeckt er würzig. Gekocht erinnert sein Geschmack an Brokkoli.

Wann wird Abessinischer Kohl ausgesät?

Abessinischen Kohl kannst du von März bis September direkt ins Beet oder in ein Kulturgefäss im Freiland aussäen. Im Gewächshaus ist eine Überwinterung mit Ernte ab März möglich. Im Haus kannst du den Kohl an einem hellen Platz ganzjährig kultivieren.

Was ist das Besondere an Abessinischem Kohl?

Abessinischer Kohl ist ein Schnittkohl, der nach 5 bis 7 Wochen erntereif ist. Er ist würziger als Scheerkohl, aber weniger scharf als Asia-Salate. Im Geschmack erinnert er an Brokkoli. Der Anbau ist auch im Balkonkasten möglich.

Wann kann ich Abessinischen Kohl ernten?

Wenn du von März bis September jeden Monat frisch aussäst, kannst du von April bis Oktober durchgängig frischen Abessinischen Kohl ernten.

Verträgt Abessinischer Kohl Frost?

Der Abessinische Kohl stammt aus Afrika und benötigt Wärme. Die Pflanzen nehmen bereits bei Temperaturen unter 0 °C Schaden. Im Winter erfrieren sie auf dem Beet.

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