Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
- Wilde Mischungen statt strenger Farbflächen: Verschiedene Arten und Sorten werden locker und scheinbar zufällig miteinander kombiniert.
- Vintage-Pastells bleiben Trend: Creme, Pastellgelb, Apricot und Lachs fließen sanft ineinander – inzwischen auch bei Narzissen und Hyazinthen.
- Blau trifft Purpur: Intensive Blau-, Bordeaux-, Pflaumen- und Purpurtöne sorgen für geheimnisvolle Beete und können mit Hellblau oder Altrosa aufgehellt werden.
- Wildromantische Frühlingsbeete und „Jewelled Meadows“: Wildtulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen und andere Zwiebelblumen wachsen zwischen Stauden und Gräsern und dürfen sich mit der Zeit ausbreiten.
- Mut ist die wichtigste Gestaltungsregel: Moderne Blumenzwiebelbeete müssen nicht perfekt aussehen. Pflanze, beobachte und ergänze – so darf der Garten mit jedem Frühling schöner werden.
Praxis-Tipps
Verzichte auf gleichmäßige Abstände und streng getrennte Sortengruppen. Pflanze Zwiebeln stattdessen in unterschiedlich großen Gruppen, verteile einzelne Zwiebeln dazwischen und lass dieselben Sorten an verschiedenen Stellen wieder auftauchen.
Besonders natürlich wird es, wenn du vor der Pflanzung deine verschiedenen Blumenzwiebeln zunächst in einem Korb mischst und anschließend so pflanzt, wie du sie herausgreifst.
Beobachte im nächsten Frühjahr und Sommer, welche Kombinationen dir gefallen und welche Zwiebeln sich an ihrem Standort wohlfühlen, dann kannst du diese Sorten im folgenden Herbst in größeren Mengen ergänzen.
Blumenzwiebel-Trends 2026: Wildgemixte Showbeete anlegen
Die klassische Gestaltungsregel für Blumenzwiebeln lautete im Grunde: Viele gleiche Zwiebeln ergeben viel Wirkung. Daher nahm man eine Sorte und gruppierte sie im Beet. Insbesondere Tulpen wurden beispielsweise in Gruppen zu Farbflächen gepflanzt.
Diese Anordnung in Farbflächen und die Fokussierung auf einzelne Sorten hat sich gewandelt zu einer spielerischen Verwendung wild gemischter Sorten in einem Beet. Die Anordnung soll heute möglichst natürlich wirken! Denn schließlich pflanzt die Natur auch nicht nach Raster.
Bild: Die moderne Verwendung von Blumenzwiebeln am Beispiel von Tulpen: Viele Sorten werden gemeinsam so in ein Beet gesetzt, dass sie wie zufällig angeordnet wirken. Um einen ähnlichen Effekt zu erzielen, nutzt du unsere Mischung ‘Einfache spätblühende Tulpen’, und ergänzt sie mit ‘Lady van Eijk’ , ‘Merlot’ und ‘Bellville’.
Bild: Die Vielfalt kleinblütiger Narzissen, die wie zufällig angeordnet wirken, hier vor allem ‘Arctic Bells’, ‘Jetfire’, ‘Minnow’, ‘Tête Deluxe', ‘Oxford Gold’ und ‘Kokopelli’
Wenn du diesen Trend umsetzen möchtest, meidest du am besten den Reflex, die Blumenzwiebeln nach einem Schema ordnen zu wollen. Setze beispielsweise 30 Narzissen nicht als 30 Einzelpflanzen mit exaktem Abstand. Gehe stattdessen so vor: Pflanze einmal drei zusammen, dann fünf, dann eine einzelne, etwas weiter entfernt wieder sieben. Wiederhole dieselbe Sorte an mehreren Stellen.
Am einfachsten jedoch gelingt der Trend zu trendgerecht gemischten Pflanzungen, wenn du alle deine Sorten und Arten an Blumenzwiebeln in einen Korb gibst und sie unbeschwert miteinander vermengst. Dann kannst die einzelnen Zwiebeln so in den Boden bringen, wie du sie gerade im Korb zu fassen bekommst. Dadurch entsteht automatisch etwas, das viel natürlicher und ausgelassener wirkt als ein klassisches Tulpenbeet.
