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Orangenbaum kaufen

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Kaufberater Orangenbaum

Zwergorange, Citrus mitis, orangenbaum kaufen Wenn ihr einen Orangenbaum kaufen möchtet, solltet ihr euch vorher Gedanken zur Pflege und Kultur in eurem Garten machen. In diesem Beitrag möchten wir den Orangenbaum und die wichtigste Sortengruppen mit ihren jeweiligen Vorteilen vorstellen und die wichtigsten Pflegethemen für Zitruspflanzen erläutern. 

Zusammenfassung Orangenbaum kaufen

Wenn du einen Orangenbaum kaufen möchtest, kannst du auswählen zwischen Blondorangen (ohne rote Fruchtfleischfärbung), Blutorangen (mit Anthocyanen im Fruchtfleisch), Navelorangen (mit dem Nabel und Höcker auf der dem Stiel entgegengesetzten Seite) und auch Vanilleorangen (mit stark reduzierter Säure). Für die Kultur ist wichtig, dass du längerfristig einen Topf grösser als 10l wählst und den Orangenbaum im Winter kühl (3-15°C) und möglichst hell geschützt unterbringen kannst. Notfalls ist auch ein dunkler Garagen- oder Kellerraum geeignet, dann aber musst du eine Pflanzenbeleuchtung installieren.

Warum einen Orangenbaum kaufen

Von Königen und Fürsten in Orangerien verehrt, zu Tausenden in Plantagen gepflanzt - das ist der Orangenbaum. Sein botanischer Name lautet Citrus sinensis, was so viel heisst wie 'Chinesischer Citrus'. Im deutschen Sprachraum sprach und spricht man auch von Apfelsinen; vor 500 Jahren kamen den damaligen Europäern die neuen Zitrusfrüchte ziemlich fremd vor, also nannten sie sie nach dem, was sie schon kannten: Apfel-sinen, Äpfel aus China. Heute gehören Orangen zu den wichtigsten Obstpflanzen, haben aber gleichzeitig mit den Nachteilen der Globalisierung und der Massenproduktion zu kämpfen. Orangen und Orangensaft-Konzentrat werden sogar an der Rohwarenbörse gehandelt – und wir vergessen ob des industrialisierten Massenprodukts allzu schnell, wie wunderbar schön und gut der Orangenbaum und seine Früchte sind. Gerade dieser Unterschied zwischen dem globalisierten und gedankenleeren Produkt, dem Orangensaft zum Frühstück und dem echten lebendigen Orangenbaum im Garten macht es so wertvoll, Orangenbäume auch im Privatbereich zu kultivieren, um die Schönheit und den grossen Nutzen dieser Pflanzen bekannt zu machen und selber zu erfahren. Darum solltest du also für die eigene Terrasse oder den Balkon einen Orangenbaum kaufen… 

Orangenbäume sind in allen ihren Erscheinungsformen attraktiv: Dunkelgrünes, edel glänzendes Laub bildet die Kulisse für wunderschöne weisse Blüten. Sie entstehen je nach Sorte im Februar bis Juni, also vorwiegend im ersten Halbjahr. Die Orangenblüten verbreiten einen herrlichen Zitrusduft, der schwer, aber nicht zu schwer ist. Aus den Blüten bilden sich Fruchtansätze, die zu dunkelgrünen Früchten heranwachsen. Diese glänzen und erinnern in der Oberfläche ein wenig an Golfbälle, allerdings in Grün.

Orangenbaum kaufen

Bild: Junge Orangen sind zwar etwas unscheinbar, sehen aber hübsch aus. Ausserdem bereiten sie Vorfreude.

Seinen grossen Auftritt hat der Orangenbaum im Winter. Sobald die Temperaturen kühl werden, färben sich die Früchte Orange und machen ihrem Namen alle Ehre. Auch die rote Farbe des Fruchtfleischs bei den Blutorangen bildet sich erst unter dem Einfluss kälterer Temperaturen (3°C bis 12°C) aus.

Je nach Sorte kann ab der Weihnachtszeit bis ca. Mai/Juni geerntet werden. Orangen können auch noch monatelang bis zur Ernte am Baum hängen gelassen werden. Die Späte Blondorange 'Valencia late' blüht beispielsweise im April bis Juni und wird dann nördlich der Alpen im Folgejahr, wieder zwischen Mai und Juni richtig reif. So sind bei 'Valencia late' und bei vielen anderen Orangensorten im Frühling gleichzeitig die Blüten und die Früchte am Baum zu bewundern.

