Schöne Leycesterie 'Purple Rain'
Leycesteria formosa 'Purple Rain' - Purpurrote Blütenpracht mit köstlichen Karamellbeeren
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Breite: 100cm - 160cm
Standort: sonnig bis halbschattig, geschützt
Boden: humos, nährstoffreich, locker und gut durchlässig
Wasser: frisch bis mässig feucht, keine Staunässe
Blüte: hängende Blütenrispen
Blütenfarbe: weisse Blüten mit dunkel purpurroten Hochblättern
Blütezeit: Juli bis September
Eignung für Bienen: sehr gut
Duft: leicht süsslich duftend
Wuchshöhe: 160–200 cm
Wuchsbreite: 100–160 cm
Wuchsgeschwindigkeit: ca. 30–50 cm pro Jahr
Blattform: lanzettlich bis breit eiförmig
Blattfarbe: rötlicher Austrieb, später mittelgrün
Herbstfärbung: gelb bis orange
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler
Pflanzabstand: 100–150 cm
Winterhärte: bis ca. -18 °C, WHZ 7
Verwendung: Solitär, Gruppenpflanzung, Blütenhecke, Naturgarten, Bauerngarten, Kübel, Bienenweide
Windverträglichkeit: mässig, geschützter Standort empfohlen
Eignung für die Kultur im Kübel: sehr gut
Familie: Geissblattgewächse (Caprifoliaceae)
Herkunft: Sorte der aus dem Himalaya und Westchina stammenden Leycesteria formosa
Züchter: U.S. National Arboretum, Washington D.C. (Einführung 1995)
Geselligkeit: einzeln oder in kleinen Gruppen von 3 Pflanzen
Besonderheiten: aussergewöhnlich dunkel purpurrote Hochblätter, dekorative essbare Früchte, attraktiver Fruchtschmuck bis in den Herbst, leicht duftende Blüten, exotischer Wuchs
Die Schöne Leycesterie 'Purple Rain' begeistert vom Sommer bis weit in den Herbst mit einer aussergewöhnlichen Kombination aus purpurroten Hochblättern, eleganten weissen Blüten und glänzend dunkelvioletten Früchten. Ihr exotischer Charakter macht sie zum Blickfang in jedem Garten, während ihre Blüten zahlreiche Bestäuber anlocken. Mit ihrem lockeren Wuchs und den essbaren Karamellbeeren verbindet sie hohen Zierwert mit überraschendem Genuss.
Herkunft
Die Wildart Leycesteria formosa stammt aus den feuchten Bergregionen des Himalayas sowie aus Westchina. Dort wächst sie an Waldrändern und auf lichten Gebirgshängen. Die Sorte 'Purple Rain' wurde im U.S. National Arboretum selektiert und zeichnet sich durch besonders intensiv purpurrote Hochblätter sowie einen reichen Blüten- und Fruchtansatz aus. Damit hebt sie sich deutlich von der klassischen Schönen Leycesterie ab.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
'Purple Rain' fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen, möglichst geschützten Standort am wohlsten. Ein humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden sorgt für kräftiges Wachstum und eine üppige Blüte. Staunässe verträgt die Pflanze dagegen nur schlecht.
Der sommergrüne Strauch wächst locker aufrecht und bildet mit der Zeit einen breitbuschigen Habitus. Er erreicht etwa 1,6 bis 2 Meter Höhe und wird bis zu 1,6 Meter breit. Besonders attraktiv wirkt bereits der rötliche Blattaustrieb, der sich später in ein frisches Mittelgrün verwandelt und im Herbst in warme Gelb- und Orangetöne übergeht.
Besonderheiten – die dekorativen Karamellbeeren
Ab Juli erscheinen lange, elegant überhängende Blütenstände. Die kleinen weissen Blüten sitzen in auffällig dunkel purpurroten Hochblättern, die der Sorte ihren Namen verleihen. Die Blüten verströmen einen dezenten süsslichen Duft und werden gerne von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht.
