Limonen und Kulturzitronen (15 Artikel)

Die grosse Namensverwirrung - warum unsere Zitronen eigentlich Limonen sind!

Zitrone LimonenIn vielen Sprachen, vor allem aber auch im Italienischen und Spanischen, werden als Zitronen nur die Urzitronen, die Citrus medica...

Weitere wertvolle Informationen über Limonen, Kulturzitronen...
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Citrus limon Hybr. Lemox - Die samenlose Zitronenneuheit
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Rosafleischige und buntlaubige Zitrone
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Rosafleischige und buntlaubige Zitrone
Citrus limon foliis variegatis sanguineum - Die farbenfrohe Zitrone
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Die 'rauhe' Zitrone, Citrus jambhiri
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Die 'rauhe' Zitrone, Citrus jambhiri
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Volkamerzitrone
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Kaiserzitrone - Lipo
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Kaiserzitrone - Lipo
Citrus limon x Citrus paradisii - Die Zitrone mit der kaiserlichen Grösse
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Amerikanische Wunderzitrone
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Amerikanische Wunderzitrone
Citrus ponderosa (Citrus limon x Citrus medica) - Grossfruchtiger Zitronenersatz
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Birnenförmige Zitrone 'Perretta'
Citrus limon - Zitrone mit birnenförmigen Zitronenfrüchten
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Rote Zitrone 'Sanguineum'
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Rote Zitrone 'Sanguineum'
Citrus limon - Die Zitrone mit rötlichem Fruchtfleisch
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Weitere Informationen über Limonen, Kulturzitronen

... bezeichnet, die vielfach auch den Namen Zedratzitronen tragen. Und das, was wir in der deutschen Sprache etwas gedankenlos Zitronen nennen, wenn wir sie kultivieren oder aus dem Kühlschrank nehmen, heisst in anderen Sprachen 'Limonen'. Auf den Punkt gebracht: Der Zitronenbaum ist eigentlich ein Limonenbaum, was sich ganz schön auch in der botanischen Bezeichnung zeigt: Citrus limon . Natürlich könnte man sich jetzt auch noch fragen, warum die Deutsche Sprache diese Unterscheidung nicht macht, die im Spanischen und Italienischen geläufig ist: Entscheidend ist vielleicht vor allem die Distanz. Wir Schweizer, Österreicher und Deutschen sind einfach weiter entfernt, so dass halt (fast) alle gelben Zitrusfrüchte mit saurem Fruchtfleisch zur Zitrone wurden.

Eine Sprache ist immer nur da in der Lage, feine Unterscheidungen zu treffen, wo auch genügend Inhalt, genügend Kenntnis und Wissen da sind. – Warum aber schaffen die Engländer die Unterscheidung ebenfalls, obwohl sie ja als insulare Bleichgesichter noch weiter vom Süden entfernt sind? Nun ja, die Engländer sind eine Seefahrernation, so waren sie auf all ihren Entdeckungsreisen, auch bei ihrer kolonialen Nähe zu Indien, den Zitruspflanzen und ihren Früchten immer viel näher. Und vor allem: Die 'Lemons' (eben die Citrus limon, die wir im Deutschen unterschiedslos auch als Zitronen bezeichnen) waren dafür verantwortlich, dass der Skorbut der Seeleute Ihrer Majestät endlich nachhaltig bekämpft werden konnte! So etwas vergisst man nicht! Und so etwas vergisst auch die Sprache nicht: Zu bestimmten Zeiten und in einigen Regionen bis heute werden die Briten nun pars pro toto als Limeys bezeichnet, als 'Zitronige'. Vielleicht, aber das ist jetzt reine Spekulation, ist das auch nur eine anderes malerisches Wort für Milch- und Bleichgesichter.

 

Geschichte und Herkunft der Zitronen (Citrus limon)

