Zusammenfassung
Das Düngen im Sommer ist nur dann sinnvoll, wenn Pflanzen tatsächlich zusätzliche Nährstoffe benötigen. Viele Stauden, Gehölze und Obstpflanzen sind mit der Frühjahrsdüngung – etwa mit Kompost oder Langzeitdünger – ausreichend versorgt und kommen ohne weitere Düngergaben aus. Starkzehrer wie Gemüse, Rosen oder viele Kübelpflanzen profitieren dagegen oft von einer gezielten Nachdüngung, da sie über einen langen Zeitraum Blüten und Früchte bilden. Gelbe oder rötliche Blätter sowie ein schwächeres Wachstum sind typische Anzeichen eines möglichen Nährstoffmangels. Die gleichen Symptome können jedoch auch durch Trockenheit, Staunässe oder andere Stressfaktoren verursacht werden. Ab Ende Juli empfiehlt es sich, winterharte Gehölze nicht mehr stickstoffbetont zu düngen, damit ihre Triebe bis zum Winter ausreifen können. Ebenso wichtig wie die richtige Düngung ist ein gesunder Boden, denn ein aktives Bodenleben verbessert die Nährstoffaufnahme und stärkt die Pflanzen langfristig.
Praxis-Tipps
Weniger ist oft mehr: Wachsen deine Pflanzen kräftig, bilden sie ausreichend Blüten oder Früchte und zeigen keine Mangelerscheinungen, benötigen sie meist keinen zusätzlichen Dünger. Eine gezielte Düngung zum richtigen Zeitpunkt ist wirksamer als häufige, vorsorgliche Düngergaben.
Beobachte die Pflanze genau: Gelbe Blätter können auf Nährstoffmangel hindeuten, werden aber ebenso durch Trockenheit, Staunässe, einen ungeeigneten pH-Wert oder Wurzelschäden verursacht. Kläre deshalb zuerst die Ursache, bevor du nachdüngst.
Erst giessen, dann düngen: Giesse die Pflanze zuerst mit klarem Wasser an und bringe den Dünger erst auf das bereits feuchte Substrat aus. So werden die Wurzeln geschont und die Nährstoffe können besser aufgenommen werden.
Soll ich Pflanzen im Sommer düngen?
Wurden deine Pflanzen im Frühjahr mit Kompost oder Langzeitdünger (mit Frutilizer® Saisondünger Plus, Frutilizer® Volldünger Plus oder Frutilizer® 'Natürlich' Schafwollpellets) gedüngt und wachsen sie gesund, ist eine zusätzliche Düngergabe im Sommer meist nicht notwendig. Stauden, Gehölze, Hecken und viele Obstgehölze decken ihren Nährstoffbedarf grösstenteils über die Frühjahrsdüngung und den Boden. Eine regelmässige Nachdüngung nach dem Motto «viel hilft viel» bringt deshalb selten einen Vorteil.
Im Gegenteil: Ein Überangebot an Nährstoffen – insbesondere an Stickstoff – regt die Pflanzen zu immer neuem Austrieb an. Statt vorhandene Triebe ausreifen zu lassen, investiert die Pflanze ihre Energie in weiches, junges Wachstum. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Krankheiten und die Vorbereitung auf den Winter wird erschwert. Gleichzeitig investiert die Pflanze weniger Energie in den Ausbau ihres Wurzelsystems. Langfristig kann sie dadurch empfindlicher auf Trockenheit oder Nährstoffschwankungen reagieren.
Gerade im Hochsommer ist zudem häufig nicht ein Nährstoffmangel, sondern Wassermangel der begrenzende Faktor. Bleibt das Wachstum während einer Hitzeperiode aus oder wirken die Blätter schlapp, hilft Dünger nicht weiter. Erst wenn der Boden wieder ausreichend feucht ist, können die Wurzeln Nährstoffe aufnehmen und verwerten.