Bild: Unordnung ist eine Erfindung der Natur, und zeigt sich auch in dieser wilden Mischung, die frühlingshafte Lebensfreude aufkommen lässt. Mit Tulpen wie ‘Shogun’, ‘Angelique’, ‘Purple Prince’, ‘Candy Prince’ , ‘Sunny Prince‘, ‘Lighting Sun’ und ‘Orange Marmalade’ der Breitblättrigen Traubenhyazinthe sowie den Hyazinthen ‘Yellow Queen’ und ‘Pink Pearl’ kannst du dieses Bild nachpflanzen.
Blumenzwiebel-Trends 2026: Vintage-Pastells und Blau mit Purpur
Pastells sind in den letzten Jahren ein wichtiges Farbthema bei den Blumenzwiebel-Pflanzungen. Ein Trendbeet zeigt in 2026 statt klassischem Rosa zarte Abstufungen von Creme über Apricot und Lachs.
Pastellige Beete ließen sich sie bereits seit langem wunderschön mit Tulpen umsetzen, doch ganz neu sind in dieser Farbwelt Narzissen und Hyazinthen. Die Züchtung konnte lachsfarbene Trompeten bei den Narzissen erzielen. Sogar erste lachsfarbene Hyazinthen wie ‘Gipsy Queen’ sind inzwischen verfügbar. Das macht ganz neue Gestaltungen mit diesen Blumenzwiebeln möglich.
Bild: In der Narzissen-Züchtung gelingen immer spektakulärere Farben und Formen. Hier eine Narzisse, die bisher nur eine Züchtungsnummer trägt. Die gerüschte Trompete zeigt einen Farbverlauf von Gelb zum derzeit sehr begehrten Pastell-Apricot.
Der entscheidende Gestaltungs-Trick für diese Farbtrend Vintage-Pastells lautet: Nicht zwei Farben kontrastreich kombinieren, sondern die Pastellfarben wie in einem zarten Farbverlauf pflanzen.
Bild: Farbtrend Vintage-Pastells: Bei diesen Narzissen scheinen verwandte Nuancen ineinander zu verlaufen. Pastellgelb, Lachs und Creme vermischen sich zu einem Beet mit viel Vintage-Flair. Verwende dazu zum Beispiel die Narzissen ‘Apricot Whirl’, ‘Brook Ager’, ‘Pueblo’ und ‘February Gold’.
Der Farbtrend Purpur bleibt auch in 2026 Trend. Ganz neu erscheinen in 2026 geheimnisvoll wirkende Kombinationen von tiefem Blau mit Purpur, die sich mit ganz unterschiedlichen Arten umsetzen lassen. Für diesen Farbtrend spenden Hyazinthen, Traubenhyazinthen und Anemonen ihre intensiven Blautöne. Dazu kommen dramatische Tulpen- und Hyazinthenfarben ins Spiel: Bordeaux, Purpur, Pflaume und fast Schwarz. Wem das zu viel Drama ist, kann diese Trend-Kombination durch Altrosa oder Hellblau aufhellen. Das lohnt sich je nach Standort für die Fernwirkung, denn aus einigen Metern Entfernung verschwindet ein dunkelviolettes Beet optisch schnell.
Bild: Blaue Hyazinthen wie ‘Blue Jacket’ mit purpurnen Tulpen wie ‘Purple Prince’ wirken gedämpft und geheimnisvoll. Die Sternhyazinthe ‘Blue Giant’ sorgt für Frische in der Pflanzung.
Bild: Die purpurne Hyazinthe ‘Woodstock’ mit anmutigen Anemonen in herrlichem Blauton ist eine unglaublich faszinierende Kombination. Auch Blaustern (Scilla) und die Traubenhyzinthen könnten diese Pflanzung mit ihrem Blau ergänzen.
Blumenzwiebel-Trends 2026: Natürliche Beete mit wilden Frühlingsblühern
Bei Lubera ist dieser Blumenzwiebel-Trend dank euch längst angekommen: Das Gärtnern mit zarten Wildtulpen und anderen beinahe wilden Frühlingsblühern. Sie gehören inzwischen zu den am meisten nachgefragten Blumenzwiebeln in unserem Sortiment.