Limonenbaum Blüte LuberaLimonen waren bei den Römern unbekannt und kamen erst mit den Arabern und ihrer Zitruskultur nach Europa, nach Al-Andalus, Sizilien und Kalabrien (um 1150). Danach war aber ihr Siegeszug unaufhaltsam, einerseits weil sie einen neuen Geschmack, einen neuen Duft und vor allem vielfältige Verwendung in der Küche mit sich brachten, andererseits aber auch, weil sie auf die Europäer mit ihrer gleichzeitigen Fruchtreifung und Blüte wie eine Wunderpflanze wirkten. Und genau diese wunderbare Gleichzeitigkeit von Blüten und Früchten beförderte auch die Karriere der Zitrone in der Renaissance, bei den Zitrussammlern an den europäischen Höfen und schliesslich in unserem modernen Gärten und Terrassen. – Und noch immer ist die Geschichte der Zitronen nicht zu Ende, immer wieder sind neue Sorten entstanden und es entstehen noch immer neue Sorten. Viele der Zitronensorten, wie z.B. die beliebteste Gartenzitrone Citrus Meyer, sind nicht etwa reinrassige Citrus limon, sondern wiederum Hybriden zwischen Citrus limon und anderen Zitrusarten, oder manchmal sogar – wie im Falle der Meyerzitrone – Kreuzungen zwischen ganz andere Zitrusarten, die aber in ihrer Form und Farbe in die Zitruskategorie passen.

Zitronen bei uns zu Hause

Die meisten Zitrusarten können problemlos miteinander hybridisieren, und so ist auch der Limonenbaum aus Zedratzitronen (den eigentlichen Zitronen) und indischen Limetten entstanden, vielleicht war auch noch eine dritte Art beteiligt.

Zitronenbäumchen (also Limonen), mit dem botanischen Namen Citrus limon, sind hierzulande die wohl am häufigsten kultivierten Zitruspflanzen. Sie sind nicht nur gerngesehene Gäste aus dem Süden, mit ihren gelb-leuchtenden Früchten bringen sie die südliche Sonne fast physisch in unsere Gärten. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit, die sie von ihren indischen Vorfahren geerbt haben, welche teilweise am Fusse des Himalayas ansässig sind, können Zitrusbäumchen auch leicht in einem kühlen und kalten Raum (4-10°C) überwintert werden. Natürlich hört die Freude an den Zitronenbäumchen beim Staunen über Blüten und Früchte nicht auf: Zitronenfrüchte können auf 1001 unterschiedliche Arten in der Küche benutzt werden und mit dem internationalen Siegeszug der gesunden mediterranen Küche gewinnen auch die Zitronen weiter an Bedeutung. Vor allem wenn die Zitronen oder Limonen aus dem eigenen Garten stammen und natürlich angezogen wurden, braucht man auch keine Hemmungen zu haben, sie mit Schale und Albedo (der weissen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch) zu benutzen und zu kochen.

Welcher ist der richtige Limonenbaum für meinen Garten?

Bei der Auswahl der richtigen Zitronensorte ist die Vielfalt fast unübersichtlich gross und wir führen schon knapp 10 Zitronenvarietäten in unserem Sortiment, dazu kommen nochmals einige Zedratzitronen. Als wunderschönes und gleichmässig wachsendes Zierbäumchen bietet sich vor allem die Meyer-Zitrone an, die ihrerseits wahrscheinlich gar keine Citrus limon, gar keine Limone ist, sondern eine Kreuzung zwischen einer Limette und einer Mandarine. Aber aufgrund der Fruchtfarbe und Form wird sie halt meist zu den Zitronen gezählt. – Die Vierjahreszeiten-Zitrone Lunario zeigt am Ausgeprägtesten eine der eindrücklichsten Eigenschaften der Zitronen: Das ganze Jahr zeigen sich hier Knospen und Blüten und reifende Früchte nebeneinander! Eine weitere Trendpflanze ist sicher die Amalfi-Zitrone, die die Gourmets und Hobbyköche unter den Zitrusgärtnern begeistert. Aber lassen sie sich doch einfach von den Zitronenbildern und von den Beschreibungen der einzelnen Zitronensorten weiter inspirieren.

Wann ein Zitronenbäumchen kaufen?

Wir raten, den Limonenbaum möglichst früh in der Saison zu bestellen, denn dann sind Vorrat und Auswahl am Grössten. Wir kaufen einen Grossteil unseres Sortiments in der Toskana, in einer auf ein breites Sortiment und viele alte Zitrussorten spezialisierten Baumschule ein; dazu kommen auch einige Sorten, die wir aus Süditalien beziehen. Diese Pflanzen erhalten wir ca. Mitte April und beginnen dann auch mit dem Versand. Dabei gilt wie immer der Grundsatz: Wer zuerst kommt…. Also möglichst früh bestellen! Übrigens beginnen wir dieses Jahr auch, einige Zitrusssorten, vor allem solche mit hoher Frosttoleranz, selbst in unseren Baumschulen zu produzieren. Die ersten Zitrus aus eigener Produktion werden dann 2018 oder eher 2019 angeboten werden; das zeigt eindrücklich, wie lange die Zitrusbäumchen brauchen, um die Verkaufsgrösse zu erreichen.

