Baumhasel - Hochstamm

Corylus colurna - robuster, trockenheitsverträglicher Baum, der Symbiosen mit Trüffelpilzen eingehen kann

Baumhasel - Hochstamm
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Vorteile Baumhasel

  • Bildet essbare Nüsse
  • Bietet bereits früh im Jahr wertvollen Pollen für Insekten
  • Ideal als Windschutzgehölz
  • das robuste Gehölz verträgt Trockenheit
  • Kann eine Symbiose mit Trüffelpilzen eingehen

Die Baumhasel (Corylus colurna) wächst als sommergrüner Baum mit essbaren Nussfrüchten. Sie gehört zur Gattung der Haseln, die 22 Arten und Unterarten umfasst und zur Familie der Birkengewächse gehört. Bei uns in Europa dürfte die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) die bekannteste Hasel sein. Dabei hat die Baumhasel einiges zu bieten! Der aus Balkan und Kleinasien stammende Baum toleriert nahezu alle Böden und sogar Trockenheit. Daher gewinnt er bei der Begrünung der Städte zunehmend an Bedeutung. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben die robusten Bäume gut verkraftet. Wo es ihnen gefällt, erreichen sie eine Höhe 20 m und werden bis zu 400 Jahren alt. Im zeitigen Frühjahr liefern die Blüten-Kätzchen wertvollen Pollen für die Insekten. Nach der Bestäubung entwickeln sich leckere Haselnüsse. Doch die Corylus colurna hat uns noch mehr zu bieten. Ihr Wurzelsystem kann eine Symbiose mit verschiedenen Pilzen eingehen, darunter kulinarisch wertvolle Trüffelarten.

Der Wuchs

Das Gehölz wächst zu einem einstämmigen Baum mit verzweigter Krone heran. Wir bezeichnen diese Haseln daher als Baumhaseln. Im Unterschied dazu wachsen einige Arten der Haseln als Sträucher. Diese verzweigen sich direkt über dem Boden und werden als Strauchhaseln bezeichnet. Die Baumhasel (Corylus colurna) bleibt mit 20 m ein Baum mittlerer Grösse. Sie wird gerne als Alleebaum oder Strassenbaum gepflanzt. Für nicht zu kleine Gärten ist sie die ideale Wahl als Hausbaum. Abhängig vom Standort erreicht dieser Hochstamm eine Krone mit einem Durchmesser von 8 - 12m und einen Stammumfang / Brusthöhendurchmesser von bis zu 115cm. Schneelasten kann die Krone dank guter Astanbindung verkraften.

Die beste Standort

Sie kann auf beinahe allen Böden wachsen. Ihre Toleranz gegenüber Trockenheit ist erprobt. Bei anhaltender Dürre kann es jedoch passieren, das sie zum ihrem Schutz die Blätter abwirft. Der Baum ist ein Pfahlwurzler. Die Wurzeln wachsen tief in den Boden und erreichen das Grundwasser. Bei Trockenheit kann er sich auf diese Weise mit Wasser versorgen. Die tiefreichenden Wurzeln geben dem Baum eine hohe Standfestigkeit. Unwetter mit Sturm beeindrucken ihn wenig. Hohe Schneelasten bringen ihn nicht zu Fall. Beachten Sie bei der Suche nach dem Standort auf einen tiefgrundigen Boden. Über Tiefgaragen kann der Baum seine Pfahlwurzeln nicht ausbilden. Winterkälte und sommerliche Hitze machen ihm nichts aus. In ihrer Heimat (Balkan, Kleinasien) erträgt die Hasel ohne Probleme Temperaturen von -38 °C bis 40 °C. Weniger stark zeigt sie sich der Nähe anderer Baumarten. Dort erweist sie sich als konkurrenzschwach. Der Abstand zu anderen Bäumen sollte aus diesem Grund mindestens 5 m betragen.

Baumhasel pflanzen

Wenn Sie bei Lubera eine Baumhasel kaufen, liefern wir diesen als starken Baum im 10 Liter Container. Damit ermöglichen wir Ihnen, den Baum ganzjährig einzupflanzen. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ist. Vermischen Sie den Aushub mit einem Drittel reifem Kompost. Das erleichtert der Hasel das Anwachsen. Nehmen Sie den Baum nun aus dem Container. Setzen sie ihn in die Mitte des Pflanzlochs. Der Wurzelballen sollte gleich tief stehen, wie er zuvor im Container stand. Füllen Sie das Loch mit dem Kompost-Erde-Mix auf. Achten Sie darauf, dass sich zwischen den Wurzel keine Hohlräume bilden. Drücken Sie die Erde gut an. Kräftiges Angiessen verschliesst die letzten Hohlräume. Mit einem Stützpfahl geben sie Sie dem Baum Halt, bis er gut verwurzelt ist. Sie müssen Verbissschäden durch Mäuse, Hasen oder Wild fürchten? In diesem Fall empfehlen wir in den ersten Jahren einen Verbiss-Schutz anzubringen. Für diesen Zweck eignet sich im Stammbereich ein Mantel aus verzinktem Hasendraht. Unverzinkt leistet der Hasendraht gute Dienste, wenn er als Korb schützend um den Wurzelballen gelegt wird.