Wann ist das Düngen im Sommer sinnvoll?
Auch wenn Düngen im Sommer für die meisten Gartenpflanzen nicht notwendig ist, gibt es Ausnahmen. Entscheidend ist dabei nicht der Monat, sondern die Frage: Hat deine Pflanze tatsächlich einen erhöhten Nährstoffbedarf?
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen mehrjährigen und einjährigen Pflanzen. Mehrjährige Pflanzen wie Gehölze, Stauden oder Rosen müssen sich ab dem Spätsommer auf den Winter vorbereiten. Deshalb solltest du sie ab Ende Juli oder Anfang August nicht mehr stickstoffbetont düngen. Stickstoff regt die Bildung neuer Triebe an, die bis zum ersten Frost oft nicht mehr vollständig ausreifen und dadurch anfälliger für Frostschäden sind. Einjährige Pflanzen wie Tomaten, Gurken oder Zucchini müssen dagegen keinen Winter überstehen. Sie dürfen bis zum Saisonende weiter wachsen und können deshalb bei Bedarf auch im Sommer regelmässig mit Nährstoffen versorgt werden.
Das gilt auch für Langzeitdünger mit mehrmonatiger Wirkungsdauer. Sie sollten bei winterharten Gehölzen und Stauden rechtzeitig im Frühjahr ausgebracht werden und nicht erst im Spätsommer.
Das Düngen im Sommer ist vor allem in drei Fällen sinnvoll:
Wenn deine Pflanze Nährstoffmangel zeigt
Gelbe Blätter, helle Blattadern, rötliche Blattspitzen oder ein deutlich schwächeres Wachstum können darauf hindeuten, dass der Pflanze wichtige Nährstoffe fehlen. In diesem Fall lohnt es sich, die Ursache genauer anzuschauen und gezielt zu handeln. Denn nicht jeder Mangel lässt sich mit einer zusätzlichen Düngergabe beheben – manchmal liegt das Problem auch an einem ungeeigneten Boden (z.B. Staunässe, unpassender pH-Wert) oder daran, dass die Wurzeln die vorhandenen Nährstoffe nicht aufnehmen können. Wie du die häufigsten Mangelerscheinungen erkennst, zeigen wir im nächsten Kapitel.
Wenn die Pflanze Höchstleistungen erbringen muss
Manche Pflanzen verbrauchen auch im Sommer grosse Mengen an Nährstoffen. Dazu gehören vor allem Rosen, die über viele Wochen immer wieder neue Blüten bilden, oder Gemüsepflanzen, die laufend Früchte entwickeln und geerntet werden. Hier kann eine gezielte Nachdüngung helfen, damit Blühfreude, Ertrag und Pflanzengesundheit erhalten bleiben. Wichtig ist jedoch, den Dünger an die jeweilige Kultur und den Zeitpunkt anzupassen. Ziel ist dabei nicht möglichst starkes Wachstum, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Blatt-, Trieb-, Blüten- und Fruchtbildung. Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag.
Wenn die Pflanze im Kübel wächst
Kübelpflanzen sind in einer besonderen Situation. Ihnen steht nur ein begrenztes Erdvolumen zur Verfügung, sodass die vorhandenen Nährstoffe schneller verbraucht und durch häufiges Giessen leichter ausgewaschen werden. Deshalb benötigen viele Kübelpflanzen während der Hauptwachstumszeit eine regelmässige Düngung.
Für stark wachsende und reich blühende Kübelpflanzen eignet sich beispielsweise Frutilizer® Instant Bloom. Der wasserlösliche Dünger versorgt die Pflanzen schnell mit den benötigten Nährstoffen und unterstützt kräftiges Wachstum sowie eine lang anhaltende Blüten- und Fruchtbildung.
Dünge jedoch nie auf einen vollständig ausgetrockneten Wurzelballen. Giesse die Pflanze zunächst mit klarem Wasser an und bringe den Dünger erst auf das bereits leicht feuchte Substrat aus. So werden die Wurzeln geschont und die Nährstoffe können besser aufgenommen werden.