Im Spätsommer entwickeln sich daraus glänzende dunkelviolette bis fast schwarze Beeren. Sie sind essbar und besitzen ein ungewöhnliches Aroma, das an Karamell erinnert. Gleichzeitig dienen sie zahlreichen Vögeln als wertvolle Nahrungsquelle und verlängern den Zierwert des Gehölzes bis in den Herbst hinein.
Verwendung im Garten
Mit ihrer exotischen Ausstrahlung eignet sich die Schöne Leycesterie 'Purple Rain' hervorragend als Solitär im Staudenbeet oder vor immergrünen Gehölzen. Ebenso schön wirkt sie in lockeren Blütenhecken oder naturnahen Pflanzungen, wo ihre langen Blütenrispen frei überhängen können.
Auch im Kübel entwickelt sie sich ausgezeichnet. Wähle bitte einen ausreichend grossen Kübel mit einer guten Drainageschicht und verwende eine hochwertige, humose Kübelpflanzenerde. So bleibt der Wurzelbereich dauerhaft gesund und die Pflanze kann bei Bedarf frostgeschützt überwintert werden.
Pflege – kurz und unkompliziert
Die Schöne Leycesterie gehört zu den pflegeleichten Blütengehölzen und regeneriert sich nach Frostschäden meist zuverlässig aus der Basis.
3 Kulturtipps:
- Schneide im zeitigen Frühjahr alle zurückgefrorenen oder alten Triebe kräftig zurück. Dadurch förderst Du einen vitalen Neuaustrieb und eine besonders reiche Blüte.
- Halte den Boden während längerer Trockenperioden gleichmässig feucht, insbesondere bei Kübelpflanzen.
- Decke den Wurzelbereich im Winter mit Laub oder Rindenmulch ab. Kübelpflanzen freuen sich zusätzlich über einen geschützten Standort oder einen Winterschutz aus Vlies.
Vergleich mit anderen Sorten
Gegenüber der klassischen Schönen Leycesterie besticht 'Purple Rain' durch deutlich intensiver gefärbte purpurrote Hochblätter und einen besonders langen Blütenschmuck. Im Vergleich zur Sorte 'Golden Lanterns' setzt 'Purple Rain' ihren Schwerpunkt weniger auf die Blattfarbe als auf die spektakulären Blütenstände. Während 'Golden Lanterns' mit leuchtend goldgelbem Laub beeindruckt, wirkt 'Purple Rain' eleganter und kontrastreicher. Besonders reizvoll ist eine gemeinsame Pflanzung beider Sorten, da sich das goldene Laub und die tief purpurfarbenen Blüten hervorragend ergänzen.
Pflanzpartner
- Rote Blasenspiere (Physocarpus opulifolius 'Diabolo') – ihr dunkles Purpurlaub unterstreicht die intensiv gefärbten Hochblätter der Leycesterie und sorgt für ausdrucksstarke Kontraste.
- Rispenhortensie (Hydrangea paniculata 'Limelight') – ihre grossen, hellen Blütenrispen setzen einen eleganten Gegenpol zu den filigranen Blüten der Karamellbeere.
- Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica 'Red Baron') – die roten Halme greifen die Purpurtöne der Hochblätter auf und verleihen der Pflanzung bis in den Herbst zusätzliche Dynamik.
- Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) – die langanhaltende Blüte ergänzt die Leycesterie perfekt und schafft gleichzeitig ein wertvolles Nahrungsangebot für Bienen und Schmetterlinge.
Die Karamellbeere braucht jedenfalls mehr Wasser als Fetthennen, Fettblatt und co., aber bei weitem nicht so viel wie Rhabarber.
Sieht sehr schön aus und bin schon einmal gespannt wie die Beeren schmecken. Nach oben kann sie wachsen wie sie möchte – wird dann bei 2-3m geschnitten. In der Breite ist sie zwischen Thujen begrenzt – knapp 1 – 1,5m hätte sie Platz. Wenn sie zu breit wird, wird sie halt etwas zurückgeschnitten – soll sich gegen die Thujen durchsetzen.
Ich suche einen schönen Blütenstrauch der nicht breiter als 1m wird und bin auf dien gestossen. Wird der wirklich nur schmal wie angegeben? Habe im Internet irgendwo eine Angabe von einer Wuchsbreite bis 2m gefunden...
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