Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Johannisbeeren gehören zu den beliebtesten Sommerbeeren und können – je nach Sorte – von Mitte Juni bis Ende August geerntet werden. Ihr Name leitet sich vom Johannistag am 24. Juni ab, dem traditionellen Reifedatum der frühen Sorten. Ein häufiger Fehler ist es, die Früchte sofort nach der Umfärbung zu pflücken. Schwarze Johannisbeeren brauchen dann noch etwa zwei Wochen zur Reife. Rote Johannisbeeren überzeugen durch ihre frische Säure, weisse durch ihre milde Süsse, während schwarze mit intensivem Aroma für Säfte und Liköre geschätzt werden. Jostabeeren vereinen die Eigenschaften von Johannis- und Stachelbeeren. Je nach Verwendungszweck lohnt sich ein unterschiedlicher Erntezeitpunkt: früher für Gelees (hoher Pektingehalt), später für Desserts oder Frischverzehr. Mit guter Pflege sind bei Sträuchern 4–5 kg Ertrag pro Jahr möglich. Besonders praktisch: Mit unterschiedlichen Sorten lässt sich die Erntezeit deutlich verlängern.
Praxis-Tipps:
Nicht zu früh ernten: Warte nach der Umfärbung noch einige Tage, besonders bei schwarzen Sorten. Erst dann entwickeln die Beeren ihre volle Süsse und ihr typisches Aroma. Auch rote und weisse Sorten werden süsser, wenn man sie länger hängen lässt.
Sorten clever kombinieren: Pflanze frühe und späte Sorten, um die Erntezeit von Mitte Juni bis Ende August zu strecken und den ganzen Sommer frische Beeren zu geniessen.
Ernte sofort verwerten oder einfrieren: Johannisbeeren sind nur wenige Tage haltbar. Überschüsse daher rasch verarbeiten oder portionsweise einfrieren.
Wann man Johannisbeeren ernten kann
Sommerzeit ist Beerenzeit: Zwischen Mitte Juni und Mitte August reifen die Johannisbeeren an langen, prallen Trauben und laden direkt zum Pflücken und Naschen ein. Ihr Name geht auf den Johannistag am 24. Juni zurück – traditionell das Datum für die ersten frühen Sorten. Doch inzwischen gibt es frühere und deutlich spätere Sorten.
Bild: Die frühe Sorte Ribest® 'Babette®' läutet die Johannisbeeren-Saison ein.
Ein häufiger Fehler ist es, Johannisbeeren ernten zu wollen, sobald sich die Früchte verfärben. Erst die späte Traube bringt den vollen Geschmack: Schwarze Johannisbeeren werden oft erst zwei Wochen nach der Verfärbung wirklich reif. Wer die Beeren noch einige Tage hängen lässt, profitiert von intensiverem Aroma und höherer Süsse – durch den leichten Wasserverlust konzentriert sich der Zucker. Frühreife Sorten wie Ribest® 'Babette®' oder Ribest® 'Blanchette®' sollte man allerdings nicht zu lange hängen lassen, da sie leicht abfallen. Spätere Sorten hingegen können problemlos länger am Strauch bleiben, ohne an Qualität einzubüssen.
Bild: Späte Sorten wie Ribest® 'Sonette®' kann man sehr lange am Strauch lassen, die Beeren werden dann süsser.
Erntezeit nach Farbe
- Rote Johannisbeeren: Sie starten ab Mitte Juni (Ribest® 'Babette®') und lassen sich bis Ende August ernten. Je länger sie hängen, desto süsser und aromatischer werden sie. Besonders späte Sorten wie Ribest® 'Sonette®' oder Ribest® 'Violette®' halten die Beeren sogar bis Ende August frisch am Strauch.
- Weisse Johannisbeeren: Sie sind keine eigene Art, sondern eine hellfrüchtige Zuchtform der roten Johannisbeere. Im Geschmack sind sie deutlich milder und süsser, perfekt für Desserts oder den Frischverzehr. Erntezeit: ebenfalls Juni bis August, späte Sorten wie Ribest® 'Glasperle®' sogar bis Anfang August.
- Schwarze Johannisbeeren: Sie reifen etwas später ab Ende Juni (Cassissima® 'Nimue®' oder Cassissima® 'Noiroma®'), späte Sorten bis Mitte August Cassissima® 'Late Night®'. Wichtig: Nicht zu früh ernten – nach dem Umfärben noch etwa zwei Wochen warten.
Bild: Dank der späten Sorte Cassissima® 'Late Night®' kann man bis Ende August schwarze Johannisbeeren ernten.
Der Verwendungszweck bestimmt den Erntezeitpunkt
- Für Gelees: Früher pflücken – hoher Pektingehalt erleichtert das Gelieren.
- Für Saft, Likör, Nektar: Vollreife Beeren bringen das beste Aroma.
- Für den Frischverzehr: So spät wie möglich ernten – für den höchsten Zuckergehalt.