Unser Tipp: Dünge nicht nach Kalender, sondern beobachte deine Pflanzen. Wachsen sie kräftig, haben gesund gefärbte Blätter und blühen oder fruchten wie erwartet, besteht meist kein Grund für eine zusätzliche Düngung. Erst wenn die Pflanze einen konkreten Bedarf zeigt, bringt eine gezielte Düngung einen echten Mehrwert.
Nährstoffmangel erkennen – diese Symptome solltest du kennen
Pflanzen können nicht sprechen – sie zeigen aber sehr deutlich, wenn ihre Nährstoffversorgung aus dem Gleichgewicht gerät. Gelbe Blätter, verfärbte Blattspitzen oder ein schwacher Austrieb können auf einen Mangel hindeuten. Bevor du jedoch zur Giesskanne mit Dünger greifst, solltest du die Symptome genau beobachten. Denn nicht jedes gelbe Blatt bedeutet automatisch, dass deiner Pflanze Nährstoffe fehlen.
Gelbe Blätter
Gelbe Blätter gehören zu den häufigsten Hinweisen auf eine gestörte Nährstoffversorgung. Entscheidend ist jedoch, welche Blätter betroffen sind.
Vergilben vor allem die älteren Blätter, kann dies auf einen Stickstoffmangel hindeuten. Stickstoff ist der wichtigste Nährstoff für das Pflanzenwachstum. Fehlt er, wächst die Pflanze insgesamt schwächer, neue Blätter bleiben kleiner und erscheinen oft blassgrün. Gleichzeitig verlagert die Pflanze den verfügbaren Stickstoff in junge Triebe und Blätter, sodass die älteren Blätter nach und nach gelb werden.
Bild: Diese Kürbispflanze leidet unter starkem Stickstoffmangel.
Chlorose
Sind dagegen vor allem junge Blätter hell oder gelb, steckt häufig ein Eisenmangel dahinter. Typisch sind dabei grüne, deutlich abgegrenzte Blattadern auf gelbem Blattgewebe (Chlorose). Im Gegensatz zum Stickstoff- oder Magnesiummangel treten die Symptome zuerst an den jungen Blättern auf. Besonders Rhododendren, Heidelbeeren, Hortensien und Zitruspflanzen reagieren empfindlich darauf. Häufig liegt die Ursache nicht in einem Eisenmangel des Bodens, sondern in einem zu hohen pH-Wert, der die Eisenaufnahme erschwert.
Typisch für eine sogenannte Chlorose sind gelbe Blattflächen, während die Blattadern grün bleiben. Ursache ist häufig nicht ein Mangel an Eisen im Boden, sondern die Tatsache, dass die Pflanze das vorhandene Eisen nicht aufnehmen kann. Ein zu hoher pH-Wert, verdichtete Böden oder Staunässe beeinträchtigen die Nährstoffaufnahme und führen zu den typischen Symptomen.
Ein gutes Beispiel dafür sind Heidelbeeren. Werden ihre Blätter gelb, fehlt häufig nicht grundsätzlich Dünger. Oft ist der Boden nicht sauer genug, sodass die Pflanze Eisen trotz ausreichender Vorräte nicht mehr aufnehmen kann. Eine zusätzliche Gabe Universaldünger löst dieses Problem nicht – im Gegenteil, sie kann die empfindlichen Wurzeln sogar zusätzlich belasten.
In solchen Fällen helfen spezielle Dünger für Moorbeetpflanzen wie Frutilizer® Instant Blue oder – bei einer ausgeprägten Eisenchlorose – Frutilizer® Instant Solution, die Ursache gezielt zu behandeln. Heidelbeeren und andere Moorbeetpflanzen solltest du nicht mit konventionellen, schnell löslichen Düngern düngen, da ihre empfindlichen Wurzeln dadurch geschädigt werden können. Verwende stattdessen einen speziell auf Heidelbeeren abgestimmten Langzeitdünger. Die umhüllten Düngekörner geben die Nährstoffe langsam und bedarfsgerecht frei und sorgen so für eine schonende und optimale Nährstoffversorgung.