Zitrus Valencia late, orangenbaum kaufen

Bild: Bei 'Valencia late' blühen und reifen die Blüten und Früchte zur gleichen Zeit.

Und die verheissungsvollen orangen Früchte werden dann vorsichtig und geniesserisch eine nach der anderen geerntet und genossen… Ein Orangentraum wird Wirklichkeit.

Der Unterschied zwischen Orangen und Pomeranzen

Unter Orangen verstehen wir die Süssorangen (botanisch Citrus x sinensis). Diese sind von den Bitterorangen oder Pomeranzen (botanisch Citrus aurantium) zu unterscheiden. Die Pomeranzen kamen schon sehr früh, als zweite Zitrusart nach den Zedratzitronen nach Europa. Die arabischen Eroberer brachten sie schon im 10. Jahrhundert nach Andalusien, von wo sie sich weiter verbreiteten.

Die Süssorangen dagegen kamen erst spät, in der frühen Neuzeit, ab dem 15. Jahrhundert nach Europa, zuerst nach Portugal, dann von da auch weiter nach Südeuropa. 
Beide Orangenarten stammen wie die meisten Zitrusarten aus dem subtropischen China, aber haben am Fusse des Himalaya auch gelernt, mit etwas Kälte (unter 10°C) umzugehen, was ihnen das Überleben bei uns nördlich der Alpen und im Garten deutlich erleichtert. Und beide sind – allerdings unabhängig voneinander - aus einer Kreuzung und Fusion der beiden Urzitrusarten Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus Maxima) entstanden und haben sich danach über Tausende von Jahren unabhängig voneinander und unterschiedlich entwickelt. Den wichtigsten Unterschied entnehmen wir schon den Namen: Die Süssorange hat mehr Zucker und weniger Bitterstoffe, sie kann vor allem frisch und als Saft genossen werden; die Bitterorange ist geprägt von übrigens sehr wertvollen und gesundheitsförderlichen Bitterstoffen, die eher gegen den Frischgenuss sprechen. Dafür sind Konfitüren aus der Bitterorange den reinen Süssorangen-Konfitüren weit vorzuziehen. Die Bitterorange ist auch leicht robuster als die Süssorange, sie hält kurzzeitig auch mal Temperaturen bis -5°C aus, die gleiche Toleranzgrenze liegt bei der Süssorange bei sehr kurzen Perioden leicht über dem Gefrierpunkt. Unsere Versuche mit der Überwinterung von Zitruspflanzen bei Lubera zeigen aber, dass beide Arten, die Süssorange und die Bitterorange problemlos zusammen (und auch mit Zitronen und Kumquats) überwintert werden können bei Temperaturen zwischen 3°C und 12°C.

Orangenbaum kaufen

Bild: Blüten, Knospen und goldene Orangen - Faszination Orangenbaum!

Was für Orangenbäume gibt es - Sortentipps

Das Angebot an Orangenbäumen ist mittlerweile recht umfangreich. Allerdings gibt es grosse Unterschiede bei der Fruchtgrösse und Form, beim Geschmack und vor allem auch bei der Farbe des Fruchtfleisches. Grundsätzlich kann man beim Orangenbaum Kaufen zwischen Blondorangen, Blutorangen, Vanilleorangen und Navelorangen unterscheiden. Wenn man botanisch etwas grosszügig ist, so kommen noch die Miniorangen dazu.