Da Johannisbeeren nicht alle gleichzeitig reifen, empfiehlt es sich, die Sträucher über mehrere Wochen hinweg regelmässig – idealerweise wöchentlich – abzuernten. Der genaue Zeitpunkt hängt auch vom Verwendungszweck ab: Für Marmelade oder Gelee lohnt sich eine etwas frühere Ernte, weil der Pektingehalt dann am höchsten ist, während für Desserts, Kuchen oder den Frischverzehr möglichst spät geerntet werden sollte. Am einfachsten und schonendsten ist es, nicht einzelne Früchte, sondern ganze Trauben zu pflücken – so bleiben die empfindlichen Beeren unversehrt und gelangen unbeschadet in die Küche oder auf den Kuchen.
Diese Tabelle gibt einen Überblick, wann man Johannisbeeren ernten kann.
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Johannisbeersorte |
Blühzeit |
Erntezeit |
Endhöhe (cm) |
Endbreite (cm) |
Bemerkungen |
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Weisse Beeren |
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Anfang April bis Anfang Mai |
Ende Juni bis Anfang Juli |
140 – 160 |
100 – 120 |
milder Geschmack, hohe Erträge |
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April |
Ende Juli bis Anfang August |
140 - 160 |
100 - 120 |
süss-sauer mit gigantischen Erträgen |
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Rosa Beeren |
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April |
Anfang Juli |
140 - 160 |
80 - 100 |
sehr süsser und aromatisch milder Geschmack |
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Rote Beeren |
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April |
Mitte Juni |
140 - 160 |
100 - 120 |
grosse, fruchtige und milde Beeren |
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April |
Anfang bis Mitte Juli |
140 - 160 |
100 - 120 |
süss sauer, hohe Erträge, kein Verrieseln |
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April |
Mitte bis Ende Juli |
140 - 160 |
100 - 120 |
süss sauer mit hohen Erträgen, geringe Verrieselung |
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April |
Mitte bis Ende Juli |
140 - 160 |
80 - 100 |
DIE Schönste! Mittelsauer, dichte mittelgrosse Trauben |
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April |
Anfang August |
140 - 160 |
80 - 100 |
mittelsauer mit tief dunklen Beeren |
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April |
Anfang bis Mitte August |
140 - 160 |
80 - 100 |
mittelsauer, dunkelrot, milder Geschmack |
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Grüne Beeren |
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Anfang bis Ende März |
Anfang bis Ende Juli |
140 - 180 |
100 - 120 |
mittelgrosse, süsse sowie milde Früchte |
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Schwarze Beeren |
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Ende März |
Ende Juni |
140 - 180 |
80 - 120 |
süsse Riesenfrüchte, wüchsig und resistent gegen Krankheiten |
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Anfang bis Ende März |
Ende Juni |
60 - 80 |
60 - 80 |
sehr süss mit ausgeprägtem Cassis-Aroma |
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Anfang bis Ende März |
Ende Juni |
140 - 180 |
100- 120 |
mild, süss, saftig und unsere GRÖSSTE |
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März |
Ende Juni |
80 - 100 |
60 - 80 |
sehr süss mit grossen Früchten an kleinen Trauben |
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Ende März |
Anfang Juli |
160 - 180 |
80 - 120 |
unsere SCHÖNSTE Schwarze, milde und sehr grosse Beeren |
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Anfang bis Ende März |
Anfang bis Mitte Juli |
140 - 180 |
100 - 120 |
süss, grosse Beeren, schöne und lange Trauben |
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März |
Mitte Juli |
140 - 180 |
100 - 120 |
Wunderschöne weinrote Blätter, sehr süss, Cassisaroma |
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Mitte März bis Anfang April |
Ende Juli bis Mitte August |
120 - 140 |
80 - 120 |
herbe Note der mittelgrossen Früchte |
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Jostabeere |
März |
Mitte Juni bis Anfang Juli |
60 - 80 |
60 - 80 |
säuerlich, starkwüchsig, optimal für Marmelade |
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März |
Anfang Juli |
120 – 140 |
100 |
schwachwachsend, sehr fruchtbar |
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März |
Anfang bis Mitte Juli |
150 |
100 – 120 |
süss, kompakt |
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März |
Mitte bis Ende Juli |
120 |
80 – 100 |
kompakt, perfekt zum Verarbeiten |
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März |
Juli bis Ende August |
170 – 180 |
150 |
folgernde Reife, starkwachsend |
Erntezeit gezielt steuern
Mit der richtigen Sortenauswahl lässt sich der Zeitpunkt planen, wann man Johannisbeeren ernten kann – so lässt sich die Erntezeit mit den bevorzugten Urlaubszeiten vereinbaren. Grundsätzlich ist es möglich, von Mitte Juni bis Ende August Johannisbeeren zu ernten. Besonders späte Sorten wie die roten Ribest® 'Sonette®' und Ribest® 'Violette®' zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Beeren sehr lange am Strauch halten, ohne an Qualität zu verlieren. Dadurch verlängert sich die Erntezeit deutlich bis in den Spätsommer. Auch späte weisse und schwarze Sorten wie Ribest® 'Glasperle®' und Cassissima® 'Late Night®' sorgen dafür, dass frische Beeren noch im August genossen werden können.