Bild: Zitruspflanzen reagieren besonders empfindlich auf Eisenmangel.
Rötliche Blattspitzen, schwaches Wachstum und nachlassende Blütenbildung
Rötliche Blattspitzen oder verfärbte Blattränder können auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Sie können jedoch auch durch Trockenstress, starke Sonneneinstrahlung oder Wurzelschäden entstehen. Beobachte deshalb immer die gesamte Pflanze und nicht nur einzelne Blätter.
Auch ein schwacher Austrieb oder eine nachlassende Blüten- und Fruchtbildung können Hinweise darauf sein, dass der Pflanze wichtige Nährstoffe fehlen. Bleiben Rosen nach dem ersten Flor deutlich blühfauler, setzen Tomaten oder Gurken weniger Früchte an oder entwickeln Sommerblumen nur noch wenige neue Knospen, kann eine gezielte Nachdüngung sinnvoll sein. Gerade Pflanzen, die über viele Monate hinweg ununterbrochen blühen oder Früchte bilden, verbrauchen grosse Mengen an Nährstoffen.
Unser Tipp: Dünge niemals allein aufgrund eines einzelnen Symptoms. Erst wenn du die Ursache kennst, kannst du die richtige Massnahme ergreifen. Nicht jeder Mangel wird mit einem Universaldünger behoben – oft ist ein auf die jeweilige Kultur oder den konkreten Nährstoffmangel abgestimmter Dünger die bessere Lösung.
Diese Pflanzen profitieren von einer Sommerdüngung
Während viele Gehölze und Stauden im Sommer keine zusätzliche Nährstoffversorgung benötigen, gibt es einige Pflanzen, die auch während der Hauptwachstumszeit regelmässig Nährstoffe verbrauchen. Entscheidend ist dabei immer der tatsächliche Bedarf: Gedüngt wird nicht aus Gewohnheit, sondern weil die Pflanze ihre Reserven aufgebraucht hat oder dauerhaft Höchstleistungen erbringen muss.
Rosen – für eine lange und gesunde Blüte
Öfterblühende Rosen gehören zu den Starkzehrern. Nach dem ersten Flor werden die verblühten Blüten zurückgeschnitten. Anschliessend soll die Rose innerhalb weniger Wochen neue Triebe bilden und einen zweiten Blütenflor aufbauen. Diese Leistung kostet viel Energie.
Eine gezielte Sommerdüngung nach dem Sommerschnitt unterstützt die Bildung neuer Knospen und sorgt dafür, dass die Rose kräftig und vital bleibt.
Ab Ende Juli solltest du stickstoffbetonte Dünger jedoch nicht mehr einsetzen. So können die neu gebildeten Triebe bis zum Herbst gut ausreifen und die Rose geht widerstandsfähiger in den Winter.
Rosen im Kübel benötigen meist etwas mehr Aufmerksamkeit als ausgepflanzte Rosen. Durch das begrenzte Erdvolumen stehen ihnen weniger Nährstoffe zur Verfügung, die zudem beim regelmässigen Giessen schneller ausgewaschen werden.
Gemüse – solange geerntet wird, darf auch gedüngt werden
Tomaten, Gurken, Auberginen, Chili, Kürbisse oder Zucchini bilden den ganzen Sommer über neue Blüten und Früchte. Mit jeder Ernte werden dem Boden Nährstoffe entzogen, die ersetzt werden müssen.
Anders als Rosen oder Gehölze müssen einjährige Gemüsepflanzen ihre Triebe nicht auf den Winter vorbereiten. Ihr Ziel ist es, innerhalb einer Vegetationsperiode möglichst viele Früchte auszubilden. Deshalb dürfen sie bis zum Saisonende bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgt werden.