Blondorangen Bäume kaufen

Was bitte haben orange Früchte mit Blond zu tun? Da muss ja das Orange der reifen Orangen schon etwas ausgebleicht sein, damit die Assoziation stimmt. Aber gemeint ist mit ´blond´ eigentlich die Absenz der Farbe Rot, der Anthocyane im Fruchtfleisch. Das Gegenstück zu den Blondorangen sind deshalb die Blutorangen (siehe den nächsten Abschnitt). Das Paradebeispiel einer Blondorange im Lubera-Orangenbaum-Sortiment ist die Sorte 'Valencia late', die auch im Erwerbsanbau millionenfach angebaut wird. Das Fruchtfleisch ist süss-saftig in Orangengelb, es gibt keine Spuren von Anthocyanen. Wie schon erwähnt, brauchen aber auch die Valencia Orangen etwa Kälte (unter 10°C) damit sie mit einer gelb-orangen Schale werden können und auch ein schöne Fruchtfleischfarbe ausbilden. Die fehlende Kälte ist auch der Grund, dass man in südlichen Ländern öfters grünliche Orangen sieht – aus denen Saft gepresst wird. 'Valencia late' blüht auch etwas später im Frühling bis Frühsommer. So kann man meist im Garten gleichzeitig die Blüten, den Duft, die summenden und wie trunken den Nektar aufsaugenden Insekten und die reifen Früchte bewundern – bis man sie dann doch erntet und geniesst. Ebenso in diese Gruppe gehören die Ovale Orange und die Vierjahreszeitenorange, die kontinuierlicher blüht als die andere Orangen, so dass man fast die ganze Vegetationsperiode über Blüten bewundern kann.

Blutorangen kaufen

Blutorangen findet man leider im Supermarkt seltener, aber sie haben es im wahrsten Sinne des Wortes ´in sich´: Nicht nur ist das Fruchtfleisch ganz oder teilweise rot eingefärbt (dafür sind die natürlichen roten Farbstoffe, die gesunden Anthocyane verantwortlich), sie haben auch einen volleren Geschmack, unter der Süsse zeigen sich gut versteckt etwas Bitterkeit, die insgesamt das Geschmackserlebnis reicher macht. Weil wir denken, dass im Garten ja eine diversere Orangenwelt möglich ist als im Supermarkt, verkaufen wir diverse Blutorangen: Die klassische Blutorangen 'Moro', die 'Sanguinello moscato' mit dem breiten Aroma, die supersüsse Erdbeerorange und als Spezialität auch die Regenbogenorange 'Arcobal', die rot-orange-gelb gefärbt ist und auch im Inneren Orange und Rot zeigt. Arcobal ist übrigens ursprünglich aus der Kreuzung der Meyer-Zitrone mit einer dunkelroten Blutorange entstanden. Achtung wenn du einen Orangenbaum kaufen willst: So wie die Orange Kälte (unter 10-12°C) braucht, um ihre Schalenfarbe auszubilden, so brauchen auch die Blutorange diese Kälte oder Kühle, um die Anthocyan- Rotfärbung des Fruchtfleisches zu erreichen.

Es gib diverse Entstehungsgeschichten zur Navel-Orange. Die wahrscheinlichste führt die Navel-Orange auf eine Knospenmutation einer Blondorange zurück, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Bahia, Brasilien entdeckt wurde und dann im 20. Jahrhundert in den USA für den grossflächigen Erwerbsanbau entdeckt wurde. Typisch für die Navel-Orangen ist der Nabel, die rundliche Ausbuchtung, die auf der Gegenseite des Fruchtstiels, bei der ehemaligen Blüte entsteht. Beim Schälen entdeckt man da eine kleine Zwillingsfrucht, eine zweite kleine Blondorange, die sich an der Spitze der Frucht eingenistet hat. Navel-Orangen sind sehr süss und saftig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Süssorangen sollte man sie nicht zu lange am Baum hängenlassen, weil sie sonst ihren frisch-süssen Geschmack verlieren und etwas bitter werden.

Orangenbaum kaufen

Bild: Schmale, spitz zulaufende Blätter und viele reinweisse Blüten - das ist die Pracht des Orangenbaums - hier bei einer Navelorange.

Vanille Orangenbaum kaufen

Sind dir die meisten Zitrusfrüchte und Orangen zu sauer oder erträgst du vielleicht grundsätzlich Säure nicht so gut, so können wir dir die Vanille-Orangen, in unserem Sortiment die von der Schale und vom Albedo her leicht rosa eingefärbte Pinke Orange 'Vaniglia Sanguigno' empfehlen. Die Vanille-Orange zeichnet sich nämlich durch eine starke Reduktion bis Abwesenheit von Säure aus, die sie im Verzehr sehr angenehm macht.