Welche Menge kann ich bei Johannisbeeren ernten?
Die Erntemenge hängt von mehreren Faktoren ab:
- Sorte und Wuchsform: Ertragreiche Strauchsorten bringen mehr Früchte als Hochstämme oder Spindeln.
- Alter der Pflanze: Unsere Pflanzen im 5-L-Topf sind 2 Jahre alt und bringen im zweiten Jahr nach dem Pflanzen den Vollertrag.
- Pflege und Standort: Regelmässiger Schnitt, Düngung und ausreichend Sonne erhöhen den Ertrag deutlich.
- Witterung: Wie bei allen Obstarten spielt das Wetter während der Blüte und Fruchtentwicklung eine entscheidende Rolle.
Bei Sträuchern kann man pro Jahr etwa 5 kg Johannisbeeren ernten, bei Hochstämmen fallen die Mengen etwas geringer aus, da die Kronen kompakter ausgebildet sind. Spindeln liefern den geringsten Ertrag, eignen sich dafür aber perfekt für kleine Gärten oder als platzsparende Ergänzung im Beerengarten.
Wie schmecken Johannisbeeren?
Der Geschmack von Johannisbeeren ist so vielfältig wie ihre Farben – von erfrischend säuerlich bis mild-süss oder intensiv aromatisch. Jede Farbgruppe bringt ihre eigenen Nuancen mit.
Bild: Cassissima® 'Noiroma®' schmeckt besonders süss und hat nur ein dezentes Cassis-Aroma.
- Rote Johannisbeeren: Sie sind der Klassiker im Garten und bekannt für ihr erfrischendes, fruchtig-säuerliches Aroma. Gerade diese angenehme Säure macht sie so beliebt für Kuchen, Torten oder als Kontrast in süssen Desserts. Sorten wie Ribest® 'Susette®' verbinden eine gute Säure mit hoher Fruchtfülle, während Ribest® 'Decorette®' durch ihren ausgewogenen Geschmack überzeugt.
- Rosa Johannisbeeren: Sorten wie 'Rosa Sport®' verbinden das milde Aroma der weissen Johannisbeeren mit einem Hauch fruchtiger Frische. Sie schmecken süss, weich und sehr aromatisch – eine echte Besonderheit im Beerengarten.
- Weisse Johannisbeeren: Diese Varianten der Roten Johannisbeeren schmecken deutlich milder und süsser. Ihr fast durchsichtiges, goldgelbes Fruchtfleisch schmeckt weniger sauer und besonders angenehm im Frischverzehr. Kinder lieben sie wegen ihrer Sanftheit – Sorten wie Ribest® 'Blanchette®' eignen sich perfekt zum Naschen direkt vom Strauch.
- Schwarze Johannisbeeren: Sie zeichnen sich durch ihr kräftiges, herbes und sehr aromatisches Cassis-Bouquet aus. Vollreif entwickeln sie eine einzigartige Balance aus Süsse und Säure, die sie zur perfekten Grundlage für Säfte, Liköre und Gelees macht. Sorten wie Cassissima® 'Noiroma®' oder Cassissima® 'Black Marble®' haben grössere, süssere Früchte und eignen sich auch bestens zum Naschen.
Bild: Die Rote Johannisbeere Ribest® Susette® schmeckt mild und hat das beste Aroma.
Wie kann ich die Früchte nach dem Johannisbeeren ernten verwenden?
Bild: Die riesigen Beeren von Cassissima® 'Black Marble®' sind perfekt zum Naschen.
Die ausgereiften Früchte schmecken am besten frisch vom Strauch, die noch nicht ganz vollreifen Beeren eignen sich dagegen ausgezeichnet zum Einkochen. Frisch gepflückt halten sie sich im Kühlschrank maximal zwei Tage, die beste Alternative bei einer Rekordernte wäre: Johannisbeeren pflanzen und einfrieren, um die Vitamine dann eben im Winter zu geniessen. Sollten Sie allerdings Weinliebhaber sein, sei Ihnen an dieser Stelle unbedingt der Klassiker unter den Beerenweinen empfohlen, der Ribiselwein, dessen Herstellung wir gleich in einem anderen Artikel beschreiben.
Bild: Die Jostabeere Confi®Beere 'Jomini®' ist ideal im Birchermüsli oder zur Herstellung von Konfitüre.
Im Lubera® Gartenbuch findest du zahlreiche köstliche Rezepte für Johannisbeeren:
- Johannisbeer Schorle, der Powerdrink für einen besonders guten Morgen
- Johannis- und Himbeerblätter in Omas Tee, gut gegen Rheuma und Erkältungen
- Johannisbeer Mousse, luftig, leicht und sommerlich frisch
- Johannisbeer Chutney, die besonders leckere Alternative zur Johannisbeeren Marmelade
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.