Liebstöckel, Maggikraut

Levisticum officinale - das beliebte Würzkraut

Levisticum officinale
Levisticum officinale
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Der Liebstöckel ist ein beliebtes Würzkraut, das ursprünglich aus Persien zu uns kam. Man kennt es auch unter dem Namen "Maggi-Kraut".
Levisticum officinale ist eine kräftig wachsende, horstbildende Staude, die über 100cm hoch werden kann.

Das essbare Laub ist grün, glatt und glänzend. Das Blatt ist eingeschnitten, gefiedert und am Rand gezähnt.
Es hat einen starken Duft nach einer Mischung aus Sellerie und Petersilie. Man nimmt es für Suppen,Eintöpfe und Salate, aber bitte sparsam, da der Geschmack sehr kräftig ist.

Die Blüten an dem doldenartigen Blütenstand sind unscheinbar, und von gelb-grüner Farbe.

Liebstöckel, botanisch Levisticum officinale, gehört zur Familie der Doldengewächse. Die horstbildende Staude verlangt einen tiefgründigen ausreichend frischen und guten Gartenboden. Ist sie so gut versorgt, belohnt sie den Gärtner mit kräftigem Wuchs und einer Höhe, die durchaus mehr als 1 Meter erreichen kann. Die Blätter sind tief eingekerbt und glänzen mit einem frischen Grün. Die unscheinbar, im Juli-August blühenden, grünlich-gelben Doldenblüten werden von Insekten sehr geschätzt.

Die Vorteile vom Liebstöckel

  • Sehr Standorttolerant, kommt auch mit halbschattigem Standort zurecht.
  • Kein Winterschutz erforderlich
  • Nicht anfällig für Schädlinge
  • Maggi-Geschmack

Liebstöckel Wirkung – gegen Erkältungen, zum Würzen, aber was ist mit der Liebe?

Die imposante wüchsige Staude für den Küchen- oder Kräutergarten ist eine sehr alte Würz- und Heilpflanze, die schon Hildegard von Bingen bei Halskrankheiten empfahl.

Wer sich – phantasiebeflügelt – eine aphrodisierende Wirkung des Liebstöckels erhofft – immerhin soll es ja um Liebe gehen - muss enttäuscht werden. Diesbezüglich wird Levisticum officinale in der Literatur nur sehr selten erwähnt. Vermutlich ist der Name Liebstöckel aufgrund der phonetischen Ähnlichkeit aus dem griechischen Ligystigikon und dem mittellateinischen Lubisticum entstanden. Die steirische Bezeichnung Luststöckel hat wohl die gleiche ‘irrtümliche’ Geschichte und führt noch mehr in die Irre (immerhin ist gut vorstellbar, wie man von Lubisticum, abgekürzt und undeutlich ausgesprochen, irgendwann auf Lust kommt…). Also mit dem Aphrodisacum ist und wohl nichts…irgendwie passt der Geschmack auch gar nicht dazu ;-)

Überzeugender und griffiger ist daher der zweite, ebenfalls sehr geläufige Name des botanischen Levisticum: das Maggikraut. Wenngleich in der bekannten braunen eckigen Flasche keine Zelle des Liebstöckels zu finden ist, erinnert der Duft der Pflanze doch sehr stark an die Würzflüssigkeit, die meine Kindheit und Jugend begleitete.

Die Kochkünste meiner Oma waren hervorragend, und trotzdem war neben dem Salz -und Pfefferstreuer die große 500 ml Flasche Maggi ein ständiger Begleiter der Mahlzeiten („Maggi mog i„ – Oma war Schwäbin)... aber zurück zur Pflanze…

Liebstöckel Pflege und Standort

Der Liebstöckel ist standorttolerant. Er zieht einen vollsonnigen Standort vor, aber findet es an einem halbschattigen Standort auch ok – was den Liebstöckel sehr sympathisch macht, denn er überlässt sonnenhungrigen Kräuter-Kameraden den Platz an der Sonne.

Wer Liebstöckel fleißig erntet kann ihn im Wachstum regulieren und auch die Blüte verhindern. Man muss Liebstöckel nicht blühen lassen, es sei denn man möchte selber Sämlinge ziehen, oder den Insekten ein bisschen Abwechslung bieten.

Wer im Kräutergarten für den Liebstöckel hat, sollte überlegen, ihn in den Gemüsegarten oder sogar in den Staudengarten zu integrieren. Das stille Grün stört nirgends.