Miniorangen kaufen

Die Calamondin (Citrus madurensis) wird häufig auch als Miniorange verkauft, weil sie eben wie eine Kleinausgabe der Orange aussieht: klein ist die Frucht, noch kleiner als eine Mandarine, und extrem kompakt und klein ist auch das Bäumchen, das auch nach 5 Jahren noch sehr kompakt, mit einer Krone von 50cm Durchmesser gehalten werden kann. Botanisch hat aber diese Miniorange Calamondin nichts mit Orangen zu tun, sie ist das Kreuzungsprodukt zwischen einer sauren Mandarine und der Kumquat… Und sie ist wirklich sehr sauer, aber im Zierwert als Topfbäumchen einfach unerreicht schön. Dazu kommt, dass sich die geschälten Früchte sehr gut und leicht zu einem sauer-fruchtigen Kompott verarbeiten lassen, der phantastisch mit diversen Süssspeisen kontrastiert (vergleichbar mit einem Zwetschgenkompott, nur noch pikanter und aufregender).

Wann einen Orangenbaum kaufen

Wir bieten das gesamte Orangensortiment von März bis November an – und entsprechend kannst du dann in der Zeit einen Orangenbaum kaufen. Die in unserer Baumschule selber produzierten Halbstämme im 8,5l Topf sind meist kontinuierlich erhältlich, bei den Importpflanzen aus dem Süden ist das Angebot im April und Mai meist am grössten – damit auch die Auswahl. Meist erhalten wir aber Ende Mai eine zweite Lieferung, so dass wir fast über die gesamte Vegetationsperiode ein breites Sortiment anbieten können.

Wenn du im Frühling Orangenbäume kaufst, dann lohnt es sich meist, sie gleich nach Erhalt in einen etwas grösseren Topf mit ca. 10l Volumen umzutopfen und so den jungen Bäumchen Platz für frisches Wurzel- und Triebwachstum zu geben. Wenn du ab Juni einkaufst, dann empfehlen wir, die Zitruspflanze das erste Jahr im Verkaufstopf zu halten und dann erst im folgenden Frühjahr, im Februar umzutopfen (siehe den Abschnitt weiter unten).

Die Herkunft der Orange (Citrus x sinensis)

Wie schon oben erwähnt, stammt der immergüne Orangenbaum aus dem subtropischen China. Daraus ergibt es sich, dass sie einerseits keine längerfristigen Minustemperaturen aushält, aber andererseits auch gut etwas Kälte aushalten kann. Sie ist eben subtropisch und nicht tropisch… Ja es ist sogar so, dass die Orange für die vollständige Ausfärbung der orangen Früchte etwas Kälte braucht. Und genau diese Eigenschaft, die relative Toleranz gegenüber kühlen Temperaturen, ermöglicht dann auch gut die Kultur bei uns nördlich der Alpen, wenn man denn die Orangebäumchen richtig, und das heisst hell und kühl überwintern kann (dazu mehr unten im Abschnitt über die Überwinterung).

Zur Herkunft gilt es noch ein weiteres Missverständnis aufzuklären: Häufig liest man, die Orange sei aus der Kreuzung einer Mandarine und einer Pampelmuse gezüchtet worden. Zwar sind die Eltern korrekt, aber man darf sich das jetzt nicht wie eine moderne, menschengemachte Kreuzung vorstellen… Vor Tausenden von Jahren, am erweiterten Fusse des Himalaya, befruchteten sich die Urzitrusarten Mandarine und Pampelmuse gegenseitig, und daraus entstand eine neu Art, die sich weiterentwickelte, eben die Süssorange. Sicher kam dann schon früh – vielleicht vor 2000 oder 3000 Jahren die menschliche Selektion dazu, die immer die besten Süssorangen für die Weiterzucht auswählte.

Orangenbaum kaufen

Bild: Ganz so üppig wie hier in Portugal wachsen die Orangen bei uns nicht, aber mit der richtigen Pflege gelingt doch eine ordentliche Ernte.

Orangenbaum kaufen und pflanzen – topfen und umtopfen

Wenn du dein Orangenbäumchen topfst oder umtopfst, dann beachte bitte die folgenden Tipps:

