Rosmarin
XXL Rosmarin, kräftiger Strauch
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20cm - 60cm breit
Botanischer Name: Rosmarinus officinalis
(heute botanisch häufig als Salvia rosmarinus geführt)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft: Mittelmeerraum, besonders trockene Küstenregionen Südeuropas
Pflanzentyp: Immergrüner, aromatischer Halbstrauch
Wuchsform:Buschig, aufrecht bis locker überhängend, stark verzweigt. Endhöhe im Garten 50-150 cm.
Blätter: Schmal, nadelartig, dunkelgrün mit silbrig-weißer Blattunterseite, stark aromatisch
Blüten: Klein, lippenförmig, meist hellblau bis violett, seltener weiß oder rosafarben
Blütezeit: Je nach Klima von März bis Juni
Duft: Würzig, harzig, frisch, leicht kampferartig
Standort: Vollsonnig, warm und windgeschützt
Boden: Durchlässig, sandig bis steinig, eher nährstoffarm und kalkhaltig
Wasserbedarf: Gering; empfindlich gegenüber Staunässe
Winterhärte: Bedingt winterhart; junge oder Kübelpflanzen benötigen Frostschutz
Verwendung: Gewürz-, Duft-, Heil- und Zierpflanze; beliebt in mediterranen Gärten und Kräuterbeeten
Ernte: Ganzjährig möglich, besonders aromatisch kurz vor der Blüte
Besonderheiten: Bienenfreundlich, reich an ätherischen Ölen, Küchenkraut.
Beschreibung
Herkunft und Botanik
Rosmarinus officinalis gehört zu den ältesten und beliebtesten Gewürz- und Heilpflanzen des Mittelmeerraums. Seine ursprüngliche Heimat liegt an den sonnigen Küsten Südeuropas, wo er auf kargen, steinigen Böden wächst und mit seinem würzigen Duft ganze Landschaften prägt. Botanisch zählt Rosmarin zur Familie der Lippenblütler und bildet immergrüne, nadelartige Blätter aus, deren silbrig schimmernde Unterseiten ihn vor starker Sonne und Trockenheit schützen. Zwischen Frühjahr und Frühsommer erscheinen kleine blauviolette Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken und dem Strauch eine mediterrane Leichtigkeit verleihen.
Aromatik des Rosmarins
In klassischen Eau-de-Cologne-Akkorden verbindet der Rosmarinus officinalis starke Zitrusnoten mit Kräutern und Hölzern. Die Kopfnote zeigt häufig helle, ätherische Facetten: zitronig und begleitet von einem Hauch Eukalyptus und Kampfer. Danach entfaltet sich ein würziges Herz mit Anklängen an Piniennadeln und Lavendel. Im Hintergrund wecken die Aromen Erinnerungen an Holz, Harz und eine mediterrane Macchia.
Rosmarin-Nadeln und ihre Verwendung
Schon wenige Zweige verleihen Kartoffeln, Ofengemüse, Fleischgerichten oder Brot eine warme, herzhafte Note. Besonders harmonisch verbindet sich Rosmarin mit Olivenöl, Knoblauch und Zitrone.
Für ein aromatisches Rosmarinsalz werden grobes Meersalz, frische, feingehackte Nadeln von Rosmarinus officinalis und abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone miteinander vermischt. Anschließend alles gründlich mit dem Salz vermengen und auf einem Teller oder Backpapier einige Stunden trocknen lassen. Das fertige Rosmarinsalz passt hervorragend zu Ofenkartoffeln, gegrilltem Gemüse, Fisch oder frischem Brot mit Olivenöl.
Auch als Duftquelle im Haus wird die Pflanze seit Jahrhunderten geschätzt, etwa wegen ihres belebenden Duftes mit anregender Wirkung.
Ein Rosmarin-Strauch in Beet oder Kübel
Im Beet liebt Rosmarin einen vollsonnigen, geschützten Standort mit durchlässigem, eher trockenem Boden. Staunässe verträgt er schlecht. In raueren Regionen empfiehlt sich die Pflanzung an einer warmen Hauswand oder in einem Hochbeet.
Im Kübel gedeiht Rosmarin ebenfalls hervorragend, sofern das Pflanzgefäß über eine gute Drainage verfügt. Während der Sommermonate genügt sparsames Gießen; im Winter sollte die Erde nur leicht feucht bleiben. Kübelpflanzen benötigen in kalten Wintern einen hellen, frostfreien Platz oder zumindest einen geschützten Standort.
Ernte und Schnitt am Rosmarin
Ein regelmäßiger Schnitt hält Rosmarin kompakt. Direkt nach der Blüte oder im Frühjahr können die Triebe leicht zurückgenommen werden, jedoch möglichst nicht tief ins alte Holz. Geerntet werden die jungen Zweige am besten an trockenen, sonnigen Tagen, denn dann enthalten die Blätter besonders viele ätherische Öle. Frisch verwendet oder schonend getrocknet: Der Rosmarin bewahrt seinen unverwechselbaren Duft und bringt ein Stück mediterrane Lebensart in Küche.
Gute Begleitpflanzen
Thymus vulgaris (Thymian) 'Fredo'
Thymian bevorzugt ähnliche sonnige, gut durchlässige Böden. Diese Sorte hat ein besonders kräftiges Aroma und harmoniert sehr gut mit dem würzkräftigen Rosmarin.
Salvia officinalis (Echter Salbei) 'Evita Strong'
Dieser Salbei hat enorme Würzkraft mit angenehmen Bitternote, und liebt ähnliche Standorte wie Rosmarin.
Origanum vulgare 'Diabolo'
Oregano ‘Diabolo’ bevorzugt wie der Rosmarin einen sonnigen Standort. Auch für ihn gilt: je sonniger, desto intensiver sein diabolisch kräftiges Aroma.
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