Urweltmammutbaum 'Sheridan Spire'
Metasequoia glyptostroboides 'Sheridan Spire' - schlanker Nadelbaum mit goldgelber Herbstfärbung
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Breite: 7.5m - 10m
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt vollsonnig
Boden: tiefgründig, humos, nährstoffreich, frisch bis feucht, gut durchlässig
Wasser: mittlerer bis hoher Wasserbedarf, besonders in den ersten Jahren regelmässig giessen, Staunässe vermeiden
Blüte: unscheinbar, getrenntgeschlechtliche Blüten
Blütenfarbe: grün
Blütezeit: Mai
Eignung für Bienen: gering, als Windblütler ohne nennenswerten Nektar- oder Pollenwert
Duft: ohne nennenswerten Duft
Wuchshöhe: 15-20 m
Wuchsbreite: 7,5–10 m
Wuchsgeschwindigkeit: etwa 40–80 cm pro Jahr
Blattform: weiche, flache, gegenständig angeordnete Nadeln
Blattfarbe: frischgrün bis hellgrün
Herbstfärbung: leuchtend goldgelb bis kupferbraun
Laub: sommergrün (nadelabwerfend)
Wurzelsystem: Herzwurzler mit kräftigem, tiefreichendem Wurzelsystem
Pflanzabstand: 2,5–4 m
Winterhärte: bis etwa –34 °C, Winterhärtezone WHZ 4
Verwendung: Solitär, Hausbaum, Sichtschutz, schmale Gartenbereiche, Parkanlagen
Windverträglichkeit: gut
Eignung für die Kultur im Kübel: nur in jungen Jahren beziehungsweise vorübergehend geeignet
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Herkunft: Sorte des chinesischen Urweltmammutbaums (Metasequoia glyptostroboides)
Züchter: Sheridan Nurseries, Kanada
Geselligkeit: einzeln oder in lockeren Reihen pflanzen
Besonderheiten: schmale Säulenform, sommergrüner Nadelbaum mit eindrucksvoller Herbstfärbung und deutlich geringerem Platzbedarf als die Art
Der Urweltmammutbaum 'Sheridan Spire' verbindet die faszinierende Geschichte eines lebenden Fossils mit einer modernen, platzsparenden Wuchsform. Seine schmale, säulenförmige Krone macht ihn zur idealen Wahl für kleinere Gärten, Vorgärten oder als eleganten Sichtschutz. Im Herbst begeistert der sommergrüne Nadelbaum mit einer leuchtend goldgelben bis kupferfarbenen Färbung, bevor er seine weichen Nadeln abwirft.
Herkunft
Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) galt über Millionen Jahre als ausgestorben und war nur durch Fossilien bekannt. Erst 1941 wurden in einer abgelegenen Bergregion Chinas lebende Exemplare entdeckt – eine botanische Sensation. Die Sorte 'Sheridan Spire' wurde in Kanada selektiert und zeichnet sich durch ihren deutlich schmaleren, säulenförmigen Wuchs aus. Damit eignet sie sich auch für Gärten, in denen die breit wachsende Wildart zu viel Platz beanspruchen würde.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
'Sheridan Spire' gedeiht am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Ein tiefgründiger, humoser und gleichmässig frischer Boden fördert einen kräftigen Wuchs und eine intensive Herbstfärbung. Der Baum verträgt zeitweise feuchte Böden gut, sollte jedoch nicht dauerhaft in Staunässe stehen.
Im Vergleich zur Art wächst 'Sheridan Spire' deutlich schmaler und entwickelt eine aufrechte, säulenförmige Krone. Mit einer Breite von meist nur zwei bis drei Metern eignet sich die Sorte hervorragend für kleinere Grundstücke, schmale Gartenbereiche oder als vertikales Gestaltungselement. Trotz ihres vergleichsweise schlanken Wuchses bleibt sie ein eindrucksvoller Baum mit markanter Ausstrahlung.
Besonderheiten
Die weichen, hellgrünen Nadeln treiben im Frühjahr frisch aus und verleihen dem Baum eine leichte, fast filigrane Wirkung. Im Herbst verfärben sie sich spektakulär in leuchtende Gold-, Orange- und Kupfertöne, bevor sie – ungewöhnlich für einen Nadelbaum – vollständig abfallen.
Mit zunehmendem Alter entwickelt der Stamm eine attraktive rotbraune, längsrissige Borke, die den Baum auch im Winter interessant macht. Kleine kugelige Zapfen erscheinen erst an älteren Exemplaren und tragen zusätzlich zum Zierwert bei.
Verwendung im Garten
Durch seine schmale Wuchsform eignet sich 'Sheridan Spire' hervorragend als Solitär in kleineren Hausgärten oder Vorgärten. Ebenso wirkt er eindrucksvoll entlang von Grundstücksgrenzen oder als lockere Baumreihe. Seine vertikale Silhouette setzt moderne Akzente und harmoniert gleichzeitig mit naturnahen Gartenkonzepten.
Besonders schön kommt der Baum vor einem hellen Hintergrund oder in Kombination mit niedrigeren Gehölzen zur Geltung. Plane ausreichend Platz für das Wurzelsystem ein, auch wenn die Krone vergleichsweise schmal bleibt.
Pflege
Der Urweltmammutbaum ist robust und langlebig.
Kulturtipp 1: Giesse junge Pflanzen in den ersten Jahren regelmässig, insbesondere während längerer Trockenperioden. Ein gleichmässig frischer Boden fördert die Entwicklung.
Kulturtipp 2: Mulche den Wurzelbereich mit Laubkompost oder Rindenhumus. Dadurch bleibt der Boden länger feucht und die Bodenstruktur verbessert sich.
Kulturtipp 3: Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich. Entferne lediglich beschädigte oder abgestorbene Äste im Spätwinter, damit die natürliche Säulenform erhalten bleibt.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zum gewöhnlichen Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) wächst 'Sheridan Spire' deutlich schmaler und eignet sich daher wesentlich besser für kleinere Gärten. Gegenüber der Sorte 'Gold Rush' überzeugt 'Sheridan Spire' mit klassisch grünem Sommerlaub und einer natürlicheren Erscheinung, während 'Gold Rush' durch ihren gelbgrünen Austrieb auffällt. Wer einen eleganten, platzsparenden Mammutbaum sucht, findet in 'Sheridan Spire' eine hervorragende Alternative zur breit wachsenden Wildart.
Pflanzpartner
- Fächer-Ahorn (Acer palmatum) – ergänzt den aufrechten Wuchs mit filigranem Laub und einer spektakulären Herbstfärbung.
- Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) – bringt mit ihrer langen Sommerblüte Farbe in den Garten und harmoniert mit den frischen Bodenverhältnissen.
- Scheinzypresse (Chamaecyparis pisifera) – sorgt als immergrüner Kontrast für Struktur und betont den sommergrünen Charakter des Urweltmammutbaums.
- Japanischer Blumen-Hartriegel (Cornus kousa) – ergänzt den Baum mit attraktiven Hochblättern, dekorativen Früchten und einer intensiven Herbstfärbung, wodurch ein besonders abwechslungsreiches Gartenbild entsteht.
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