  • Einen Topf auswählen, der einen ca. 5cm grösseren Durchmesser hat als der Vorgängertopf.
  • Falls du die gerade gekaufte Pflanze umtopfst, dann beginne mindestens mit einem 10l Topf, um der neuen Pflanze einen Startvorteil zu verschaffen.
  • Auf einen sehr guten Wasserabzug des Topfs achten; in der Regel lohnt es sich, zusätzliche Entwässerungslöcher reinzubohren.
  • Wähle einen Topf aus, der möglichst keine sehr dunkle Farbe hat. Für die längerfristige Kultur im Garten oder auf der Terrasse ist das vorteilhaft, da sich schwarze Töpfe etwas zu schnell aufheizen. 
  • Entnehme den umzutopfenden Orangenbaum aus seinem ursprünglichen Topf und stelle ihn in ein Wasserbad, so dass sich der Wurzelballen vollsaugt.
  • Rauhe die Oberfläche des Topfballens leicht auf, wenn du einen frisch eingekauften Orangenbaum umtopfst. Falls du einen älteren Orangenbaum aus deinem Garten umtopfst, kann dies durchaus auch etwas stärker geschehen, so dass die äussersten paar Zentimeter des Wurzelballens entfernt oder sogar abgeschnitten werden.
  • Falls du den alten Wurzelballen reduziert hast, denke daran, dass du auch die Baumkrone um das gleiche Mass zurückschneidest.
  • In untersten Teil des Topfes eine Entwässerungsschicht mit Lecca oder Kies einbringen, so dass das Wasser immer gut ablaufen kann.
  • Eintopfen mit einer Kübelpflanzenerde, die die gewünschte Lockerheit und Strukturstabilität bietet (Lubera Fruchtbare Erde Nr. 1). Die angebotenen Zitruserden sind meist mit der gleichen Formel produziert und bieten keinen Vorteil, manchmal sind sie auch zu fein und verschlämmen gerne.
  • Beim Umtopfen im Frühling in den frischen Topf ca. 2 Gramm pro Liter Langzeitdünger einbringen, der die Grundversorgung darstellt.
  • Angiessen und möglichst sonnig und luftig aufstellen.
  • Bitte idealerweise auf einen Rost stellen, um das Abtropfen und Entwässern zu erleichtern, nie in einen Untersetzer stellen. Der Untersetzer kann bei Zitruspflanzen nur eine mögliche Funktion haben: Vor allem in der Überwinterung können frei aufgestellte wassergefüllte Untersetzer (ohne Pflanze darin) die Luft etwas feuchter halten…

Orangenbaum pflegen - die wichtigsten Pflegetipps

Orangenbäume mit dem botanischen Namen Citrus sinensis sind nicht frosthart und müssen daher als Kübelpflanzen kultiviert werden. Daraus ergeben sich einige Unterschiede zu anderen Pflanzen in der Pflege, wenn du einen Orangenbaum kaufen willst.

Der richtige Standort für die Orange

Für das Gedeihen der Orange und für eine erfolgreiche Ernte süsser Früchte ist vor allem Sonne wichtig. Daher sollte euer Orangenbaum einen vollsonnigen und geschützten Platz erhalten. Vollsonnig bedeutet, dass das Laub möglichst lange am Tag direkt von Sonnenstrahlen beschienen wird. Indirektes Streulicht reicht nicht aus. Im Schatten gedeiht der Orangenbaum gar nicht. Geschützt ist ein Standort, wenn er eine oder zwei Rückwände hat, die kalte Luft abhalten. Im Frühjahr und Herbst ist auch eine Überdachung hilfreich, damit die Pflanze in (noch) kühlen Nächten nicht auskühlt. Was ist aber wichtiger, der Schutz durch Wände und Dächer, oder die Sonne? Entscheide dich bitte unbedingt für die Sonne! Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Orangebäume möglichst früh auf eine sonnige Wiese vor dem Haus zu stellen. Ja, da gibt es zwar etwas Wind, der schadet aber nichts (ausser, dass man die Kübel mal aufstellen muss); entscheidend ist aber die freie Sonneneinstrahlung. Häufig stellen wir dann die Zitruspflanzen im März noch unter die Pergola beim Haus, um für kalte Nächte im Frühling gerüstet zu sein und sie zur Not mit einem Vlies oder Leintuch schützen zu können; erst im Mai geht es dann auf die freie Wiese. Und im November folgt dann der Weg zurück, zuerst zum Haus unter das Vordach und die Pergola, dann erst ins Überwinterungsquartier. Der Veränderungsschock ist damit auch viel kleiner.

Zitrusgarten, Orangenbaum kaufen

Bild: Sobald es warm genung ist, können die Zitronenbäume in den Garten gestellt werden.

Richtig Giessen

Zitruspflanzen reagieren besonders empfindlich auf Staunässe. Daher ist sorgfältiges Giessen wichtig. Ihr müsst darauf achten, dass die Erde abtrocknet, bevor erneut gegossen wird. Dabei geht es aber nicht nur um die Erde an der Oberfläche, sondern vor allem im unteren Bereich des Topfes. Dort sind die Wurzeln und diese dürfen nicht zu nass werden.