Die Überwinterung der Zitronenbäumchen...

…ist nicht schwierig. Wie bei anderen Zitrusarten machen wir uns die Anpassungsfähigkeit dieser Pflanzen zunutze und fahren sie einfach 'herunter', bringen sie sozusagen in die Winterruhe. Dazu reicht ein Winterquartier mit 5-10°C und ein bis zwei Fenster. Das Gute dabei: Bei tiefen Temperaturen brauchen die Zitronenbäumchen auch weniger Licht und fast kein Wasser mehr. Die Konsequenz aus dieser Erfahrungstatsache ist aber auch, dass man auf keinen Fall wärmer überwintern sollte und auch nie in einem voll beheizten Raum, da die Zitruspflanzen dann sofort aufwachen, Wasser und Dünger brauchen und auch nach mehr Licht schreien. Und wenn dann eines dieser zusätzlichen Lebenselixiere fehlt, dann kommt es zu Pflanzenschäden.

Wie giesst man ein Zitronenbäumchen?

Wie bei andere Zitruspflanzen sollte man beim Giessen 3 Grundsätze beachten:

1. Wenn man giesst, dann richtig, so dass der Topf richtig durchnässt ist. Denken Sie daran: Wenn es einmal im Süden regnet, dann meist auch sehr heftig.

2. Bis man giesst, sollte der Topf oben schon deutlich angetrocknet sein; der Giessabstand kann dann im Sommer 1-2 Tage betragen, im Frühling und Herbst eine halbe bis eine Woche und im Winter vielleicht ein bis zwei Monate.

3. Wichtiger noch als das Giessen ist das Entwässern: Zitronentöpfe sollten unten immer genügend grosse Ausflusslöcher haben, so dass das überflüssige Wasser sofort wegfliessen kann. Idealerweise hat ein grösserer Zitruspflanzenkübel unten immer eine Drainageschicht aus Steinen oder Styroporbrocken.

Wie düngt man einen Zitronenbaum?

Zitronenbäume haben spezielle Anforderungen an die Düngung, die am besten mit unserem selbst entwickelten Zitrusdünger Frutilizer® Instant Zitrus erfüllt werden. Dieser Dünger ist ein Nährsalz, für Zitrus werden 20 g in 10lt Wasser aufgelöst und dann einmal pro Woche gegossen. Im September wird die Dosierung halbiert, im Oktober und über die Winterpause wird die Düngung pausiert. – Nach dem Umtopfen einer Zitruspflanze bietet es sich an, sie zusammen mit der neuen Erde auch mit einem Langzeitdünger, dem Frutilizer® Saisondünger Plus (6 Monate Wirkungszeit) auszustatten – als Dosierung ist 30 g pro 5lt Topfvolumen angemessen. Bei der Düngung mit Langzeitdünger kann die Düngung mit dem Nährsalz/Flüssigdünger für ein Jahr halbiert werden.

Wie und wann topft man einen Zitronen- bzw. Limonenbaum?

Häufig erreicht uns die Frage, ob man den Limonenbaum gerade nach dem Kauf umtopfen soll. Grundsätzlich ist das bei einem Kauf im Frühjahr möglich, bei einem späteren Kauf macht es keinen Sinn, da dann im Sommer oder Herbst sozusagen die Kraft der neuen Erde und des zusätzlichen Düngers wirkungslos verpuffen würde. Aber grundsätzlich ist das Umtopfen einer neu gekauften Zitronen-Pflanze nur anzuraten, wenn der Wurzelballen bis ganz nach aussen mit fein verästeltem Wurzelwerk besetzt ist und nach mehr Platz giert…Der neue Topf sollte immer einen ca. 4-5cm grösseren Durchmesser aufweisen als der alte Topf. – Topft man einen älteren Limonenbaum um, so ist der beste Zeitpunkt immer der frühe Frühling im März/April, gerade vor dem Beginn des starken Wachstum, meist erledigt man diese Arbeit gerade vor oder während des Rausräumens der Pflanzen, wenn sie also wieder aus der grauen Garage auf die sonnige Terrasse kommen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Limonen, Kulturzitronen (0)

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