Liebstöckel überwintern

Ein Winterschutz ist nicht erforderlich. Levisticum ist zwar keine heimische Pflanze, sondern stammt ursprünglich aus Vorderasien, verträgt jedoch Temperaturen bis minus 15 Grad und auch mal darunter. Der Liebstöckel ist clever und zieht sich im Winter komplett in den Boden zurück, um unterirdisch zu überwintern.

Charakteristisch ist der späte Austrieb. Liebstöckel wagt sich oft erst im April aus dem Boden, was so manchen Gartenbesitzer in Panik versetzt. Er kommt, keine Sorge.. Und er ist aufgrund seiner Verspätung weniger anfällig für späten Frost und allgemein kalte Frühlingstemperaturen.

Maggikraut Schädlinge

Vermutlich wegen des starken Aromas sind Schädlinge am gesunden, gut versorgten Liebstöckel selten zu finden. Bei anhaltender Trockenheit sollte gewässert werden. 

Liebstöckel Düngen

Eine einmalige Düngergabe im Frühling tut dem willig wachsenden Liebstöckel gut. Man kann mit handelsüblichem Dünger, eigener Kompost oder Pferdemist düngen. Wir empfehlen unseren Frutilizer ® Saisondünger plus oder aber eine Handvoll getrocknete Schafwollpellets (Frutilizer ® Natürlich). Beide Langzeitdünger müssen für eine gute Wirkung leicht in die Erde eingearbeitet oder eingedrückt werden

Liebstöckel Verwendung

Die frisch gehackten Blätter von Liebstöckel würzen Suppen und Saucen, bei Salaten und Quarkspeisen sollte vorsichtig dosiert werden, da der Liebstöckel geschmacklich sehr dominant ist. Wenn Sie Liebstöckel getrocknet verwenden, verliert er zwar leicht an Aroma, der Geschmack ist aber trotzdem noch überzeugend. Ausserdem sind die getrockneten Zweige lange über die Wintermonate haltbar.

Selbst wenn im Jahr nur wenige Blätter geerntet werden - das leichte Berühren der Blätter erzeugt sofort den Duft frisch gekochter Suppe - das ist sehr appetitanregend und ruft – jedenfalls für mich - Kindheitserinnerungen an Omas Suppen hervor.

Kurzbeschreibung von Liebstöckel

Blütenfarbe: grünlich/gelb
Blütezeitbereich: Juli/August
Höhe: bis zu 100 cm
Lichtverhältnisse: sonnig
Lebensbereich: Beet
Blattform: eingeschnitten, gefiedert, gezähnt
Blattfarbe: dunkelgrün
Pflanzabstand: 70 - 90 cm
Winterhärtezone: 4
Verwendung für: Kräutergarten, Bauerngarten, Naturnahe Pflanzungen, Heilpflanze
Besonderheiten: Duftpflanze, Bienenweide
Familie: Apiaceae (Umbellifere)
Geselligkeit: einzeln oder in kleinen Gruppen pflanzen

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Liebstöckel, Maggikraut (1)

Gartenstory
23.07.2019 - Einfach, lecker und auch hübsch
Ich habe in 2017 Liebstöckl bei Lubera gekauft. Die Pflänzchen waren sehr gut verpackt und sind gut angekommen. Mittlerweile hat sich das 'Pflänzchen' an seinem neuen Standort gut etabliert. Die an sich recht unscheinbaren Blüten in imposanten 1,5m bis 2m Höhe ziehen allerlei Insekten an. Auch während der Blüte kommen bei uns immer wieder junge Blätter nach, die für Suppe und Co. herhalten können. Der Standort ist ein Westhang am Waldrand, wo die volle Sonne momentan von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr zwischendurch nur vom kurzen Schatten eines noch jungen Apfelbaums unterbrochen wird. Als direkte Nachbarn stehen in ca. 1m Schwertlilie bzw. Pfingstrose, die mit der Blüte durch sind, bevor der Liebstöckl seine volle Größe erreicht und in ca. 2,5m Abstand steht zu beiden Seiten jeweils ein Junger Apfelhalbstamm.
Alles in allem eine nicht nur kulinarisch sondern auch gestalterisch einsetzbare Pflanze.
Viele Grüße aus Osthessen
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Name: Liebstöckel, Maggikraut Botanisch: Levisticum officinale
Blütezeit: Anf. Jul. bis Ende Aug. Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: gelb, grün Endhöhe: 100cm - 120cm
Endbreite: 60cm - 80cm Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Winterhärte: winterhart
Verwendung: Beet/Rabatten, Outdoor, Wildgarten, Einzelpflanze Erhältlich: Februar bis Dezember