Es gibt mehrere Methoden, das Abtrocknen der Erde insgesamt festzustellen. Am besten geht es sicher mit einem Feuchtigkeitsmesser, der eine lange Sonde hat. Diese wird in die Erde gesteckt und zeigt ziemlich zuverlässig die Feuchtigkeit an. Eine zweite Methode ist, mit einem langen Metallstab - wie bei der Garprobe eines Kuchens - in die Erde zu bohren. Wenn dieser am Ende feucht ist, muss nicht gegossen werden. Die dritte Methode ist abzuwarten, bis sich die Erde in der oberen Schicht vom Topfrand löst. Das kann als Indiz gelten, dass auch in tieferen Schichten die Erde trocken ist.

Schliesslich gibt es noch eine etwas brutalere Methode: Beobachte einfach deinen Orangenbaum!  Wenn sich die Blätter langsam einzurollen beginnen, dann ist es definitiv Zeit für die nächste Bewässerung. Diese zurückhaltende Art des Giessens ist vor allem während der Überwinterung wichtig, da dann die Ziruspflanzen meist viel zu feucht stehen und daraus auch 80% der Überwinterungsprobleme entstehen.

Bei uns im Garten und im Versuchsbetrieb wird bei grösseren Töpfen ca. 1-2x pro Sommer-Woche gegossen, im Frühling und Herbst entsprechend etwas weniger. Die Zitruspflanzen sind aus den subtropischen Herkunftsgebieten Trockenheit gewohnt, aber auch ausgiebige und intensive Regenfälle. Wenn du also einmal giesst, dann wässere ausführlich und sehr intensiv. Das überschüssige Wasser soll aber schnell und vollständig auch wieder ausfliessen können.

Den Orangenbaum düngen

Kübelpflanzen wie der Orangenbaum haben hierzulande eine vergleichsweise kurze Wachstumsperiode. Entsprechend ist für das Gedeihen wichtig, dass Nährstoffe in der Wachstumszeit schnell und unmittelbar verfügbar sind. Insofern ist die Orange auf einen schnell wirkenden mineralischen Dünger angewiesen. Am ergiebigsten und effizientesten ist ein Dünger in Pulverform (Frutilizer Instant Zitrus), der mit dem Giesswasser verabreicht wird, und schnell wirkt. Als Nährstoffkombination sind folgende Werte geeignet:

  • Stickstoff 20%
  • Phosphat 5%
  • Kalium 15%.

Weiter sind Spurelemente wie Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer, Bor, Molybdän und Mangan wichtig. Der Begriff 'Spurenelement' bedeutet, dass die Stoffe nur in geringen Konzentrationen enthalten sein müssen.
Im Frühling beim Rausstellen empfiehlt es sich, zusätzlich ca. 2 Gramm Langzeitdünger (Frutilizer Saisondünger plus) pro Liter Topfvolumen (also 20 Gramm Langzeitdünger für einen 10l Topf zu geben. Dafür kannst du mit einem Stecken oder Bambus einige Löcher in das Substrat bohren und da den Langzeitdünger verteilen, dann die Löcher wieder verschliessen.

Orangenbaum schneiden

Die Krone des Orangenbaums wächst kompakt, fast rund. Ein Schnitt, um den Baum zu erziehen, ist nach unserer Erfahrung eher nicht nötig. Nur abgestorbene Äste sollten abgeschnitten werden. 

Häufig wird empfohlen, einmal bis zweimal im Jahr die äusseren Triebenden zu pinzieren, etwas einzukürzen, um eine runde und kompakte Krone zu erhalten. Nach unseren Erfahrungen sollte man dies jedoch nur mit Ästen machen, die deutlich aus der Krone ausbrechen. Ansonsten soll die Krone ruhig auch etwas offener sein, damit die Früchte überhaupt Platz haben und auch regelmässig abtrocknen. Im untenstehenden Bild sieht man gut diese etwas offenere Krone bei einem ca. 5-jährigen Valencia late Orangenbaum; es ist auch erkennbar, dass die neuen Blüten eher an den neueren Ästen im oberen Bereich entstehen.