Bild: Tomaten, Zucchini und andere Starkzehrer verbrauchen während der Erntezeit viele Nährstoffe und profitieren bei Bedarf von einer Nachdüngung.
Besonders in Kübeln und Hochbeeten sind die Nährstoffreserven oft schon im Hochsommer weitgehend aufgebraucht.
Für stark blühende und fruchtende Gemüsepflanzen eignet sich Frutilizer® Instant Bloom. Der wasserlösliche Dünger versorgt die Pflanzen schnell mit den benötigten Nährstoffen und unterstützt Blütenbildung, Fruchtansatz und Ertrag während der gesamten Erntezeit.
Zitruspflanzen – ein Sonderfall im Sommer
Zitronen-, Orangen- und andere Zitruspflanzen wachsen während des Sommers kontinuierlich weiter und bilden gleichzeitig neue Blätter, Blüten und Früchte. Da sie meist im Kübel kultiviert werden, verfügen sie nur über einen begrenzten Nährstoffvorrat und sind auf eine regelmässige Versorgung angewiesen.
Zitruspflanzen reagieren ausserdem empfindlich auf Eisenmangel. Helle junge Blätter mit deutlich grüneren Blattadern sind häufig ein Hinweis auf eine Eisenchlorose.
Bild: Für Zitruspflanzen empfiehlt sich ein speziell abgestimmter Zitrusdünger wie Frutilizer® Instant Citrus, der neben den Hauptnährstoffen auch Eisen und weitere Spurenelemente liefert.
Im Gegensatz zu vielen winterharten Gehölzen wird die Düngung bei Zitruspflanzen nicht grundsätzlich Ende Juli beendet. Solange sie unter warmen und hellen Bedingungen aktiv wachsen, dürfen sie weiterhin bedarfsgerecht versorgt werden.
Kübelpflanzen – wenig Erde, hoher Bedarf
Kübelpflanzen sind grundsätzlich auf eine regelmässigere Düngung angewiesen als ausgepflanzte Gartenpflanzen. Das begrenzte Substrat speichert nur eine begrenzte Menge an Nährstoffen, die durch häufiges Giessen zusätzlich ausgewaschen werden. Besonders stark wachsende oder reich blühende Arten wie Oleander, Engelstrompeten oder viele Sommerblumen profitieren deshalb von einer kontinuierlichen Nährstoffversorgung während der Saison.
Bild: Kübelpflanzen benötigen häufiger Dünger, da die Nährstoffe im begrenzten Erdvolumen schneller verbraucht und ausgewaschen werden.
Unser Tipp: Behalte immer die Pflanze im Blick. Wächst sie gesund, trägt reichlich Früchte oder bildet kontinuierlich neue Blüten, bestätigt das die Düngestrategie. Zeigt sie dagegen trotz ausreichender Wasserversorgung Schwächen, lohnt sich eine gezielte Kontrolle auf Nährstoffmängel, bevor du nachdüngst.
Stauden brauchen meist keine Sommerdüngung
Die meisten Stauden sind mit der Frühjahrsdüngung gut versorgt. Arten, die an magere Standorte angepasst sind – etwa Lavendel oder viele mediterrane Kräuter – reagieren auf eine übermässige Düngung mit weichem, instabilem Wachstum.
Eine Ausnahme bilden remontierende Stauden wie Rittersporn, Katzenminze oder Ziersalbei. Werden sie nach der ersten Blüte kräftig zurückgeschnitten, kann eine massvolle Düngung den Neuaustrieb und eine zweite Blüte unterstützen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Boden ausreichend feucht bleibt.
Rasen im Sommer düngen? Nur wenn er wächst
Ein häufig gemähter Rasen verliert mit jedem Schnitt Nährstoffe. Grundsätzlich kann deshalb auch im Sommer eine Düngung sinnvoll sein.