Düngung und Pflege

Düngen ist nicht erforderlich. Achten Sie nur darauf, dass beim frisch gepflanzten Baum die Baumscheibe frei von Bewuchs bleibt. In den ersten Jahren wird das Wachstum von konkurrierenden Pflanzen rund um den Stamm gebremst. Trockenheit verträgt die Hasel ausgezeichnet, sobald sie gut eingewachsen ist. Wässern ist jedoch in den ersten Jahren nach der Pflanzung ratsam, besonders bei sommerlicher Trockenheit. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem müssen die Bäumchen erst entwickeln. In den ersten zwei Jahren können Sie den jungen Baum mit reifem Kompost oder Hornspäne unterstützen. Gut geeignet als Startdünger ist auch unser Frutilizer® Volldünger Plus .

Muss man eine Baumhasel schneiden?

Ein regelmässiger Schnitt ist unnötig. Die Krone wächst eher langsam. Totes Holz wirft der Baum von sich aus ab, ohne das sie eingreifen müssen. Den ein oder anderen Schnitt verkraftet der Baum aber gut. Vermeiden Sie möglichst das Kappen starker Äste mit einem Durchmesser von mehr als 5 cm. Nach kräftigen Schnitten steigt die Gefahr, dass Pilze und andere Krankheitserreger in die Wunde eindringen.

Baumhaselnüsse ernten

Nach bereits 10 Jahren kann eine Baumhasel Nüsse tragen. Im Vergleich zu anderen Nussbaumarten ist das früh. Sie ist einhäusig und getrennt geschlechtlich – männliche und weibliche Blüten wachsen auf einem Baum. Daher benötigt sie keinen Partner, um Nüsse auszubilden. Wächst sie im Wald, wird sie gerne von Tieren aufgesucht. Sie lieben die nahrhaften Nussfrüchte. Aus den von Eichhörnchen und anderen Nagern versteckten Nüssen wachsen neue Bäume heran. Auf diese Weise ist die Vermehrung der Art gesichert. Im Garten sind die Nüsse dei den Tieren ähnlich stark gefragt. Wollen Sie ihrer tierischen Konkurrenz zuvor kommen, sollten Sie sich ab Herbst für die Ernte bereit halten. Ab Ende September werden die Nüsse reif. Meist fallen die kugeligen Nüsse zusammen mit ihrer Hülle zu Boden. Entfernen sie die Hüllen zur weiteren Verarbeitung. Die geernteten Haselnüsse können Sie in der Wohnung zum Trocknen auslegen. Sie lassen sich auf die gleiche Art verarbeiten wie die Haselnüsse der Strauchhasel (Corylus avellana). Sie ergeben feine Nusskuchen und Gebäcke aller Art. Rösten entlockt ihnen noch mehr Aroma. Beim Knacken der harten Schalen brauchen Sie einigen Krafteinsatz. Normale Nussknacker sind für diesen Zweck oftmals überfordert. Zangen aus dem Werkzeugkasten können hier eine wertvolle Hilfe sein.

Baumhaseln als Trüffelbaum

Baumhaseln (Corylus colurna) eignen sich auch als Trüffelbaum. Trüffeln sind Pilze, die mit ihrem Wirtsbaum eine Lebensgemeinschaft bilden. Dabei verwächst das Trüffelmyzel mit der Wurzelrinde. Pilz und Baum versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen. Um im Bereich der Wurzeln Trüffeln ernten zu können, muss dieser zuerst beimpft werden. ‘Impfung’ nennt sich die Methode, bei der die Symbiose zwischen Trüffelbaum und Pilz kontrolliert eingeleitet wird. Die Technik ist die Grundlage des modernen Trüffelanbaus. Häufig wird hier das Myzel des Sommer- oder Burgunder- Trüffel verwendet. Es eignen sich sowohl die Sporen als auch Myzelstücke des Trüffels für diesen Vorgang. Wichtig für das Anwachsen des Myzels sind der Boden und das Klima am Standort.

Krankheiten

Baumhaseln gelten als äusserst robust und gesund. Krankheiten treten nur selten auf. Bei Stadtbäumen wurde in letzter Zeit eine Welke auslösende Krankheit beobachtet. Sie geht einher mit Schleimfluss aus Bereichen mit abgestorbener Rinde. Vermutet wird ein Befall mit Bakterien der Gattungen Pseudomonas oder Xanthomonas. Auch Pilze kommen als Erreger in Betracht. Meist handelt es sich bei den befallenen Bäumen jedoch um Stadtbäume. Diese sind bereits durch Streusa

Kurzbeschreibung Baumhasel

Grösse: 12-20m hoch und 8-12m breit
Wuchs: eher langsam, breit, kegelförmig
Blätter: dunkelgrün, breit gezahnte Blätter, laubabwerfend
Herbstfärbung: in Gelbtönen
Blüte: im Februar bis März, gelbbraune Blüten unscheinbar
Standort: sonnig bis schattig, normal bis kalkhaltig, Anspruchslos an den Boden
Wurzeln: Herzwurzler
Frosthärte: Winterhart bis -26°C
Verwendung: Einzelstellung, Gruppenstellung, Hausgarten, Innenhof

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Baumhasel - Hochstamm (0)

Name: Baumhasel - Hochstamm Botanisch: Corylus colurna
Blütezeit: Anf. Feb. bis Ende März Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: gelb, grün Endhöhe: 10m - 20m
Endbreite: 7.5m - 15m Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Herbstfärbung: Gelbtöne Laubkleid: laubabwerfend
Erhältlich: Februar bis Dezember
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