Zitrus Valencia late, orangenbaum kaufen

Bild: Ein 5-jähriger Valencia late Orangenbaum.

Dennoch bleibt es natürlich eine Herausforderung, die Grösse des Orangenbaums für Balkon und Terrasse in Grenzen zu halten. Dafür raten wir, anstelle des Bubikopfschnitts erst beim Umtopfen alle 3-4 Jahre einen Teil des Wurzelvolumens zu entfernen und gleichzeitig auch die Krone etwas zurückzustutzen. Dabei kann dann durchaus auch einmal ein grösserer Ast, der die Krone zu dicht macht, auf Stummel zurückgeschnitten werden. Folge eines solchen Rückschnitts: Nach dem Umtopfen und dem Rückschnitt wird der Blütenansatz etwas kleiner sein und erholt sich dann aber im nachfolgenden Jahr.

Eigene Orangen ernten

Die Orangenernte beginnt, wenn die Früchte im Winter nach abgekühlten Temperaturen orange werden. Spätestens um die Weihnachtszeit sind die ersten frühen Orangen reif und können geerntet werden. Späte Sorten wie Valencia late bleiben aber auch im Winterlager am Baum und werden dann erst im nachfolgenden Frühling, zeitgleich mit der neuen Orangenblüte reif. Die Ernte erfolgt immer mit einer Schere, da sich Orangen schlecht vom Baum lösen – eben deshalb kann man die meisten Orangensorten (ausser die Navel-Orange) auch sehr lange am Baum lassen, bis man sie - just in time – geniessen möchte. Oder was gibt es Schöneres als ein Gartenrundgang im Frühling oder Frühsommer, wo du gleich eine Frucht stibitzen und mitnehmen kannst. Ob du sie dann gleich auf dem Weg verspeist oder sozial gesinnt nach Haue trägst, sei dir selber überlassen…
Übrigens sehen wir sehr selten, dass Früchte von unseren Bäumen im Garten fremdstibitzt oder geklaut werden; der Grund liegt wohl darin, dass die meisten Passanten und Spaziergänger ob der exotischen Früchte so staunen, dass sie gar nicht an die Essbarkeit denken…

Die Süsse der Früchte hängt vor allem von der Sonne ab, die ein Orangenbaum abbekommen hat. Also ist ein sonniger Sommer etwas, was nicht nur für die Orange gut ist, sondern auch für euch und eure Ernte.

Denkt rechtzeitig an die Überwinterung der Orangebäume!

Wenn ihr im Frühjahr einen Orangenbaum kauft, ist der nächste Winter noch weit entfernt. Aber er kommt auf jeden Fall. Spätestens dann braucht ihr ein geeignetes Winterquartier. Leider sind - bis auf ganz wenige Ausnahmen - Zitruspflanzen keine Zimmerpflanzen. Orangenbäume sollten weder im Sommer noch im Winter in beheizten und dunklen Räumen untergebracht werden. Hier sind sie nämlich widersprüchlichen Umweltsignalen ausgesetzt, die sie nicht interpretieren und in Wachstumsbefehle umsetzen können: Die warme Zimmertemperatur auch im Winter signalisiert Sommer und Wachstum, aber umgekehrt sagt das Licht - oder eben das mangelnde Licht - das Gegenteil aus. Wie bitte soll die subtropische Orangenpflanze das verstehen können? Auch im Sommer ist es in den meisten Häusern und Standorten (ausser im Wintergarten) zu dunkel für Zitruspflanzen, dazu kommt die normalerweise zu tiefe Luftfeuchtigkeit, die zu weiteren Krankheiten und Schädlingen führt (Spinnmilben etc.). Fazit: Die einzige Zitruspflanze, die man längerfristig gut und einfach indoor kultivieren kann, ist die Calamondin, die Miniorange.
Im Winter braucht die Orange ein kühles und nach unseren Massstäben helles Winterquartier. Besonders geeignet sind Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern, Überwinterungszelte und natürlich Kalt-Wintergärten und Gewächshäuser, die einen Frostwächter haben. Die Temperatur sollte zwischen 3°C und 15°C sein. Ideal sind Temperaturen um 10°C, lieber etwas darunter als darüber. Dadurch kommt die Orangenpflanze in eine Art Winterruhe und reduziert ihren Stoffwechsel radikal, um auf bessere Zeiten zu warten. Genau das hat sie nämlich auch in ihrer Heimat gelernt, wenn es mal kälter wurde (nur dass bei uns diese Phase etwas länger dauert und vor allem auch lichtärmer ist). Falls du in einem dunklen Raum überwintern musst, kannst du auch spezielle Lichtlampen installieren, die dann 12 Stunden pro Tag den Orangen das ihnen zustehende Licht geben.
Denke bei der Überwinterung auch daran, dass du sehr wenig giesst. Eigentlich erst, wenn du erste Blattsymptome mit einrollenden Blättern siehts. Dies ist jedenfalls für den Orangenbaum gesünder als zu nasse Töpfe, notabene in einer Zeit, in der nur sehr wenig Wasser gebraucht wird… 