Während längerer Hitze- und Trockenperioden solltest du jedoch nicht düngen. Ein brauner Rasen leidet dann meist nicht unter Nährstoffmangel, sondern hat sein Wachstum zum Schutz vor Trockenheit weitgehend eingestellt. Erst wenn der Boden wieder ausreichend feucht ist und der Rasen sichtbar weiterwächst, lohnt sich eine Düngung.
Warum du im Sommer nicht mehr stickstoffbetont düngen solltest
Im Frühjahr ist Stickstoff ein wichtiger Motor für kräftiges Wachstum. Im Laufe des Sommers verändert sich jedoch der Bedarf der Pflanzen. Sie müssen sich langsam auf den Herbst vorbereiten und ihre Triebe ausreifen lassen. Deshalb solltest du spätestens ab Ende Juli oder Anfang August auf stickstoffbetonte Dünger verzichten.
Stickstoff regt die Bildung neuer Triebe an. Das ist im Frühjahr erwünscht, im Spätsommer jedoch nachteilig. Die Pflanze investiert ihre Energie weiterhin in frisches Wachstum, anstatt die bereits gebildeten Triebe zu festigen. Diese bleiben weich, verholzen nur unzureichend und sind anfälliger für Frostschäden.
Besonders Gehölze wie Rosen, Beerensträucher oder Ziergehölze profitieren davon, wenn sie den Sommer mit einem natürlichen Wachstumsabschluss beenden können. Gut ausgereifte Triebe überstehen den Winter deutlich besser und treiben im folgenden Frühjahr kräftiger aus.
Ausnahmen gibt es allerdings auch hier. Pflanzen, die bis in den Herbst hinein kontinuierlich wachsen oder Früchte bilden – etwa viele Fruchtgemüse oder Zitruspflanzen im Kübel – benötigen weiterhin Nährstoffe. Hier solltest du die Düngung jedoch an den tatsächlichen Bedarf der Pflanze anpassen und nicht pauschal weiterführen.
Unser Tipp: Beobachte deine Pflanzen gegen Ende des Sommers genau. Solange sie gesund wachsen und keine Mangelerscheinungen zeigen, ist weniger Dünger meist die bessere Wahl. Ein rechtzeitiger Dünge-Stopp hilft den Pflanzen, sich optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten und sorgt für einen gesunden Start im nächsten Frühjahr.
Den Boden stärken statt immer mehr düngen
Ein gesunder Boden ist die Grundlage für kräftige Pflanzen. Milliarden von Mikroorganismen zersetzen organisches Material, machen Nährstoffe pflanzenverfügbar und fördern ein gesundes Wurzelwachstum. Je aktiver das Bodenleben ist, desto besser können Pflanzen Wasser und Nährstoffe aufnehmen.
Nicht immer liegt das Problem deshalb in einem Nährstoffmangel. Häufig sind im Boden ausreichend Nährstoffe vorhanden, können von den Pflanzen jedoch aufgrund eines geschwächten Bodenlebens, verdichteter Böden, Staunässe oder längerer Trockenphasen nicht optimal aufgenommen werden.
In solchen Fällen lohnt es sich, das Bodenleben zu fördern und die Bodenstruktur zu verbessern, statt die Pflanze einfach mit weiteren Nährstoffen zu versorgen.
Lubera® Activizer® Effektive Mikroorganismen
Hier setzt der Lubera® Activizer® an. Er enthält effektive Mikroorganismen, die das Bodenleben fördern und so die natürlichen Prozesse im Boden unterstützen. Der Activizer ersetzt keinen Dünger, kann aber dazu beitragen, dass vorhandene Nährstoffe besser genutzt werden und sich die Bodenstruktur langfristig verbessert. Gerade nach längeren Hitzeperioden, bei stark beanspruchten Gartenböden oder in Kübeln kann dies einen wertvollen Beitrag zur Pflanzengesundheit leisten.
