Wasser sparen im Garten: Die richtigen Pflanzen wählen
Setze auf trockenheitsresistente Pflanzen – sie kommen mit wenig Wasser aus und trotzen auch längeren Hitzeperioden. Es gibt eine große Auswahl an Sommerblumen, Stauden, Gräsern, Sträuchern und Bäumen, die mit Trockenheit gut zurechtkommen. Hier sind einige Beispiele für dich.
10 trockenheitstolerante Sommerblumen
Bunte Farbenpracht im wechselnden Flor ist die Stärke der Sommerblumen. Du musst nicht auf sie verzichten, wenn du einen Standort hast, den du nicht bewässern kannst oder willst. Mit diesen trockenheitsresistenten Blumen bekommst du trotz Wassersparmaßnahmen Farbe in deine Beete:
- Zinnie (Zinnia elegans) – liebt Sonne, blüht den ganzen Sommer
- Kapkörbchen (Osteospermum) – mediterranes Flair, trockenresistent
- Portulakröschen (Portulaca grandiflora) – sukkulent, ideal für heiße Standorte
- Ringelblume (Calendula officinalis) – genügsam, auch als Heilpflanze nutzbar
- Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) – blüht unermüdlich bis zum Herbst
- Studentenblume (Tagetes) – pflegeleicht, hitzeverträglich
- Sonnenhut (Rudbeckia hirta) – robust, farbenfroh
- Gazanie (Gazania rigens) – öffnet sich bei Sonne, sehr trockenresistent
- Eisblume (Dorotheanthus bellidiformis) – hitzeliebend, leuchtende Farben
- Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica) – auch auf trockenen Standorten und wunderschön
10 trockenheitstolerante Stauden und Gräser
Besonders geeignet und auch in kleinen Gärten vielseitig einsetzbar sind robuste Stauden und Gräser wie:
- Lavendel (Lavandula angustifolia) – mediterran, bienenfreundlich
- Fetthenne (Sedum telephium) – sukkulent, pflegeleicht
- Salbei (Salvia officinalis / nemorosa) – aromatisch duftend
- Thymian (Thymus vulgaris) – bodendeckend, aromatisch duftend
- Blauschwingel (Festuca glauca) – kompaktes Ziergras für heiße, trockene Lagen
- Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) – dekorativ und genügsam
- Wollziest (Stachys byzantina) – filzige Blätter, trockentolerant
- Katzenminze (Nepeta faassenii) – duftend, trockenheitsverträglich
- Ysop (Hyssopus officinalis) – pflegeleicht, auch als Heilpflanze
- Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) – tiefwurzelnd, blütenreich
10 trockenheitstolerante Sträucher
In mittelgroßen und großen Gärten kannst du Sträuchern als Strukturelemente einsetzen. Als besonders trockenheitsresistent gelten unter anderem:
- Sanddorn (Hippophae rhamnoides) – heimisch, salztolerant, wertvoll für Insekten und Vögel
- Felsenbirne (Amelanchier lamarckii / ovalis) – zierende Blüte und essbare Früchte, anpassungsfähig
- Kornelkirsche (Cornus mas) – frühe Blüte, robust, schnittverträglich
- Berberitze (Berberis thunbergii) – dornig, trockenheitsverträglich, ideal für Hecken
- Besenheide / Heidekraut (Calluna vulgaris) – für sandige, magere Böden, blüht im Spätsommer
- Liguster (Ligustrum vulgare) – halbimmergrün, hitzetolerant, als Hecke geeignet
- Perückenstrauch (Cotinus coggygria) dekoratives Laub & Blüten, hitze- & trockenheitsresistent
- Bartblume (Caryopteris clandonensis) spätblühend, bienenfreundlich, liebt trockene Böden
- RosmarinWeide (Salix rosmarinifolia) – ungewöhnliche, silbrige Blätter, sehr genügsam
- Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) – lange Blütezeit, extrem robust, auch für schwierige Standorte
10 trockenheitstolerante Bäume
Ist dein Garten groß genug für imposante Bäume, findest du auch unter denen trockenheitstolerante Arten:
- Silberlinde (Tilia tomentosa) – verträgt Hitze besser als andere Linden
- Gleditschie (Gleditsia triacanthos) – lichtdurchlässig, genügsam
- Echte Mehlbeere (Sorbus aria) – trockenheitsverträglich und hübsche Früchte
- Ungarische Eiche (Quercus frainetto) – sehr trockenheitsresistent
- Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) – wärmeliebend und robust
- Baumhasel (Corylus colurna) – standfest, wenig pflegeintensiv
- PyramidenHainbuche (Carpinus betulus ‘Fastigiata’) – kompakt, trockenheitstolerant
- Blasenbaum (Koelreuteria paniculata) – auffällige Blüte, sehr trockenheitsresistent
Rasenflächen reduzieren
Ein gepflegter Zierrasen ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Der braucht aber 20 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche, wenn er den ganzen Sommer schön grün bleiben soll. Ersetze besser einen Teil deiner Rasenfläche durch Wildblumenwiesen, Kräuterrasen oder Staudenbeete mit trockenheitstoleranten Pflanzen. Dadurch sparst du nicht nur viel Wasser, sondern bekommst auch ein Paradies für Insekten.