Im Garten können sie zarte Blütenteppiche bilden, wenn man zulässt, dass sie sich mit niedrigen Stauden verweben. Solche naturalistischen Blumenbeete sind auch in 2026 nach wie vor Trend. Das hat seinen guten Grund: Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Wildtulpen kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Jahre wieder, und können schließlich wie alte Gefährten zum Garten gehören. Du gestaltest mit ihnen wildromantische Pflanzengemeinschaften, in denen die Blumenzwiebeln eine zeitliche und ökologisch wichtige Nische besetzen. Wir lieben diesen nektarreichen Trend, die Bestäuber jedoch lieben ihn sicherlich am allermeisten!
Bild: Was für eine zauberhafte Pflanzung unter lichten hohen Bäumen mit vielen Wildtulpen, kleinblütigen Narzissen und Blausternen. Die beinahe wilden Frühlingsblüher werden begleitet von niedrigen Stauden … und dicken Hummeln, die nach Nektar suchen.
Bild: Der Hundszahn gehört seit langem zu meinen liebsten Frühlingsblühern. Wurde aber auch Zeit, dass er in Trendbeete integriert wurde. Hier mit der sich gerade öffnenden Wildtulpe ‘Lilac Wonder’ sowie vielen Sternhyazinthen (Chionodoxa) und Blausternen (Scilla), die im Hintergrund blau leuchten.
Bild: Nochmals Hundszahn in einer Trend-Pflanzung: Setze ihm zur Seite eine ‘Mischung Narzissen mit kleinen Blüten’, wie sie hier im lichten Bereich unter alten Bäumen wächst.
Die wahrscheinlich beliebteste Wildtulpe in mitteleuropäischen Gärten ist Tulipa sylvestris, die Weinbergtulpe. Das frische Gelb der Wildtulpe lässt sich mit kleinen Narzissen wie ‘Jetfire’ noch tatkräftig unterstützen.
Bild: Die Weinbergstulpe bringt mit kleinen Narzissen wie ‘Jetfire’ deine Frühlingsbeete richtig zum Leuchten.
Bild: Kleine Frühlingsblüher im Blumenbeet. Für diesen Effekt kannst du das Blumenzwiebelbeet ‘Frühlingsfrische’ in deinen Rasen setzen, und es um rot blühende Wildtulpen wie das Juwel Tulipa linifolia ergänzen.
Blumenzwiebel-Trend 2026: Jewelled Meadows
Gerade der aktuelle Trend zu „jewelled meadows“, also Wiesen und Gräser-Pflanzungen mit Krokussen, Narzissen, Camassia, Tulpen und Allium, wird auch in 2026 von britischen Gestaltern intensiv weiterentwickelt. Auch in den Niederlanden und im Rest von “Festlandeuropa” finden sich inzwischen viele Designer, die diesen Trend begeistert umsetzen.
Bild: Die anmutigen Wildtulpen (Tulipa sylvestris) wachsen in dieser Gestaltung wie Juwelen zwischen Gräsern auf einer Lichtung. In dieser ‘Jewelled Meadow’ werden die Tulpen ergänzt von Kaiserkronen (Fritillaria) und Sternhyazinthen (Chionodoxa).
Bild: Steppenkerzen (Eremurus) zwischen wogenden Gräsern ergeben im Sommer spektakuläre und trockenverträgliche Pflanzungen.
Der beste Trend aller Zeiten heißt: Einfach ausprobieren!
Das Schöne an den neuen Blumenzwiebel-Trends ist: Eigentlich kann man kaum etwas falsch machen. Moderne Blumenzwiebelbeete leben nicht von perfekten Abständen und streng eingehaltenen Farbschemata, sondern von eurem Mut.
Also seid ruhig mutig: Setzt Tulpen zwischen eure Stauden, lasst Narzissen durchs Beet wandern und kombiniert auch einmal Farben, die man früher vielleicht nicht nebeneinandergesetzt hätte. Und wer einen natürlichen Garten liebt, lässt Krokusse, Wildtulpen, Traubenhyazinthen und andere Zwiebelblumen eh einfach ihre eigenen Wege gehen.
Ein paar Handvoll Zwiebeln in einem bestehenden Staudenbeet reichen für den Anfang. Im nächsten Frühjahr sieht man, was funktioniert, und im folgenden Herbst wird ergänzt.
Vielleicht ist das sogar die wichtigste Gestaltungsregel für den modernen Blumenzwiebelgarten: Nicht mit Druck versuchen, ein fertiges Bild zu pflanzen. Pflanze dir einen Garten, der mit jedem Frühling schöner werden darf.
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.