Bild: Lubera® Activizer® fördert das Bodenleben und verbessert die Verfügbarkeit vorhandener Nährstoffe im Boden.
Der Activizer eignet sich besonders für Gemüse, Obst, Rosen, Stauden und Kübelpflanzen und kann während der gesamten Vegetationsperiode angewendet werden. Besonders sinnvoll ist der Einsatz in Kombination mit einer bedarfsgerechten Düngung: Der Dünger liefert die benötigten Nährstoffe, während ein aktives Bodenleben dafür sorgt, dass sie den Pflanzen möglichst effizient zur Verfügung stehen.
Unser Tipp: Bevor du einfach mehr düngst, lohnt sich ein Blick auf den Boden. Denn gesunde Pflanzen wachsen nicht nur dank der richtigen Nährstoffe, sondern vor allem in einem Boden, der voller Leben steckt.
Fazit: Nicht der Kalender entscheidet, sondern die Pflanze
Ob Düngen im Sommer nötig ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist nicht der Monat, sondern der Zustand deiner Pflanzen. Wachsen sie gesund, wurden sie im Frühjahr ausreichend versorgt und zeigen keine Mangelerscheinungen, kannst du auf eine zusätzliche Düngung meist verzichten.
Anders sieht es bei Starkzehrern wie Rosen oder Fruchtgemüse, bei Zitruspflanzen und vielen Kübelpflanzen aus. Sie verbrauchen während der Saison kontinuierlich Nährstoffe und profitieren von einer gezielten Nachdüngung. Ebenso solltest du handeln, wenn deine Pflanzen deutliche Mangelerscheinungen zeigen. Wichtig ist dabei, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch deren Ursache zu erkennen.
Genauso wichtig wie der richtige Dünger ist ein gesunder Boden. Ein aktives Bodenleben verbessert die Nährstoffverfügbarkeit und unterstützt kräftige, widerstandsfähige Pflanzen. Deshalb lohnt es sich, neben einer bedarfsgerechten Düngung auch den Boden im Blick zu behalten.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Dünge nicht nach Kalender, sondern nach Bedarf. Beobachte deine Pflanzen genau und gib ihnen nur dann zusätzliche Nährstoffe, wenn sie diese wirklich benötigen. Wachsen sie gesund, bilden ausreichend Blüten oder Früchte und sind sie gut versorgt, ist oft weniger oder kein Dünger die bessere Wahl. Denn das Ziel ist nicht möglichst starkes Wachstum, sondern kräftige, widerstandsfähige Pflanzen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Wachstum, Blüten- und Fruchtbildung. So entwickeln sie sich nachhaltig gesund und sind gleichzeitig gut auf den kommenden Winter vorbereitet.
Tabelle: Düngen im Sommer: Wann düngen – wann nicht?
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Frage |
Ja |
Nein |
| Zeigt die Pflanze einen Nährstoffmangel? |
✔ Ursache prüfen und gezielt düngen |
→ nächste Frage |
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Bildet sie laufend Blüten oder Früchte (z. B. Tomaten, Rosen)? |
✔ Nachdüngung meist sinnvoll> |
→ nächste Frage |
|
Wächst sie im Kübel? |
✔ Regelmässig bedarfsgerecht düngen |
→ nächste Frage |
|
Wurde sie im Frühjahr ausreichend gedüngt und wächst gesund? |
✘ Keine zusätzliche Düngung nötig |
✔ Düngung kann sinnvoll sein |
|
Ist der Boden ausgetrocknet? |
✘ Erst giessen, dann düngen |
✔ Dünger kann aufgenommen werden |
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Handelt es sich um ein winterhartes Gehölz ab Ende Juli? |
✘ Keinen stickstoffbetonten Dünger mehr verwenden |
✔ Bei Bedarf weiter düngen |
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