Und wenn dann eine Orangenbaum im Winterquartier doch einmal alle Blätter verliert? 

Dann bitte nicht auch noch die Nerven verlieren! Unternimm vorerst gar nichts, vor allem nicht giessen! Im Frühling schneidest du den Orangenbaum ca. 20% bis 30% zurück, düngst ihn neu mit Langzeitdünger auf (erst wenn er langsam wieder grün zu werden beginnt), und dann hast du eine gute Chance, dass er wieder austreibt, um im nachfolgenden Jahr auch wieder Blüten und Früchte zu tragen.

FAQ - Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Orangenbaum kaufen
Wie lange dauert es bis ein Orangenbaum Früchte trägt?

Ab Kauf ca. 1-2 Jahre, viele Bäume blühen und fruchten auch schon in der Verkaufsgrösse, sie sind dann ca. 4 Jahre alt. Im Lubera-Shop kannst du vorgezogene Orangenbäume kaufen.

Wie lange geht es von der Blüte bis zur Reife der Früchte?

Hier bei uns nördlich der Alpen dauert das 9-14 Monate. Viele Früchte bleiben über den Winter am Baum, entwickeln sich im Winterquartier nur langsam, und werden dann erst im folgenden Frühling und Frühsommer reif.

Welche Temperaturen verträgt ein Orangenbaum?

3 bis ca. 35 °C. Darüber stellen sie auch das Wachstum ein… Unter 10-12° reduzieren sie den Stoffwechsel und gehen in Winterruhe. Frost unter 0° ertragen sie nur für einige wenige Stunden, sonst gibt es Schäden.

Wie pflegt man einen Orangenbaum?

Der ideale Standort ist voll sonnig, warm und geschützt. Giessen Sie den Orangenbaum nur wenig. Sobald die Erde auch in den unteren Schichten abgetrocknet ist, kann intensiv und durchdringend gegossen werden. Im Frühjahr und im Herbst sollte etwas weniger gegossen werden. Düngen Sie den Orangebaum einmal pro Woche, z.B. mit dem Instant Zitrusdünger von Lubera. Dieser ist besonders stickstoffhaltig. Überwintern Sie den Orangenbaum hell und kühl (5°-10°C), ideal sind ein Treppenhaus oder eine Garage mit Fenstern

Muss ich alle Orangen miteinander pflücken oder kann ich sie am Baum hängen lassen und nach und nach geniessen?

Die meisten Orangensorten können monatelang reif am Baum hängen bleiben, sozusagen ein eigenes Fruchtlager… Eine Ausnahme stellt die Navelorange dar, die man möglichst in der Vollreife vollständig abernten sollte

Wächst in Orangenbaum auch in der Wohnung?

Nein, das geht nicht, vor allem fehlt ihm hier im Winter und Sommer das Licht, und im Winter suggeriert die zu warme Temperatur, dass es Sommer sei – aber der Baum lässt schlimmstenfalls aus lauter Unverständnis die Blätter fallen, weil er zu wenig Licht aufnehmen kann… Eine Ausnahme stellt die Calamondin dar, die gut im Haus kultiviert werden kann.

Wie pflegt man einen Orangebaum im Winter

Sicherstellen, dass es kühl 3 bis 12/15°C und möglichst hell ist. Darüber hinaus nichts machen, nur giessen, wenn sich die Blätter einzurollen beginnen.

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#1304 Ein Zitrusbaum im Kübel als Lebensbegleiter
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Fragen & Antworten (1)
Frage
04.12.2023 - Sumo Orange
Ist es Lubera geplant in absehbarer Zeit die amerikanische Sumo Orange als Baum zu verkaufen? Oder dessen japanisches Original?
Antworten (1)
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