Regenwasser nutzen
Warum kostbares Trinkwasser aus der Leitung verschwenden, wenn das Gießwasser kostenlos vom Himmel fällt? Mit Regentonnen oder Zisternen, die du direkt an die Dachrinne vom Wohnhaus, Gartenhaus, Carport oder Gewächshaus angeschlossen hast, kannst du kostenloses, kalkarmes Regenwasser sammeln. Mit der Gießkanne oder mit Tauchpumpe und Schlauch kannst du es überall verteilen, wo es gerade gebraucht wird.
Richtig bewässern
Timing ist alles: Gieße früh morgens oder abends, wenn die Verdunstung am geringsten ist. Statt täglich oberflächlich zu wässern, solltest du lieber nur ein oder zweimal in der Woche, aber dafür tiefgründig gießen. Das fördert das Wurzelwachstum in die Tiefe und macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenperioden. Noch effizienter sind Tröpfchenbewässerungssysteme oder Perlschläuche, die das Wasser gezielt und verlustarm direkt an den Pflanzen abgeben. Verzichte auf großflächige Beregnung mit Kreisregnern oder Rasensprengern oder richte sie so ein, dass wenig Wasser auf Wegen und anderen nicht bepflanzten Flächen landet.
Mulchen gegen Verdunstung
Eine Schicht aus Rindenmulch, Holzschnitzeln, Grasschnitt oder Stroh schützt den Boden vor dem Austrocknen. Auch Mulchfolien oder Gartenvliese helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Aber nicht jede Pflanze schätzt Mulch im Wurzelraum. Junge Gemüsepflanzen und Zwiebelblumen mögen zum Beispiel keinen Mulch. Auch solltest du bei nährstoffbedürftigen Pflanzen auf das Mulchen mit Rindenmulch, Holzhäckseln oder Stroh verzichten. Diese Materialien binden bei ihrer Zersetzung viel Stickstoff. Die oben empfohlenen trockenheitstoleranten Arten mögen anhaltende Feuchtigkeit im Boden nicht und kommen besser ohne Mulch zurecht.
Mikroklima optimieren
Mit dem richtigen Mikroklima bleibt dein Garten kühler und feuchter. Hecken oder Windschutzpflanzen reduzieren die Verdunstung, während Bodendecker wie Waldmeister, Immergrün oder Kriechthymian den Boden kühl und feucht halten. Auch vertikale Begrünung, etwa an Hauswänden oder Mauern, sorgt für ein angenehmeres Kleinklima. Halte die nicht bepflanzten Flächen mit kahler Erde in Beeten oder gepflasterte oder mit Schotter bedeckte Bereiche möglichst klein. Sie heizen sich besonders auf und halten die Wärme lange. Die Folge sind größere und länger anhaltende Hitze und eine geringere Luftfeuchtigkeit, die die Verdunstung durch die Pflanzen und damit ihren Wasserbedarf steigen lässt.
Durchdacht pflanzen
Achte auf den richtigen Pflanzabstand. Eng bepflanzte Beete beschatten den Boden besser und reduzieren die Verdunstung. Höhere Pflanzen können als natürliche Schattenspender empfindlichere Arten schützen – ein Prinzip, das sich besonders in der Mischkultur bewährt. Das Mikroklima in den Pflanzungen wird besser, wenn weniger Luft zwischen den Pflanzen hindurchstreichen kann. Beachte aber, dass die Blätter immer gut abtrocknen können müssen, damit sich keine Mehltau oder Rostpilze ansiedeln.
Den Boden verbessern
Ein lockerer, humusreicher Boden kann Wasser besser speichern als ein Sand- oder Kiesboden. Kompost, Pflanzenkohle oder bei sandigen Böden das Tonmineral Bentonit sorgen dafür, dass das Wasser dort bleibt, wo es gebraucht wird – an den Wurzeln deiner Pflanzen. Das Versickern von Regen- und Gießwasser wird verlangsamt und die Verdunstung durch offene Bodenporen reduziert.
Nach dem Wässern den Boden bearbeiten
Nach dem Regen oder dem Wässern sickert das Wasser in den Boden. Es bilden sich Kanäle (Kapillaren) durch die es in die Tiefe fließt. Auf dem gleichen Weg verdunstet es bei Hitze aber auch sehr schnell wieder. Durch oberflächliches Hacken oder Schuffeln, kannst du die Transpirationskanäle unterbrechen und die Verdunstung reduzieren.
Fazit
Die richtige Pflanzenwahl, in Kombination mit durchdachter Bewässerung und gezielten Kulturmaßnahmen hilft dir im Garten Trinkwasser zu sparen und den Wasserverbrauch allgemein zu reduzieren.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
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Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.